Wo sind die Wunder mit Knall-Bumm-Effekt??!

Wenn Gott die Macht hat, Kriege zum Stillstand zu bringen …
Wenn Gott die Macht hat, krebskranke Menschen auf einer ganzen onkologischen Station zu heilen … 
Wenn Gott die Macht hat, Armut auszurotten … 
Wenn Gott die Macht hat, gelähmte Menschen wieder gehen lassen …  

– warum tut er das nicht? Warum schnippt er nicht mit dem Finger und zeigt uns allen, was er auf dem Kasten hat?! Ich meine so richtig, mit Knall-Bumm-Effekt, dass es jeder – und ich meine wirklich jeder – mitbekommt?! Dass keiner Gott leugnen kann oder irgendne andere mehr oder weniger plumpe Begründung findet, warum nun dies und jenes passiert ist … Warum passiert das nicht?
 

bumm

Wahrscheinlich würden sich einige von uns diese Bestätigung der Existenz Gottes wünschen. Einfach zur Sicherheit, damit man nicht ins Zweifeln kommt, ob der Glaube an ihn nicht doch nur ein kindlicher Trost ist und man sich das ein- und schönredet.

Ich habe keinerlei Zweifel daran, dass Gott atmenberaubende Wunder vollbringen kann. Hier. Jetzt. Sofort. An Ort und Stelle. Ich will auch keine Ausreden suchen, warum er es nicht tut. Ich bin ja nicht seine Anwältin!

Ich zweifle nicht daran, dass es Gott gibt. Ich schau mich um in der Welt und denk mir: "Wow, wie geil?!" Und wie durchdacht das alles ist?! Allein der menschliche Körper, die Geburt unserer Kleinsten, das Tier- und Pflanzenreich, dass ist für mich sooo überwältigend, dass ich nicht anders kann, als mir einen Schöpfer vorzustellen, der das sorgfältig geplant hat. Doch viele Menschen zweifeln und wünschen sich so Dinger mit Knall-Bumm-Effekt, als Beweis dafür, dass es einen Gott gibt.

Ich persönlich denke, dass diese Knall-Bumm-Effekte nicht in Gottes Sinne sind, weil sie gegen das "Ding" mit dem freien Willen sprechen. Wenn er große Shows abziehen würde, dass wir nicht anders könnten, als an ihn zu glauben … wäre es dann überhaupt noch unser freier Wille? Würde diese demonstrierte Macht den Glauben nicht viel mehr erzwingen? Aber Gott sagt, er sei die Liebe (1. Johannes 4, 16). 


Liebe zwingt sich nicht auf, Liebe ist immer freiwillig.


Gott könnte alles befehlen, was er möchte. Ich glaube aber, Gott möchte etwas ganz anderes. Er möchte, dass wir ihn als unseren Vater, Freund, Tröster, Berater und Herrn kennenlernen – freiwillig und nicht aus Zwang.

Wenn Jesus sagt: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftut, zu dem werde ich hineingehen.“ (Offenbarung 3,20), dann bedeutet das, dass er nur dann in Dein Leben kommt, wenn Du es ihm erlaubst. Er platzt nicht einfach ungefragt zur Tür herein, baut sich im Türrahmen auf wie ein Proll und sagt: "Höööö, hier bin ich!" Nee, Jesus ist ein Gentleman!

Denk mal nach: Jesus wusste natürlich schon von Anfang an, dass er kein "normaler" Mensch ist, sondern Gottes Sohn. Doch die ersten 30 Jahres seines Lebens hat er darüber dennoch geschwiegen und lebte einfach zunächst ganz zurückgezogen als Zimmermann. Als ganz normaler Typ, so wie Du und ich. Erst mit Anfang dreißig zog er dann durch die Gegend, predigte und erzählte, er sei Gottes Sohn. DAS ist interessant!!

