Menschen triffst Du überall! – Sei wie Du bist! 100% DU!

Auf geht's zum nächsten Teil meiner 4er Blogreihe:  "Menschen triffst Du überall!" 


Beim 1. Teil ging es um bedingungslose Wertschätzung. Lernen, den anderen als gesamten Menschen zu akzeptieren und in ihm den Wert zu sehen. Unabhängig davon, was er tut oder eben nicht tut.

Lesen oder hören, kannst Du das hier:

– Menschen triffst Du überall! – Wie lerne ich Wertschätzung?

 

Beim 2. Teil ging es um Empathie (Mitgefühl) für den anderen. Wie schaffe ich es ihm zuzuhören?
Wie entwickelt sich eine vertrauensvolle Beziehung? Wie drücke ich mein Mitgefühl aus?

Lesen oder hören, voila:

Menschen trisst Du überall! – Wie zeige ich Empathie (Mitgefühl)

 


Und heute? Teil 3:


Sei Du selbst! Zeig Dich wie Du wirklich bist! 100% DU! (in Psycho-Sprache: Kongruenz) 


Wertschätzung und Mitgefühl, ohne dieses beiden Lebensmittel stirbt jede Beziehung und Freundschaft über kurz oder lang ab. Diese zwei wichtigen Haltungen sind jeweils auf den anderen konzentriert, doch heute geht's um Dich!
 

Wenn Du jemanden wertschätzt, solltest Du ihm nichts vormachen. Sei Du selbst, zu 100%!
Eine Herausforderung!

Als Trost: Wahrscheinlich schafft das keiner! Ich glaube spätestens bei 99,9999% ist Schluss. Aber was ich alles glaube … 


Auf jeden Fall braucht es für die meisten von uns Zeit, um die Hosen runterzulassen.
Ähm, in Partnerschaften wörtlich – in Freundschaften im übertragenden Sinne!   :P

 

Was für mich ein Zeichen von Vertrauen ist?

Wenn Du mit mir am Frühstückstisch sitzt, so wie Du bist. Gähnend mit Schlafanzug oder Bademantel, mit verstrubbelten Haaren und verschlafenem Blick! YEAH! Du rennst vorher nicht ins Bad, um Dich auf Hochglanz zu stylen, bevor Du Dich zu mir setzt. 

Überlege mal zeigt Dein Verhalten wirklich DICH, so wie Du bist? Sitzt Du auch allein fertig gestylt am Frühstückstisch? Ok, Du kannst jetzt natürlich sagen, dass Du Dich für mich schick machst, um mir die ungeschminkte Wahrheit zu ersparen. Kannst Du so machen, musst Du aber nicht ;-) 

Ich empfinde jemanden als authentischer, wenn er ist, wie er ist – ohne Maske.

 


Wie man sieht, ist das nicht ganz so einfach.
Ich habe über mein Foto einen Filter gelegt ….   smilie_happy_021 


Wer sich zeigt wie er ist (nicht nur am Frühstückstisch) macht sich oft angreif- und verletzbarer. Doch er zeigt dem anderen damit auch, dass er weiß woran er ist. Die Beziehung und Freundschaft wird dadurch tiefer und vertrauter. Man muss nicht ständig damit rechnen, dass hinter der Fassade ein ganz anderer Mensch lauert, als erwartet. 

Echt sein bedeutet Leben miteinander teilen, nicht nur die Schokoladenseiten wie Erfolg, tolle Erlebnisse und Dankbarkeit, sondern auch die Grünkohlzeiten (oder was ist das Gegenteil von Schokoladenseite??) die wir alle haben. Probleme, Krisen, Zweifel … = Gesamtsituation: ungenügend!

 

Ich glaube Gott steht auf Echtheit! Er wünscht sich das wir ehrlich sind!

Ok, er weiß ohnehin alles – aber vielleicht möchte er unser Wort (Gebet / Gespräch mit ihm) als einen "Vertrauensbeweis" zu ihm? 


Als Antwort auf ein sehr persönliches Gespräch, sagte mir Gott kürzlich:

"Zeig mir Deine Verletzungen, damit ich weiß, wo ich Dich am meisten lieben muss."


Wenn wir echt, ehrlich und authentisch sind, werden wir reich beschenkt! Ich muss an die Prostituierte am Brunnen denken … Johannes 4. Wäre sie nicht ehrlich zu Jesus gewesen, so mancher Segen wäre dann wahrscheinlich flöten gegangen. Unehrlichkeit bedeutet etwas zu verstecken. Ich glaube uns ist so manchmal gar nicht bewusst, was wir dadurch aufs Spiel setzen oder gar verlieren. Verstecken ist auf Dauer auch anstrengender als Ehrlichkeit. … wie gut und wertvoll, dass er uns immer wieder neue Chancen gibt!
 

Eines darf Echtheit niemals sein; schonungs- und rücksichtlos!

Wer immer tut und sagt, was er will und denkt, ungeachtet davon wie es dem anderem damit geht … verletzt oft Beide. Gesunde und förderliche Echtheit funktioniert nur mit Wertschätzung und Einfühlungsvermögen! Voila, wir sind wieder bei den ersten beiden Themen dieser Blogreihe angekommen. 


Was Du tust und sagst, soll übereinstimmen mit dem was Du denkst und fühlst. Doch manchmal ist (direkt ausgedrückt) Fresse halten angesagt! Du weißt schon; Reden ist Silber, Schweigen ist Gold ….  

