Wie Jesus Versuchungen widerstand …

Was ist eine "Versuchung"? 

Eine Versuchung ist eine Art Verführung oder Verlockung zu etwas, dass man nicht tun sollte und oft auch nicht tun will. Doch die Verlockung, quasi der Drang danach, ist groß.  

Versuchungen gibt es in ganz unterschiedlichen Gebieten unseres Lebens: zB. im sexuellen, spirituellen oder im gesundheitlichen Bereich, auch gibt es moralische Versuchungen.  

Für den einen ist es Kohle, Ruhm & Ehre. Der Nächste isst zu gern ungesundes Zeug. Für den Übernächsten liegt die Versuchung darin zu saufen, zu rauchen oder andere Drogen zu konsumieren. Der Überübernächste bedient sich bei Prostituierten oder Pornos. Und, und, und …  

versuchung
Versuchungen lauern, genau genommen, an jeder Ecke und führen häufig zur Sucht. Und da Sucht immer nach etwas sucht, kann man somit auch sagen: Versuchung sucht nach etwas, dass (kurzfristig) befriedigt.

Eine Versuchung ist trügerisch, tückisch und vermittelt: "Wenn Du nachgibst, bekommst Du etwas, dass Dir gut tut und Dich glücklich macht!


Und dann lese ich im Hebräer 4, 15 – 16 HFA:  

"Jesus gehört nicht zu denen, die unsere Schwächen nicht verstehen und zu keinem Mitleiden fähig sind. Er musste mit denselben Versuchungen kämpfen wie wir, doch im Gegensatz zu uns hat er nie gesündigt. Er tritt für uns ein, daher dürfen wir mit Zuversicht und ohne Angst zu Gott kommen. Er wird uns seine Barmherzigkeit und Gnade zuwenden, wenn wir seine Hilfe brauchen."    

Interessant, interessant! 


Da stellt sich mir doch glatt die Frage: 

Wie hat er das gemacht? Wie widerstand Jesus Versuchungen?

Da steht, er habe NIE gesündigt! Dabei war Jesus doch ein Mensch, wie du und ich?! Ja, klar, er ist auch Gott … aber war gleichzeitig auch Mensch: menschgewordener Gott! 
 

Dieses Thema ließ mich die letzten Tage einfach nicht los und so schaute ich nach, wann und womit Jesus genau versucht wurde. Zudem versuchte ich herauszufinden, wie Jesus damit im Einzelnen umging und widerstand. Die bekannteste Versuchung Jesu ist die "40 Tage und 40 Nächte Wüsten Aktion" (Matthäus 4,1-11). Dieser komische Deal zwischen Gott und dem Teufel.

Jesus war schon 40 Tage in der Wüste unterwegs. Er hatte tierischen Kohldampf und der Teufel sagte: »Wenn du Gottes Sohn bist, dann befiehl doch, dass diese Steine zu Brot werden!« Hätte Jesus locker tun können, doch er tat es nicht! Ich glaube, Jesus wollte keine Wunder vollbringen, allein um seine eigenen Bedürfnisse zu stillen und um sich dem Teufel auf sein Verlangen hin zu beweisen. Deshalb widerstand er!


Der Teufel gab allerdings keine Ruhe und versuchte es anders! Jetzt forderte er Jesus sogar auf, von der Tempelbrüstung zu springen!

"Wenn du Gottes Sohn bist, dann spring hinunter. In der Schrift steht doch: Gott wird dir seine Engel schicken. Sie werden dich auf Händen tragen, so dass du dich nicht einmal an einem Stein stoßen wirst!" 

Heftig. Jesus dazu ganz schlagfertig: "In der Schrift steht aber auch: ›Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht herausfordern!" 


Ok, also weiter zu Plan C. Der Teufel sagte: "Jesus, Dir wird die ganze Welt gehören! Sämtliche Länder und Reiche und alles was dazu gehört! Was Du dafür tun musst? Bete einfach mich an!" 

Jesus platzte nun scheinbar langsam der Kragen: "Weg mit dir, Satan, denn es heißt in der Schrift: "Bete allein den Herrn, deinen Gott, an und diene nur ihm!" 


Egal was ihm geboten oder wozu er ermutigt wurde, Jesus blieb Gott treu!!

Übrigens bekam der Teufel nicht genug: Er verzog sich nur, um "auf einen anderen günstigen Zeitpunkt“ zu warten (Lukas 4:13).

 

Was ich von Jesus Reaktionen lerne:

Wir können diese Versuchungen nur erkennen und schachmatt setzen, wenn wir unsere Herzen und Gedanken mit Gottes Liebe und Worten füllen! Wenn wir durch und durch verstehen und darauf vertrauen, dass es Gott ernst mit uns meint und uns zu seiner Zeit (seine Uhr tickt leider anders als unsere) alles das geben wird, was wir brauchen.


