Wenn’s mal wieder länger dauert….

Warten ist für die meisten Menschen ziemlich schwer.

Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate und manchmal sogar Jahre. Manchmal scheint sich einfach nichts zu ändern.
Mal ehrlich, wenn's ums warten geht benehmen wir uns wie kleine Kinder.

"Ich will das alles wieder in Ordnung gebracht wird, aber ein bisschen plötzlich bitte!"

 

 

Vielleicht kennst Du das auch?

 

Und dann fühlst Du Dich echt mies, entmutigt, frustriert und bist kurz davor aufzugeben.
Gerade wenn Du in einer schmerzlichen Situation steckst, Probleme hast die gelöst werden müssen, Dich andere Leute stressen usw. dann willst Du Erleichterung und war sofort.

In diesen Situationen trifft man öfter mal selbst ernannte "Experten", die der Meinung sind, Gott entlastet Dich sofort und wenn nicht, dann musst Du eben "mehr glauben und mehr beten". Ahja… :-|

 

Für mich ist das Schlimmste am Warten das Gefühl zu haben, die Kontrolle zu verlieren. Mich macht dieses machtlose Gefühl verrückt.

 

Und dann gibt es die Menschen, die ständig ausrasten, wenn es um die Befriedigung und die Bedürfnisse anderer geht. Jaja die Welt dreht sich um mich und mir geht's am besch…. :-o

Die schlechte Nachricht, die ich Dir sagen möchte: Schnelle Lösungen gibt es oftmals nicht, manchmal ist abwarten einfach dran.
Oftmals isses doch so, dass wenn etwas schnell geht es nicht so eine große Bedeutung im Leben hat. Es ist eben schnell "vom Tisch."

Die gute Message, die ich für Dich habe: Wenn etwas lang dauert und es viel Geduld erfordert, dann lernst Du viel mehr daraus und es ist oftmals auch eine große, wichtige und bedeutsame Erfahrung in Deinem Leben.

 

Stell Dir mal einen vor, der seine finanziellen Träume auf einen schnellen Lottogewinn baut. Der zockt eben jede Woche und hofft darauf irgendwann den großen Kracher zu landen und den Jackpot abzuräumen. Während ein anderer fleißig zur Schule geht, zur Uni, zu Schulungen, sich gut durchdachte Finanzpläne aufstellt und was weiß ich noch alles…..
Ich glaube, dass ist gemeint, wenn Du in Sprüche 21, 5 mal nach liest (mal abgesehen davon, ob Kohle scheffeln nun gut oder schlecht ist, soll nur nen Beispiel sein):

 

"Was der Fleißige plant, bringt ihm Gewinn; wer aber allzu schnell etwas erreichen will, hat nur Verlust."

 

Weißte, ich glaube "Warten" ist so nen Untergrund Ding. Soll heißen, während Du wartest, hat Gott meistens doch seine Hand im Spiel und bereitet Dich  auf irgendwas vor.
Gleich nen geniales Beispiel dazu, lies mal Markus 4, 26-29

 

»Ein Bauer streute Saatgut auf einem Feld aus und ging dann wieder an seine andere Arbeit. Die Zeit verging, die Saat keimte und wuchs ohne das Zutun des Bauern heran, denn die Erde bringt das Getreide ganz von selbst hervor. Zuerst sprießt ein Halm, dann bilden sich die Ähren und zum Schluss reift das Korn heran. Und sobald das Korn reif ist, kommt der Bauer und erntet es mit der Sichel.«

Daraus kannste zwei Aufgaben für Dich sehen.

 

 

Die Erste ist, dass Du säen musst was Gott Dir gibt. Das kann bedeuten, Dich Deinen Problem zu stellen, Dir Schwächen eingestehen oder etwas abegeben, was Dir schwer fällt.

 

Mir fällt meine jetzige Situation ein… immer wieder epileptische Anfälle. Ich denke meine "Samen" bestehen daraus anzuerkennen, dass es eben momentan so ist. That's live… auch wenn's heftig ist.

 

Die zweite Aufgabe… abwarten! Gott unter Druck setzen kannst Du eh vergessen.

 

In dieser Wartezeit lässt Gott etwas wachsen, unter der Oberfläche. Wie der Same. Irgendwann reist dann der Boden auf und Du siehst was dabei Gutes raus gekommen ist.
Achja, nur Tee trinken ist ja meistens nicht…. nutze die Zeit um Beziehungen zu anderen zu stärken, setze Dich da ein wo es gerade dran ist, mach Deinen Aufgaben, so gut Du kannst.
Ich werfe meine Pillen ein, ernähre mich gesund, schlafe ausreichend, mache etwas Sport usw. alles weitere liegt nicht in meiner Hand. Gott macht den Rest.

 

 

Je  aktiver Du bist, umso weniger wichtig wird Dir dabei die Zeit, die so vergeht bis endlich erkennbar war passiert.
Vielleicht machen Dir meine Gedanken das etwas mehr bewusst.

Sei fett gesegnet, ich wünsch Dir Geduld.
Deine Jesus Punk

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Foto Bertram Lohrn/pixelio.de

 


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Dieser Beitrag wurde am 31. Januar 2011 veröffentlicht.

