Wie es sich anfühlt, als Homosexueller unter Christen …

Tja, wie geht es mir als (natürlich ungeoutetem) Homosexuellen?

Ich möchte dich ein wenig teilhaben lassen an meinen Gefühlen, die mich in diesem Zusammenhang beschäftigen. Denn nur so kann es eventuell besser werden, und das ist natürlich die Hoffnung, wenn ich dies schreibe. Nur ein kleiner Ein- und Überblick, um es dir verständlich zu machen, auch warum dieser Artikel anonym ist.

Zunächst bin ich nicht in erster Linie schwul, sondern Mensch, Mann, Christ, Freak, Freund, Bruder usw. und denke auch nicht ununterbrochen über diese eine Sache bei mir nach, aber ihr konfrontiert mich ständig an seltsamen Stellen damit:

Das Evangelium wird über Ethik definiert und diese an Ablehnung der Homosexualität fest gemacht. Dieses Jahr war Wahljahr und du glaubst gar nicht, wie oft in meiner Gegenwart Sodom und Gomorra ausgerufen wurde, weil man niemanden mehr wählen könne, da alle großen Parteien sich um die Rechte für Homosexuelle bemühten. Mit Hinweisen darauf, dass Gleichbehandlung aller ein Menschenrecht ist, habe ich mich lieber zurückgehalten. Denn wer sich zu sehr für Schwule einsetzt, macht sich verdächtig, selbst einer zu sein.

Ein Outing kann ich nicht riskieren, praktisch würde das zu einer Exkommunikation führen. Das hältst du für übertrieben? Das ist aber prinzipiell schon passiert: Predigern und Autoren, die sich tolerant äussern, wird immer wieder der Glauben abgesprochen. Und da soll ich mich als Betroffener der Gemeinschaft öffnen? Schon wenn ich mich allgemein zum Thema äußere, muss ich mein Denken oft hinter meinen Aussagen verstecken.

 


Immer das gleiche

​Ja denkst du, ich kenne die Handvoll Bibelstellen nicht selbst? Immerhin habe ich im Gegensatz zu anderen Grund, mich mit ihnen intensiv auseinanderzusetzen – und ich bin es, der damit zurechtkommen muss! Aber wenn ich jemandem sage, dass ich schwul bin, werden mir diese (fünf!) Verse um die Ohren gehauen. Kein Zuspruch, kein Trost, keine Annahme, sondern der Liebesbrief Gottes hart in die Magengrube.

Wer freut sich mit mir, wenn ich verliebt bin? Wer weint mit mir, wenn ich Liebeskummer habe? Ja, ich bin bei vielen Gefühlsdingen allein. Der erhobene Zeigefinger, der mich erwarten würde, wäre auch keine Zuwendung. Sei für mich da und wirf keine ersten Steine, sondern liebe mich wie Jesus Ausgestoßene liebte. Nichts gegen Ethik, aber zuerst werden wir an der Liebe untereinander erkannt.

 

Die Bibel hat mehr als nur fünf Bibelstellen

Dass du als Nicht-Betroffener die mein Leben betreffenden Bibelstellen sofort parat hast, ist echt befremdlich, vor allem, weil die unendlich vielen Aussagen zu Liebe und Annahme offenbar dahinter zurücktreten. Ich muss dir wohl nicht sagen, dass alles Gesetz und die Propheten im Doppelgebot der Liebe aufgehen. Aber vielleicht muss ich dir mal sagen, dass Sodom nicht wegen Homosexualität vernichtet wurde, sondern wegen Hochmut und Vernachlässigung der Hilfebedürftigen (Hesekiel 16,49f.).

Übrigens werde ich auch all die Segnungen von Gott, der mir immer wieder trotz allem Annahme zuspricht und meinen Dienst segnet, nicht umdeuten, nur um deinem Weltbild gerecht zu werden. Ich werde sie nicht dem Teufel zurechnen als verführerische Lüge, um mich auf falschem Weg zu bestätigen. Das entwertet Gott. Klär das bitte mit Ihm, wenn du damit nicht zurechtkommst, ich muss mich nicht für seine Gnade rechtfertigen. Frag ihn und lass ihn zu dir reden.

 

Wir alle sind auf Liebe und Gnade angewiesen

Ich will NORMAL behandelt werden. Manche wollen mich unter dem Vorwand einer Gleichstellung herausheben! Ist dir schon mal aufgefallen, dass Pranger und Podeste größtenteils baugleich sind? Beide Male werden Menschen präsentiert und vorgeführt. Der Zweck heiligt nicht die Mittel. So sehe und fühle ich es.

Also an alle: Ich bin ein geliebtes Kind Gottes – und genauso möchte ich behandelt werden. Wir alle sind auf Gottes Liebe, Gnade und Heiligung angewiesen. Wenn dir also ein*e Homosexuelle*r begegnet, sieh in ihr/ihm einfach ein Geschöpf Gottes. Danke dafür – möge Gott uns allen dabei helfen.

 

 


Dieser Text ist die Kurzform des Artikels, „Mensch, Mann, Christ, Freak, Freund, Bruder“ den ein Freund in der Ausgabe 6/2013 des Kranken Boten (http://bote.jesusfreaks.de/) veröffentlicht. Danke für die Zurverfügungstellung.

© Foto: vom Autor
 

 


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Dieser Beitrag wurde am 11. Dezember 2013 veröffentlicht.

232 Gedanken zu „Wie es sich anfühlt, als Homosexueller unter Christen …

Kommentare sind geschlossen.

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  1. Mandy Artikelautor

    Hallöchen.

    Da nichts wirklich neues mehr kommt und hier öfter mal Emotionen durchgehen, schließe die Kommentare. Vielen Dank an den Autor und alle, die sich fair verhalten haben!

     

    Grüßle

    Mandy

  2. Nina

    Gottes Herz ist Erbarmen und Liebe – er liebt jeden Menschen mehr als alles andere!!Er ging aus Liebe für uns ans Kreuz um uns zu erretten – wow, was für ein Gott!!

    Und warum hat er das getan – weil die Sünde zwischen uns und ihm stand – er hat sie alle getilgt! Es gibt keine kleinen oder großen Sünden..jede Sünde kann und will Gott nicht dulden, denn er ist auch ein gerechter Gott!

    Wenn ich mich Christ nenne und ständig mit Sünde lebe, hat das Konsequenzen, in welcher Form auch immer und das ist sehr Schade..damit verachte ich das was Jesus am Kreuz getan hat..

    Das tolle ist das Jesus mich immer noch liebt..aber er will auch Veränderung und echte Umkehr.. – da hilft auch keine Beschönigung von Sünde etwas außer als das man das Gewissen beruhigt

     

     

     

  3. Lisa

    Wow sind das viele Kommentare.. ich hab sie nicht gelesen, sondern nur den Bericht ganz oben.
    Ich möchte DANKE sagen, für die Offenheit. DANKE, dass du das überhaupt geschrieben hast. Wie oft beurteilen wir die Menschen nach ihren Sünden?

    Ich bin echt dankbar, dass du mir die Augen geöffnet hast und ich bin mir sicher, dass es vielen anderen genauso geht – ich hoffe, dass es vor allem auch vielen in deinem Umfeld so geht, denn ich weiß, dass es manchmal echt gut tut, seine kleinen und großen Sünden jemandem mitteilen zu können.
    Dankeschön :)

  4. Daniel

    Weiterhin liest sich eine Rezension des Buchs “Is God anti-gay? (Questions Christians ask)” von Sam Allberry auf Amazon so:
    “We need to love them more than their gay friends do, and we need to love them more than they love their homosexuality. Only then can we point to the greater love that God has for them.” (73)

    It is by far agreed that homosexuality is the defining issue of the day for the church. If you exist on the internet with a blog you are discussing it and if you don’t then you are certainly reading about it. If you can stomach it you can even watch it discussed on the news media outlets or listen to it on the radio. With a host of pastors, bloggers, counselors and theologians weighing in on the discussion it is pretty easy to realize that most of them within evangelical circles are not homosexual themselves. They are discussing the issue from the outside looking in as it pertains to the activity of homosexuality.

    That is why one of the most recent books on the issue is so unique. Sam Allberry, pastor and author, has written a short and very readable book titled Is God anti-gay? And other questions about homosexuality, the Bible and same-sex attraction. Allberry is a Christian who struggles with same-sex attraction. Choosing to use the phrase same-sex attraction (SSA) to describe his sexual struggles, Allberry writes clearly, pastorally and biblically. Allberry chooses to use the term SSA, instead of gay or homosexual, so as to avoid defining himself by his sexual struggles.

    Laying a Biblical Foundation of Sex

    In the first two chapters Allberry discusses what the Bible has to say about sex and homosexuality. Beginning with Genesis 1 and 2 we see how sex is rooted in the goodness of God’s original creation and is designed to reflect the oneness and unity of the trinity. Adam and Eve were alike as humans but different in genders by design. As with the trinity there is a oneness but not a sameness, unity but not uniformity. Marriage brings two of the opposite together as one. “Sex” between the same genders is not only not sex but the sexual activity that does occur falls terribly short of creating the oneness and unity between the two that God intended it to.

    Following the Biblical foundation for marriage and sex, Allberry briefly and clearly tackles five key passages that specifically address homosexuality.