Schon mal von der Waffenrüstung gehört, mit der Gott uns ausstattet?!

Waffenrüstung

"Werdet stark durch die Verbindung mit Gott! Lasst euch stärken von seiner Kraft! Legt die Waffen an, die Gott euch gibt, dann können euch die Versuchungen des Teufels nichts anhaben. Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen. Wir kämpfen gegen unsichtbare Mächte und Gewalten … […]  " Legt die Wahrheit als Gürtel um und die Gerechtigkeit als Panzer an. Bekleidet euch an den Füßen mit der Bereitschaft, die Gute Nachricht vom Frieden mit Gott zu verkünden Vor allem haltet das Vertrauen auf Gott als Schild vor euch, mit dem ihr alle Brandpfeile des Satans abfangen könnt. Die Gewissheit eurer Rettung sei euer Helm und das Wort Gottes das Schwert, das der Geist euch gibt. Betet dabei zu jeder Zeit und bittet Gott in der Kraft seines Geistes." - vgl. Epheser 6, 10-20


Lerne mit Worten zu kontern!

Je besser Du Gott und seine Überzeugungen kennst, umso mehr werden sie auch zu Deinen Überzeugungen. Die Schlagfertigkeit, die Jesus gegenüber dem Teufel zeigte, war schon nicht übel. Er wusste genau, was "in der Schrift" steht und konterte hervorragend! Wenn Du das lernst, dann wirst Du stark genug sein, um Dich (oder auch andere) zu verteidigen und kannst erfolgreich gegen Versuchungen angehen. Jesus war voll ausgestattet und nutzte alle Teile seiner Waffenrüstung. Übrigens habe ich schon vor einigen Jahren die Waffenrüstung auseinandergenommen: Klick hier


Bedenke, dass Du kein ausgelieferter, wehrloser kleiner Schwächling bist!

Wenn Du einer Versuchung gegenüberstehst, dann rede Dir nicht ein: "Ich kann eh nicht widerstehen … !" = Bullshit! Setze Deinen Verstand ein, überlege Dir: "Was will ich wirklich?" Es ist immer gut und wichtig, das zu wissen und klar zu äußern! Bedenke: "Worte haben Macht." (Sprüche 18, 21) Mach Dir klar, WER Du bist: "Ich bin Kind Gottes! (Römer 8, 12-17) Ich bin stärker als jede Versuchung!"

Vergiss Gottes Versprechen nicht: "Denn gerade wenn du schwach bist, wirkt meine Kraft ganz besonders an dir." (2. Korinther 12, 9).

Mach Dich nicht fertig, wenn Du der Versuchung nicht widerstanden hast. Wie lang und mühsam ist z.B. der Weg eines Alkoholabhängigen, abstinent zu leben?! Lang! Er braucht viel Kraft und Geduld! Ich wünschte mir auch, das wäre einfacher, aber das sind eben die Kämpfe im Leben – die jeder von uns gegen irgendetwas anderes führt! Wären ja auch keine Kämpfe, wenn es so einfach wäre, mit dem Saufen aufzuhören. 


Deshalb mein Tipp: Setz alles daran, Versuchungen von Beginn an abzuwehren, bevor Du Dich irgendwann dem harten und langen Kampf gegen die Sucht stellen musst! Das wird nicht selten zur Lebensaufgabe! Und doch gibt es viele ehemals Süchtige, die es geschafft haben! = Nicht vergessen!

Ganz nebenher: Ich bin sehr stolz auf mich, keinen Schluck Alk mehr zu trinken. Meine Lebensration hab ich mir schon recht früh im Leben gesichert. Wenn der Saufdruck doch mal kommt, dann trink ich schon mal 2-3 Liter Wasser, um "voll zu sein" oder esse eklige, sehr scharfe Gummibärchen. Das sind ganz praktische Hilfsmittel, die ich für mich gefunden habe. Du weißt, was Deine Versuchungen sind! Mach Dich auch auf die Suche nach praktischen Hilfsmitteln, um dem Mist die kalte Schulter zu zeigen!
 

Bedenke: Kein Mensch ist fähig zur Perfektion!

Wenn Du Dir vornimmst, immer zu widerstehen, ist die Enttäuschung vorprogrammiert. Du wirst immer und immer und immer wieder sündigen. Aber immer und immer und immer und immer wieder seine Gnade erfahren! Setze Dir realistische Ziele! Beim nächsten Mal hast Du wieder volle Chancen auf den Sieg!  ;-) 

Jesus ist der einzige Meister, der je vom Himmel fiel. Das bist nicht DU … ;-) Er war durch und durch Mensch, aber eben auch Gott und deshalb hat er es geschafft, niemals zu sündigen.
 

