Nach der Scheidung wieder heiraten?


Gestern war das Thema "Scheidung" dran und heute? Wieder heiraten?

Nehmen wir mal den Fall, dass zwei Menschen heiraten und alles tun um ihre Ehe zu retten. Doch es klappt nicht. Sie lassen sich scheiden… dann findet einer oder auch beide einen neuen Partner. Sie lieben sich und möchten heiraten.

Nehmen wir den Fall an, eine Frau verliert ihren Mann durch Krankheit. Er stirbt. Sie lernt einen neuen Mann kennen, den sie sehr liebt und möchte ihn heiraten.


Mehrfach redet Jesus von "Ehebruch", wenn Menschen erneut heiraten.

"Ich sage euch aber: Wer sich von seiner Frau trennt, obwohl sie ihn nicht betrogen hat, der treibt sie zum Ehebruch. Und wer eine geschiedene Frau heiratet, der begeht Ehebruch."
Matthäus 5, 32

 

"Wer sich also von seiner Frau scheiden lässt und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch; und wer eine geschiedene Frau heiratet, der begeht auch Ehebruch."
Lukas 16, 18


Wie kann eine Ehe gebrochen werden, die gar nicht mehr besteht?

Ich glaube weil sie vor Gott noch besteht. Ehe ist nicht nur ein Wisch den man unterschreibt, sondern auch ein Bund zwischen zwei Menschen den Gott geschlossen hat.

 

Was laut Bibel mit Ehebrechern geschieht kann man z.B. im 1. Korinther 6, 9 lesen:

"Wer (…) die Ehe bricht (….) wird nicht in Gottes neue Welt kommen"

 

Eine Sonderregel gibt es im übrigen auch noch:
 

"Wenn der Ungläubige sich scheiden lassen will, laß ihn gehen und versuche nicht ihn zurückzuhalten. Du bist in solchen Fällen nicht gebunden und kannst, wenn Du möchtest wieder heiraten und bekommst dafür den Segen Gottes!"
vgl. 1. Korinther 7, 15

 

Wer sich von seiner Frau trennt, obwohl sie ihn nicht betrogen hat, der treibt sie zum Ehebruch."
Matthäus 5,31

 

Achja und die Witwe kann auch wieder heiraten:

"Eine Frau ist an ihren Mann gebunden, solange er lebt. Wenn er stirbt, ist sie frei und kann heiraten, wen sie will, vorausgesetzt, der Betreffende gehört wie sie dem Herrn.
Besser ist es allerdings für sie, wenn sie nicht noch einmal heiratet."
1. Korinther 7, 39-40

 

Das war ein Einblick in die Gesetze. Gestern hatten wir es von der Scheidung ähnlich, die große Frage:

 

Wie wird Gott urteilen, auf Grund von dem Gesetz oder auf Grund von Gnade und Barmherzigkeit?

 

Diese ganzen Gesetze erinnern mich irgendwie an die Bettelei von einem Kind, dass unbedingt ein Ü-Ei will:

"Papa, Papa darf ich?? Bitte!!"

 

Man(n) könnte ja einen Kumpel drauf an setzen, die Frau geil auf ihn zumachen – somit hätte sie die Ehe gebrochen und einer Wiederheirat steht nichts im Wege. Die Brutalos bringen ihren Mann um die Ecke… dann sind sie Witwe… Hurra.


Aber so Spielerein kannste vergessen, von Mord ganz zu schweigen. Gott läßt sich nicht verarschen!


Gott kennt das Herz von jedem Menschen genau. Er weiß wie Du tickst und aus welchen Motiven Du handelst. Und deshalb glaube ich, dass Gott nicht streng nach Gesetz alle in eine Schublade stopft und gleichermaßen verurteilt.


Gott handelt immer aus Liebe und Liebe bebedeutet Gnade!

Haben wir nun also eine Freikarte von wegen, wenn wir uns scheiden lassen und neu heiraten…. ist doch nicht so wild, Gott ist ja gnädig und läßt Gesetze gern mal unter den Tisch fallen?

Nee… ich glaube nicht immer läßt er die Gesetze aus dem Spiel… denn dann hätte der die ja gar nicht aufstellen müssen.

Wenn Du zum 5. heiratest, dann solltest Du Dich fragen was denn da falsch läuft in deinen Beziehungen. Und ich glaube, da setzt Gott auch an und ist bereit Dir zu helfen, wenn Du mit ihm drüber sprichst.

 

Ich glaube die Ehe ist nicht beliebig wiederholbar.

 

Denn Scheidung hat immer mit Sünde zu tun.

Jesus ist für Sünder am Kreuz verreckt und nur deshalb ist er fähig unsere Schuld zu vergeben… auch Ehebruch und Scheidung!

 

Alles Liebe

Deine Jesus Punk (verheiratet)

 

 

Foto oben: photocase, unten: BIG Day/flickr.com

 


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Dieser Beitrag wurde am 8. November 2011 veröffentlicht.

39 Gedanken zu „Nach der Scheidung wieder heiraten?

  1. Renate

    "Im übrigen beseitigt Vergebung zwar die Schuld, aber nicht die Verletzungen der Seele…."
    Das stimmt so nicht Mandy; auch für unsere Krankheiten und Schmerzen und an uns begangene Sünden und unsere Reaktionen darauf ist Jesus gestorben: ER kann uns vollkommen heil machen. Sein Kreuz genügt und siegt! (siehe Euer Name ;-)
    (aber ich stimme mit Dir überein, dass es in diesen Geschichten keine Leichtfertigkeit geben darf; niemals!!)
    Renate

    Antworten
    1. Mandy Artikelautor

      Hallo Renate,

      stimmt – da hab ich mich verhädert. Gott sei Dank kommt mit Vergebung auch Heilung ins Spiel.
      Böse Erinnerungen bleiben, aber die Gefühle dazu verändern sich – die Seele wird Gott heilen.