Wähle aus, was, wem und wann Du jemanden etwas sagst. Das ist nicht immer einfach und bekanntlich ist nur ein Meister vom Himmel gefallen – doch wenn wir uns alle ein bisschen darum bemühen, ist jedem geholfen.

 

In diesem Sinne – ich geh mich jetzt auf Hochglanz stylen! 


Adios
Mandy

 


© Foto: Mandy / gekreuzsiegt.de

 


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Dieser Beitrag wurde am 19. April 2016 veröffentlicht.

7 Gedanken zu „Menschen triffst Du überall! – Sei wie Du bist! 100% DU!

  1. Reni

    Ein großes Thema in meinem Leben. Es ist nicht immer einfach authentisch zu sein, wenn man gelernt hat, dass sich Leute dann abwenden. Vielleicht weil man dann nicht der fröhliche Mensch wäre, in Situationen wo alle fröhlich sind. Vielleicht weil man dann still wäre, wenn andere laut sind. Vielleicht weil man zu Hause bleiben würde, wenn man auf große Feiern keine Lust hat. Vielleicht weil man schneller Ruhe und Rückzug bräuchte, während andere feiern. Authentisch zu sein kann auch bedeuten, zum Außenseiter zu werden, in eine Schublade gesteckt zu werden, weil man eben anders tickt. Es gibt wenige Menschen wo ich sein kann wie ich bin. Menschen die alle Facetten von mir kennen, die fröhlichen und die traurigen, die lustigen und die betrübten. Und die mich trotzdem lieben. Dafür bin ich extrem dankbar. Aber es fällt mir schwer, draußen genauso zu sein: ungeschminkt und verletzbar.

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  2. Matthias

    Renne gestylt, aber unrasiert am Frühstückstisch vorbei, schnappe mein Mittagspausenbrot und sause zur Arbeit. Muss Geld für unseren Sozialstaat und alle anderen EU-Staaten anschaffen gehen. Keine Zeit für Frühstückstalk. Sorry. ;)

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    1. Ulrike

      Hallo Matthias,

       

      na dann ist es umso wichtiger gestärkt in den Tag zu starten. Denn irgendwann machst Du dann schlapp – und der Sozialstaat hat nichts mehr davon!

      Und Du auch nicht.

      Antworten
    2. Birte Daniela

      Lieber Matthias,
      Sie haben es auf den Punkt gebracht. Während Sie Ihre Energie zum Arbeiten verwenden um die Steuergelder zu verdienen, die für Menschen wie mich sozusagen verschleudert werden. Verwende ich meine Energie für den Glauben. Das Lesen der Bibel und Andachtsauslegungen. Und den Gedanken, die ich mir mache und hier im Blog einbrige.
      Es gibt viele Menschen wie mich, die der Steuerzahler mit finanziert. Wir verwenden unsere Energie mit mehr oder weniger sinnvollen Dingen. Ich z.B mit dem Glauben, wie schon erwähnt.
      Ich könnte auch in der “Werkstatt für behinderte Menschen” arbeiten. Ich hätte dann auch eine Arbeit, wo ich funktionieren müsste. Aber das ist sehr teuer. Es kostet mehr an Betreuungskosten, als ich tatsächlich dazu verdienen würde. Also mindestens doppelt soviel, wenn nicht sogar dreimal. Betreuungskosten 2/3, ich 1/3 für 8 Std am Tag . Das möchte ich auch wieder nicht. Ich habe es bisher ausprobiert mit 4 Std am Tag in einer Vollstationären psychischen Einrichtung über 5 Jahre. Und es hat funktioniert!
      Darauf hin bin ich in den Teilstationären Bereich gekommen (dort wird mehr Selbständigkeit gefordert und es kostet weniger).
      Ich habe mehr Zeit, die ich mit dem Glauben und allem, was dazu gehört ausfülle. Mir wurde die Tagesstätte empfohlen. Dort wäre ich 5 Std am Tag beschäftigt. Das kostet aber auch wieder.
      Ja, ich habe immer wieder Suizid Gedanken.
      Aber Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist lassen mich am Leben. Auch wenn ich darum bete, dass ich doch endlich sterbe, in Zeiten in denen ich mein Leben so sehr sinnlos finde. Es scheint mir so
      , dass mein irgendeinen Sinn hat. Ich habe von Mitmenschen gehört, dass jeder Mensch eine Aufgabe hat im Leben, die er erfüllen muss, bevor er stirbt.
      Er lässt mich also am Leben.
      Es ist mir klar, dass mein Leben enden würde, wenn die Rechtsradikalen Neonazis an die Macht kommen. Das würde mir sozusagen die Entscheidung abnehmen. Und ob Du das glaubst oder nicht, es wäre für mich Okay. Ich leide manchmal sehr, es geht mir mittelmäßig , es geht mir gut und ich fü mich wohl.
      Ich darf Gott dankbar sein für die schönen Momente. Aber auch die Momente in denen ich leide bringen mich weiter.
      In manchen Momenten frage ich mich: was das wohl soll, dass ich lebe, dass dieses und jenes passiert auch die Wunder, die ich erlebe. Und die Frage: was ist SGerechtigkeit? Ist es gerecht, dass mein Leben so teuer ist?

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  3. Theres

    Geben in Liebe heist nie verlieren und wie man Liebe nicht schenken könnte, wenn man sie nicht hätte, so hat man sie erst, wenn man sie schenkt.

    Hab ich mal auf einem Kärtchen gelesen, keine Ahnung warum ich das jetzt geschrieben habe.

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