Welche Sex – Stellungen dürfen Christen praktizieren?

Glaubst Du an Sex in der Ehe?

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Oora" (die ich im übrigen nur empfehlen kann) schreibt der gute Günter J. Matthia einen Artikel über dieses wundersame Thema:


Sex in der Ehe

Günter schreibt, dass die meisten Christen wohl schon mal irgendwas von dem Grundsatz: "Kein Sex vor der Ehe" gehört haben. Recht hat er – wenn es aber um Sex in der Ehe geht, großes Schweigen im Wald.
 

Haben Christen überhaupt Sex in der Ehe??

Ok, wenn man sich die Kinderschaaren in so mancher Gemeinde mal ansieht – definitiv! Nur reden tut (fast) keiner drüber.

Wenn ich mal beim Doc im Wartezimmer rumhocke und die Zeitschriften durchblättere…. da brauch ich nicht lange rumgucken und baaaammm erzählt da einer von seinen Sexabenteuern und welche Stellungen nun am geilsten sind.

In sogenannten "christlichen" Zeitschriften hab ich noch nichts darüber gelesen. Okay, okay, man will ja Unverheiraten nicht verführen – doch da lache ich laut.

Der Juwelier sollte seine Glunker lieber auch unter'm Ladentisch aufbewahren, nicht das mich noch der Neid überfällt, wenn ich am Schaufenster vorbei laufe.
 

Wenn keine Sau über Sex spricht – ja, dann wird es doch erst recht verboten spannend.

 

Ich habe bei meinem Blog ein Statistikprogramm und kann sehen welche Begriffe die Leute bei Google eingeben, um dann hier auf meiner Seite zu landen.

Das meist gesuchte Thema bei Sexualität ist: "Selbstbefriedigung bei Christen" oder ganz ähnlich: "Darf ich mir als Christ einen runter holen?".

Klar, was in der Gemeinde nicht besprochen wird, dass fragt man Mister Google. Hab ich dann auch mal gemacht. Ich fand wenig über dieses Thema. Komisch?!

Direkt nach dem Suchbegriffe "Selbstbefriedigung" kommt: "Sex bei Christen" oder auch: "Welche Sexpraktiken darf ich als Christ praktizieren"?


Genug rumgeschwafelt, kommen wir zur Sache!

 

Welche Sex – Stellungen dürfen Christen praktizieren?


Ich hasse diese "Darf ich?" – Fragen. Sie kommen meiner Meinung nach von einem falschen Gottesbild – aber was solls – so wird es eben oft genug gesucht, bleib ich jetzt mal dabei.
 

Die Bibel gibt darauf keine Antwort, oder hat jemand was dazu gefunden? Fakt ist:

Gott hat uns mit sexuellen Gefühlen ausgestattet, wir haben Geschlechtsteile bekommen die sich wie Legosteine zusammen stecken lassen, Hormone und den ganzen Kram.

Günter schreibt: "Adam besaß Penis und Hoden, Eva Vagina, Klitoris und Brüste."

Danke, ich hätte es nicht besser beschreiben können. Weiter im Text: "Wie häufig Adam und Eva Sex hatten, in welchen Stellungen, wann und wie sie zum Orgasmus kamen – und ob das jeweils sündig und zulässig war – ist uns nicht überliefert."

Aha – wir finden im dicken Buch, der Bibel, gib es also keine Liste von guten und bösen Aktivitäten in unseren christlichen Betten.


Ist es Gott also wurscht, ob wir das Kamasutra durchturnen oder ob wir immer nur der "anständige" Missionarsstellung (rein worttechnisch – für nen Christen klasse) pimpern?


Lassen wir erneut Herrn Matthia zu Wort kommen:

"Auch im Bett – oder wo immer man Sex genießen möchte – können gegenseitige Rücksichtsnahme, Verständnis und Achtung der Einzigartigkeit des Partners bewiesen werden.

Eine Frau, die häufiger mit ihrem Mann schläft als es ihrem Verlangen entspricht, die Varianten der Stimulation ausprobiert, mit denen ihr Mann experimentieren möchte, beschenkt ihren Partner. Ein Mann der seinen Sextrieb zügelt und sich Gedanken macht, wie er das Vergnügen seiner Frau steigern kann, der schnell zum Orgasmus käme, sich aber Zeit für ihren Höhepunkt nimmt, beschenkt seine Partnerin.

Solche Geschenke sind Kennzeichen der Liebe. Das gilt übrigens für alle Lebensbereiche, nicht nur für die erotische Komponente der Ehe."

 

Jetzt bringt er die Stelle aus Philipper 2,3 ins Spiel, da steht:

"Seid nicht selbstsüchtig; strebt nicht danach, einen guten Eindruck auf andere zu machen, sondern seid bescheiden und achtet die anderen höher als euch selbst."

 

Das isses!

Seit verständnisvoll zueinander und nehmt Rücksicht auf Euch. Ich denke je öfter man Sex hat, umso mehr lernt man sich kennen und umso stärker wird das Vertrauen ineinander. Früher dachte ich:
 

"Sex; mein Leben lang immer mit dem gleichen Partner…. das wird doch irgendwann langweilig."

 

Doch heute glaube ich das nicht mehr, denn warum sollte es langweilig werden? Wird Fussball spielen nach 5 Jahren auch langweilig?

Der Ball muß ins Tor, Fouls sind nicht erlaubt – die Regeln sind geblieben. Aber Profifussballer wirst Du erst, wenn Du Jahrelang trainierst und  geschickter im Umgang mit dem Ball wirst.