      Ich hab nach deinem Hinweis überlegt, ob ich das kurz erwähne im Artikel. Aber da es um Scheidung geht und Vergebung/Heilung auf einem anderem Blatt steht, habe ich den Satz der nicht ganz korekt ist gelöscht.

       

      Danke ;-) Gut aufgepasst!

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  2. Anonymous

    Dass Jesus am Kreuz "verreckt" ist … ach, Mensch, der Ansatz ist oft so gut, nur die Formulierungen sind es nicht unbedingt.

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  3. Olli

    Die Frage danach, was ich darf oder nicht als Christ finde ich vom Ansatz her schon falsch. Wir haben unseren Vater, den wir nach seinem Willen für unser Leben fragen dürfen und der uns immer antworten wird, wenn wir es hören oder in seinem Wort lesen wollen. Und wir dürfen dann in voller Eigenverantwortung handeln, wie wir wollen. Nur, gegen sein Wort handeln ist IMMER fallen. Da gibt es kein schlimm und weniger schlimm. Genau deswegen ist das Thema sehr schwierig und auch wieder ganz einfach. Man sollte sich über eines klar sei in diesem Fall. Eine gescheiterte Ehe ist eine totale Katastrophe und sicher nicht Gottes Plan für unser Leben. Und genau mit diesem Verantwortungsgefühl sollte man an eine Ehe auch herangehen. Vor allem auch mit einer gewissen Reife im Glauben und dem Willen, Jesus ähnlicher zu werden. Aber über jedem aus der Bibel herausgerissenem Zitat steht die Gesamtaussage des Wortes Gottes, und das bedeutet immer wieder durch Jesus einen Neuanfang zu machen- wie auch immer der aussehen mag, das ist Gottes Sache.

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  4. Olli

    Habe Deinen Artikel gelesen, klar. Meine Worte sollten kein Kontrapunkt zu Deinen sein, sondern meine Meinung einfach. Vielleicht am Anfang etwas falsch ausgedrückt.

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  5. Martina

    Danke sista, von einer altgedienten Ehefrau. In der Ehe hast Du es mit der Dreifaltigkeit zu tun, Dein Partner, Du und Er. Do kannscht Du Dir kää Bosse erlauwe! *find* :)

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  6. Marc

    Diese Frage hatte mich auch beschäftigt, zumal man mir mitgeteilt hat, egal weswegen wir uns getrennt hätten, ich dürfte nicht mehr heiraten. Nun war es so, dass sie die Scheidung wollte, weil sie mich nicht mehr liebte. Sie hatte sich entschieden gleichgeschlechtlich zu leben. Hatte bereits eine Freundin. Ich fand es damals trotzdem schlimm, sie dann gehen zu lassen, aber was soll man tun, wenn das Gesetz dieses gestattet, dann bleibt mir nichts anderes übrig. Ich habe danach irgendwann die Stelle aus dem 1. Korinther 7,15 gefunden und konnte mich beruhigen, was das Problem anging. Das war gut. Und ja, ich denke, ich darf noch einmal heiraten. Aber dieses Mal sollte es dann funktionieren.

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  7. Ulrike

    "Ich habe danach irgendwann die Stelle aus dem 1. Korinther 7,15 gefunden und konnte mich beruhigen, was das Problem anging. Das war gut. Und ja, ich denke, ich darf noch einmal heiraten. Aber dieses Mal sollte es dann funktionieren."
     
    Hallo Marc

    Wenn "man" dir mitgeteilt hat, dass du nicht mehr heiraten darfst, dann wird "man" sicherlich Hintergrundwissen gehabt haben. Es ist schade, wenn du als Suchender eine ungeliebte Antwort beiseite drängst und dann in der Bibel einen Freibrief für deine persönlichen Wünsche suchst.
    Der Korintherbrief ist von Paulus und nicht von Jesus oder von den Aposteln über Jesus. Hier hat Paulus seiner etwas schwierigen Gemeinde geschrieben, die mit ungetauften Menschen zusammen lebte und wo es ziemlich hoch her ging sexuell. Um diese unchristlichen Ausschweifungen etwas gerade zu biegen, gestattete Paulus den Gemeindemitgliedern einige Freiheiten – auch wenn er betonte, wer kann solle Jesus nachfolgen und enthaltsam leben.

    Die von dir zitierte Textstelle richtet sich nicht an Christen, die ungläubig leben sondern an tatsächlich Ungläubige (damals wurden so die nicht auf Jesus Christus getauften Menschen genannt).
    Wenn ein Christ ungläubig wird (was damals nicht der Fall war, die waren noch von ganzem Herzen Christen und brauchten nur Anweisungen wie eigentlich das Christentum gelebt wird), so muss für ihn gebetet werden und er muss mit Hilfe der Gemeinde auf den rechten Weg geführt werden.

    Sofern deine Ehefrau christlich getauft ist, begeht sie eine schwere Sünde, wenn sie einer Frau beiliegt (das gilt sogar schon im AT als Sünde). Das ist also für dich kein Freibrief eine neue Ehe einzugehen sondern der Auftrag Gottes an dich für diese Frau und deine Ehefrau zu beten. Im Sinne sogar von Paulus müsste nun die gesamte christliche Gemeinde für deine Ehefrau beten und sie anleiten wieder zurück zu finden auf den Weg Jesu und abzulassen von der homosexuellen Beziehung.
     