    Genesis 19 – This is the story of Lot and the two angels that visit him in the city of Sodom. Along with Jude 7 and 2 Peter 2:6 we can see that one of the sins of Sodom for which they were going to be judged was sexual immorality.
    Leviticus 18:22 & 20:13 – Here are two passages that clearly denounce homosexual practices amidst the condemnation of other sexual sins such as incest and adultery.
    Romans 1:18-32 – In this biting passage we see that homosexuality is both unnatural in that it is against how God has created things and it is a sign of God’s judgment.
    1 Corinthians 6:9-10 – Like any other unrepentant sinner, those who engage in homosexual behavior and do not repent of it will not enter the kingdom of God. However, the good news is that one can repent of it and enter the kingdom of God.
    1 Timothy 1:8-10 – Homosexuality is unjust and one of the many acts of sin that the law was given to judge in order to evoke repentance.
    If you questioned the meaning of these passages before Allberry’s lucid thoughts can certainly bring you back in line with Scripture. He dispels the popularly perpetuated myth that God is for committed and faithful relationships whether they are heterosexual or homosexual (37-38). He concludes this chapter by saying, “The situation is worse than people think. God is opposed to all sexual activity outside of heterosexual marriage.” (36)

    The Christian and Homosexuality

    The questions is commonly asked, “Can you be a gay Christian?” Since God clearly does not condone homosexuality then how are Christians supposed to handle SSA? Allberry embarks on this chapter riding on a very fine distinction between the unrepentant person who takes hold of their SSA and lives it out and the Christian who recognizes their struggle with SSA but seeks to walk in repentance and their identity in Christ. “What marks us out as Christians is not that we never experience such things, but how we respond to them when we do.” (41) For Allberry, a Christian with SSA who accepts God’s teaching on it in the Bible will not seek to give themselves over to those passions and therefore not welcome the idea of being a gay Christian. The term gay Christian carries with it acceptance and toleration of their SSA that God does not.

    Chapter four gives a number of helpful practices for Christians struggling with SSA such as prayer, Biblical thinking about ones identity in Christ and especially the willingness to be open about their struggles with others in order to seek spiritual help and accountability. Allberry is right to point out that change in regard to a person’s sexual desires is possible “but a complete change of sexual orientation is never promised in the Bible.”(46)

    The Church and Homosexuality

    Many people in the unbelieving world, and even some Christians, contend that the mere belief that homosexuality is a bigoted, intolerant and unchristian. In chapter four Allberry lays out some honest and helpful advice for how churches (Christians) should handle homosexuals attending their churches. Central to this advice is that we need to see their spiritual needs in the proper order. They need Jesus first and then we can show them what Jesus and the rest of the Bible has to say about their sexuality as creatures created in God’s image. At the end of the chapter Allberry delicately and yet unequivocally warns Christians and the church that to teach that any kind of homosexual activity is ok is actually sending people into destruction (69-70).

    So, is God anti-gay? Allberry says no. God is against our sin whether it is adultery or homosexual behavior. He is against the person sin wants us to be. However, God is seeking to save the lost unrepentant sinner and bring them to repentance and right relationship with Him through Christ.

    In Is God anti-gay? Allberry has certainly gone out on the limb to write this book as a Christian who struggles with SSA. He has put himself out there for the benefit of Christians to help their brothers and sisters in Christ who struggle with SSA and to help those who don’t to better understand them and how to help and love them. When a Christian gets to know a homosexual or Christian who struggles with SSA and they want to know what Scripture has to say about it, this is the first book I would turn to.
    http://www.amazon.com/God-anti-gay-Questions-Christians-Ask/dp/1908762314/?tag=thegospcoal-20

    1. Der Autor

      Um es jetzt noch mal deutlicher zu sagen: die Frage die sich bei meinem Text stellen sollte ist nicht "ist Gott anti-Gay" oder "wie steht er zur Homosexualität",, sondernviel mehr: " wie gehe ich mich Mitmenschen um?" 

      Ob Homosexualität ein Fehler ist in Menschen oder Gottes Augenhöhe ist hier an dieser Stelle unerheblich. Das wird anders wo geklärt. Aber wie immer sich Gott dazu positioniert, das kann nicht dein Benehmen beeinflussen, der der Auftrag bleibt gleich: Zeuge seiner Liebe zu sein.

      und die Verbote Gottes sind Liebe rechtfertigt nicht das manche sie als Waffe missbrauchen. Ein Gürtel schützt uns auch vor Nacktheit und damit Schäm und Kälte, aber wer damit verprügelt wird, erfährt nur schäm und Kälte. So es kommt nicht auf das Ding, die Bibel an Sicht an, sondern ob ihr sie artverwandt benutzt.

      warum lenkt ihr alle von meiner Botschaft ab und predigt nur euch selber in euer Ablehnung in dem ihr diese unentwegt begründet und rechtfertigt?

      ich will nichts anderes als bedungungslos geliebt werden, so wie Gott es schon nu entlieh tut. ( der Rest kann DANACH ja gern kommen) 

      1. jochen

        Hallon Autor

        Im freundeskreis wurde über dieses Forum gesprochen und auch wenn ich jetzt nicht alles gelesen habe, möchte ich hier doch die frage eines freundes weitergeben: 

        Die Idee ist auf dem kommenden Freakstock ein treffen für Homosexuelle zu organiesieren und sich in einem geschützem raum über erfahrungen auszutauschen. Was hälst du davon? 

        Auserdem möchte ich anregen das alle die sich dafür interessieren mal die seite von Zwischenraum e.v. anschauen. Das ist ein Hauskreisnetzwerk mit einer ausergewöhnlichen vielfalt an glaubenden homosexuellen. Echt super!!

        Zu mir: Seid ich 16jahre alt bin glaube ich an Jesus. Seid dem habe ich mir auch eingestanden das ich homosexuell bin. Comingout mit ca, 20. Und überwigend gute erfahrungen gemacht. Jesusfreaks in köln sind diesem tehma eher aufgeschlossen und auch die frei Kirche in der ich jahre lang Jugendarbeit mache ist da eher unkomplieziert. 

        Fährst du zum Freakstock?

      2. Gekreuz(siegt) Moderatorin - Ulrike

        Hallo Autor,

        es ist leider so, dass gerade die Liebe derer die von sich behaupten dem Christus nachzufolgen, nur an die Glaubensgeschwister verschenkt wird, die sie für Normgerecht halten.

        Wir können alle froh sein, dass es etwas ganz anderes war, wonach Jesus schaute.

        Was das war, lässt seine Frage an Petrus kurz vor seiner Hinrichtung erkennen, 

        "Liebst du mich? " Drei mal stellte er ihm diese eine Frage, so wichtig war es ihm.

        Und das ist bis heute so. – Daran macht er alles fest…an unserer Liebe zu ihm, zum Vater und zu unseren Mitmenschen.

        Und darum ist es auch das Einzige was uns interessieren sollte. 

        Ich würde mir wünschen, dass wir alle Jesu Einstellung uns gegenüber, auch zueinander hätten. Denn das ist letztlich das einzige Merkmal an dem die Nachfolge erkennbar ist. 

        LG Ulli

         

  5. Anton

    Ich stelle mich hinter (fast) jede Forderung freier sexueller Neigung und Entscheidung. Gott hat uns einen freien Willen gegeben uns zu entscheiden, selbst dann wenn er sagt es tut uns nicht gut. Das gilt für alle Bereiche unseres Lebens. Ich pflege 3 gute Freundschaften zu drei Männern, die sich nicht als Mann fühlen, oder andere Männer lieben. In unseren Freundschaften spielt das allerdings meistens keine Rolle / beziehungsweise ist äußerst selten Thema.

    Dennoch erachte ich Homosexualität als eine für Gott schwerwiegende Sünde. Alle Sünde trennt von Gott und darin gibt es keinen Unterschied. Dennoch gibt es Bereiche in unseren Leben, die Gott so wichtig erscheinen, dass er ihre Bedeutung immer wieder betont. Das ist beispielsweise der Umgang mit dem Nächsten, der Umgang mit Geld und eben auch Sexualität.

    Sexualität und die Beziehung (Ehe) zwischen Mann und Frau wurde von Gott unter anderem geschaffen, um ihn, Gott, in allen seinen Facetten und aller seiner Vielfalt wiederzuspiegeln. Gott selbst lebt in einer Vielfalt aus Vater Sohn und HG, er ist zudem die Quelle BEIDER Geschlechter. Gott verkörpert die Einheit der Vielfalt, in der jeder einzelner Aspekt, jedes Geschlecht, jede Individualität ihr größte Wertschätzung erfährt. Die Ehe zwischen Mann und Frau ist ein Spiegelbild Gottes, sowie ein Spiegelbild zwischen Gott und dem Mensch. Zwei verschiedene Seiten nehmen sich in ihrer Unterschiedlichkeit an und bilden das große Ganze, zu dem sie ursprünglich geschaffen sind, aus welchem sie geschaffen wurde. Da diese Verbindung von Gott geschaffen wurde um ihn wiederzuspiegeln und es IHN ehrt, wenn Mann und Frau ineinander ihr Glück finden und Liebe leben, kränkt es Gott besonders, wenn der Mensch diese Verbindung zerstört und verdreht, denn er verdreht das Bild Gottes.

    Ich freue mich über respektvolle Diskussionen zu der Thematik und besonders freue ich mich, wenn ich anders denkenden Menschen begegnen und Freundschaft mit ihnen leben kann. Als Christen haben wir die schwere Aufgabe bedingungslose Nächstenliebe und Akzeptanz zu leben, aber gleichzeitig die Bibel und Gottes Wort nicht zu verdrehen.