14 Gedanken zu „Wenn’s mal wieder länger dauert….

  1. Olli

    Absolut den Nagel auf den Kopf getroffen mit diesem Beitrag. Genauso ist´s mir ergangen. Und nachdem alles durchgestanden war und Hindernisse an meiner Person von Gott beseitigt wurden, regnets Segen ohne Ende, echt. (siehe mein Hochzeitsfoto)

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  2. ulrike ender

    Dein Beitrag, liebe Mandy, hat mir sehr gut getan. Ich werde grade von mir und Kollegen in die neue Tätigkeit eingearbeitet, wo ich doch grade erst 2 Ausbildungen (+eine alte) hinter mir habe. Wie gerne würde ich schneller alle Bereiche checken und meistern, anstatt mir wieder wie der Lehrling vorzukommen. Ich muss (und andere) meine Unzulänglichkeit aushalten und kann eben nicht glänzen mit meinen kürzlich erbrachten sehr guten Leistungen und Abschluss. Interessiert tatsächlich niemanden! Schnüff! Okay, ich werde mein bestes geben und Gott um den Rest bitten. Somit kann der morgige Tag kommen, ich will mich gelassen den anderen zumuten!
    :D

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  3. Deborah

    Passt mal wieder…ich würde gerne etwas dieses Jahr schon machen, würde mich damit aber unter Stress bringen und das ganze Jahr im Hinterkopf haben: was ist wenn….ich die Termine nicht einhalten kann, weil jemand anders über meine Zeit noch bestimmen kann und er sich nicht klar äussert, ob und wie und überhaupt….es ist ein Gefühl, wie auf rohen Eiern zu gehen.
    Nächstes Jahr sind die Bedingungen wesentlich besser.
    Das Bild mit den vielen Uhren unterstützt eindringlich meine Entscheidung zu warten und die Zeit für Vorbereitungen zu nutzen.
    :-)

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  4. Nurich

    Warten ….
    Macht man oft, egal worauf. Ich finde immer kurz vor Ende des Wartens ist es am schlimmste auszuhalten.
    Jedenfalls geht es mir so, dann werde ich erst richtig nervös.
    Aber wen das warten dann hinter mir liegt ist es, als ob etwas von mir abfällt ! Jaaaa, frei !!!

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  5. Andrea

    Warten als “Untergrundding”….das ist ein schönes Bild für Hoffen (nämlich das Gutes passiert),; das zeigt auch die Blickrichting: ER ist der Checker, Er der Sämann…
    Das Aushalten lernen…selbst das können / sollen wir vom HERRN erbitten (Ich kanns nämlich meistens nicht).
    ER tuts gerne.
    Danke!

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  6. micha

    Klasse Mandy, ich denke, das ist heute wirklich Big Daddys Thema, Losung! Klasse!

    Zielverschiebungen haben viele Gründe. Und oft ist es Drängeln, Geduldlosigkeit. Und dann kommen diese Ratschläge, Begründungen zum handeln oder mehr Glauben, oder aber “Beschimpfungen.

    Ein kleiner unscheinbarer Trick ist es, zu meinen, dass die Begabung und die Innewohnenden Fähigkeiten irgendeinen Maßstab für unser Handeln sind. Niemals! Immer nur der Blick auf Christus ist der Maßstab zum handeln.

    #Gestern sprach ich mit einem Menschen, der sein Leben erneuern will. Aber sofort kam der Kathalog der Bedingungen, die er an sich selbst stellt, damit dann Christus etwas tut.

    #Begabung, Fähigkeiten sind nicht der Maßstab. Nicht nur nicht in der Clique/Versammlung/Kirche, Hauskreis ect. sondern auch zu Hause, am Arbeitsplatz.

    Wäre etwas anderes Maßstab, als Christus, wäre dies Selbsterlösung.

    Sicher wissen viele Menschen nicht immer, wie sie auf Christus schauen sollen, und so ist ein Rat von anderen, die Gaben einzubringen auch richtig.

    Jedoch das eigene Versuchen, auf Christus zu schauen, sollte immer dabei sein.

    Noch ein anderer Trick ist, (obwohl der Auslöser sich dessen nicht Bewusst sein muss (Verdrängung/Angst/Einfältig))) das Gegenüber nur für sich zu sehen. Also nicht wirklich hört, was der andere sagt. (Ein Nein, ein sich raustuen kann für ihn gar nicht so gemeint sein). Hier hilft übrigens keine Diskussion. Schon gar nicht theologisch.

    Ich hatte dieses Problem, das man mir die gemeinsame Bibelgrundlage vorhielt, und ich gar nicht wusste, wie ich da jetzt raus komme, da die Bibel für mich damals Grundlage. Und die sagte etwas anderes als ich wollte.

    Aber dann sprach Gott. “Du bist vor mir verantwortlich. Und du brauchst in dem Punkt keine bibl. Begründung, sondern sage einfach in Verantwortung vor mir: ICH WILL ES NICHT!. Dieses Recht hast du von mir und darf dir niemand nehmen.”

    Also nicht drängeln, und nicht drängeln lassen. Hab den Mut zu beten! Christus mein Leben, meine Gerechtigkeit, meine Geduld! micha (sorry, wurde ne kleine Andacht :)

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  7. Anonymous

    Toller Beitrag! Gott hat die Zeit geschaffen, danmit nicht alles zu gleicher Zeit geschieht. Er bestimmt das Timing und das ist gut so!<3<3<3<3<3

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