Abstossen statt absaufen…

Vor einigen Tagen hatte ich ein Problem mit dem Seelen-Futter Verteiler. Beim "rumschrauben" und testen ist mir dann ein Fehler unterlaufen.  Aaaargh.

Ich habe eine Testmail, die eigentlich nur für mich bestimmt war, versehentlich an die komplette Verteilerliste vom Seelen-Futter verschickt. Das heißt um die 980 Leute bekamen diese Testmail.

Und da ich irgendwas rein schreiben musste als Text, sonst funktioniert die Testerei nicht … schrieb ich einfach "Hi wie gehts" - ich hätte genauso "lalala" reinschreiben können.

Was passierte dann? Eine e-mail Flut kam zurück.

 

Die meisten Leuten waren verwundert, andere schrieben das es ihnen gut geht und wieder andere schrieben ganz viel… ganz viel Schlechtes. Sie schrieben mir von ihren Problemen, von ihren Zweifeln und das sie am Ende sind. Sie schütteten mir ihr ganzes Herz aus.


Ich glaube diese Menschen wünschen sich das ihnen jemand zuhört und sei es jemand Fremdes, den sie per e-mail ihr halbes Leben erzählen, bis zu ihrem aktuellen Tiefpunkt.

 

In einem Buch von Don Piper habe ich vor einiger Zeit folgenden Vergleich gelesen: Er sagt dass er einen Tiefpunkt im Leben mit dem Boden eines Schwimmbeckens vergleicht…

 

"Wenn Du den Boden des Schwimmbeckens erreicht hast, dann nutze diesen festen Untergrund, um dich abzustoßen und wieder nach oben zu schwimmen."

Diesen Gedanken finde ich genial, so dass ich ihn einigen Leuten geschrieben habe. 

 

Manchmal da sinkst und sinkst du ab, immer tiefer in die Probleme rein…. und irgendwann steht dir das Wasser bis Oberkante Unterlippe. Alles scheint verloren, alles ist Mist und dann ist es ganz wichtig die Hoffnung nicht aufzugeben.
 

Der erste Schritt nach oben an's Licht ist dich abzustoßen… um nicht abzusaufen!

Egal wie schlecht es dir geht, tue dir mindestes einmal am Tag etwas Gutes. Konzentriere dich immer auf die positiven Dinge im Leben. Das klingt nach: "Immer schön positiv denken, dann wird das schon wieder." – aber es steckt mehr dahinter.

Ein großes Vorbild in Sachen vom Schwimmbadgrund abstossen ist der gute alte Paulus in der Bibel.

Der saß eines Tages im Knast und er hat mit Sicherheit auch mal geheult. Doch er ist nicht im Selbstmitleid ertrunken. Er hat nicht nur über die blöde Situation rumgejammert und sich aufgeregt – nein, er schrieb Briefe an andere Leute und machte ihnen Mut, ihren Glauben an Gott festzuhalten.

 

"Ich habe gelernt, in jeder Lebenslage zufrieden zu sein. Ich weiß, was es heißt, sich einschränken zu müssen, und ich weiß, wie es ist, wenn alles im Überfluss zur Verfügung steht. Mit allem bin ich voll und ganz vertraut: satt zu sein und zu hungern, Überfluss zu haben und Entbehrungen zu ertragen. Nichts ist mir unmöglich, weil der, der bei mir ist, mich stark macht."
Philipper 4, 11-13

 
Der Paulus, der hat seine Situation akzeptiert wie sie nun mal war – that's live – so ist das Leben nun mal.
 
"Ich habe mir nicht ausgesucht hier im Knast zu hocken, aber ich weiß das Gott bei mir ist, ich spüre seine Power und mit dieser Power kann ich alles überstehen!"
 
Das ist Gott! Nicht nur positiv denken, sondern mit Gott rechnen.
 
 
Der pattelt im Schwimmbecken mit einem Paddelboot rum und wartet bis du auftauchst – dann wird er dich ins Boot ziehen können und er wird dich vorm ersaufen retten.
 