    Und was die Aussage mit "Sie liebt mich nicht mehr" betrifft: so oft wird Liebe mit Begehren verwechselt.
    Liebe im christlichen Sinne heißt auch den Feind zu lieben. Wer das kann, den Feind lieben, der weiß tatsächlich, was Liebe ist. Und der begreift, dass die Liebesschwüre eigentlich nichts anderes als oberflächliche Triebschwüre sind. Es ist schade, wie hohl und leer das kostbare Wort "Liebe" heutzutage doch geworden ist.
    Ich musste mir von meinem Ehemann auch anhören, dass er mich nicht mehr liebt.
    Seine Freundin sagte mir, als ich sie inständig darum bat ihn gehen zu lassen, weil ich und die Kinder ihn brauchen, warum sie ihn gehen lassen soll zu einer Frau, die er nicht mehr liebt.
    Und seine Anwältin sagte mir bei der Scheidung, als ich inständig um Aufschub bat, warum Aufschub, er würde jetzt eine andere Frau lieben und mit ihr ein gemeinsames Kind haben, das diese Liebe beweist.
    So oft das Wort Liebe … und doch ist immer nur Lust, Triebbefriedigung und Sünde gemeint…
    Ich bin der festen Überzeugung, dass die Liebe zwischen Eheleuten unzerbrechlich ist. Sie ist immer da, denn die Eheleute sind in Gott eins und verbunden. Aber es kann leider geschehen, dass einer oder beide Ehepartner sich von Gott und Jesus abgewandt haben und Scheuklappen tragen oder schwarze Augenbinden und so die Liebe nicht mehr sehen. Sie ist dennoch weiterhin da. Ob sie aber wieder sichtbar wird für die Eheleute oder ob sie für immer zugedeckt bleibt, dies liegt an den zweien.
    Doch nur weil einer die Liebe nicht mehr sieht – hat da der andere tatsächlich das Recht ebenfalls sich abzuwenden von der Liebe und den Weg der Sünde zu nehmen?
     
    Viel Kraft auf dem schweren Weg wünscht
    Ulrike
     
     
     

    Antworten
    1. Anonymous

      Sehr schlüssige Antwort…Ja ich denke auch so…Man kann es nicht anders sehen als unter diesem Kontext
      …..Alles andere ist Selbstveräpplung und das Tun des eigenen Willens.

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    2. Dieter

      Liebe Ulrike, ich habe das von dir hier zuvor nicht gelesen. Es ist einfach wundervoll wie du schreibst. Voll HIngabe in die Liebe von der uns Jesus Christus lehrt. Danke für dein Zeugnis. Und ich hoffe sehr, dass du in den Jhren nachdem du dies schriebst diese Liebe mit Seiner Hilfe ehalten und leben konntest. Danke nochmals für deine wundervollen, ermutigenden Wort. Dank sei dem Herrn, dass es Menschen wie dich gibt. Gott segne dich. Liebe Grüße Dieter

      Antworten
  8. Tobias Hitzfeld

    Ein Bund beginnt immer mit einem "ich will"… auch der Bund zwischen zwei Menschen beginnt mit diesem beidseitigen "ich will".
    Gott respektiert unseren Willen und so ist auch ein Bund zwischen zwei Menschen ebenso im Himmel geschlossen.

    Der Bruch eines Bundes kann mannigfaltig stattfinden und im Wort Gottes finden wir einige – aber nicht alle – Fallbeschreibungen.

    Wird ein Bund gebrochen, so besteht dieser nicht mehr fort – er ist zerstört und auch die Bündnispartner sind nicht mehr an den Bund gebunden.
    Wird eine Ehe aufgelöst so ist idR der Einzelne frei, einen neuen Bund einzugehen.
    Bei der Frage eines neuen Bundes zwischen Menschen, von denen mindestens einer bereits einen Bund nicht aufrecht halten konnte, stellen sich eine Vielzahl von Fragen.
    Was ist mein Anteil an dem bereits zerbochenen Bund, wie habe ich dazu beigetragen, daß es zum Bruch kam – sei es aktiv oder auch durch passives Verhalten?
    Wie gehe ich mit der Schuld um, der Ungerechtigkeit, dem Verlust, der Trauer, dem Schmerz?
    Wie gehe ich damit um, daß mein Partner bereits tiefe Verletzungen erlebt hatte, dass er empfindliche Stellen hat, Flashbacks auftreten können? Bin ich bereit, dies mitzutragen?
    Entspricht es Gottes Willen, daß ich einen neuen Bund eingehe? Sollte ich single bleiben und mich ganz Gott und dem Dienst, den ich verrichte, widmen?
    Wie gestaltet sich gegebenenfalls eine Patchworkfamilie – wie kann ich damit umgehen, möglicherweise mit dem neuen Partner meiner geschiedenen Frau zu begegnen, wie kann sie damit umgehen, meiner neuen Partnerin zu begegnen? Wie geht es den Kindern damit?
    Ist es überhaupt an der Zeit, einen neuen Bund einzugehen – welche Hypothek bringe ich in eine neue Beziehung mit hinein und mit welchen Situationen wird meine neue Partnerin belastet?
    Wir können erkennen, daß dies nur ganz wenige Fragen sind  – und es weit mehr dazu gibt – die Antworten werden immer sehr individuell ausfallen. Es ist anmassend und übrgriffig, anderen Menschen vorzuschreiben, was in ihrer Situation richtig oder falsch ist – eigene Eindrücke und Überzeugungen können als solche mitgeteilt werden, doch sollten wir Betroffenen gegenüber mit dem erforderlichen Respekt, Achtung und Würde begegnen und es nicht an der erforderlichen Sensibilität mangeln lassen. Wir sprechen hier über ein Thema, bei dem Menschen in ihrem tiefsten inneren erschüttert, bewegt und verletzt wurden und die dem Leben ein JA entgegenbringen – einem Leben, das sie nicht ohne Partner an deren Seite verbringen wollen oder können. Unser Gott ist ein Gott der lebenden und nicht der Toten – und er stellt das Gesetz nicht über das Leben und die Beziehung mit ihm.

    Antworten
  9. Anonymous

    Jippiiii :) Danke schön!

    Ich wußte doch, das Gott der Gerechte ist!

    Wir lieben dich Herr. Nimm dich unserer Sorgen an

    und befreie uns von unserer Last.

    Antworten
  10. Lars V.