Ok, es wollten schon einige Gott sein. Jesus machte aber den Unterschied, indem er nicht nur erzählte, er sei Gottes Sohn, sondern indem er es auch zeigte. Er tat das, was nur Gott tun kann: Er heilte Menschen, er ließ Tote auferstehen, Lahme wieder gehen, Blinde wieder sehen, verwandelte Wasser in Wein, lief über das Wasser, versorgte aus ner handvoll Zutaten ganze 5000 Menschen mit Essen, stillte den Sturm, etc. etc….

Oder hier:

Als ein gelähmter Mann durch das Dach des Hauses, in dem sich Jesus befand, heruntergelassen wurde und von ihm geheilt werden wollte, sagte Jesus: „Deine Sünden sind dir vergeben!“ Die religiösen Führer regten sich darüber tierisch auf: „Was bildet sich dieser Mensch eigentlich ein? Das ist Gotteslästerung! Nur Gott kann Sünden vergeben!“ Die Antwort von Jesus daraufhin war: „Aber ich will euch beweisen, dass ich Sünden vergeben kann“. Und er sprach zum Gelähmten: "Steh auf!" und dieser stand auf. (Lukas 5,20-21).  

Als Jesus Leben wieder einmal auf dem Spiel stand, richtete der Hohepriester folgende Frage direkt an Jesus: „Bist Du Christus, der Sohn Gottes?“  „Ja, der bin ich“, antwortete Jesus. „Ihr werdet den Menschensohn an der rechten Seite Gottes sitzen und auf den Wolken des Himmels wiederkommen sehen.“  Empört zerriss der Hohepriester sein Gewand und rief: „Das genügt! Wir brauchen keine weiteren Zeugen. Ihr habt ja selber seine Gotteslästerung gehört“ (Markus 14,61-64).


Merkste was?? Jesus hat damals extreme Wunder vollbracht! Der Knall-Bumm-Effekt war voll vorhanden! Doch was machten die Menschen?

Sie glaubten noch immer nicht, dass er Gottes Sohn war! Sicher wäre es interessant gewesen, wenn es damals schon die technischen Möglichkeiten wie WhatsApp, Facebook Live Video, Instagram, YouTube etc. gegeben hätte … Doch hätten die Menschen dann anders reagiert? Was glaubst du, was dann los gewesen wäre?? 

Segenregen,
Deine Mandy

 

 


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Dieser Beitrag wurde am 29. Juli 2019 veröffentlicht.

7 Gedanken zu „Wo sind die Wunder mit Knall-Bumm-Effekt??!

  1. Johanna

    Ich weiß nicht, ob ich das mit dem freien Willen überzeugend finde.. ich meine, man kann doch IMMER ALLES hinterfragen. Wenn ich sehe, jemand wird geheilt, dann kann ich anzweifeln, dass die Person vorher krank war, vielleicht wurde ja eine Show anzogen, ich wurde reingelegt oder was auch immer. Ich glaube, dass es dann immer noch Glauben braucht. Oder?

    Antworten
  2. Thomas Jakob

    Meine Ansprüche an Wunder sind wesentlich geringer. Oder umgekehrt: Ich erkenne die Wunder schon im Normalen, z. B. im Wunder des Lebens. Die Allmacht Gottes verstehe ich so, dass Gott mächtig ist in allem, was ist.

    Das ganze “hätte, wäre, könnte” ist nichts als freie menschliche Spekulation und im Grunde müßig. Was nützt es, sich auszumalen, dass Gott dies, das und jenes tun könnte, wenn man doch nie weiß, ob er es tatsächlich tun wird.

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  3. *ping*

    Hallo Mandy,

    Du schreibst: “Ich schau mich um in der Welt und denk mir: ‘Wow, wie geil?!’ Und wie durchdacht das alles ist?! […]”

    Aus meiner Sicht ist das ein menschliches Bild. Klar, wir sind ja Menschen und bis zu einem gewissen Grad darauf angewiesen, Bilder zu benutzen, wenn wir einander etwas mitteilen. Aber spielt das Denken bei der Betrachtung, wie die Natur wohl zustande kommen mag, tatsächlich eine Rolle? Darüber hinaus beinhaltet diese Idee, die Biosphäre sei in irgendeiner Weise “gemacht”. Und auch das ist ein menschliches Bild. Wir übertragen es von der Vorstellung, dass wir bestimmte Ausgangsmaterialien bearbeiten oder auch in ganz bestimmter Weise zusammensetzen müssen, um etwas zu erhalten, das unseren Zwecken dient. Damit erhalten wir gewissermaßen etwas Neues, das wir nicht mehr unmittelbar mit den Elementen, aus denen es zusammengesetzt ist, in Verbindung bringen. (Plattes Beispiel: ein Messer. Ausgangsstoffe: z.B. Eisen und Holz.)

