Archiv für den Monat: Februar 2018

Schau nicht weg, frag nach und ruf den Kältebus!

Ihr Lieben.

Aktuell ist sehr viel los Nachts. In den nächsten drei Nächten wird es bitterkalt, bis -14 Grad sollen es werden. 

Wir unterstützen weiterhin unsere "alten Bekannten" – füllen ihre Wärmflaschen, bringen heiße Getränke und wer in eine Notunterkunft möchte, wird dort hingebracht. Gerade in den letzten sehr kalten Nächten konnten wir den Kältebus der Berliner Stadtmission und das Deutsches Rotes Kreuz unterstützen; mit unserer gemeinsamen Hilfe, auch die Polizei Berlin entlasten.

Der Kältebus hat in diesen besonders kalten Nächten eine Zentrale eingerichtet, die die Aufträge an die zur Verfügung stehenden Fahrzeuge weitergibt. 

Wer einen Obdachlosen entdeckt, bitte ansprechen und fragen ob er in eine Notunterkunft möchte oder ob er Hilfe braucht (z.B. einen Schlafsack, Mütze, Handschuhe usw.) – wenn ja, ruft bitte folgende Nummer an, wenn ihr in Berlin wohnt: 0178 – 523 58 38 (21 – 3 Uhr). 

Ich bin dankbar diese Arbeit von Herzen gern zu tun, freue mich, dass ihr mich dabei unterstützt. Ohne Euch und Eure Spenden wäre es nicht möglich gewesen, so eine mobile und intensive Kältehilfe aus dem Boden zu stampfen 


Ich freu mich aber schon jetzt auf den Frühling. Die Sonne erwacht ja so langsam … ihr könnt schon mal auf Liegestuhl Spenden sparen 


Seid herzlich gegrüßt und dankbar für Eure Wohnung, Eure Gesundheit und das warmes Bett!  Leider gibt es zuviel Menschen, die diesen Luxus nicht haben … 

Eure Mandy

 

 

 

Kältebus Notrufnummern

 

 

 

Dieser Beitrag wurde am 26. Februar 2018 veröffentlicht.

Es kann so einfach sein …

Du hast keine oder wenig Kohle und möchtest obdachlosen Menschen trotzdem helfen?  

Das ist oftmals auch ohne einen einzigen Cent möglich! :-) Hab Mut!

Sprich den Menschen unter der Brücke an und frage ihn ob er etwas benötigt oder Du ihm bei was auch immer helfen kannst. Manchmal sind das ganz einfache Sachen, die Du vielleicht sogar doppelt hast oder die irgendwo in Deinem Keller rumliegen. Du weißt schon, die: "Zu schade zum wegwerfen, könnte ich ja mal gebrauchen … " – Dinge.

Gestern sprachen mich Sandra und Alex an, die Beiden leben auf der Straße und bekommen heute von jemanden einen Topf für ihren kleinen Gaskocher. Und was fehlt zum Glück? Kochlöffel und Pfannenwender! Hab ich doppelt, kann ich abgeben. Und freue mich, dass sie ihrer Bestimmung gerecht werden :-)
 

kochloeffel

Ein anderes mal wird ein Notizbuch und ein Stift gebraucht. Dem Nächsten ist der Schnürsenkel gerissen. Der Übernächste hätte gerne eine Tasse, damit er nicht jedes Mal einen neuen Pappbecher für den Tee braucht. Eine Frau hat ihre Bürste verloren. Einem anderem sind die Kopfhörer kaputt gegangen oder die Gabel ging verloren. Ein Mann braucht Nadel und Faden, um die gerissene Hose zu nähen.

Einer bat mich mal seine Solarlicht Lampe aufzuladen. Die stell ich hier einfach aufs Fensterbrett. Wenn er sie auf der Straße aufstellt, wird sie schnell geklaut. Ein anderer wünschte sich, dass ich seine Musik CD's auf seinen Stick ziehe.

Und dann war da noch der kleine künstliche Weihnachtsbaum, der fachgerecht entsorgt werden sollte … doch er passte nicht in den Mülleimer. :P 

Übrigens, bevor Du Menschen etwas zu essen kaufst, frage nach Möglichkeit vorher ob und was sie gerne hätten. Oftmals ist Essen nicht das Problem. Viele schenken Essen. Es als Obdachloser abzulehnen wird oftmals falsch verstanden, also nehmen es die meisten an, aber schaffen ihre volle Tüte voller Bananen, Schokolade (aua … Zähne) & Co gar nicht zu essen. Wenn zum Beispiel eine Currywurst Bude gleich nebenan ist, kommt es vor das es ein Obdachloser gleich 4 Currywürste am Tag bekommt und das nicht nur einmal die Woche.

Für den Hund wird übrigens oft mehr gegeben, als für den Menschen. Wir haben schon oft "Essensverteilung" gemacht. Tütenweise Essen und Hundefutter bekommen für andere Obdachlose. Es gibt ja auch welche, die wirklich noch nicht viel gegessen haben.

Die oben genannten Dinge kosten zwar nicht viel Geld und doch ist es schön, sie geschenkt zu bekommen. Weil die Fragen: "Was kannst Du gebrauchen? Wobei kann ich Dir helfen?" viel mehr vermitteln … nämlich: Fürsorge statt Ablehnung. Hinschauen, statt wegschauen. Sich Zeit nehmen und Herz zeigen.


Das schaffst auch Du! heart
 

Beste Grüße. Schönen Abend.
Ich mache mich bald auf den Weg zu Sandra und Alex.

LG Mandy

Dieser Beitrag wurde am 16. Februar 2018 veröffentlicht.

Obdachloser Georgi bekommt eine Brille

Es gibt Momente die sind traurig, frustrierend und erschöpfend und dann gibt es Momente wie mit Georgi. :-)

Georgi ist obdachlos und kommt aus Bulgarien. Wir haben ihm eine Brille geschenkt – er ist so begeistert, dass er fast weinte vor Freude! „Wow!! Ich sehe jetzt alles!“ :-) eine Lesebrille bekommt er auch noch, damit er besser lesen kann, um deutsch zu lernen. Er ist sehr motiviert und bemüht. Demnächst besucht er einen Deutschkurs.

Vielen Dank an den freundlichen Mitarbeiter von Fielmann, der auch ganz berührt war.
 

Dieser Beitrag wurde am 4. Februar 2018 veröffentlicht.