    Die zitierte Übersetzung von 1Kor 7,15 hat sagt: “… und kannst, wenn Du möchtest wieder heiraten und bekommst dafür den Segen Gottes!” In anderen Übersetzungen fehlt dieser Zusatz. Einige Verse vorher heißt es: “Wenn sie aber schon geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Mann; und dass der Mann die Frau nicht entlassen soll.”

    Man sollte also nicht vorschnell schließen, dass eine Ehe mit einem anderen Partner im Sinne Gottes ist und seinen Segen genießt.

    Antworten
  11. Dieter

    Die schweren Tage der Ehe, unabhängig vom "Zeitgeist" betrachtet

    Eheberater und wohlmeinende Freunde wollen bei Ehekonflikten meist mit Ratschlägen und Techniken helfen, die die Kommunikation und damit das Zusammenleben verbessern sollen. Doch was ist, wenn der Erfolg ausbleibt? Wenn der Konflikt, trotz redlichen Bemühens in absehbarer Zeit, nicht gelöst werden kann? Folgt dann wie bei einem Automatismus die Scheidung?     

    Neulich las ich einen der vielen Artikel die exemplarisch einen guten Umgang der Eheleute miteinander anregen sollen. Das darin beschriebene Ehepaar hatte wieder einmal richtig "dicke Luft". Sie fühlten sich gegenseitig unverstanden und besonders der Mann war auf seine Frau wütend. Da besann sich in dem geschilderten Fall die Frau. Sie dachte, dass die Vorhaltungen ihres Mannes ja vielleicht auf eine Sache zutreffen könnten, aber deswegen sei doch nicht alles andere Schöne und Gute in ihrer Ehe schlecht. Da sie selbst es nicht schaffte um Entschuldigung zu bitten, wollte sie stattdessen etwas Gutes für ihren Mann tun. Weil ihm Fußball viel bedeutete, sagte sie am nächsten Tag eine gemeinsame Einladung, die ihr wichtig gewesen wäre ab und ermöglichet ihm so, ein wichtiges Spiel zu sehen.

    Dies hatte das Problem zwar noch nicht aus der Welt geschafft, aber auf dieser Grundlage war es ihnen bald danach möglich, miteinander auszugehen, um zu reden. Wie geschildert, konnten sie sich nun ganz langsam wieder einander öffnen und es gelang ihnen, sich mit anderen Augen zu sehen. Es war für sie danach so, als hätten sie sich neu verliebt.

    Eine wunderschöne Geschichte? Ja, sie ist wunderschön. So würde man sich doch Lösungen in Beziehungskonflik­ten wün­schen. Denn bereits solches Handeln wird oft durch den verletzten Stolz der Beteiligten verhindert. In dem geschilderten Fall war es die Frau, die etwas sehr wertvolles tat. Sie hat trotz des Konflikts, den sie miteinander hatten, selbst auf etwas verzichtet, um ihrem Mann etwas zu ermöglichen, was ihm Freude bereitet. Sie ging damit quasi in "Vorleistung".

    Doch was passiert, wenn dieser Idealfall nicht eintritt? Wenn alles noch so gut gemeinte Handeln nicht fruchtet? Wenn mich der Andere nicht glücklich macht, so wie ich es erwarte? Und wenn man, anstatt sich durch das Gespräch besser zu verstehen, währenddessen sich sogar noch weiter und noch schlimmer verletzt? Vielleicht weil der Druck von außen, durch Sorgen, Ängste und Leid in Form von Krankheiten, Todesfällen, Sorgen um den Ar­beits­platz, erlebten Erniedrigungen, Ausgrenzungen, Einsamkeit, Verlusterlebnissen und anderen Schicksalsschlägen grad besonders groß ist. Oft so groß, dass eine Kommuni­kation für längere Zeit unmög­lich wird. Besonders belastend für eine Beziehung wird es, wenn solche Nöte nur einen der Partner treffen und der andere immer ratloser wird. Zu denken, dass solche Ereignisse ohne Auswirkungen  auf eine Beziehung bleiben, wäre eine Illusion. Und was geschieht, wenn dann in so einer Phase der Ehe das Gefühl, vom An­deren verstanden zu werden, gegen Null sinkt? Was dann? Dann ist "das Maß" ir­gendwann voll und die Ehe ist kaputt?

    Mitnichten! So ein Ansatz für eine Ehe würde diese doch von vorne­herein völlig sinnlos ma­chen. Denn in so einer Zeit fin­den doch gerade erst die "schweren Tage der Ehe" statt, für die man sich die Treue versprochen hat. Und eine Ehe ist, so wie es im Evangelium steht und wie es auch vor Gott versprochen wird, eben untrennbar und unauflöslich. Das heißt, sie be­steht logischerweise auch dann, wenn die Tage noch so "schwer" sind. Besonders "schwer" sind die Tage aber, wenn ein Partner sagt: „Ich liebe dich nicht“ und die standesamtliche Scheidung fordert. Wenn wir die Ehe nicht auch dann, in genau in dieser Weise als das erkennen, was sie ist, was sollte jemand tun, dessen Partner eine schwere Krankheit oder Sucht befällt oder jemand dessen Ehepartner nach kurzer Ehe­zeit plötzlich durch einen Unfall bis zum Hals gelähmt ist? Ist das noch der Partner den er geliebt und geheiratet hat?

    Warum sollte ich mich da widersetzen, wenn doch die "Gefühle" sagen, ich will nicht mehr oder ich kann nicht mehr? Noch dazu wenn diese "Gefühle" heute in der öffentlichen Meinung, die Zerschlagung von Familien rechtfertigen? Der Grund ist, dass "Gefühle" kein verlässlicher Maßstab sind. Gefühle die nicht auf Gottes Wort gegründet sind, kommen und gehen. Wer jedoch über das momentane Bedürfnis nach Zweisamkeit und Sexualität hinaussieht, der wird erkennen, dass ein Verachten der Lebensgrundlagen, wie sie uns das Wort Gottes lehrt, niemals zu weniger Leid führt. Vielmehr wird sich das Leid für das Paar und alle Beteiligten, über Generationen hinweg extrem ausweiten.