    Ein für mich wichtiger Aspekt ist zudem, ob eine Person generell Gottes Bild von Sexualität und Beziehung anerkennt heiligt, an der Umsetzung aber hadert oder sogar scheitert, oder aber ob eine Person die Bibel verdreht nach dem Motto "ach, alles nur Kultur-relevant, für mich aber nicht mehr von Bedeutung".

    Gott akzeptiert uns wie wir sind und er respektiert alle unsere Entscheidungen. Gott respektiert es, wenn wir mit unserer Sexualität Probleme haben und er geht auch diesen Weg mit uns. Er respektiert aus meiner Sicht aber ebenso, wenn sich Menschen aktiv und bewusst dafür entscheiden seine guten Gebote für falsch zu erklären und sich damit auch aktiv und bewusst gegen ihn entscheiden, mit allen Konsequenzen.

  6. Ale Xandra

    Anscheinend wurde auf mein komentar "geantwortet"? Ich sehe es nicht… ich bin der meinung das es nicht auf eine religion ankommt… bestimmt tut es manchen menschen gut (menschen in trauer, depression, schwierigkeiten……. da ist es wertvoll an etwas zu glauben) aber schlussentlich kommt es auf die liebe an! Die liebe zu seiner familie, zu freunden und anderen guten menschen, egal ob hetero oder homo, wie auch zu den tieren!! Mal erlich, wer alles hier isst andere lebewesen? Lebewesen die leben wollen wie wir auch! Wir bestimmen aber über leben und tod!! Wir sperren sie ein und beuten sie aus!! Aber klar doch, machen wir uns lieber gedanken um die homosexuellen, die sind ja viel schlimmer wa? Schwarz ist nicht immer gleich schwarz und weiss ist nicht immer gleich weiss, JEDER von euch hat dunkle seiten und jeder trifft tag für tag entscheidungen die leben kosten! Ich denke dieses problem ist weit aus grösser als der mist den ihr hier von euch gebt! Und jetzt geht, und kümmert euch um eure eigenen probleme! Schaut http://www.eartlings.de, spielt mit euren kindern, geht mit eurem hund raus (tu ich aktuell) und wenn fragen da sind schreibt mir oder markiert mich…

  7. Berto

    Ich bin der Meinung, dass beim Thema Homosexualität die Geschichte allzu oft  rückwärts erzählt wird. Das führt dazu, dass wir die eigentlichen Themen dahinter ausblenden, weil es so eben viel einfacher ist, sich nicht mit dem Menschen tatsächlich zu befassen und Ihn ernst zu nehmen. Mir fallen in dem Zusammenhang TV Sendungen ein, die ebenfalls nur diese Oberfläche bedienen: Sendungen von dicken, von Menschen die sich im falschen Körper gefangen fühlen, Menschen, die den Drang haben sich nackt zu präsentieren, die Schulden machen, sich zumüllen, die angeblich häßlich sind usw……Mir ist bewusst, dass die Aufzählung nichts mit Homosexualität zu tun hat,  es hat aber etwas damit zu tun, wie wir mit Menschen umgehen, die anders sind bzw. sich anders fühlen. Und diese Oberflächlichkeit in den Medien kotzt mich an! Ich habe das Gefühl, dass diese Medien-Oberflächlichkeit auch in unserer Gesellschaft Fuß fasst, und dagegen wehre ich mich. Ich glaube, wenn wir wirklich unseren nächsten lieben, dann sehen wir den ganzen Menschen und wir setzen uns mit Ihm auseinander. Ich glaube, dass auch die hier erzählte Geschichte viel tiefer geht und finde es schade, dass hier auch nur einseitig – und sorry – auch zu oberflächlich erzählt wird.

    Auch wenn ich 100%ig davon überzeugt bin, dass Gott alle schwule, lesben, transsexuelle genauso liebt wie heteros, genauso 100% ig bin ich davon überzeugt, dass er einen Plan für uns hat und uns eine Identität als Mann u. Frau gegeben hat und Gemeinschaft zwischen Frau und Mann möchte. Und diese Identität will ich nicht als Einschränkung sehen, sondern innerhalb dieser Identität haben wir unglaublich viele Möglichkeiten uns als Mensch  zu entwickeln, unser Leben zu gestalten und zu Lieben. Ich glaube, dass wir Menschen und  besonders Christen – gerade in der heutigen Zeit – unsere Verantwortung nicht irgendwelchen Privatsendern, Internetportalen oder den buntesten u. lautesten, und auch nicht irgendelchen Regenbogen-Bewegungen überlassen sollten. Sondern wir sollten jeden, der sich seiner Identität unsicher ist, dabei helfen, sich selbst anzunehmen, zu lieben und seine wahre Identität zu entdecken. Das bedeutet nicht, dass es dann keine Menschen gibt, die anders sind, eine andere sexuelle Orientierung haben – und das ist auch gut so. Es bedeuetet aber, dass die VIELEN anderen, die sich, aus welchen Gründen auch immer, nicht so sicher sind, nicht ausgegrenzt werden! Es bedeutet, dass die vielen Menschen, die auf der Suche nach Orientierung sind, von  uns ernst genommen werden und durch uns Liebe u. Zuwendung erfahren und wir Ihnen dabei helfen, sich selbst anzunehmen.

    Ich bin davon überzeugt und habe die selber Erfahrung gemacht , dass Gott genau das möchte, weil Selbstannahme der Schlüssel ist auch Ihn besser zu verstehen und lieben zu können.

  8. Jonas

    @ XYZ Unbekannt,

    @ ALL:

    Wenn ich mir wieder diese "Stellen" zum gefühlten 1.000.000-ten Male anhören muss, weil jemand meint er sei der Rächer Gottes auf Erden, könnte ich Kotzen :P.

    Fakt ist, Gott liebt jeden. Und Liebe wird (glaub ich) 438 mal in der Bibel erwähnt. Die 5 Stellen in der "Guten Nachricht" oder der "Hoffnung für Alle" zu betrachten ist gemein. Denn hier ist der Text so ziemlich verwässert und hingebogen. Entweder "Urtext" (kaum möglich) oder Übersetzungen die etwas näher dran sind. Ich empfehle Luther 1912, das ist sehr klar. Dabei fällt sofort auf, dass es bei 4 (!!!) der 5 Stellen um sog. "Knabenschänder" geht. Also um Leute die mit Kindern Dinge tun, die nicht in Ordnung sind. DAS HAT NICHTS MIT HOMOSEXUELLEN ZU TUN!!!!

    RAFFT ES ENDLICH MAL. Ein Homosexueller Mitmensch ist nicht gleich ein Kinderschänder. Das hat nix damit zu tun. Bleibt noch 1 Stelle, 1 einzige Stelle und diese sollte im geschichtlichen Kontext gesehen werden. Außerdem gibt es keine "schlimme" und "nicht so schlimme Sünde". Vor Gott ist alles gleich schlimm. Vor allem wenn wir mit unseren Mitmenschen gemein umgehen. Also cool bleiben und Gott sein Ding machen lassen. Ich habe nichts gegen homosexuelle Mitmenschen.

    Gott liebt jeden – also take it easy.

    @ XYU Unbekannt: bleib an Jesus dran, lass dich nicht unterkriegen.  

  9. Jeannette

    PS:

    TAGESLOSUNG (Freitag, 13. Dezember 2013)

    "Deine Hand hat mich gemacht und bereitet; unterweise mich, dass ich deine Gebote lerne."
    Psalm 119,73

    "Christus spricht: Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe."
    Johannes 15,12

    :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D

  10. Lukas

    Er beruft sich in dem Artikel darauf, dass es bloß 5 Bibelstellen sind, und dass er trotzdem von Gott geliebt ist.
    Das stimmt beides. Gott liebt jeden Menschen, und es sind nur 5 stellen.
    Allerdings würde sogar eine Stelle reichen. Wenn Gott sagt, homosexualität ist ihm ein Greul, dann ist das so, und muss nicht 100 mal da stehen.
    Und Gott liebt zwar den Menschen, aber er hasst die Sünde!
    Und wer seine Sünde rechtfertigt, statt Sie versucht zu lösen, der bleibt von Gott auf der Erde, und nach dem Tod getrennt.

    1. Der Autor

      Mir geht es dabei darum das scheinbar die fünf (obendrein nach Exegese uneindeutigen) Stellen ständig der christenheit präsent sind, aber die Hunderte  der Liebe und der Mission und der heiligungsangebote scheinbar dahinter zurück treten.

      wieso ist dieses Thema so präsent? Warum werden niemanden der in Köln flönz oder in Leipzig tote Oma oder sonst jemand ne Blutwurst Sache ist oder sein Steak rare bestellt die Stellen geben Blut sufgezählt zB Apg 15, 20 +29

      ja auch das ist dem Herrn ein grell und auch das steht in der Bibel geschrieben. Und wird von den Aposteln sogar ausdrücklich für alle Christen (heidenchristen) als unumstößlich gültig erklärt. 

      Nur darum geht es mir bei diesem Punkt mit den fünf Stellen. Und nur fünf heißt nicht vernachlässigbar wenig aber eindeutig nicht zentraler Punkt der Botschaft. 

      Warum sind gerade bei diesem Thema die kickzahlen extrem in die Höhe gestiegen? Warum nicht bei grillen Zeugnissen. Bei der Frage wie begegnet man armen Bettlern etc. Nein Sex sells das das sogar bei christlichen Botschaften so deutlich zutrifft ist doch erschreckend. vllt hatte Max Weber recht. 

