Recycle Deinen Glauben!

Heute gab es eine Einkaufswagenchiprückmeldung, die ich nicht veröffentlichen soll – daran halte ich mich natürlich. 

Nur soviel: Es ist immer wieder traurig mitzubekommen, wie zerstörerisch und verletzend Menschen sein können.

Menschen, die ihren Glauben anderen mit Gewalt und Druck aufzwingen, werden damit nie etwas Positives bewirken – sondern im schlimmsten Fall eine Seele tief verletzen!

Und schlimmer noch, wenn das bereits in der Kindheit geschieht und ein kleiner Mensch so manipuliert und dermaßen erdrückt wird, dass er sich geistlich weder gesund entwickeln noch frei entscheiden kann, an was oder wen er glaubt.


Vertrauen und Liebe kann niemals erzwungen, sondern nur gewonnen werden!


Gott gewinnt Liebe nicht mit Gewalt, sondern mit der Kraft des Heiligen Geistes!


"Nicht durch Gewalt und Kraft wird es geschehen, sondern durch meinen Geist."Sacharja 4, 6 NLB


Wann immer Menschen versuchen, Dir ihren Glauben, ihre Weltanschauung und ihre Überzeugungen aufzudrängen, handeln sie mit Sicherheit nicht so, wie es Jesus tut! Ganz egal, welche Motive dahinter stecken; ob es gut gemeint ist (was ich bei den meisten annehme) oder weil sie Macht ausüben wollen … Gott handelt anders!


Christen sind leider nicht immer gute und erstrebenswerte Vorbilder! Machen wir uns nichts vor; im Namen Gottes, im Namen der Bibel, im Namen der Religion – auch des Christentums – wurde schon ganz schön viel Mist gemacht! Naja, wohl eher ganze große perverse Scheiße! Jegliche andere Bezeichnung wäre eine Untertreibung; Kriege, Verfolgungen, Missbrauch, Zwangsbekehrungen … all das im Namen Gottes!

Ich nehme mir raus zu sagen; wer jemand anderen durch Zwang und Gewalt "bekehren" will, hat das Evangelium nicht verstanden und es fällt mir schwer, diesen Menschen als Christen zu bezeichnen. Sicher, das letzte Urteil hat Gott zu fällen … 


Die Mail von diesem Menschen, der heute den Chip fand, ist voller Vorwürfe. Vorwürfe an "die Christen", wie er schreibt. Ich schäme mich. Es tut mir sehr weh und leid, dass er all das erfahren musste. Ich wünschte, es wäre anders gelaufen.


Ich möchte an jeden Einzelnen, der ähnliches erlebte, appellieren: Es gibt Christen, die sind sehr bemüht ihren Glauben so zu leben, wie es uns Jesus zeigt! Gib die Hoffnung nicht auf, sie kennenzulernen!


Wirf Deinen Glauben nicht in die Tonne, sondern gib Dir die Chance, Deinen Glauben zu re­cy­celn! Re­cy­celn heißt wiederverwerten. Glaube ist ein wertvolles Geschenk – wirf das nicht weg! Entdecke den Wert neu! Richte Dich neu aus! Überdenke Deine Einstellung zum Leben, zu Gott, zu den Menschen! Jesus ist Dir näher, als Du denkst!


Jesus sagt: "Liebt eure Feinde. Tut denen Gutes, die euch hassen. Betet für das Glück derer, die euch verfluchen. Betet für die, die euch verletzen.  … " - ab Lukas 6, 27.


Lies das mal nach und noch einige Zeilen weiter. Das sind keine Floskeln, sondern klare Ansagen von Jesus zum Thema: Nächstenliebe!


Zum Schluss sagt er: "Warum nennt ihr mich also `Herr´, wenn ihr nicht tut, was ich sage?" - Lukas 6, 46 NLB 

Wenn Menschen mit Druck und Gewalt ihren Glauben verbreiten, dann handeln sie nicht in Seinem Sinn! Jesus ist völlig anders gestrickt!


Das Evangelium ist Liebe!


Jesus hat sogar mal Petrus zur Seite genommen, als der ihn mit dem Schwert verteidigte und einem Diener des Hohepriesters das Ohr damit abschlug - Johannes 18, 11. Petrus sollte das Schwert wieder wegstecken – Jesus will keine Menschen verletzen, sondern sie lieben und damit Gottes Plan erfüllen.

