Glaubst Du nur, was Du siehst?!

Eigentlich ist es ja ganz einfach an Gott zu glauben. Zumindest solange, wie ich ihn hören und / oder wahrnehmen kann.


Doch dann gibt es diese Zeiten, die irgendwie dunkel sind….


Zeiten, in denen man lernt was es heißt zu glauben.

Zeiten, in denen das, was ich glaube, auf die Probe gestellt wird.

Zeiten, in denen Ausdauer und Geduld gefragt ist.

Zeiten, in denen man lernt, Gott auch dann zu vertrauen, wenn man seine Stimme nicht hört. 


Wenn ich zurück gucke, als ich Christ wurde, da war das alles noch sehr schwammig.

Da gab es durchaus Momente, in denen ich dachte:

"Hm, vielleicht gibt es Gott ja gar nicht und ich bilde mir das nur ein…"
 

Als ich mit der Zeit Gott dann immer mal wieder erlebte, dann wurde aus diesen Erlebnissen eine innere Gewissheit. Und wenn ich dann mal nicht soviel von ihm hörte, war mir dennoch klar, dass es Gott gibt. 

 

Wir Menschen sind so gestrickt, dass wir gerne alles genau wissen wollen. Ich denke, das ist von Gott, unserem Architekten, auch so vorgesehen. Vielleicht gerade deswegen, dass wir diesen "Glaubensschritt" machen können und uns eingestehen:

"Ich werde niemals alles wissen und verstehen, aber es genügt den zu kennen, der alles weiß!" 
 


Gott verspricht uns, dass er immer bei uns sein wird und dass er seine Versprechen erfüllt.

(Matthäus 28, 20 + 1. Korinther 1, 9)


Es gibt eine interessante Bibelstelle, da heißt es:
 

"Ich führe Blinde einen neuen Weg, einen Weg, den sie nicht kannten, lasse ich sie gehen. Ich werde die Dunkelheit vor ihnen hell machen und den holprigen Weg vor ihnen ebnen. Diese Dinge werde ich ausführen und nicht davon ablassen."

Jesaja 42, 16 NLB 


Das hebräische Wort, dass hier mit "Blinde" übersetzt wurde, wird sowohl wörtlich als auch im übertragenen Sinne verwendet. 

Es gibt Leute, die können ohne Brille weit und klar gucken, aber geistlich gesehen sind sie blind und taub oft noch dazu.

 

Vielleicht hast Du ja gerade den Eindruck, dass Du in der Dunkelheit rumirrst und gar nicht weißt, was zu tun ist?!

Ich möchte Dich ermutigen! Vertraue auf das, was Gott in Jesaja verspricht. Er möchte mit seinem Scheinwerfer in Deine Dunkelheit rein leuchten. Er hat versprochen Dir Gutes zu tun und Dir immer beizustehen.
 

Ein Spruch, der oft auf Grußkarten steht, ist dieser hier:

 

"Verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern setze dein Vertrauen ungeteilt auf den Herrn! Denk an ihn bei allem, was du tust; er wird dir den richtigen Weg zeigen."

Sprüche 3, 5 – 6 GNB

 

Vergiss nicht auch dann darauf zu vertrauen, wenn die Antworten von Gott mal länger dauern als Dir lieb ist. 

Und dieser Vers bedeutet nicht, dass Du Deinen Verstand ausschalten sollst, sondern dass Du Gott mehr zutraust als Deinem Verstand. Der Verstand hat Grenzen – Gottes Wirken ist grenzenlos.

Eigentlich musst Du Gott in dem Sinn auch gar nicht vertrauen, wenn Du genau verstehst und weißt, was er für die Menschen tut.

Das hebräische Wort was in Vers 5 mit "Vertrauen" übersetzt wurde, bedeutet auch kühn, zuversichtlich, sicher und bestimmt zu sein. Vertrauen ist dann gefragt, wenn Du Gott nicht so klar hören kannst, wie Du es gern hättest, aus welchem Grund auch immer.

Bevor Du Gott hörst, musst Du lernen Dich in den Zeiten, in denen Du ihn nicht hörst, auf seine Eigenschaften, Fähigkeiten und seine Power zu verlassen. Und wenn Du ihm in diesen Zeiten vertrauen kannst, dann wird er, wie er es Dir versprochen hat, den Weg zeigen, den Du gehen sollst. 

Jeder von uns steht mal im Sturm, es weht aus allen erdenklichen und unerdenklichen Richtungen und wir wissen überhaupt nicht wohin. Vorübergehend blind! Wie wichtig ist es dann zu wissen, dass es jemanden gibt, der den Überblick behält?! 

Vielleicht spricht Gott manchmal nicht direkt in Deine persönliche Lebenssituation, aber er spricht immerzu durch das, was in der Bibel steht. 

Die Versprechungen, die in diesem dicken Buch stehen, die standen schon vor 100 Jahren drin, sie standen gestern drin, sie stehen heute drin und sie stehen auch noch in 20 Jahren drin. Die sind fest verankert!
 

Es ist auch wichtig zu wissen, dass unser Wissen immer nur bruchstückhaft ist, unvollständig und unvollendet. (1. Korinther 13, 9 – 10)
 

Da Erkennen nur Stückwerk ist, wird kein Mensch jemals ehrlich sagen können:

"Also ich weiß alles, was ich wissen muss. Ich habe alle Antworten, die ich für mein Leben brauche. Es gibt nichts, was ich noch wissen sollte."
 