    1. Der Autor

      Da ist mir zu viel willkürliche Interpretation drin. Er gibt eine bekannte aufl Karl Barth in Thielke  aufbauende  Begründung für die Geschlechtlichkeit  es Menschen und die  Schaffung Evas. Das geht aber über das hinaus was in der Bibel steht. 

      Aber diese Begründung zu Ende gedacht würde bedeuten Der Single Jesus wäre als Mensch unvollständig Ding gewesen.

      zweitens der Unterschied zur Idee Rassismus ist ja auch um Menschen verankert. Xenophobie die Furcht vor allem fremden und anderen und ist grundsätzlich mal wertfrei und nützlich. Aus gutem Grund überwinden wir diese aber durch unseren intellekt.

      es klingt zunächst voll gut was er sagt und ist auch nicht schlecht, aber mit seinen vielen Worten und Anekdoten schafft er es rethorisch, dass die meisten nicht merken das der rote faden fehlt.  So,oft gibts bessere Beiträge zum Thema.  

  11. Peacey

    Liebe Gaymeinde!

    Da ich, besonders nach kädders Kommentar die Diskussion für im Grunde beendet halte, möchte ich meinen dicken Segen an den Autoren und an alle Betroffenen (ob nun durch Sexualität betroffen oder durch die menschenverachtenden Kommentare betroffen gemacht) aussprechen. Gott predigt Liebe und nicht den Schund den manche Leute sich hier erdreisten von sich zu geben. Lieber Autor, lieber Helge, mit Euch würde ich jederzeit ein Bier heben gehen. Falls wir uns noch nicht kennen, könnt ihr das gerne ändern, ich würde mich freuen.
    An den mit Scheiße werfenden Rest: Es hat nicht grundlos 21 Jahre gedauert, bis ich damals endlich zu Gott gefunden habe. Hauptsächlich wurde mir schlecht bei dem Gedanken, mit solch selbst grechtem Menschenschlag die Ewigkeit verbringen zu müssen. Ich bin froh, dass ich irgendwann auch Christen kennenlernen durfte, die anders denken. Dennoch habe ich nach einer Diskussion zu diesem Thema meinen letzten Gottesdienst erlebt, da ich einfach nicht mehr hinkonnte. Und ich bin nicht homosexuell, nur ernsthaft angeekelt. DAS sind die Früchte, die ihr mit solch einer Haltung säht, das und Selbstmorde, Unglück, Verstecken ein Leben lang. Und an alle Homophoben: Der Stock, den ihr hier im Arsch tragt, wirkt tatsächlich schwul. Zieht den raus und entspannt Euch!
    Siehe da: Ein Regenbogen :D

    1. Ben

      Deine wortwahl ist sehr direkt…….aber ich liebe sie <3

      auch als christ gehen einem die nerven mal durch und zu diesem thema haben "wie",die an homosexualität nichts verwerfliches finden ,schon genug müll,schrott und verfickter scheisse gelesen-wenn mich das als nicht betroffener schon mitnimmt was manch einer hier für eine "meinunh"vertritt,so will ich garnicht wissen wie sich evt betroffene dabei fühlen……….und solche dinge von menschen die sich die liebe auf die fahnen geschrieben haben-im grunde fehlt mir nur noch das amerikanisch christliche kommentar"gurn in hell!"

    2. Jeannette

      Also ich sehe mich nicht als den mit Scheiße werfenden Rest. Wer Gottes Liebe predigt, sollte diese dann auch praktizieren! Gelle ;)

  12. Helge

    Was wäre besser als eine Kurskorrektur Dorothe? Saying, go ahead, he made you the way you were supposed to be. No matter the gap, you will not fall.

    1. Jeannette

      Deine und auch die Kommentare anderer hier, die auf englisch sind, hätte ich doch auch ganz gern auf deutsch! Weil, ich bin Deutsche und des Englischen nicht so mächtig… Danke ;)

  13. Achim_S

    @kädder: danke.

    die diskussion könnte jetzt eigentlich zugemacht werden. wer nach kädders kommentar es immer noch nicht rafft, der wird es wahrscheinlich zu lebzeiten auch nicht mehr auf die kette kriegen. ich hoffe, das irgendwann solche geschichten nicht mehr erzählt werden müssen, weil sich niemand mehr verstecken muss. aber ich befürchte leider, das es immer christen geben wird, die ihre moralische lieblingssau "sex", voll glühendem sturen eifer, bereitwillig – obgleich ungefragt – durch jedes dorf treiben, das auf dem weg ihres heiligen kreuzzuges liegt.  

  14. kädder

    Wie schon so oft, habe ich mich durch alle Kommentare durchgekämpft und bin dankbar, dass nicht nur geschossen wird. Danke dafür.

    Hier  kommt mein Zeugnis.

    Ich bin homosexuell. Ich bin Christ. Jesus ist das Wichtigste in meinem Leben. Ich habe eine lebendige Beziehung zu ihm und das meine ich so, wie es "gute evangelikale" Christen verstehen. Jesus ist in meinem Alltag wie kein anderer. Ich bin eine Frau und fast 40. Ich bin in einer Freikirche groß geworden. Und für mich war klar Homosexualität ist Sünde, da mußte ich auch nicht dank der 5 Bibelstellen mehr in der Bibel rumforschen, ich habe das so mit der Muttermilch aufgesogen und das ist halt so. Mit 13 habe ich zum ersten Mal in mein Tagebuch geschrieben, dass ich verliebt bin – es war eine Frau. Ganz ehrlich, damals war mir das noch nicht klar. Ich konnte das trennen…

    Dann lernte ich eine Frau kennen – wir wurden Freunde – ich merkte, dass es es viel mehr für mich ist. Ich betete zu Gott, ich kniete vor meinem Herrn nieder – ich konnte mit hiemandem reden. Sie – war auch Christ und auf einmla passierte es, wir küssten uns. Und es war sooo… ja wie sich der erste Kuss anfühlt. Ich schwebte auf meiner Wolke. Nach einer Woche erwachte ich – ich heulte ich flehte zu Gott – ich wollte den schmalen Weg gehen… und ich liebte diese Frau so sehr.  und so wie bei dem Autor – reden, konnte ich mit niemanden darüber. Ich war einfach allein. Nur Gott war bei mir.

    Es wurde Jahre des Kampfes – es durfte nicht sein, aber man liebte doch so sehr (und ich rede von der Liebe, zu der alles dazu gehört – lachen, wienen, beten, reden verstehen, zärtlich sein). Ja wir haben es geschafft und sind von dem körperlichen weg gekommen… sie heiratete irgendwann, ich litt an der Hochzeit, wie kein anderer als ihre "beste" Freundin.

    Ich war auf einer Bibelschule und ich wurde von einer Freikirche hauptamtlich angestellt. Und ich hatte in den nächsten 10 Jahren immer wieder mit sehr konservativen evangelikalen Frauen heimliche Beziehungen. Ich rede nciht von schnell Nummer schieben oder so. Es waren heimliche Beziehungen. Niemand wußte das, denn niemand durfte es wissen. Wir haben uns nie als Paar bezeichnet, aber im Endeffekt war es so.

    Für mich war das immer mein Stachel, von dem Paulus redete – damit ich nicht hochmütig werde. Ich glaube, dass Gott mich ziemlich cool begabt hat, um in seinem Reich gut zu wirken.

    Ich ging in Seelsorge, ich ging in Therapie, ich ließ über mich beten. Ich wußte Gott kann heilen: Ich glaubte. Ich betete darum, dass Gott meine Homosexualität doch dann in die Gabe der Ehelosigkeit verwandeln kann (und nix anderes ist es, was nun "verlangt" wird. Ja wir lieben den Sünder, aber nicht die Sünde – und das ist es dann doch, ich darf homosexuell sein, aber nicht ausleben, nicht lieben.)

    Ich durfte keine engen Freundschaften mehr führen, ich vereinsamte. Nach außen hin nicht, In meiner Gemeinde war ich geliebt, gut druaf, reich beschenkt, hab die Gemeinde vorangetrieben. Menschen zu Jesus geführt.

    Ich heiratete. Das war meine Sünde! Ich dachte ich bin stark, ich hab Gott an meiner Seite, er wird segnen. Meine Hochzeit war der schlimmste Tag in meinem Leben. 10 Monate habe ich durchgehalten an der Seite eines Mannes, der mich liebte, den ich aber nicht so wie er wollte zurücklieben konnte, und das tut mir von Herzen leid. Aber ich war nach 10 Montaen am Ende. Ich hatte einfach keine Luft mehr zum Atmen, ich hatte Angst nach Hause zu gehen. Diagnose: Depression. Was sollte ich nur tun? Gott wie soll ich leben? Wie soll ich mich selbst lieben? Meine christliche Therapeutin fragte mich: glauben sie wirklcih, dass Gott das möchte, dass sie kaputt gehen?

    es folgten 2 Jahre, in denen ich mich aus diesem Irrsinn (das ist ein gutes Wort dafür) herauskämpfte – mit Gottes Hilfe. Wir ließen uns scheiden – und ich schäme mich jedes Mal, wenn ich sagen muß, dass ich geschieden bin.

    Und ich sagte zu Gott, ich werde die Bibel jetzt lesen mit den Augen der Liebe – dass du mich liebst, dass du mich annimmst. Und gott sprach noch nie so sehr zu mir. Es war ein langer Weg. Aber nie habe ich mich authentischer gefühlt als jetzt.