Also, wenn Du Sexprofi werden willst – dann musst Du trainieren!

 

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, soll heißen falls es mal nicht klappt; Du keinen hoch bekommst, keinen Orgasmus kriegst, eine Stellung nicht funktioniert – mach Dir nicht ins Hemd.
 

"Beim Sex geht es ja nicht um einen Wettkampf, um Höchstleistungen, um Pflichtübungen, sondern Sex soll Vergnügen bereiten. Beiden, die daran beteiligt sind. Mal wird er, mal wird sie mehr Genuss empfinden, mal schaffen es beide in schwindelerregende Gefühlshöhen.

Nicht alles macht allen Menschen gleich viel Spaß. Abwechslung, Experimentierfreude und eine gehörige Portion Humor – falls etwas nicht gelingt – können dazu beitragen, dass Sex nicht zur Routine wird, sondern aufregend bleibt."

 

Kommen wir nochmal zu den verschiedenen Praktiken:

Oralsex, sich gegenseitig einen runter holen, den Vibrator zücken, sich gegenseitig ans Bett fessseln, Sex an ungewöhnlichen Orten und weiß der Geier was. Ich kann Dir hier keine Liste aufstellen, was nun gut und böse ist – wie oben schon erwähnt. 

 

Günter beschreibt in zwei Regeln sehr treffend, was beim Sex wichtig ist:
 

1. Es ist euch beiden erlaubt, "Nein" zu sagen.

2. Es ist euch beiden nicht erlaubt, ein "Nein" zu ignorieren.

Das gilt für alle Lebensbereiche. Wer sich auch im Sexleben daran hält, hat gute Chancen auf lebenslangen erotischen Genuss, auf Leidenschaft und Liebe in seiner Ehe.

 

In diesem Sinne…. ich wünsche Dir viel Spaß, Abenteuer und Freude!


Sei gesegnet bei allem was Du tust!

Deine Mandy


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Buchtipps:

Licht an, Socken aus!: Ein erfülltes Sexleben als Basis einer guten Ehe
Hautnah: Erfülltes Intimleben in der Ehe
– Sex … Gottes Wahrheit
– Sex: Leidenschaft in der Ehe
– Sex. Gott: Worum es eigentlich geht

 

Textinspiration aus der Zeitschrift "Oora" 3/2011 in dem Artikel "Liebe machen" von Günter J. Matthia
© Fotos: oben: gekreuzsiegt
; mitte: allposters.de, unten: depone/flickr.com
 

 


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Dieser Beitrag wurde am 12. September 2011 veröffentlicht.

95 Gedanken zu „Welche Sex – Stellungen dürfen Christen praktizieren?

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  1. Anonymous

    Ja,ja, das liebe Thema SEX. Ich denk zum Thema Sex allgemein, die Stellungen sollten beiden Partner gefallen und kein Druck dem anderen gegenüber ist das A und das O. Egal ob Christ oder nicht, Christen dürfen alle Stellungen ausüben.

    Antworten
    1. Anonym

      Generell kan nich das nur bejahen. Allerdings frage ich mich beim Blick auf das Schaubild oben ob wir nicht erwähnen sollten das Sex was zwsichen zwei Leuten ist ; ) ansonsten n netter Beitrag ^^

      Antworten
        1. totalunegal.de

          …und einmal 3… ich möchte meinem Vorredner darum gerne zustimmen…
          Ansonsten finde auch ich den Beitrag sehr gut – einfach authentisch und aus dem Leben. Ich bin übrigens gerade frisch verheiratet und genieße es sehr, meine Frau immer besser kennen und lieben zu lernen. :)
          Vielen Dank und weiter so! LG

          Antworten
  2. Mandy

    Deine Meinung will ich Dir nicht nehmen Patric. Nur mal so…. es ist irgendwie unklug, einen Artikel nicht zu lesen und sich nur anhand der Überschrift eine Meinung zu bilden. Du gibst Deinen Senf zum Thema zwar ab, erwähnst allerdings im gleichen Zug, dass Du es "schamlos" findest darüber zu reden/schreiber (außer in einem Buch). Ist irgendwie etwas unverständlich.

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  3. Patric

    Das Buch holen sich dann nur Paare oder Personen, die es interessiert. Doch in einer Zeitschrift steht das Thema für Alle offen dar und kann dadurch auch zu Gdanken oder Gefühlen führen, die im Grunde “nur” in eine Ehe gehören.

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  4. Nils

    ich finde es nicht schamlos. Stille Zeit machste alleine mit Gott, das ist genau so intim, wenn nicht noch mehr. Und da gibts massenhaft Lektüre drüber.

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  5. Patric

    Ohne den Artikel gelesen zu haben sage ich: ALLES, was beiden Partnern in einer Ehe gefällt, ist auch erlaubt! Warum? Ganz einfach, weil Gott der Geber der Sexualität in der Ehe ist und eines seiner Gebote sagt, wir sollen unseren Nächsten (und das ist ja unser Ehepartner oder Ehepartnerin) genau so lieben wie uns selbst. Und wer will schon für eine Stellung herhalten, die ihm selbst nicht gefällt? Ich finde es schamlos, über so ein Thema, dass Gott klar “nur” für zwei sich Liebende, verheiratete, eben Mann und Frau, vorgesehen hat, öffentlich zu sprechen oder zu schreiben. Würde das in einem Buch zum Thema stehen sähe es anders aus.

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