    Eine Ehe jedoch, die das unver­meidliche Leid im Leben aus­klammert, wäre doch nur so et­was wie eine Fa­schingsgarde, die Spaß, Lust und Unter­haltung zum We­sensinhalt hat. Doch eine Ehe ist viel mehr. Sie ist die "Verschmel­zung" von zwei Men­schen und damit erst die Grundlage für eine Familie. Aber vor allem, sie ist unvergänglich. Egal was ge­schieht! Ist diese Zusage nicht wundervoll? Und wäre es  nicht wundervoll, auch in den leidvollen, "schweren Tagen" der Ehe noch sagen zu können: "ICH BIN IN DICH VERLIEBT"?  –  Und genau dies ist möglich!

    Dies wird immer dann möglich, wenn wir nicht unsere eigenen Wünsche, Begierden, Verletzungen, Stolz und das recht haben Wollen an die erste Stelle setzen, sondern uns selbst zurücknehmen, um unserem Herrn Jesu Christus den ersten Platz in unserem Leben einzuräumen. Dann gelingt es nach und nach, unser Gegenüber so anzusehen wie Gott ihn sieht. Als Folge wird die "Sonne der Liebe" zuerst dort aufgehen, wo wir es selbst beeinflussen können. Doch das ist niemals der "Andere", sondern immer unser eigenes Herz.

     

    Gott segne alle die um ihre Ehe kämpfen. Denn das geschriebene habe ich in meinem Leben immer wieder so erfahren und bezeuge es auch mit meinem eigenen Leben bezeugen.

    Liebe Grüße an alle,

    Dieter

    Antworten
    1. Ludwig

      ..was aber wenn die Frau unheilbar krank wurde und du schon über 15 Jahre diese Last

      mitträgst, irgendwan kann man nicht mehr und sieht Scheidung als einzigen Ausweg

      zumal alte Freunde und Bekannte sich schon längst verabschiedet haben!

       

      Beste Grüße

      Ludwig

      Antworten
  12. Dieter

    Lieber Ludwig, dein Leid ist sicher groß. Leider ist es ein Irrtum zu glauben, dass das Leben ohne Leid sei. Das wird uns zwar über alle Medien suggeriert, aber es ist nicht so. Alle Antworten darauf kannst du im Grunde in meinem Text oben finden. Diesen habe ich nicht einfach so mal theoretisch verfasst, sondern in allen Einzelheiten selbst erlebt und durchlebt, wobei die mir aufgezwungene Ehescheidung nur der Gipfel einer Fülle von Schicksalschlägen und Niederlagen in den letzten Jahren war. Und dennoch liebe ich meine Frau mit jeder Faser meines Körpers. Was sich aber geändert hat – und das ist vermutlich das Entscheidende – weder meine Frau, noch meine Kinder nehmen heute die erste Stelle ein in meinem Leben, sondern Jesus Christus. Wenn diese Hirarchie klar gestellt ist, wird man mit Seiner Hilfe fähig auf eine ganz andere Art zu lieben. Das geht zwar nicht auf Komando. Und das Leben ist danach nicht ohne Leid, aber es ist anders, Und viel, viel schöner.

    Ich wünsche dir zu allem was du tust Gottes Segen.

    Liebe Grüße

    Dieter

    Antworten
  13. Asser

    Hallo,

    das Thema Wiederverheiratung bei Christen beschäftigte mich vor Jahren sehr.

    Meine gläubige  Schwester hatte sich nach über 30 Ehejahre von ihrem gläubigen Mann scheiden lassen. Es lag kein Ehebruch im eigentlichen Sinn vor, bei keinem von beiden. Doch sie hatte sich innerlich immer mehr von ihm entfernt, fühlte sich häufig abgewertet, nicht ernst genommen, belächelt. Sie hatte sich mit  ihrer unglücklichen Ehe arrangieret, indem sie ihre Arbeit verrichtete, sich um die Erziehung der Kinder kümmerte, im Freundes-und Bekanntenkreis, in der Familie aushilf, wo ging…und wartete mehr oder weniger freudig auf das Leben nach dem Tod.  In einer der mehreren (chr.) Eheberatungen riet man beiden, über Scheidung nachzudenken.

    Wieder nach Jahren legte sie die Frage nach Scheidung Gott vor und empfand großen Frieden dabei –  keine Ablehnung oder Verurteilung. Sie bekam ein Wort von Jesus, welches sie überraschte und zu diesem Schritt ermutigte.

    Einige Jahre nach der Scheidung lernte sie einen  gläubigen Mann kennen und lieben.

    Beide heirateten und führen seit über 7 Jahren eine überwiegend glückliche Ehe. Sie haben allerdings ihre alte Gemeinde verlassen, sind in eine andere Stadt gezogen und bauen langsam an einem neuen Freundeskreis.

    Inzwischen werden Wiederverheiratungen von Christen immer zahlreicher und ich setze mich zur Zeit erneut damit auseinander.

    Vergibt Gott einen  Bündnisbruch generell, oder in welchen Fällen?

    Darf eine bekennende christliche Kirche geschiedenen Heiratswilligen den kirchlichen Segen, also den Segen Gottes spenden?

    Dankbar für Denkanstöße.

    Asser

     

    Antworten
    1. gekreuzSiegt Moderator Hanspeter

      Hallo Asser

      Gott möchte nicht, dass Menschen sich gegenseitig verletzen. Er möchte auch nicht, dass man sich leichtfertig voneinander trennt, wie es damals üblich war. Dennoch kann ein Feuer erstickt werden. Doch nichts sollte unversucht bleiben, Menschen füreinander neu zu entfachen. Auch die Kinder stehen unter einem besonderen Druck. Grundsätzlich ist eine Ehe der Wille, in guten wie in schlechten Tagen füreinander da zu sein. Viele Paare haben nach einiger Zeit eine Krise und finden im Alter wieder ganz neu zueinander und man entwickelt neue Gefühle füreinander. 