Leider aber meckern viele Menschen nur rum über ihre momentane Lebenssituation, zappeln wie blöd am Schwimmbadgrund rum, anstatt ihre "Zappelenergie" in  "Abzustossenergie" umzuwandeln. 
 
Wenn's dir mal schlecht geht, dann denk daran zurück. Stoß Dich ab, schwimm hoch und lass dich von Jesus ins Boot ziehen!
 
Fetten Segen
Deine Jesus-Punk
 
 
 
© Foto oben: jutta rotter  / pixelio.de; unten: weitertragen.de

 


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Dieser Beitrag wurde am 3. Januar 2012 veröffentlicht.

19 Gedanken zu „Abstossen statt absaufen…

  1. Gina

    Jetzt weißt du, warum du diese Testmail an soviele Leute "ausversehen" oder sagen wir mal geplant von Gott geschrieben hast. ;) Durch diese Sache durftest du dazu lernen und hast somit gleich neuen Input von Oben bekommen, um einen Beitrag über dieses "Missgeschick" schreiben zu dürfen. Wer weiß, wen diese Botschaft alles erreicht und wen sie weiterhilft. Es hatte auf jedenfall seinen Sinn, warum du diese Mail versehntlich geschrieben hattest. ;)
    Gott hat eben den besseren Plan als wir Menschen ;)
    Liebe Grüße Gina (Meeting Jesus)

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  2. Conny

    Ja stimmt, auch ich hab die Test-Mail bekommen und dir mein ♥ geöffnet, denn ich hab mir für`s Neue Jahr vorgenommen, nicht mehr über meinen Nachtdienst zu jammern sondern mehr und mehr auf Gott zu vertrauen, dass ich mit seiner Hilfe eine Neue Arbeit finden werde! Damit löst sich derzeit eine große Blockade in meinem Leben

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  3. Eike

    Ja ja die Wege des Größten sind unergründlich. Ich denke Gina hat recht, es war geplant manche brauchten die unverhoffte Gelegenheit ihr Herz auszuschütten, andere wiederum haben einen Gedankenanstoß bekommen und manche(r) hat wieder erlebt, was der Chef so alles mit uns vorhat. Ich finde es wirklich bemerkenswert und ich fühle mich toll und geborgen in dem Wissen das da jemand viel viel mehr Plan hat als ich mir jemals zutrauen kann. 

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  4. Mandy Artikelautor

    Ob das Gott nun alles so "geplant" hat und das ein "Zeichen" ist – keine Ahnung. Ich deute sowas nicht.

    Ich war einfach nicht richtig bei der Sache, müde und unkonzentriert = so passieren Fehler. Letzendlich war es ein halber Tag voller Streß und hat mich sehr geärgert. Aber was soll's.. aus Fehlern lernt man ja bekanntlich.

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    1. Sabine

      Oh, doch, liebe Mandy. Ich denke sehr wohl, dass so eine 'ungeplante' Handlung von Gottes Hand ( und meiner Ansicht nach durch unsere Schutzengel ausgeführt) gelenkt wurde. Ich sehe eine Ähnlichkeit mit deinem Fahrrad-Unfall. Ich selbst beobachte meinen Alltag und was so passiert. Dabei stelle ich immer wieder fest, dass DINGE ablaufen, die zwar zunächst nach meinem menschlichen Dafürhalten fehlerhaft waren (= unkonztrierte Handlung etc.), aber deren Lauf eine gottgefällige Wirkung haben. Ich denke, wenn man den Tag gleich morgens Jesus übergibt und dann mit tiefen Vertrauen auf ihn lebt, dann kann nur noch Gutes geschehen. Mach weiter so!

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  5. Norbert-Coala

    ist doch ein super Zeichen Mandy,
    Soviele antworten dir spontan auf diesen kleinen Satz.
    Was willste mehr.
    Andere schreiben Romane und erhalten keine Antwort ;)
    Gott Segne dich
    weiterhin
     
    Norbert

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  6. Claudia Schubert

    Danke, liebe Mandy.   Dein Blogbeitrag hat mir wieder neuen Mlut gegeben, nicht einfach nur rukmzujammern, sondern mich "abzustoßen" und  Big Daddy vertrauen, der alles und meine momentane Situation im Griff hat und den ganz beonderen Durchblick hat und einen SUPERPLAN für mein Leben.
     