Und wie Petrus dem Mann das Ohr abschlug, schlagen manche Menschen die Ohren ihrer Zuhörer ab, wenn sie Gottes Message mit Gewalt und Druck verbreiten wollen! So werden Menschen taub für das, was wirklich in der Bibel steht. Sie haben keinen Bock mehr auf Christen und auf Christus schon gar nicht. Wie traurig!

Wahrheit und Liebe können nicht mit Gewalt aufgezwungen werden! Darum erobert Jesus die Herzen der Menschen!


Und in diesen Herzen wird sooo viel verändert!! Ich kenne unzählige Menschen, die mir ohne zu Zögern bestätigen, dass Jesus ihr Leben radikal (das bedeutet von den Wurzeln her) verändert hat! Jeder von ihnen hat seine ganz eigene Geschichte mit Gott. Jeden hat Er anders gepackt, berührt, verändert – geliebt!


Wirf Deinen Glauben nicht weg! Recycle ihn und gib Dir und Ihm 'ne Chance für einen Neuanfang!


Es lohnt sich!


Alles Liebe!
Deine Mandy

© Foto: Mandy / unendlichgeliebt.de

 

 


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Dieser Beitrag wurde am 2. Dezember 2014 veröffentlicht.

33 Gedanken zu „Recycle Deinen Glauben!

  1. Olaf

    Mein erster Gedanke: "Oh nein, sie wirft jetzt ihre Bibel weg!!!!!" Auch noch die gute BasisBibel :-) – zwinker Ein wirklich toller Beitrag Mandy! Ja, es ist eigentlich sehr peinlich das man solche Beiträge überhaupt schreiben muss ….. :-( Wer auch immer diesen Chip gefunden hat und es betrifft noch viele andere, werft Kirche nicht in einem Topf! Es gibt da echt fantastische Leute, lernt sie kennen!!

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  2. Korina

    Das ist der Grund, warum ich als Christ nichts von diesen "Holzhammer-Evangelisationen" halte. "Du musst nur genug glauben und dich anstrengen richtig zu beten, dann wird alles gut."Damit vermitteln wir ein merkwürdiges Glaubensbild. Danke, Mandy für die Offenheit in deinen Beiträgen.

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  3. Sigrid

    Mandy,danke für den guten Beitrag! Diese Erfahrungen der Menschen dürfen nicht unter den christlichen Teppich gekehrt werden. Wenn wir ehrlich sind-bzw.ich habe auch schon so manche Christen erlebt,die mixh eher von Jesus weggezogen als zu ihm hingeführt haben. Im Endeffekt habe ich mir gesagt,es gibt nur einen den du ändern kannst,und das bist du selber. Wenn wir ehrlich suchend zu Jesus kommen,wird er uns verändern,und dazu gebraucht er keine Leute,die uns oder anderen Druck machen!!! Wirkliche Abhängigkeit von Jesus wird uns in die Freiheit führen -auch gegenüber sich komisch verhaltenden Christen. Jesus wird uns viel Weisheit im Umgang mit solchen Christen schenken müssen! Ich persönlich neige dazu,wie es erst kürzlich in einer Bibelstudy geschah,mich sehr über vorgefasste Meinungen über junge Christen aufzuregen. Gott gab mir in dem Moment aber totale Ruhe und ich konnte der anderen Frau bestimmt gegenübertreten und sie liess sogar meine Meinung stehen…

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  4. Andreas

    »Wenn einem Christus durch die Christen ziemlich unglaubwürdig ist wenn einer Gottes Liebe in der Kirche vermisst wenn einer einen "Frommen" kennt, der Frau und Kinder schlägt wo träges Herz und stumpfes Hirn mit Christsein sich verträgt wen reich und rechts und fromm sein an den Christen lang schon stört kann Jesus spüren, auch wenn er auf DEM Ohr nichts mehr hört!« A.Backhaus/A.Malessa (ich glaube 1982)

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  5. Cornelia

    Total treffend und mutmachend…wie immer…die letzten tage war ich sehr durcheinander weil es immer mehr irrlehren gerade hier auf fb gibt.menschen die die bibel von vorne bis hinten studieren und recherchieren und glaubenslehren und richtungen vertreten die mir als naivling voellig fremd sind…aber dein post hat alles wieder in mein kleines feines licht gerueckt…und ja ich sehe ddas genauso…was nuetzt es dem menschen wenn er die ganze welt gewinnt aber haette keine liebe…da bringt das bibelstudium auch nicht wenn man lieblos zu anderen ist.so das musste gesagt werden!!!