      Man kann eine Beziehung auch brechen, indem man mit einer anderen Person innerste seelische Gemeinschaft pflegt, ohne körperlich sich näher zu kommen.

      Scheidung ist grundsätzlich das Eingeständnis, dass die Beziehung unrettbar zerbrochen ist. Scheidung meint auch, den anderen freizusetzen eine neue Beziehung einzugehen.

      Jeder Fall muss einzeln betrachtet und beurteilt werden. Sich in eine neue Beziehung zu stürzen ohne die Ursachen des Zerbruchs aufzuarbeiten, bedeutet oft, dass sich ähnliche Muster wiederholen werden.

      Nach der katholischen Lehre kann eine Ehe nicht aufgelöst und als Geschiedener auch keine neue Beziehung eingegangen werden. Andere Kirchen und Gemeinden sind nach einer Scheidung bereit den neuen Bund zu segnen.

      Die Bibel sagt, dass wir alle Gottes Zielvorstellung verfehlen und wir seine Hilfe brauchen, um zu neuen Menschen verändert zu werden. So wie Mörder Gnade erfahren können, nicht aber von allen Konsequenzen befreit sind, gilt dies auch in anderen Lebensbereichen. 

      Christen sind Menschen, die sich durch Gottes Geist ständig verändern lassen – was auch bedeuten kann, sich von Gott neue Liebe für den Partner schenken zu lassen.

      Antworten
  14. Dieter

    Lieber Hanspeter, ich finde als Betroffener, der versucht eine schlimme Lebensphase nach der Hl. Schrift zu duchstehen, deine Aussagen sehr, sehr schlimm. Wo steht denn das in der Hl. Schrift? Wo steht denn, dass das eigene Gefühl der Maßstab ist?

    Kannst du dir vorstellen, wie gut sich ein Dieb fühlt während er das gestohlene Geld ausgibt? Wie gut sich ein Pädophieler fühlt während er ein Kind missbraucht? Diese Reihe könnte ich beliebig fortsetzen. Oder nicht ganz so extrem: Kannst du dir vorstellen, wie schlecht sich jemand fühlt, dessen Partner eine schwere Krankheit wie Demenz bekommt? Sehr viele verlassen aufgrund dieser schlechten Gefühle Ihren Ehepartner.

    Eine Ehe die vor Gott geschlossen wurde, gründet nicht auf dem Gefühl. Denn Liebe ist schlichtweg kein Gefühl, sondern eine Entscheidung. Sich gegen die Liebe zu entscheiden tunjedoch viele Menschen nicht nur gegenüber ihrem Ehepartenr, sondern gegenüber Eltern Kindern und anderen Menschen sowieso. Scheidung geht in den allermeissten Fällen quer durch die ganze Familie.

    Es scheint wirklich so, dass manche glauben ohne Sexualität oder gar allein nicht leben zu können. Das wirkt oft wie eine Abhängigkeit, die einer Sucht gleich kommt. Doch die Aussage ich liebe den anderen nicht mehr, ist aus o.g. Gründen die unsinnigste Aussage überhaupt.

    Dahinter steckt in der Hauptsache die Annahme, die uns heute überall "entgegenspringt" wir müssten uns immer gut fühlen. Doch das ist Unfug. Das Leben kann aus viel Freude aber auch aus Leid bestehen. Und wa ssagt Jesus dazu? Z.B.: "Wer mein Jünger sein will, der nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach."

    Und Last not Least: Das Gefühl der Kinder scheint auch hier keinen zu interessieren. Ja, man muss es den Kindern erklären, die verstehen das dann  schon irgendwann. Wie grausam von euch! Was bleibt denen denn anderes übrig als sich irgendwann zu arangieren? Ich kann euch von Kindern, auch von jungen Erwachsenen, erzählen die vor Schmerz aufschrien wie ein Tier, als sie erfuhren, dass ihre Famillie zerstört wird.

    Verwendet doch endlich das Evangelium. Verwendet entlich Jesus Christus zur Heilung. Liebe Freunde ich sage euch, das geht. Darüber habe ich weiter oben ausführlich geschrieben. Das das möglich ist, und welche "Früchte" sich plötzlich trotz scheinbarer zerschlagung der Ehe einstellen wenn Ihr diesen Weg mit Christus wählt, das kann ich mit meinem eigenen Leben bezeugen.

    Lasst euch von Got führen und nicht von euren Gefühlen, ich bezeuge euch, das was Jesus versprochen hat, "ein Leben zu haben in Fülle".

    Liebe Grüße

    Dieter

    Antworten
  15. Dieter

    … vielleicht hilf manchem auch ein Buch weiter, dass sich Bibel nennt.

    Markus 10

    9 Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.

    10 Zu Hause befragten ihn die Jünger noch einmal darüber.

    11 Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch.

    12 Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt und einen anderen heiratet.

    Oder auch Lukas 16,17-18 und viele andere.

    Oder glaubt jemand, die Hl. Schrift ist nur eine unverbindliche Absichtserklärung von dem Gott? Das hat der alles net so gmeint?

    Das es schon immer Menschen, auch Christen gab, die auf den Geboten Gottes herumgetrampelt sind, das ist doch nicht neu. Selbst die ganze Heilige Schrift ist voll mit Geschichten dieser Menschen. Aber auch mit berichten darüber wie es ihnen danach erging. Und wisst ihr in welcher Liga in dieser Bibel Ehebruch als Unrecht rangiert?

    Wie nennt die Schrift den, der uns mit Blindheit schlagen will und sich dabei vermutlich kaputt lacht?