    Ganz oberfetten Segen für Dich!
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  7. ursula berger donatz

    Liebe Mandy,
    nun muss ich mich mal auch wieder melden.Und zwar wegen dem Schwimmbecken-geschichte.Bin Mutter von einem Jungen (19) der Momentan wohl auch am Boden ist und seine Energie in Alkohol etc. steckt und sich nicht vom Boden abstosst.Lässt sich nicht helfen und verschwindet für Tage und wir als Eltern haben keinen blassen wo und wie es ihm geht.
    Da lernt man erneut beten und Gott alles noch mehr hinlegen.Oder weiss mir jemand einen anderen Rat?
    Das ganze begann im Verstecketen mit etwa 16,dann kam Ritzen dazu etc.Hilfe von Eltern,Freunden,auch seine lässt er nicht zu.
    Da kann man nur hoffen……………..das er lernt die ausgestreckte Hand anzunehmen.Was meinst Du oder andere Leser?
    Danke für Deine Beiträge,sie ermutigen mich immer wieder und darum habe ich mich dafür hier darüber zu schreiben Herzlich Ursulahttp://www.unendlichgeliebt.de/wordpress/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_cry.gif

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    1. Norbert-Coala

      Hallo Ursula
      nur zum Verständnis: Alkohol – das "übliche" Komasaufen mancher Jugendlicher? oder eher Frustsaufen?
      was mich beunruhigt ist dein Hinweis auf Ritzen.
       
      Schon mal mitbekommen mit welcher Art Freunden er sich trifft?
       
      Hatte dich dein Sohn jemals zu Jesus bekannt?
       

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    2. Mandy Artikelautor

      Hallo Ursula.

      Erstmal danke fürs "Danke"!

      Zu Deinem Sohn… das sind gute Fragen die Norbert da stellt. Wie sieht's aus?

      Mit 19 rumhängen, Alk… hm, muß ja nicht gleich zum Alki führen. Das "ritzen" ist allerdings ne Spur härter – krank. War er denn früher psychisch auch schon eher depressiv, irgendwie auffällig? Ritzt er immer noch – weißt Du das?

      Wie dem auch sei… ich denke, wenn er sich von allen abwendet keine Hilfe möchte… zwingen kannst Du ihn nicht. Wie Du schon sagst… biete ihm an jederzeit zu kommen, wenn er Hilfe braucht und bete für ihn. Es ist auch ne Lernsache für Dich und Deinen Mann ihn "loszulassen". Er ist erwachsen und trägt die Verantwortung für sich selbst und nicht mehr ihr.

       

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  8. ursula berger donatz

    Lieber Norbert,
    so wie es aussieht,trinkt unser Sohn gerne und viel übers Wochenende,insbesondere Drinks mit Wodka .Oft reicht das Geld immerhin gute 6 bis 800Schweizerfranken nicht mal bis ende Monat.Zur Zeit hat er weder eine Lehrstelle noch eine Arbeit und lässt sich auch nicht bei uns sehen seid geraumer Zeit.Mein Mann denkt wenn dann das Geld ausgeht kommt er dann schon wieder nach Hause.Wir geben ihm kein Geld,aber ein Zuhause und wir würden auch motivieren und unterstützen sich was zum Arbeiten zu suchen.
    Zu Jesus hat er sich nie bekannt,aber auch nie gegen ihn gesprochen.Als Kind erlebte er viel in den Jugendlagern und war auch bei den Royal-Ranchers.
    Das Ritzen habe ich vor zirka 16Monaten entdeckt und forderte ihn dann auch auf Seelsorge oder einen Psychiater aufzusuchen,was er dann auf Druck(war erst17,5Jahre alt) auch tat,zeigte aber keine Besserung und der Arzt besprach mit ihm nicht viel relevantes,so wie unser Sohn meinte.,Nach einem halben Jahr ging er dann nicht mehr und inzwischenzeit ist er ja Volljährig geworden.
    Danke auch Dir Mandy, das Du immer wieder Anstoss gibst und mir mit dieser Seite hilfst,mich mit anderen Menschen auszutauschen.
    Danke die alle für unseren Jungen beten!!! In Jesus Ursula