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  6. Melinchen Popinchen

    Ich gebe eigentlich ungern Kommentare ab, aber: Schöner Beitrag Mandy! Und sehr wahr… Aber schreiben, sagen und handeln können oft sehr weit auseinander liegen. Ich habe das auch schon erlebt – vielleicht nicht nur durch Druck und Gewalt, aber es ist manchmal ein schmaler Grad zwischen "es gut meinen" und zwischen "jemanden mit seiner gut gemeinten Absicht leider in die entgegengesetzte Richtung zu führen" Dennoch muss ich sagen: wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein. Wie du schon sagst: Richten wird am Ende Gott. Aber ich muss sagen, ich finde das, was du machst und wie du es weitergibst echt super! Weiterhin soviel von Gottes Segen für dich. :-)

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  7. Klaus

    Menschen sind im Allgemeinen faul. Sie sind voller Undankbarkeit anstatt voller Dankbarkeit.
    Sie brauchen Hilfe. Sie brauchen die Hilfe des Herrn um in Dankbarkeit zu wachsen. Sie brauchen dringend Gott kennen zu lernen! Sie sollten die Bibel taeglich studieren.

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  8. Claudia

    Hallo,

    was ist eigentlich die Basis-Bibel? Wäre das etwas für mich? Keine Ahnung noch nie was von einer Basis-Bibel gehört.  Kann mich vielleicht jemand darüber informieren? Oder mir schreiben, wie diese Bibel sonst noch heisst und woher ich sie beziehen kann? Habe mehrere Bibeln zuhause, das alte und das Neue Testament, aber so richtig schlau draus, bin ich nie geworden.

    Mir sind Menschen immer schon suspekt gewesen, die nur für Ihre Art des Glaubens geworben haben und anders denkende unbedingt bekehren wollten.  Hier auf gekreuzigt.de fühle ich mich angenommen, auch wenn ich keine Gemeinde habe oder zu Hauskreisen gehe, das ist mir alles noch etwas suspekt und fremd und ich möchte mal abwarten, was Jesus mir dazu aufzeigt durch Menschen und durch mein Herz.

    Mandy´s Beitrag zeigt mir wieder einmal auf, dass ich hier durchaus auf dem richtigen Weg bin, ohne mich missioniert zu fühlen oder gar in irgendeiner Weise bedrängt fühlen muss. Mit Jesus in meinem Herzen ist mein Weg nicht ganz so schwer, als ohne ihn, das darf ich jeden Tag neu erfahren und dafür bin ich sehr dankbar.

    Ich wünsche euch allen "fetten Segen"  von Big Daddy wie Mandy es immer so treffend beschreibt.

    Du bist einmalig, Mandy, mach´ einfach weiter so. Danke.

     

     

     

     

     

     

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    1. Dorothea

      Hallo Claudia,
      Du schreibst: "Habe mehrere Bibeln zuhause, das alte und das Neue Testament, aber so richtig schlau draus, bin ich nie geworden."
      Ja, das ist manchmal wirklich mühsam, weil nicht alles so einfach zu verstehen ist, wie wenn man im Fernsehen die Nachrichten sieht. Vielleicht hilft es Dir, vor Ort mal einen Gottesdienst zu besuchen und den Prediger/Pfarrer/Pfarrerin danach zu fragen, ob Du die Predigt nachlesen kannst und ob es evtl. in der Gemeinde einen Kreis gibt, in dem man Bibeltexte/Predigten besprechen kann? Meiner Erfahrung nach ist es dann einfacher, einen Bibeltext zu verstehen.
      Bei der EKD bzw. dem AMD (gehört zur EKD) gibt es eine Möglichkeit, einen Hauskreis zu finden: http://www.a-m-d.de/hauskreise/ – da gibt es natürlich sehr unterschiedliche Kreise, aber vielleicht auch eine Möglichkeit, die Bibel besser zu verstehen.
      Noch was: Bete vor dem Lesen um Gottes heiligen Geist – Laut Johannesevangelium wird Gottes Geist uns die Botschaft Jesu erschließen/vermitteln und deshalb ist es gut, wenn wir ihn bewusst zum Bibellesen einladen…
      Viel Erfolg!
      Doro
       