    Antworten
    1. gekreuzSiegt Moderator Hanspeter

      Die Bibel kennt eine Scheidung. Mt 19,8 Jesus sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, euch zu scheiden von euren Frauen, eures Herzens Härte wegen; von Anfang an aber ist’s nicht so gewesen.

      Das ist nicht etwas Erstrebenswertes oder Positives. Es ist wie alle anderen Zielverfehlungen. Jesus sagte zur Ehebrecherin: Joh 8,11 Sündige hinfort nicht mehr.

      Antworten
    2. ManuelaSchröder

      Wieso “vergeistlichen” manche Menschen die Ehe? Wenn der Partner eine neue Partnerschaft hat, bin ich frei. Ich darf mit dem normalen Menschenverstand an die Sache gehen. Klar, du kannst denken, dass du mit deinem Partner noch verheiratet bist, wenn er bereits verstorben ist. Das steht dir frei. Aber wir müssen nicht geistlicher sein, als die Bibel. Allerdings sollten wir den Zerbruch bearbeiten. Vergebung aussprechen über den anderen wie auch über sich selbst. Und Erneuerung, Seelsorge und vielleicht sogar Therapie in Anspruch nehmen.
      Aber ich bin frei, wenn mein Partner einen neuen Partnerschaft hat.
      Macht das Leben nicht schwerer als es schon ist!!!!

      Antworten
  16. Dieter

    Lieber Hanspeter, es ist für mich einfach unglaublich. Es lässt sich nur mit Schitzophrenie erklären so wiedersprüchlich zu reden wie du. Oben schreibst du Gott möchte nicht, dass sich Menschen gegenseitig verletzen. Wieso glaubst du, dass Sünde keine Verletzung andere sein sollte? Wieso gehst du mit mir, der ich ausführlich meinen Weg geschildert habe so um? Wieso fütterst du hier die Menschen mit der Option der Sünde (du sagts selbst, dass die Ehe wertvoll ist und eine Scheidung nicht gut ist) und siehst den Ehbruch dennoch als gute Alternative. Das Leid der Kinder (meiner Kinder) interessiert dich einen feuchten kehricht. Du würdest nicht mit der Wimper zucken, meiner Frau zu einer neuen Beziehung zu raten wenn alles andere für sie zu schlimm ist.

    Du sagst "dass der Sinn der Ehe ist, in guten und schlechten Tagen zueinander zu stehen und man sich von Gott neue Liebe für den Partner schenken lassen kann."

    Dazu fage ich dich noch einmal: WO STEHT SO ETWAS SCHIZOPHERN WIEDERSPRÜCHLICHES UND FÜR ALLE DIE NACH IHERM VERSPRECHEN VOR GOTT LEBEN WOLLEN SEHR VERLETZENDES IN DER BIBEL????

    Du haust hier Aussagen vom Stapel die Familien ins Verderben führen, anstatt zu Heilung und Vergebung beizutragen. Was ich alles im Detail schrieb und durch mein Leben beleg interessiert dich einfach nicht. Es kann nicht sein was nicht sein darf. Es ist nicht möglich einen Bankraub oder eine Vergewaltigung oder einen Ehebruch zu segnen! Niemals! Und was Ehebruch ist steht eindeutig im Evangelium. Du berufst dich darauf, dass Jesus davon spricht, der Mose hat ein Zugeständnis gemacht wegen eurer Hatherzigkeit und er sagt weiter "

    6 Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen.

    7 Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen,2

    8 und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins.

    9 Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.

    10 Zu Hause befragten ihn die Jünger noch einmal darüber.

    11 Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch.

    12 Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt und einen anderen heiratet.

    An anderer Stelle steht: Lk 16,18 Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch; auch wer eine Frau heiratet, die von ihrem Mann aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch.

    Gal 1,8 Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel.

    Gal 1,9 Was ich gesagt habe, das sage ich noch einmal: Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt, als ihr angenommen habt, der sei verflucht.

     

    Ich sage nochmal. Es ist grausam und es tut sehr weh als Betroffener dir zuzuhören wie du mit dem Thema Ehe in so einer verantwortungsvollen Position wie der deinen umgehst. Ich bereue es sehr, dass ich gespendet und schon so viel Einkaufswagenchips verkauft habe.

    Gruß Dieter

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    1. gekreuzSiegt Moderator Hanspeter

      Hallo Dieter

      Du interpretierst mich falsch. Ich habe nichts gegen dich geschrieben. Ich bin auch der Meinung, du solltest entsprechend deiner Erkenntnis und deinem Gewissen handeln.

      In der Bibel gibt es verschiedene Aussagen zu diesem Thema.

      Beachte ich habe eine Antwort auf Asser geschrieben.

      Ich habe nicht geschrieben, dass Sünde keine Verletzung anderer ist. Natürlich ist sie das. Diese sollen wir unterlassen.

      Ich füttere niemanden mit der Option der Sünde. Ich empfehle den Ehebruch nicht als Alternative.

      Das Leid der Kinder habe ich erwähnt.

      Ich rate alles zu tun, um eine Beziehung zur retten und wieder herzustellen.

      Warum es schizophren sein soll, sich für den Ehepartner wieder neue Liebe von Gott schenken zu lassen, kann ich nicht nachvollziehen.

      Das einige Kirche einen neuen Ehe-Bund Segnen ist eine Tatsache.  Damit segnen sie nicht den Zerrbruch,  den wollen sie heilen. Fakt ist aber, dass Versöhnung nur geschehen kann, wenn beide Seiten das wollen. Fakt ist auch, dass es die Scheidung in der Bibel gibt und dass es Situationen gibt, in denen eine Versöhnung leider nicht mehr möglich ist. Paulus schreibt in Röm 12,18: „Ist’s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.“

      Das Ziel und Ideal ist die Verbindung von einem Mann mit einer Frau. Es gibt aber auch zerbrochene Ehen.  Das kann schon im ganz Kleinen anfangen. Jesus sagt:  Mt 5,28 „Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.“

      Das Ziel ist alle zerbrochenen Beziehungen zu heilen. Jesus vergibt und sagt zur Ehebrecherin: Sündige hinfort nicht mehr.