Und doch gilt, was im Hebärer 2, 18 steht: "Denn weil er selbst gelitten hat und denselben Versuchungen ausgesetzt war wie wir Menschen, kann er uns in allen Versuchungen helfen.“ 

Und hier noch etwas zum Trost: "Was eurem Glauben bisher an Prüfungen zugemutet wurde, überstieg nicht eure Kraft. Gott steht treu zu euch. Er wird auch weiterhin nicht zulassen, dass die Versuchung größer ist, als ihr es ertragen könnt. Wenn euer Glaube auf die Probe gestellt wird, schafft Gott auch die Möglichkeit, sie zu bestehen." (1. Korinther 10, 13)

 

 

So. Genug der vielen Worte! Wenn Du möchtest, dann schreibe gern einen Kommentar und erzähle, was Dir hilft, Versuchungen zu widerstehen. Ich bin gespannt!

Adios und Gottes fettesten Segen für Dich!

Deine Mandy
 

 


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Dieser Beitrag wurde am 17. Juni 2019 veröffentlicht.

7 Gedanken zu „Wie Jesus Versuchungen widerstand …

  1. Mandy Artikelautor

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    LG
    Mandy

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  2. Simon

    In Jesus ist die vollkommene Erkenntnis. Was uns versucht, ist von der Welt, weltlich ausgelöst … Jesus ist vom Himmel gekommen. Er braucht sich nicht zu beweisen, seine Freude entspringt aus Gott seinem Vater. Wir Menschen machen uns die Welt untertan. So müssen wir gegen Mitmenschen bestehen lernen und nutzen dabei unsere Macht aus. Führen unsere Bemühungen nicht zum Erfolg, fallen wir in Versuchung. Wir leben von Belohnungen. Jesus wünscht, dass wir leben und nicht mehr sündigen. Wir müssen unser Tun bedenken. — Danke Mandy —

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  3. Mario

    Jesus war/Ist vollkommen mit dem Vater verbunden. So, wie auch wir vollkommen mit dem Vater eins sein sollen, damit wir in der Wahrheit wandeln. Doch wer von uns kann behaupten, dass dem so wäre. Wir wollen dies und jenes und dann noch das, da fällt es uns im Traum nicht ein uns selbst zu verleugnen. Wir hören auf die fleischlichen Gelüste und da rede ich noch nicht einmal von den offensichtlichen Dingen der verschiedensten Sünden, sondern auch von den Dingen, die man, an sich, nicht sogleich erkennt, wie: Hochmut, schlechte Gedanken, Neid, Wolllust, Habgierig, Hohn & Spott, Schwachheit usw.
    Wenn dir jemand sagt: “Mir ist aufgefallen, dass du zur Zeit voll im Hochmut bist.” Und du darauf nicht sagst: ” Ich danke dir, dass du mich dafür aufmerksam gemacht hast.”, sondern es ignorierst oder gar im Hochmut dagegen gehst, ist dass dann nicht auch das Gleiche, wie auf Satan zu hören.
    Ich will damit nur sagen, dass wenn wie uns zu Jesus bekannt haben, wir auch bereit dazu sein müssen, uns von IHM, zum Guten, verändern zu lassen. Das kann zuerst ein steiniger Weg sein. Doch mit der Zeit, wenn wie immer mehr vom Schmutz befreit werden, wird es uns besser gehen, da wir immer mehr in der Wahrheit leben.
    Deshalb sollen wie auch unser altes Leben, wie Dreck ansehen. Und wem sein altes Leben (fleischliches Bewusstsein) noch gefällt, der ist Jesus seiner nicht wert.
    Jesus wandelte ständig im Geiste mit dem Vater und nicht weniger verlangt ER auch von uns. Dafür ist ER am Kreuz gestorben, damit wir alle die Möglichkeit haben, um zum Vater zu kommen.
    Doch wir kleben lieber an unserm alten Leben und verbünden uns täglich mit Satan und denken auch noch wir seien mit Jesus. Was für ein Trugschluss, was für eine Lüge und Heuchelei.
    Wer sich nicht völlig aufgibt und sich nicht vollkommen dem Vater und seinem Willen hingibt, weiss nichts von Jesus.
    Ich weiss, das sind schwere Worte für die, die nicht im Geiste, sondern im Fleische leben und ich schließe mich da nicht aus. Doch ist es deswegen weniger wahr?
    Alles Gute und Gottes Segen.

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  4. *ping*

    Weil’s im Artikel kurz angerissen wurde:

    Woher kommt eigentlich die Idee, Spiritualität und Glauben gehörten zusammen?

    Finde ich merkwürdig.

    Viele Grüße

    *ping*

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