    Doch was war mit meiner Arbeit. Ich liebte meinen Job, aber es zerriss mich innerlich. Ich redete mit meinem Arbeitgeber und mit wirklich weinenden Augen wurde mir gekündigt.

    Das Schlimme für mich ist, ich liebe meine Freikirche. Die Art, wie dort Christsein gelebt wird, aber ihr wollt mich nicht. Ich bin jetzt mit einer Frau zusammen und deswegen bin ich als Gast bei euch willkommen. Ihr denkt, dass ihr so mir in Liebe begegnet. Aber ich sehne mcih danach in meiner/eurer Gemeinde mit zu arbeiten. am Reich Gottes zu bauen. Aber ich darf es nicht.

    Ich verstehe es nicht. Ich verstehe, wie ihr tickt, ich habe 35 Jahre so geglaubt. Aber ihr raubt mir, dass ich in einer Gemeinde mitarbeiten darf.  Ich darf in der Gemeinde nicht den Auftrag Jesu erfüllen.  Und das ist es, worunter ich so arg leide. Weil ich einfach so sehr gerne mitarbeite.

    In einem anderen christlichen "Bund" habe ich nun angefangen ein zu Hause zu finden. Aber es schmerzt mich nach wie vor, dass ich bei euch nicht für Jesus arbeiten darf.  Ihr verbannt mich aus der der Gemeinde, die mein zu Hause war, weil ich als Frau eine Frau liebe und dazu ja sage. Weil ich das ehrlicher finde, als versteckt zu leben. Ich spüre, dass Gott so ja zu mir sagt, aber es schmerzt, dass ihr nicht ja zu mir sagt.

    Ja, auch ich glaube nicht, dass Gott am Anfang Homosexualität so wollte, aber er wollte vieles nicht, was jetzt so ist. Aber ich muß mit IHM so leben, wie es dem Leben für IHN am nächsten kommt und ich bringe mehr Frucht und das ist mein Auftrag, wenn ich mich liebe und ja sage und zu meiner Frau ja sage.

    Leider bin ich nach wievor nicht vor vielen geoutet, weil irh so mit mir umgeht. Ich bin unterwegs im Namen des Herrn und Gemeinden lieben meine Art und spüren Gottes Nähe und Segen wenn ich da bin. Doch ich weiß, wenn sie wüßten, dass ich als Frau mit einer Frau zusammen bin, würden sie diesen Segen verwehren.

    Ist das nicht schlimm?

    Gott nimmt mich an und ich wünsche mir so sehr, dass ihr mich auch annehmt, damit ich IHM mehr dienen kann. Christen verwehren das, nicht Gott.

    Danke auch für alle Christen, die das nicht tun und uns willkommen heißen!!!

    Danke für´s Lesen.

    Wenn übrigens mal eine Gemeinde eine Betroffene zu sich einladen möchte für ein Zeugnis und zwar von jemandem, der Christ ist und es auslebt – ich weiß nicht wie – aber versucht mit mir in Kontakt zu kommen.

     

    1. Mandy Artikelautor

      Danke kädder, dass Du Deine Geschichte erzählt hast – auch wenn sie traurig ist. Ich hoffe sie öffnet so manchen doch die Augen.

      Alles Liebe für Dich!

      Mandy

      1. kädder

        danke!

        Ich glaube einfach, dass wir in Liebe den Mund aufmachen müssen und nicht "zurückwettern".

  15. Achim_S

    @sven: die einzigen die hier dem autor ein grab schaufeln sind menschen wie du, die selbstgerecht urteilen und sich anmaßen zu wissen, was im anderen vorgeht. und dann noch "…ich verklage dich nicht…" schreiben. nichts anderes tust du. aber da man ja selber als so "verstehend" und "nur dem willen gottes folgend" gelten will, garniert man seine vernichtende kritik mit ein paar "ich will ja nicht urteilen, ABER" – Sätzen. Das ist sowas von durchsichtig.

    @ autor: an dir können sich viele ein beispiel nehmen. du hörst dir hier in einer engelsgeduld die übelste verleumdungskacke an und versuchst sogar, die denunzianten zu verstehen. das spricht für dich. pass aber auf, das du dir das gerede nicht zu sehr aufbürdest.

    btw. irgendwelche "zeugnisse" von anglikanischen pastoren mögen für dem einen oder anderen was bringen, sind aber sicher keine allgemeingültigkeiten. ich kann nur hoffen, das die pastoren wirklich nicht schwul waren, sonst stehen die vorzeichen für die ehe mit einer frau nicht gut. dann tut es mir vor allem auch für die frauen sehr leid, die dann die "umerziehungsmaßnahme" ausbaden dürfen.

    1. der Autor

      danke

      keine Sorge da hab ich mir schon vorher überlegt

      und wie du im Text vermuten kannst: es gibt für mich hier bisher nix neues unter der Sonne :-)

  16. Marlies

    Gott liebt jeden Menschen. Er liebt aber nie die Sünde. Begegnet jedem Menschen mit Liebe und überlasst Gott zu richten

  17. Christel

    Interessantes Statement. Danke! Es ist klar das wer ohne Sünde ist Werfe den ersten Stein. Ich möchte das Wort Gottes nicht um die Ohren schlagen. Jeder suche bei sich selbst! Frage : wie nun soll ich dieses anonyme Statement verstehen? Was in der Bibel steht stimmt nicht? Muss man locker sehen? Fakt ist Gott liebt alle Menschen! Er ist für unsere Sünde gestorben! Und nun? Ich würde so gerne ein Zeugnis lesen ” Der Herr hat mich geheilt!” “Der Herr hat mich befreit!” Ist das möglich? Oder besteht garnicht der Wunsch dazu? Wie auch immer Gott segne Dich/Euch Leser / Blogger ect !!!!!!

    1. der Autor

      Liebe Christel, keines von alledem! 
      Verstehe den Text am besten so wie er dasteht:

      Da möchte jemand als wertvoller Mensch und von Gott unendlich geliebt gesehen werden, wie alle Menschen. Und vorallem möchte er nicht  nur auf seine Probleme und Fehler oder Besonderheiten reduziert werden.

      Und er möchte mit seinem Problem nicht von seinen Glaubensgeschwistern allein gelassen werden.

      Eigentlich kann das doch gar nicht so schwer zu verstehen sein

  18. Daniel

    Im Zusammenhang mit der Stellungnahme ist das Coming-Out von drei anglikanischen Pastoren sehr bemerkenswert. Trotz ihrer homophilen Neigungen haben sich für ein Leben nach der Bibel entschieden und entweder die Ehelosigkeit gewählt oder ein Gefühlsveränderung erlebt und eine Frau geheiratet: http://www.anglican-mainstream.net/2013/07/18/a-different-kind-of-coming-out/
    http://www.christianitymagazine.co.uk/Browse%20By%20Category/features/A%20different%20kind%20of%20coming%20out.aspx?dm_i=16DQ,1PNCA,61B9QL,633CV,1

  19. Helge

    “Oder eine Gefühlsveränderung erlebt und eine Frau geheiratet”. Dann sind sie jetzt wohl “geheilt”, ja? ;-)

  20. Helge

    Daniel, danke für diese “hochwissenschaftliche” Website aus den Untiefen des World Wide Web. :D

  21. sven

    durch seine homosexualität die er nicht ablegen möchte/kann/ will schaufelt er sein eigenes grab obwohl er weis was darüber in der bibel geschrieben steht. und es ist im wichtiger was seine mitmenschen von ihm denken als gott und sein erlöser über ihm…..

      1. sven

        kommt mir nur so vor :)

        versteh mich nicht falsch, ich verklage nicht den es steht geschrieben  was sihst du den splitter im auge deines bruder aber nicht den balken …………..

         

        1. der Autor

          dieser Aspekt war einfach nicht Thema des Artikels.

          Nicht alles was nicht ausdrücklich erwäht ist deshalb nicht gegeben!
          blödes aber klares Beispiel: ich vemute der Herr hatte als Mensch einen sehr gesunden Stuhgang, obwohl das verständlicherweise nicht überlefert ist. Das ist einfach nicht Thema der Texte

  22. Aaron Baron Zu Elgett

    Ich glaube manche haben nicht verstanden, was es heißt wirklich den nächsten zu lieben bzw. überhaupt erst einmal nicht zu richten. Ohne irgendeinen Kommentar abwerten zu wollen, muss ich schon sagen, dass diejenigen welche klar die Homosexualität als Sünde benannt haben und den Homosexuellen vorwerfen, er müsse sich ändern, nicht ganz verstehen, dass dies schon Tausende vor ihnen gesagt haben, aber niemand dabei in Liebe, sondern in Zurechtweisung gesprochen haben. Aber wartet doch erst einmal ab, bis ihr einen Homosexuellen wirklich kennenlernt (und ich meine richtig, nicht oberflächlich, dazu gehören schon ein paar Monate oder Jahre regelmäßige Gespräche). Desweiteren halte ich es nicht für richtig, denjenigen als "falsch" darzustellen. Wie schon von einigen gesagt wurde, hat jeder irgendwo Probleme, dass ist aber kein Argument, um Drogenkonsum mit Homosexualität gleichzusetzen, sondern dies zeigt, dass jeder an seinem eigenen Problemen arbeiten muss, dh etwa mach Philipper 2,3-4: Tue nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte ein jeder seinen nächsten höher als sich selbst und schaue nicht auf das seine, sondern was dem Nächsten dient. Was dient denn dem Nächstenliebe? Genau dazu muss man sein gegenüber kennen und ein schlichtes Ablehnen einer Handlung führt inmer nur zu Ausgrenzung, Parteiung und Hass. Viel eher würde es helfen demjenigen ein guter Mitmensch und Geschwister zu sein und die Intervention Experten zu überlassen. Denn es kann wohl kein Kritiker behaupten, dass es selbst die Erfahrung gemacht hat schwul zu sein, wie soll er dem dann helfen durch seine 'weisen' Worte? Das schlichte Erkennen eines Problems ist noch längst keine Lösung. Und zum Abschluss noch was zum Nachdenken: Wenn ein Christ erst nach seiner Bekehrung schwul wird, was sagt dann mein Lieblingsvers: "Wer in Christus ist, ist eine neue Kreatur; das alte ist vergangen, siehe es ist alles neu geworden"(2.Kor 5,17) aus? (Damit man mich nicht falsch versteht, die Bibel nimmt klare Worte: "Es ist mir ein Greuel!", trotzdessen wird doch nur ein Mensch, der den Heiligen Geist hat und sich von ihm unterweisen lässt, erkennen, was recht und was unrecht ist. Die Frage für uns Heteros stellt also eher in Bezug auf den Umgang (s.o. Philipper).)