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    1. Norbert-Coala

      Hallo Ursula

      also das Trinken soweit es beurteilbar ist, nicht außer dem Rahmen von manchen Jugendgruppen.
      das mit dem Geld – ich war dieses Jahr zweimal in der Schweiz. das da die 6- 800 Franken nicht bis zum Monatsende reichen
      ist nicht verwunderlich. Das kann man schon mit "normalen" Aktivitäten verpulvern.
      Aber das Ritzen bereitet mir am meisten Sorge. Das ihm der Psychiater nicht helfen konnte wundert mich nicht besonders. Je nachdem wie sehr er Jesus nahe steht und was die wirkliche Ursache ist. Sollte es eine geistliche Ursache haben, kann der Psychiater garnicht helfen. Beim Seelsorger – ich kenn ihn nicht.
       
      Alles in allem bleibt uns und euch nur Gebet und euch die Vergebungsbereitschaft und die offene Tür.
       
      Mandy müßte aber zu dem eingeschlagenen Weg mehr sagen können als ich bei ihrem Werdegang.
      lieben Gruß und Gottes Segen für seine Erretttung
      Norbert

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  9. ursula berger donatz

    Lieber Norbert,
    danke für Deine Zeilen.Ich weiss nicht mehr wer schrieb……….das übliche Koma-Saufen der Jungen.Für mich tönt das schrecklich und vorallem sehr resignativ. Bin der Meinnung das unter Christen es eigentlich schon noch  einen unterschied geben sollte,oder nicht? Übrigens meinte jemand das 6 bis 8hundert Franken in der Schweiz zu verbrauchen nicht viel ist,besser gesagt nicht lange ausreicht.Da kann ich nur dazu sagen,das unser Sohn diese Summe ausschliesslich nur für den Ausgang braucht,sprich Alkohol etc.
    Für mich  als Hausfrau niemals soviel Geld  privat,sprich Taschengeld ,zur  verfügung steht ,eine sehr grosse Summe.!
    Norbert,es verhält sich so,das der Sohn,weder Seelsorge noch Gespräch noch Psychologische Hilfe annehmen will und auch nicht darüber sprechen will,warum er sich geritzt hat.Ja im Moment sieht es danach aus,dass er das Ritzen sein lassen kann und ich danke Gott dafür
    Übrigens,geht es mir wieder besser und ich danke für,s zuhören-schreiben und wünsche eine gesegnete Woche bis ein ander mal Ursula

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  10. Nils

    Da fällt mir ein schönes Zitat von Calvin ein: “Wenn dichte Wolken den Himmel bedecken und heftiger Sturm ausbricht, so sehen unsere Augen nur traurige Finsternis, unsere Ohren betäubt der Donner und alle unsere Sinne erstarren vor Schrecken; deshalb scheint uns alles zusammenzubrechen und durcheinander zu geraten – aber unterdessen bleibt im Himmel stets die gleiche Ruhe und Heiterkeit”

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  11. Katrin

    Da fällt mir folgende Geschichte ein:
    Es waren einmal drei Frösche, die fielen in ein Faß Milch.

    Als sie nicht wieder herauskonnten, war einer unter ihnen, der sagte: "Ach, wir werden schon irgendwie wieder herauskommen, wir warten einfach ab, bis jemand kommt." Er schwamm so lange herum, bis seine Atemwege von der Milch verklebt waren. Dann ging er unter.

    Der zweite sagte: "Man kann ja überhaupt nichts machen!" und ging gleich unter.

    Der dritte sagte: "Wollen wir doch strampeln. Man kann nie wissen." Und so strampelte er stundenlang. Plötzlich spürte er Festes unter seinen Füßen. Er hatte aus der Milch Butter gestrampelt. Nun kletterte er auf den Butterkloß und sprang hinaus.
     
     

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