Klar, einige Experten denken, dass sie alles wissen, aber das widerspricht eindeutig dem, was der Chef sagt ;-)
 

Vertrau auf ihn, ganz egal wieviel er Dir schon verraten hat oder wie klar und deutlich er zu Dir spricht.

Er leitet Dich. Er drängt sich nicht auf. Er drückt Dir kein Navi in die Hand und sagt "So, nun geh mal allein – das schaffste schon!" 

Gott geht mit. Er nimmt Dich an die Hand und Ihr geht gemeinsam. Schritt für Schritt.

 

Sei fett gesegnet!
​Deine Mandy
 


© Foto: Arno Backhaus

 


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Dieser Beitrag wurde am 7. August 2013 veröffentlicht.

8 Gedanken zu „Glaubst Du nur, was Du siehst?!

  1. Katharina

    Liebe Mandy, vielen Dank!!! Ich denke dass es gerade diese Zeiten sind, die diese Beziehung zu ihm festigen. Im Grunde ist es manchmal dieses klagen, fragen und ringen, was uns letzlich weiterbringt. Wenn er am wenigsten greifbar scheint ist er am meisten da! Das klingt nach einem Widerspruch ist es aber nicht. Nie kann ich tiefer fallen als in seine ausgebreiteten Arme. Und wenn ich ihn ersteinmal erfahren habe, dann reicht es zu glauben und die Gewissheit zu haben, dass er da ist. Immer und zu jederzeit. Auch wenn die Sonne nicht scheint, weiß ich das sie da ist, warum weiß ich dann nicht das Gott da ist selbst oder besonders dann wenn die Seele weint? Er ist da, immer!!! Sei gesegnet liebe Mandy!!!

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    1. Gekreuz(siegt) Moderator - Michael

      Hallo Simone,

      wahrscheinlich stecken hinter Deiner Äußerung ungute Erfahrungen. Da hat man gehofft. Gebetet. Geglaubt. Und es kam dann so ganz anders. Das tut mir aufrichtig leid. Das kann enttäuschen und weh tun. Ich kenne das auch aus meinem Leben nur zu gut. "Erstens kommt es anders. Und zweitens als man denkt!" – Sicher kennst Du diesen Spruch, der einen ja auch irgendwie zum Schmunzeln bringen kann. Bei aller Resignation schwingt in Deinem Satz aber auch etwas Hoffnung mit (sonst hättest Du nicht geschrieben). Das ist schön. Deshalb hier ein paar Gedanken, die mir dazu gerade einfallen.

      Der Glaube an sich ist sicher kein Werkzeug, das uns hilft, unser Leben kalkulierbarer, überschaubarer und "greifbarer" zu machen. Glaube will vor allem verstanden werden als Ausdruck einer Beziehung zu dem in Jesus Christus Mensch gewordenen Gott. Da hält man an diesem Gott TROTZDEM fest, auch wenn sich meine äußeren Umstände scheinbar nicht zu meinen Gunsten verändern. Gott ist souverän in seinem Handeln und Zulassen. Seine Gedanken sind nicht (immer) unsere Gedanken. Es bleibt immer auch etwas Rätselhaftes.

      Ich bewundere da so manchen Älteren bei uns in der Gemeinde. Sie haben einiges Schlimme durch (z.B. kaum vorstellbare Nöte durch den Krieg), mussten liebe Menschen loslassen, verstehen manchen "krummen" Weg Ihrer Kinder oder Enkel nicht. Und doch halten sie nach wie vor an Jesus fest und werden bei all dem nicht bitter. – Das möchte ich lernen: Glaube, der unabhängig ist von äußeren Umständen. Glaube, der sich an Gott allein fest macht, weil er es um seiner selbst willen Wert ist, geglaubt/angebetet zu werden.

      Rufe mich an in der Not und ich will Dich erretten. Und du sollst mich preisen. (Psalm 50, Vers 15)

      Ich bin überzeugt, dass unser glaubensvolles oder auch schwaches, zaghaftes Gebet "in der Not" niemals vergebens ist. Gott wird darauf reagieren. Nicht immer so, wie wir es uns wünschen. Aber wir sind Gott keinesfalls egal. Ich wünsche Dir, Simone, dass Du das erfährst.

      Blessinx

      Michael

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    2. Josef Sefton

      Psalm 149:8 Gnädig und barmherzig ist der HERR, langsam zum Zorn und groß an Gnade. 9 Der HERR ist gut gegen alle, sein Erbarmen ist über alle seine Werke.

      Welch herrliche Bibelverse! Der HERR ist gut gegen alle. Ob Christ oder nicht Christ Er ist gut gegen alle! Dies ist Grund zur Dankbarkeit und Lob Gottes.

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  2. rahel

    Hi ihr Lieben, liebe Mandy,

    wow, deine Seite ist unheimlich stark, ermutigend und aufbauend! Danke, Danke, Danke, Gott ist so gut. Mach weiter so!

    Man merkt so wie Gottes Geist hier wirkt.. freu mich :)

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  3. Antje

    @ Katharina das hast du sehr schön geschrieben und ich kann das für mich auch nur bestätigen, dass Gott mich aus jedem noch so dunklen Tunnel, wieder ins schönste Sonnenlicht geführt hat.

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