    1. lokke

      dir ist schon klar das "Greul" in der Luther Bibel weit über 100 mal vorkommt und zwar für so unterschiedliche Dinge wie  tisch gemienschaft mit Ägyptern, dem Essen von Schalentieren oder Gewürm oder von drei Tage altem Fleisch essen, Mischlinge im Volk und sogar Wiederheirat eines geschiedenen Paares (Dtn 24, 1-4).
      Greul ist hier keine besondere Abneigung sondern eine andere ausdrucksweise für " findet er nicht gut, mag er nicht"

      Nur zur Erklärung, aber das ändert natürlich nichts an deiner Aussage

  23. Der Autor

    Ich bin hier der letzte der hier schulmeisterlich auftreten möchte aber was hier fast durchGehend übersehen wird. Wir homosexuellen sind zwar wenige und damit allein, aber mit sünde Haben alle Menschen ausnahmslos ( Jesus außen vor) zu tun. Also ist "deine Homosexualität ist Sünde" gar keine abgrenzungsmerkmal sondern verfrachtet uns alle ins gleiche Boot. 

    Jawohl du hast spende im leben ist tatsächlich das was uns alle verbindet und gleich macht.

    dazu kommt aber, das Paulus zB gerade die Briefe an Gemeinden an denen er am meisten zu kritisieren hat mit "ihr heiligen von…" Einleitet und die Korrektur bedürftigen Menschen dort so begrüßt.

    gott und seine Propheten sind ganz schon stark was?

  24. Helge

    Helga, trau dich ohne Dogmen zu leben, aus dem Geist heraus. Ich will keine Religion wie den Islam. Denken ist anstrengend, aber das ist gut so. Mit Schwäche hat das nichts zu tun.

    1. Anonymous

      schon oft gelesen, aber wie hilft mir das jetzt prtaktisch? auch du lässt mcih jetzt mit dieser Bibelstelle allein zurück.
      hast du gegebenenfalls auch mehr als die Überschrift des Artikels gelesen? oder woltest du ur zeigen das ich recht habe? sorry das ich jetzt grad zynisch antworte

  25. Gaby

    Ich bin NEUGeboren und habe noch Schwächen, aber ich bin ohne Verdamnis. Ich danke Gott für Freisetzungen und noch mehr Freisetzungen. Ich vergesse auch nicht, dass es ein Prozess ist………… AMEN

  26. Sonja S.

    Endlich mal Worte eines Betroffenen. Ich sage immer zu den Leuten, die Homosexualität als Sünde sehen: "Versetzt euch doch mal in einen solchen Menschen! Stellt euch vor, ihr seid es selbst!" Mehr muss man doch gar nicht tun, aber es tut keiner von denen. Da habe ich noch nie eine Antwort drauf bekommen. Ich war schon ganz verzweifelt, weil ich solchen "Christen" das Wichtigste abspreche, nämlich die Liebe. Ich finde, sie haben keine Liebe in sich. Jesus liebt die Homosexuellen natürlich genauso wie alle anderen. Falls das anders in der Bibel stehen sollte, würde ich der Bibel nicht glauben. Es ist aber wahrscheinlich nur Auslegungssache. Dann wird noch betont: "Wir achten und akzeptieren die Homos. selbstverständlich, aber sie dürfen ihre Neigung nicht ausleben, das will Gott nicht." Dann vergleichen sie es gar mit schlechten Eigenschaften wie Neid, Missgunst und dergl., was man sich abtrainieren muss.

    Es sind oft intelligente Menschen, aber ihnen fehlt das Wichtigste: Die Liebe. Die Bereitschaft, sich mal in einen anderen hineinzuversetzen. Ich wünsche mir mehr solcher Artikel, von mir aus auch Berichte, wo eine Umorientierung durch Therapie und Glauben gelungen ist, aber das ist mit Sicherheit nicht für jeden das Richtige.

     

  27. Helga

    Wenn Sie erlauben, würde ich gern ein Zitat von dem mir sehr verehrten Peter Scholl-Latour posten: “Ich fürchte nicht die Stärke des Islams, sondern die Schwäche des Abendlandes. Das Christentum hat teilweise schon abgedankt. Es hat keine verpflichtende Sittenlehre, keine Dogmen mehr.”

    1. dennis

      da merkt man das scholl-Latour kein theologe ist

      das evangelium ist eben keine religion der ethik (das wäre verkürzt) sondern di efrohbotschaft von der erlösbarkeit des menschen durch Jesus 

      damit werte ich ethik nciht ab, aber sie ist nach NT zeugnis eben gerade nciht der Kern und das typische des christentums. wer die bibel braucht um zu wissen was recht udn was unrtecht ist, isrt ein würstchen – wer sich seiner erlösungs- und umkehrbedürftigkeit bewußt ist, istr ein Gigant .
      theoologsich ausgedrückt, Evenagelium ist Ordodoxie keine Orthopraxie (wie ziemlich alle anderen religionen)

  28. Achim_S

    P.S.

    Was wird dem Autor hier auch nicht alles unterstellt…

    Der eine vermisst dessen Reue, der andere bezeichnet ihn gleich mal pauschal als Sünder. Was für eine anmaßende Scheiße! Leute, ihr mögt es ja alle gut meinen in eurem christlichen Eifer, aber davon wird euer Ergebnis leider nicht besser. Es ist unverschämt, verletztend und nichts anderes als perfides Mobbing. Erwachsenen Menschen, die das Recht haben sollten, eigenständige Entscheidungen zu treffen wird die Menschenwürde geraubt, sie werden psychisch fertig gemacht, in dem man sie ausgrenzt. Ihr Glauben der ihnen genauso wichtig ist wie den "normalen" Heiligen wird permanent in Frage und in Abrede gestellt. Und ihre Gefühle und ihr Wesen als falsch, widergöttlich und böse verworfen. Da bekomme ich echt eine Mordswut im Bauch.

    Fangt an nachzudenken und wenn ihr nichts neues zu sagen habt, oder nur Richter spielen wollt, dann haltet besser die Klappe. Ist doch eh immer die gleiche Leier. Das hat jeder homosexuelle Christ wahrscheinlich schon dreiundvierzigtausend mal gehört.

    Zum Glück scheint es inzwischen mehr wirklich nachdenkende Menschen zu geben, wie die Vielzahl der ermutigenden Kommentare zeigt. Es besteht noch Hoffnung für die Christen im Jahr 2013…

     

     

  29. Achim_S

    Lieber Autor,

    danke für den Artikel. Möchte dir nur sagen, ignoriere die Selbstgerechten und Unverständigen, die dir vorschreiben wollen, wie du zu leben hast und sich dabei sogar noch einbilden, Gottes Sache zu vertreten. Das kann Gott ganz gut selber. Gott liebt dich wie du bist und deine Sexualität geht keine Sau etwas an. Die meisten denken in ihrer Kritik überhaupt nicht wirklich nach. Ich war früher auch einer von der "die Sünde hassen und den Sünder annehmen"-Fraktion, das ist auch prinzipiell nicht falsch, aber hat für mich nix mit dem Thema Homosexualität zu tun. Das funktioniert auch praktisch gar nicht bei dem Thema.

    Wie soll das gehen? Ich sage einem Homosexuellen: "Du bist angenommen, aber wie du empfindest ist scheiße?" Das ist doch krank, pervers und hat null mit Annahme zu tun. Ich bin hetero, Christ und es geht mich einen Scheißdreck an, ob mein christlicher oder nichtchristlicher Mitmensch homosexuell ist.

    Soviel wertvolle Lebenszeit wird von Christen und Gemeinden an solche Themen verschwendet. Habt ihr alle nix besseres zu tun? Da draußen gibt es eine Welt die vor die Hunde geht, wo jeden Tag scheiße passiert und Leute leiden. Und ihr denunziert eure eigenen Gemeindemitglieder und schließt sie aus wegen ihrem sexuellen Empfinden? Geht's noch? Ich glaube Jesus steht da überhaupt nicht drauf.

    "Ich war nackt, bloß, gefangen, arm etc… und ihr hattet die meiste Zeit nix anderes zu tun, als euch gegenseitig fertigzumachen in eurem christlichen Ghetto."