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      1. Claudia

        Hallo Doro,

        danke für den Tipp. Mit Hauskreisen und Gemeinden bin ich sehr vorsichtig. Ich bin nicht mehr so enthuasiastisch wie ich es vielleicht in jungen Jahren war. Ich gucke ab und zu Bibel-TV, habe mir jetzt die Basis-Bibel bestellt, das reicht für´s Erste.  Wir hatten hier vor Jahren ein junges Ehepaar mit kleinen Kindern wohnen, die besuchten sogen. Hauskreise und waren in einer Gemeinde. Ich hatte Kontakt zu diesen Leuten, aber für die war die Musik, z.B.  von den Beatles, schon Teufelszeug und die Kinder durften auch an Allerheiligen nicht die Gräber der Großeltern besuchen, das hat mich sehr nachdenklich und vorsichtig gemacht. Ich bin kath. getauft und erzogen worden, habe später einmal ein paar Monate aushilfsweise als Küsterin für die evang. Kirche gearbeitet, all diese Erfahrungen haben mich Abstand zu jeglichen Kirchen, Gemeinden und Sekten halten lassen. Mir sind alle Institutionen dieser Art sehr zuwider und fremd.

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

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        1. Dorothea

          Hallo Claudia,

          Ich denke, Du hast ja sehr schnell gespürt, dass diese Menschen keine frohe Botschaft vermittelt haben, sondern voller Angst und innerer Zwänge waren. In sofern glaube ich, dass Du auch bei anderen Hauskreisen sehr schnell merkst, ob die Dir gut tun oder in eine Richtung gehen, die problematisch ist. Grundsätzlich will Gott Freiheit und Liebe – das findet man als einen roten Faden in der gesamten Bibel und wenn Kreise und Gruppen in einer Gemeinde das vermitteln, können sie sehr hilfreich sein – im umgekehrten Fall muss man dort ja nicht lange dabei sein…
          Wir haben selber einen Hauskreis gegründet und da sind Menschen dabei, die andere achten und wertschätzen und nicht zig Regeln haben, was nun "erlaubt" und was "verboten" ist. Pharisäer aber gab und gibt es eben immer – und Jesus hatte mit denen auch ein Hühnchen zu rupfen ;-)
          LG
          Doro

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      1. Claudia

        Hallo nochmal,

        diese "Cleansed" website hat meine Zweifel eigentlich bestärkt, darin fand ich mich

        überhaupt nicht wieder. Danke trotzdem.

        LG Claudia.

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        1. Inken

          Hallo Claudia,

          das hat frau davon, wenn sie, wie ich, wieder mal etwas "nur ganz schnell" erledigt! ((-:

          Die vorstehend erwähnte Internetseite war meinerseits übrigens NICHTt als "eine Art Top of the Best-Empfehlung" gedacht, sondern nur als EIN BEISPIEL dafür, dass das Thema "Geistlicher Missbrauch" leider nicht gerade selten und daher sich u.a. auch im Internet diesbezüglich weiterführende Infos finden.

          Und, nachdem ich nun etwas genauer recherchieren konnte, hab ich entdeckt, dass sich – wie konnte es auch anders sein (-; – MANDY HIER vor einiger Zeit schon mit dem Thema auseinander gesetzt hat:

          http://www.unendlichgeliebt.de/2012/04/27/geistlicher-missbrauch-was-ist-das/

           

          Liebe Grüße von

          Inken

           

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  9. Katharina

    Toller Beitrag, Mandy!
    Deine Wortwahl spricht mich immer wieder an, treffend auf den Punkt gebracht und doch mit viel Liebe :-)