      Gott geht auch mit Menschen, die zerbrochen sind, einen neuen Weg. Seine Weite haut mich manchmal richtig um. Abraham wurde nicht verworfen als er mit Hagar ein Kind zeugte.  Ebenso Jakob nicht, mit seinen vier Frauen. David blieb der Segensträger, obwohl er die Ehe gebrochen und den Ehemann der Batseba in den Tod geschickt hat. Aus dieser Verbindung kommt sogar der Nachfolger. Jesus spricht am Brunnen mit einer Ehebrecherin und sie wird zur Verkünderin der guten Nachricht, dass das Reich Gottes angebrochen ist.

      Ich möchte noch einmal betonnen: Gott möchte nicht, dass Menschen verletzt werden, deshalb gab er den Bund der Ehe. Doch auch innerhalb des Bundes gilt die Regel des gegenseitigen Respekts. So schreibt Paulus: Eph 5,25 „Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben.“

      Was du auch noch beachten sollst. Die Webseite gehört Mandy. Die Kommentare macht jeder in seinem Namen und so hat mein Beitrag nichts mit der Meinung von Mandy zu tun.

      Herzliche Grüße Hanspeter

      Antworten
      1. Dieter

        Lieber Hanspeter, du zitierst die Verfehlungen aus dem alten und neuen Testament richtig. Die Bibel ist voll davon. Doch die Bibel ist auch voll von Schilderungen über die furchtbaren Folgen, die so ein Handeln nach sich zog. Du umgehst einfach alle überdeutlichen Aussagen in der Bibel darüeber was Ehebruch ist. Und Ehebruch rangiert dort in der schlimmsten Kategorie von Sünde. Du zitierst Kirchen die den Ehebruch absegnen. Das ist doch nix neues. Es gibt in allen Diktaturen auch christliche Geistliche, die sich dem Diktator anschließen. So wie andere Menschen auch. Doch es gab Z.B. im 3.Reich viele Geistliche die dazu nein gesagt haben. Die die Lehre der Heiligen Schrift unter Lebensgefahr verkündet und sich nicht dem Mainstream angepasst haben. ca. 5000 davon habe im 3.Reich ihr Leben gelassen.

        Nochmal: Mein eigenes Zeugnis dazu wie Vergebung in der Ehe gelebt werden kann und das stellvertretend steht für viele andere, das nimmst du überhaupt nicht wahr.

        Deine Aussagen sind zutiefst verletzend für mich, meine Kinder und für alle die diesen Weg in Liebe zu ihrer Familie und zu dem sie verlassenen Ehepartner mit Christus gehen.

        Gruß

        Dieter

        Antworten
        1. gekreuzSiegt Moderator Hanspeter

          Hallo Dieter, du versuchst immer noch etwas hineinzuinterpretieren, was ich nicht geschrieben habe. Ich habe den Ehebruch nie gutgeheißen (sündige hinfort nicht mehr). Das machen auch die Kirchen nicht. Die Kirchen ermutigen Dinge zu benennen und zu vergeben. Vergeben heißt, den anderen loszulassen und Wiedergutmachung und Folgen Gott zu überlassen. Ich finde es auch super, wenn du Vergebung in der Ehe lebst und das würde ich auch jedem empfehlen. Jeder soll, wenn er verletzt wird, vergeben (hat Jesus auch gesagt). Liebe kämpft (verletzt) nicht, sondern Liebe wirbt um den anderen. Herzliche Grüße Hanspeter

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      1. Dieter

        Liebe Manuela,
        was soll ich da drauf sagen. Ich habe eigentlich ausführlich dazu berichtet.
        Das einzige was mir dazu einfällt ist zu hoffen, dass Sie vielleicht irgendwann den Unterschied zwischen einem Pferd und einem von Gott gegebenen Ehepartner werden erkennen können.
        Gott beschütze Sie.
        Gruß
        Dieter

        Antworten
    2. ManuelaSchröder

      Dieter, ich bin selbst “Verlassene” und ich sage dir:
      Lass das Alte hinter dir und fange ein neues Leben an.

      Antworten
  17. Erdmann Besold

    es war sehr interessant die Diskussion von Dieter und Hanspeter da ich zur Zeit auch grad so was erlebe. Ich bin geneigt Hanspeter zu “folgen” aber Dieter hat Recht. Wir leben in einer gefallenen Welt und Jesus gibt uns durch seinen Tod am Kreuz die Möglichkeit mit Gott ins Reine zu kommen. Allein durch unsere Gerechtigkeit schaffen wir das nicht. aber wir sollen uns an das ” und sündige hinfort nicht mehr” halten. Wie das im einzelnen aussieht…

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  18. ManuelaSchröder

    Ich frage mich bloß: Wird sie zurück kommen? Nein! Musst du dann allein bleiben? Das ist deine Entscheidung.
    Damals waren die Frauen der Besitz des Mannes. Und hatte die Frau ein paar mal das Essen anbrennen lassen, konnte der Mann sich scheiden lassen. Heute sind wir alle in einer anderen Situation. Das Leben ist noch viel komplizierter als damals, aber Frau und Mann sind meist finanziell unabhängig. Heute ist der Egoismus unser größtes Problem. Aber die “Hartherzigkeit” von der Jesus sprach, weswegen Gott Mose den Schneidebrett zugestanden hat, ist geblieben.
    Bitte, Gott, gib uns ein WEICHES HERZ!

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  19. Schneider Helga

    Ich bin auf der Suche nach einer Bibelstelle, in der Jesus zur Entschuldigung einer Frau sagt : Sie hat viel gelitten. ……..
    Oder ähnliches.
    Wäre schön, wenn es jemand wüsste.

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