    Lieber Autor, lass dir bloß nix einreden und dich verunsichern. Ich wünsche dir, falls du ihn noch nicht gefunden haben solltest, den Traumpartner für dich. Du hast genau wie jeder andere, verdammt nochmal das Recht, glücklich sein zu dürfen. (Oh, ich hab verdammt geschrieben, los werft Steine…) Und wenn du es mit einem Mann anstatt mit einer Frau bist, so what?

    Falls du bei den Jesus Freaks sein solltest (wegen dem Foto zum Artikel) dann tut es mir besonders leid, das du in deiner Gemeinde nicht einfach so sein kannst wie du bist. Ich bin auch einer und weiß das leider auch in dieser Bewegung immer noch Homophobie vorkommt, was ziemlich schade ist.

    Segen Dir, Gott findet dich gut!

    Gruß, Achim

     

     

     

     

     

  30. Jeannette

    An Alle hier:

    In aller erster Linie sollten wir uns erinnern, dass wir einander lieben sollen. Das ist eine Entscheidung! Also: "Liebst Du Dein Gegenüber? Egal ob Schwul, Lesbisch, Drogensüchtig, Pornosüchtig, Alkoholabhängig, Jemand mit sehr viel Geld, Jemand, der Dich misshandelt und missbraucht hat, Jemand, der ein Kind auf der Straße tot gefahren hat, und und und!!! Wie sieht das aus bei Dir??? Natürlich ist die Bibel das Wort Gottes und natürlich ist Homosexualität in den Augen unseres Herrn nicht erwünscht, aber hast Du das Recht mit dem Finger auf Deinen Bruder zu zeigen? Hast Du das Recht ihn zurecht zu weisen? Wenn Du Dich in der Bibel auskennst, dann kennst Du auch das Gleichnis vom bösen Schalksknecht in Matthäus 18, 23-35. Sollte es Dir nicht mehr geläufig sein oder Du es gar nicht kennen, so gebe ich Dir den Tip, lese es Dir durch. Und dann lies noch einmal das Zeugnis unseres Bruders hier und überdenke Deine Reaktion. Bzw. überdenke Deine Reaktionen überhaupt auf das Sein Deines Gegenübers!

    und hier ist nocheinmal mein Filmtip, den ich gar nicht oft genug wiederholen kann und möchte:

     "Zeichen seiner Herrlichkeit" englischer Titel "Father of Lights".

    der Film geht echt unter die Haut. Und jeder Christ, sollte diesen Film mindestens einmal gesehen haben.

    Seid gesegnet, alle die Ihr hier versammelt seid,

    Jeannette

     

    …ach ja was ich noch sagen wollte, wir sind keine Sünder mehr! Jesus Christus hat uns von unseren Sünden befreit, von allen. Was wir jetzt an Dingen tun, die nicht ok sind, das sind Verfehlungen. Wir gehen falsche Wege, aber wir sind der Sünde rein gewaschen ein für alle Mal! Oder hängt Ihr immer noch am Kreuz?

    1. Tobias

      Kommt meiner Ansicht nach darauf an, wie man das Wort Sünde definiert.
      Wenn ich sage Sünde = Handlungen die von Gott trennen, dann sündige ich auch jetzt ncoh und begehe keine Verfehlungen.
      Das der Preis für diese Sünde bezahlt ist durch Jesu Tod, das mindert doch nicht die Schwere der Tat?
      Nicht falsch verstehen, auch wenn ich sündige fühle ich mich von Gott geliebt und nicht als Verstoßener.

      1. Dennis

        Jemand aus der Gemeinde zu treiben, ein ablehnendes Gottes Bild zu vermitteln, ihn durch beides den Zugang zum Evangelium zu versperren oder zu mindest erheblich zu erschweren ist also keine Sünde. 

        Sünde als Verhalten das Gott nicht will dann heißt die Antwort ja

        Sünde als Verhalten das von Gott trennt dann Doppel ja denn damit trenne ich mich und andere von Gott 

        also egal welche Sünden der Autor so alles lebt oder mit welchen er kämpft, die meisten der Kritiker hier verharren in ihrer Sünde. Aber sündig sind ja immer nur die anderen 

        und ich – ich weiß das ich schwach bin und ständig scheitere. Und das in unendlich vielen Bereichen. Gott sei mir armem Sünder gnädig. 

  31. Ulli

    Mit dem Begriff Christ ist wie mit den Worten Gott und Kunst….diese Worte werden missbraucht und müssen für jeglichen Mist herhalten, jetzt gerade zum Beispiel als Plattform für Sektierer mit braunem Gedankengut. Christ wird man nicht weil man sich so nennt oder in die Kirche geht oder werden wir alle zum Auto wenn wir in eine Tiefgarage gehen…

  32. Rafaela

    Es wird immer auf diese fünf Bibelstellen Bezug genommen, die auf das Thema Homosexualität verweisen. Kann die mal jemand auflisten? Ich würde sie mir gern mal ansehen und mir ein eigenes Urteil bilden. Danke.

  33. Helge

    Schöner Beitrag. Anhand mancher Hardliner hier kann ich das jedoch auch keinem Homosexuellen verleiden… ;-)

    1. Der Autor

      Druck doch einfach ohne Kommis aus

      oder schenk ihn eine ausgabevdes aktuellen kranken Boten (2,50€) da ist der Text ja auch in voller Länge drin

      link oben unterm Post, da kann man auch bestellen. 

    2. Der Autor

      Druck doch einfach ohne Kommis aus

      oder schenk ihn eine ausgabevdes aktuellen kranken Boten (2,50€) da ist der Text ja auch in voller Länge drin

  34. Gekreuz(siegt) Moderatorin - Ulrike

    Hallo Autor,

    du bist was du bist…genau SO wurdest du vom Vater aus der Welt herausgenommen und zu seinem Sohn gebracht. Jesus hat dich auch so angenommen wie du bist und nun bist du mit ihm zusammen auf dem Weg nachhause. Hätten die zwei dich nicht so haben wollen, dann hätten sie beides in dir bewirkt, damit du dich ändern kannst, sowohl das Wollen als auch das Handeln.

    Und darum sehe ich dich einfach als meinen Bruder im Herrn an und ich wünsche dir von Herzen eine liebevolle, erfüllende Beziehung, die sowohl deine Seele als auch deinen Leib befriedigt. 

    So wie ich sie auch allen meinen heterosexuellem Glaubensgeschwistern wünsche. 

    Sei reich gesegnet mit aller Freude und allem Frieden unseres himmlischen Vaters.

    LG Ulli

    PS: Und wenn dem wirklich so wäre, dass die gleichgeschlechtliche Liebe an Leib und Seele krank macht, dann müssten alle Schwule und Lesben nach einigen Jahren im Krankenhaus oder in der Klapse landen.

    Doch das genaue Gegeneil ist der Fall: Viele Menschen die jahrelang ihren natürlichen Bedürfnissen nicht nachgegeben haben und eine für sie unnatürliche Beziehung eingegangen sind, sitzen in den Sesseln der Psychologen. Völlig verzweifelt darüber das sie NIE sie selbst sein dürfen, weil sie ansonsten verachtete Ausgestoßene sind.
    Und wer will das schon? – Und darum frage ich mich ernsthaft, ob Homosexuelle die gerne anders wären, nicht nur deshalb anders sein wollen, weil sie es dann leichter hätten. Hätten sie mit ihrer Neigung auch dann ein Problem, wenn sie nicht stigmatisiert und abgeurteilt würden? – Oder wären sie dann einfach glücklich mit dem wie sie sind?

  35. Constanze

    Homosexuell und Christ? Geht das zusammen? Einfache Antwort: Ja. Sonst würde es ja keine christlich gläubigen Homosexuellen geben. Den Menschen den Glauben abzusprechen, finde ich völlig daneben. Ein weiterer Gedankengang: Es gibt Menschen, die Zweigeschlechtig geboren werden, von den körperlichen Merkmalen her. Oft werden diese Menschen schon sehr zeitig (als Baby) operiert und sind als Erwachsenen nicht unbedingt glücklich damit. Ebenso gibt es Menschen, die werden von ihrer psychischen Veranlagung her als Homosexuelle geboren. Da gibt es nichts zu operieren. Sie sind halt so. Und einen Menschen psychisch zu “beschneiden” (also “operieren”)? Ob der oder diejenige damit wirklich klar kommt? Im Endeffekt denke ich auch, Christen haben andere Aufgaben, als sich genau über dieses Thema sosehr den Kopf zu zerbrechen. Nächstenliebe ist das wichtigste Stichwort. Allerdings wünsche ich mir da auch mehr Toleranz von Lesben und Schwulen. Denn auch sie “schießen” sich oftmals sehr gegen Christen ein.

  36. Michael

    Das Thema ist unter Christen schon ein heißes Eisen. Ich persönlich glaube ja nicht daran, dass Homosexualität eine Sünde ist. Die wenigen, wie der Autor auch anmerkte, mehrdeutigen Verweise in der Bibel sehe ich dem damaligen Zeitgeist geschuldet, der reine Triebhaftigkeit anprangerte. Jesus begann die Erneuerung des Bundes damit, dass er den dominierenden Wahrheitsauslegern, den gesetzbewanderten und urteilenden Gelehrten, den Pharisäern, das Doppelgesetz der Liebe entgegensetzte. Die damalige Gemeinde brachte ihn für diese „Sünde“ ans Kreuz, doch seine Botschaft war in der Welt. Vermutlich ahnten Petrus, Paulus und Co nicht, dass ihre Briefe zu individuellen Fragen einzelner Gemeinten noch 2000 Jahre später Bestandteil neuer Gesetzlichkeit und Ausgrenzung sein sollten. Vielleicht hätten sie sich dann vorsichtiger ausgedrückt oder zugunsten eines persönlichen Gespräches auf den Schriftverkehr verzichtet.