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  10. Maria

    Ja, auch ich bin lange Zeit weg von Gott, weil ich als Kind/Teenie in einer Gemeinde so krass emotional und geistlich missbräuchliches erlebt habe. Es war (und ist immer noch) eine "normale" Pfingstgemeinde, aber 70% der Punkte, die für Sektenstrukturen sprechen, waren dort erfüllt. Natürlich hab ich das erst im Nachhinein begriffen, die Aufarbeitung hat Jahre gedauert. Als meine Mutter mit mir nach mehreren Jahren und vorausgegangenen Konflikten und teilweise Ächtung, ausgetreten ist, durften wir von der Gemeinde aus keinen Kontakt mehr mit Mitgliedern haben. Was vorher meine Familie war, kannte uns nicht mehr und wir bekamen gruselige Anrufe eine Weile lang. Ich hab so meine beste Freundin verloren und meine Welt zerbrach. Das dabei auch mein Vertrauen in Menschen und Gott!! zerbrach, hab ich erst später verstanden. Ich hab als damals 10jährige unbewusst (!!!) entschieden: " Wenn Christen so sind, dann will ich kein Christ sein!".Bin dann trotzdem mit meiner Mutter weiter in andere Gemeinden gegangen, lebte nach außen auch ein christliches Leben (Jungschar, Biblischer Unterricht, Kindergodi-MA) aber innerlich war mein Glaube und mein Vertrauen – wenn überhaupt noch da – verkümmert, erstarrt, erforen, gestorben. Ich war tief verletzt, verwirrt, enttäuscht und habe mich immer mehr zurückgezogen. So mit ca.18 Jahren –  nach einem schleichenden Prozess –  wollte ich nix mehr mit Gott und "den Christen" zu tun haben! Hab lange ohne Gott gelebt, mir ging es ehrlich gesagt beschissen!!!
    Zum Glück hat meine Mutter nicht aufgehört für mich zu beten, hat mir, als ich ca. 22 war, von einer christlichen Hochschulgruppe in unsrer Stadt erzählt. Sie hatte wohl gemerkt, dass ich ganz vorsichtig!!! wieder auf der Suche war, dass ich raus wollte aus meinem (selbstgemachtem) Gefängnis aus Misstrauen, Selbst-Ablenung, Rebellion,, Einsamkeit, Kälte und Gottes-Ferne.

    Nach ner Weile bin ich zum Glück trotz Sozial-Phobie zu der Christl. Hochschulgruppe gegangen und wurde von den jungen christen so warmherzig und liebevoll aufgenommen. Ich durfte Ich sein. Sie haben mich ausgehalten in meinem MIsstrauen gegenüber Christen, Gemeinden und nicht zuletzt Gott gegenüber! Ganz ohne Zwang, ohne Ausschließlichkeit, ohne Manipulation. Ich durfte ganz neue Erfahrungen machen, Gaaaanz langsam Vertrauen neu lernen und Gott wirklich kennenlernen. ein langer Weg, ein HEIL-samer Prozess. Nach und nach (und teilweise immer noch) kann ich vergeben und bekomme Frieden.

    Nach mehreren Umzügen hab ich hier vor Ort eine Gemeinde gefunden, die ich okay find. Auch wenn ich CHRISTEN UND CHRISTUS nicht mehr gleichsetze, bin ich wachsam und vorsichtig bei Gemeinde-Strukturen und dem "Geist der Gemeinde". MIttlerweile sehe ich das aber als Chance auf von mir erspürte und bemerkte Unstimmigkeiten, Unklarheiten, Manipulationen und Gefahr der Elitenbildung und geistl. Arroganz hinzuweisen. In Liebe und nur wenn es wirklich dran ist.

    Heute sage ich: "Das was ich bei Christen an Faszinierendem, Besonderem entdecke, zeigt mir etwas von Jesus. Aber wir sind alle UN-HEILE Menschen. Jesus will uns gesund, ganz und schön lieben! Und er kann unmögliches möglich machen und Vergebung und Veränderung bewirken. Bei mir und anderen!" Ich bin wirklich froh und dankbar, dass ich einen Neuanfang mit Jesus gewagt habe, dass er mir zeigt, wie ER in Wahrheit ist, ganz gentleman-mäßig, einladend, sanft befreiend und tröstend lerne ich ihn besser kennen. Aber er zeigt mir auch, dass ich meine alten Glaubenssätze und Unversöhnlichkeiten, mein "Recht" auf Rache und Groll zu ihm bringen darf und Vergebung wirklich frei macht!!!

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    1. GekreuzSIEGT Moderatorin - Sandra

      Liebe Maria, so traurig und erschütternd der Anfang Deiner Nachricht, so wohltuend ist das Ende. 

      Es ist genau richtig, Christen und Christus NICHT gleichzusetzen. 