    Aber verhält sich das mit der Natur ebenso?

    Ich möchte demgegenüber ein anderes Bild vorschlagen. Klar, es ist auch ein menschliches Bild. Doch es trifft meine Erfahrung besser:

    Wir sind Bestandteile eines gigantischen Organismus’.

    Viele Grüße

    *ping*

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  4. Oliver Herrmann

    Die Wunder, die Jesus oder später auch die Apostel und ersten Christen taten, hatten ja mehrere Absichten:
    – Sie erfüllen ein menschliches Bedürfnis
    – sie beweisen die Autorität Jesu
    – Zum predigen von geistlichen Wahrheiten
    Bestes Beispiel ist die Speisung der 5000 (Joh 6).
    Wunder hatten nicht alleine den Zweck ein physisches oder psychisches Bedürfnis zu stillen. Was auch auffällt ist, das Wunder immer am Anfang einer Zeitwende standen (Auszug aus Ägypten, Beginn der Gemeinde,…).
    Und das größter Wunder ist doch immer noch, dass Jesus aus total verkorksten und sündigen Menschen wunderbare, neue Geschöpfe machen kann – was für ein Knall-Bumm Effekt

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  5. Rano64

    Nun, ich werde diesem Jesus nicht erlauben, zu meiner Tür herein zu kommen. Nicht, weil ich mir die Existenz eines höheren Wesens (das unser überaus begrenztes Wahrnehmungsvermögen weit übersteigt) nicht vorstellen kann, sondern weil ich mir nicht von anderen Menschen aufschwatzen lasse, was ich zu glauben oder zu tun habe.
    Denn die ach so tolle Bibel ist von Menschen gemacht, von Menschen überliefert, von Menschen übersetzt und umgeschrieben und wurde und wird hauptsächlich dazu benutzt, um die Deutungshoheit zu erlangen oder zu bewahren und damit Macht auszuüben.
    Ich staune stets über das Wunder der menschlichen Existenz, die unfassbare Komplexität des menschlichen Körpers und Geistes und auch die unendlichen Wunder, die uns auf diesem herrlichen Planeten umgeben, aber ich wende mich mit Grausen angesichts der Erbärmlichkeit und Niederträchtigkeit, den viele – allzu viele – Vertreterinnen des Glaubens an den Tag gelegt haben bzw. an den Tag legen (VertreterInnen aller anderen Religionen sind mit gemeint)
    Und überall dort, wo der Glaube gedeiht, gedeiht auch der Aberglaube und weicht der Drang nach Erkenntnis.

    Aber trotzdem ist es natürlich beneidenswert und sei dir gegönnt, wenn du die Trostlosigkeit deines irdischen Daseins durch das herbeiphantasieren eines imaginären virtuellen Freundes lindern kannst.

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    1. Dahlia

      Hallo Rano64, ich denke auch, dass es in jeder Religion Menschen gibt, die den Glauben zum Missbrauch von Macht einsetzen. Aber es gibt eben auch die anderen Menschen, die im christlichen Sinne die Nächstenliebe praktizieren und leben und damit Zeugnis ablegen, für Gottes Gegenwart in der Welt, durch die Nachfolge Jesus. Sie wandeln auf seinen guten Wegen und bringen den Heiligen Geist – der tatsächlich heil und gut macht – in diese oft dunkle Welt. Schade, dass du dich von denen abschrecken lässt, die den Glauben missbrauchen. Der gute Weg, den Jesus uns vorausgegangen ist und heute noch mitgeht, steht auch dir jederzeit offen.

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