      Denn, das ist nunmal die Wahrheit, nicht alle Christen sind Christen, nur weil sie sich so nennen. 

      Es ist gut, wenn man ein stabiles Selbstwertgefühl hat, um selbst zu prüfen, was ist biblisch, was ist wahr … und was ist Irrlehre. 

      Dank dem Herrn bist Du wieder in guten Händen gelandet und hast Jesus nie wirklich verloren. 

      Schön! 

      Sei weiterhin gesegnet auf Deinem Weg

      Sandra 

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    2. Johanna

      Hey ich bin durch deinen Beitrag sehr ermutigt.Ich bin ich gerade auch in so einer Lage,wo ich alles hinterfrage und an Christen viele Zweifeln habe. Habe mich beim lesen dabei erwischt,dass ich Christen und Christus gleich gesetzt habe. Du hast recht,es sind zwei vollkommen Verschiedene Sachen.Einen Gott sollte man nicht über den Menschen und sein Verhalten deffinieren und es ist immer schön jemanden an der Seite zu haben,der uns in unserem Prozess aushält.

      Sei gesegnet.

      Lg. Johanna

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  11. Gekreuz(siegt) Moderatorin - Ulrike

    Mir tut´s um jeden weh, der wegen geistigem Missbrauch – der oft sogar mit körperlichen Misshandlungen gekoppelt ist – seinen Glauben verliert, bzw garnicht erst ein Glaube in ihm wachsen kann.

    Ich wünsche mir für jeden Einzelnen, dass er zu unterscheiden lernt, zwischen der Lehre Jesu und dem was menschliche Auslegungen und Dogmen daraus machen. 

    Denn Jesu Einladung ist eigentlich unwiderstehlich, er sagt: Ich will dir Ruhe und meinen Frieden geben. So wie mein Vater mich liebt, so liebe ich dich, komm´ her zu mir und bleibe doch in meiner Liebe. 

    Und unser himmlischer Vater möchte nichts lieber, als uns mit seinen Tröstungen zu liebkosen, wenn unsere eigenen Gedanken uns in Unruhe versetzen. Danach sehnt er sich so sehr, das er es sogar in den Psalmen festgehalten hat. 

    Menschen zu verlassen, die einem nur Schmerz zufügen, ist vernünftig. Aber Gott und Jesus sollten nicht mit in dieselbe Tonne gekloppt werden, denn Gottes Wort ist eine einzige Bitte an alle, sich doch lieben zu lassen und wieder zu lieben. 

    LG Ulli

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  12. Dorothea

    Als transsexuelle Christin habe ich leider auch schon erlebt, wie andere nach meinem Coming out den Kontakt zu mir abgebrochen haben – obwohl wir vorher jahrelang im Hauskreis gemeinsam die Bibel gelesen haben. Das "segnet die euch fluchen" (Mt 5,44) gilt aber ihnen genauso wie jedem anderen Menschen.

    Antworten
    1. Inken und Melli

      Liebe Dorothea,

      damit sprichst Du mir selbst, als entschiedene und lesbische Christin, ebenso wie meiner  gläubigen Ehefrau, soooooo völlig und uuuuuunendlich aus der Seele! (-;

      Wir beide haben wirklich – und gerade auch wegen unseres Andersseins – wirklich völligen Frieden mit Gott selbst, dennoch jedoch bislang leider keine Akzeptanz in deutschen Freikirchen, auch nicht bei den meisten der sogenannten evangelikalen sowie charismatischen Christen…

      Beim Finden einer guten, geistlichen Heimat war uns hier dann jedoch die Homepage

      http://www.queergottesdienst.de/

      überaus hilfreich, die wir ebenso wie die Seite 

      http://www.zwischenraum.net/

      daher allen so genannten LGBT-Christen nur aller-, allerwärmstens weiterempfehlen können! (-:

       

      Es drücken Dich, liebe Dorothea, ganz herzlich und geschwisterlich

       

      Inken und Melli

      Antworten
      1. Dorothea

        Liebe Inken, liebe Melli,

        Danke für Eure warmherzigen und netten Zeilen! Zwischenraum ist mir bekannt und ich bin in der entsprechenden facebook-Gruppe dabei. Michael Seufer, der die Website von Streitfall Liebe erstellt hat, kenne ich persönlich, weil wir gemeinsam Glaubensseminare durchgeführt haben. Vielleicht ergibt sich ja über ihn ein direkter Kontakt (oder über meinen Blog)?
        Herzliche Grüße!
        Dorothea

        Antworten
  13. Claudi

    Ich bin zwar katholisch ,aber ich sehe mich einfach als Christin und da ich eine sehr neugierige Frau bin , habe ich in meinem Leben auch in andere Relegionsrichtungen geschaut.Einmal war ich sogar in einem Mormonengottesdienst. Aber egal wo, mußte ich immer wieder erleben , das nicht alle Menschen so akzeptiert werden wie sie sind , ihre Lebensweise ,ihre Sexualität.Das würde ich mir wünschen ,aber ich denke ,egal welche Kirche , es wird immer Ausgrenzungen geben.

    Ich bin geschieden und da bist Du gerade in der kathl. Kirche nicht willkommen. So habe ich es erlebt.Die Gründe interessiert da niemand !

    Ja ,da habe ich mein Glaube verändert und auch neu gefunden. Gelesen hatte ich einmal den Spruch :

    ich glaube an Gott und nicht an das Bodenpersonal

    Seitdem ich das so halte fühle ich mich viel näher an Gott und mein Glaube hat sich vertieft.

    Vor allem weil ich nach der Scheidung mich sehr alleine fühlte- aber Gott war da und ich bin seit 6 Jahren in einer glücklichen Ehe – auch für meinen Mann ist es die 2. Ehe .

    Wir sind in keiner Gemeinde , gehen auch nur selten in einen Gottesdienst. Unser *Recycleglaube* ist in unserem Herzen und Gott nimmt uns so an ,wie wir sind …..

    Einen schönen Adventstag

    Claudi

    Antworten
    1. Claudia

      Hallo Claudi,

      danke für Deinen Beitrag, der hat auch mir aus dem Herzen gesprochen. Ich halte es seit

      meiner Zeit als Küsterin in der evang. Kirche einfach so, dass ich mir ebenfalls sage: "was kann

      denn der liebe Gott dafür, wenn sein Bodenpersonal spinnt?"

      Es sind überall nur Menschen zugange und es wird überall nur mit Wasser gekocht.  Wir hatten

      hier mal einen Pflegeassistenten zur Aushilfe, er war ein Pfingstgemeindler. Guter Gott, der Mann

      hat Uwe und mir echt den allerletzten Nerv`geraubt.

      Als Uwe schlimme Kopfschmerzen hatte, hat er ihm aus der Bibel vorgelesen, als er mit unserem

      Hund Gassi ging, hat er alle Hundefreunde versucht zu bekehren, überall im Haus lagen seine

      Glaubenszeichen herum, von der Pflege an sich hatte er so gut wie keine Ahnung. Einem solchen

      Menschen meinen kranken Mann anzuvertrauen, grenzt schon an Körperverletzung. Dieser Typ

      hat mir gezeigt, wie "krank" solche Eiferer auch sein können und obendrein sind sie auch eine

      echte Plage, ähnlich wie die Jehovas Zeugen.  Lasst mich in Ruhe mit den religiösen Eiferern,

      die haben echt alle einen an der Klatsche. Meine ganz persönliche Meinung. Danke.

      Antworten
  14. Dorothea

    Auch ich habe in meiner Kindheit geistlichen Missbrauch auf sehr üble Art erlebt. Deshalb spricht mir dieser Beitrag so sehr aus dem Herzen. Zum Glück habe ich eine sehr liebevolle Helferin gefunden, die mir ein anderes Gottesbild vermittelt hat – ein Gottesbild, das ich auch so in der Bibel wieder finde … dagegen wirklich Verurteilung für das, was geschehen ist (auch wenn die Täter es sicher nicht in böser Absicht getan haben). Gott ist so ganz anders als das, was mir vermittelt wurde. Ich wünsche jedem, der auf diesem Gebiet verletzt worden ist, dass er sich auf die Suche macht nach dem Gott, der sieht, liebt, annimmt. Der verrückt ist nach uns. Aus Liebe. Nur aus Liebe. Ich bin begeistert – heute kann ich aus vollem Herzen sagen, dass ich ihn liebe. Weil er mich zuerst geliebt hat. So unendlich geliebt. Er kann das Alte aus dem Herzen nehmen und Neues pflanzen.

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