    Aber wir haben sie nunmal, die vielen Worte. Sind wir nicht auch schon wieder Pharisäer, wenn wir bestimmen, wer dazugehören darf, wenn wir Gott hinter festen Mauern aus Zitaten und Zeigefingern einsperren, und aufpassen, dass ja auch nur die das Tor passieren, die sich vor uns selbstkritisch in den Staub werfen und und sich für ihre Sündhaftigkeit steinigen?

    Zudem verstehe ich nicht, wie so viele Christen Homosexualität mit Lastern und Süchten wie Rauchen und Saufen gleichstellen können? Einfach mal abgewöhnen. Nach meinem Wissen und Gefühl, man weiß bis heute nicht, wie Sexualität entsteht, scheint mir dieser Gedanke dennoch lediglich dem verständlichen Wunsch nach Kohärenz des eigenen Weltbildes zu entspringen.

  37. Barbara

    Ich bin sehr bewegt von dem was du beschreibst! Jesus liebt dich und Er liebt mich. Wir alle sind auf IHN angewiesen und brauchen nichts nötiger als Seine Liebe! Was immer Er uns auf unseren Weg mitgibt, Er wird uns leiten und führen. Und vor allem : ER ist gnädiger als jeder Mensch!!! Geh weiter deinen ganz besonderen persönlichen Weg mit IHM und Er wird dich segnen und führen, wie immer das auch aussehen mag. Er weiß es schon und macht es richtig.

    Ich grüße dich ganz herzlich

    Barbara

  38. Jutta

    Was ist eigentlich Liebe? Was denkt ihr? Für mich: Jemand der mich liebt, nimmt mich an, so wie ich bin, findet mich wertvoll, steht zu mir, ist einfach für mich und für mich da. Er achtet mich und versucht mich nicht zu manipulieren. Er hat Geduld und ist großzügig….. eigentlich könnte man sagen: Die Liebe ist: …1.Korinther 13, 4-8a ( Bibel, Neues Testament) So ist Gott, so geht er mit uns um. Wir sind “unendlichgeliebt” und müssen nichts tun nicht jetzt und nicht in Zukunft. Es gibt kein “aber” mehr. JUHU! Das ist das Evangelium:Frohe Botschaft! Und dazu kommt noch das Angebot von Gott uns tu helfen. Freizuwerden von Allem was uns nicht gut tut, ganz die Person zu werden, die er sich ausgedacht hat. Darauf dürfen wir uns einlassen und seiner Hilfe Raum lassen. Das ist ein Angebot. Es kommt dazu und wird für uns erst interessant, wenn wir beginnen ihm mehr und mehr zu vertrauen. Und dann beginnen Prozesse, die wir manchmal mitgehen, manchmal auch nicht. Aber Gott steht zu uns und seiner Annahme und nimmt das nie zurück! Cool, oder!

    1. Der Autor

      Wer mich liebt hilft mir aber auch mich zu entwickeln und an mir selbst zuarbeiten. Wer mich liebt weißt mich auch auf Fehler hin. Nur wem ich egal bin dem sind auch meine Fehler und Probleme egal. 

      Nur von den Kritikern hier hat mir bisher niemand Hilfe durch Begleitung und Gebet angeboten. Nur hier das sagt die Bibel und nun komm allein damit zurecht. 

      Und darum gehts im Text – und leider bestätigen einige Kommentare das nicht nur, sondern setzten sogar noch einen drauf

  39. David

    Also manche Kommentare hier, sowohl von der einen wie der anderen „Seite“ sind echt zum Kopfschütteln. Ich bin absolut dagegen, dass Homosexuelle in irgendeiner Weise diskriminiert werden.

    Nichtsdestotrotz kann man nicht mit Verweis auf das Liebesgebot einfach andere Aussagen der Bibel für ungültig erklären. Dann könnte ich ja auch mit Verweis auf das Liebesgebot Pädophilie gutheißen… „die Menschen sind nun mal so“.

    Ich bin dem Autor für seinen Bericht sehr dankbar, es ist interessant, einmal Aussagen und Gedanken von einem Betroffenen zu lesen. Ich finde es schade, wenn Homosexuelle in Gemeinden ausgegrenzt werden oder mit dem Finger auf sie gezeigt wird. Sie sind Sünder wie wir alle und bedürfen der Gnade unseres Herrn. Ich würde mir wünschen, dass diese Menschen in unseren Gemeinden mit Liebe und Offenheit empfangen werden.

    Trotzdem kann ich nicht etwas, was die Bibel als Sünde bezeichnet, als völlig legitim darstellen. Dann verdreht man Gottes Wort. Auf der anderen Seite kann man aber einem Homosexuellen nicht den Glauben absprechen, auch ein Homosexueller kann ein Kind Gottes sein.

    Aber ich vermisse in dem Bericht (wie schon von Vorrednern genannt) ein Zeichen von Reue, von der Bereitschaft zur Veränderung. Natürlich ist mir bewusst, dass Gottes Wort den Betroffenen keinen leichten Weg anbietet, gerade deswegen brauchen diese Menschen die Unterstützung, die Gebete und die Liebe von anderen Christen, nicht den erhobenen Zeigefinger.

    Natürlich soll die Liebe im Vordergrund stehen, das wünsche ich mir auch in dieser Diskussion. Wüste Beschimpfungen, anderen den Glauben absprechen etc. bringt niemanden weiter.

    1. Constanze

      David: Dein Zitat "Dann könnte ich ja auch mit Verweis auf das Liebesgebot Pädophilie gutheißen… " ist mehr als grenzwertig. Pädophile schaden Kindern grausamst an Körper und Seele. Welcher Schwule/Lesbe schadet dem Partner/Partnerin in einer homosexuellen Beziehung, die auf GEGENSEITIGER Liebe beruht? Das kann man doch nie und nimmer vergleichen!

      1. David

        Da hast du recht, und das wollte ich auch nicht, ich wollte nur deutlich machen, dass man nicht beliebig irgendetwas (egal wie "gut" oder "schlecht") mit Verweis auf das Liebesgebot gutheißen kann. Außerdem sollte man beachten, dass auch die Befürworter von Pädophilie von so etwas wie "gegenseitigem Einvernehmen" sprechen, siehe jüngst veröffentlichte Abhandlungen diverserer Politiker aus den vergangenen Jahrzehnten.

          1. David

            Nein, wohl kaum. Meinen Kommentar wollte ich so auch nicht verstanden wissen. Mein zentrales Anliegen war: man kann nicht mit Verweis auf das Liebesgebot jegliches Verhalten gutheißen. Oder mit dem Schriftzitat "wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein" jeden an den Pranger stellen, der die Gültigkeit von Gottes Geboten betont.

    2. Der Autor

      Da gebe ich dir recht, jedoch war das Thema ja nicht meine Homosexualität, sondern der Umgang vieler Kinder Gottes mit mir und anderen Betroffenen. 

      Reue kann ich erstens nur für mein Verhalten empfinden und das ist nicht Inhalt des Textes, das wird hier in den Kommentaren dem Text nur ständig übergestülpt.

      zweitens kann es ja nicht sein das ich jede Äußerung mit einem mea maxima culpa einleiten muss und überhaupt gehört zu werden. Wobei das in manchen Orden eine gute Tradition ist vor dem Beten. Leitest du deine Gespräche mit Gott immer so ein? Das ist toll. Aber vor Menschen doch bestimmt nicht -dabei wirst du bestimmt auch noch nicht fehlerfrei sein.

      ich verstehe dich, nur das es nicht Inhalt des Textes ist, heißt ja nicht das sie nicht vorhanden ist oder?

      1. David

        Da habe ich dich wohl einfach falsch verstanden, was vielleicht an dem verkürzten Bericht liegt. Wie auch immer, mir scheint, wir sind auf einer Wellenlänge.

        Ich wünsche dir, dass du Christen in deiner Umgebung triffst, die dich, so wie du bist, ernst nehmen und annehmen, für dich beten und dich einfach begleiten.

        LG! David

  40. Stefan

    Liebe Helge Foxtrott, Deine Kritik macht mir nichts aus, und Foxtrott ist ein Rythmus, den ich auf meinem Keyboard spiele und kein Name und jeder hat das Recht seine Meinung zu schreiben, das sind Errungenschaften einer Demokratie und nun wünsche ich Dir einen gesegneten Tag und hoffe das Du bald bessere Laune hast- Danke 

  41. Helge

    Tag (@) Stefan. Ich hab blendende Laune. Ich kann aber angesichts mancher grenzdebiler Kommentare (muss man ja leider so sagen) nicht umhin, zumindest mal etwas zu hinterfragen, was hier bei dem ein oder anderen “abgeht”. Ob dich das anficht ist da zweitrangig. Was deine etwas kindische Einlassung zu meinem Namen soll, kann ich in dem Zusammenhang nicht verstehen.
    @Helga: Natürlich hat es einen Grund. Risiko-Minimierung. Das Verbot soll auch seit einiger Zeit gelockert werden. Ein promisker Homosexueller hat per se kein höheres Risiko als ein Herosexueller.
    @Andreas: “wenn mans einfach logisch betrachtet”… Sobald es um die menschliche Psyche geht ist Logik nicht die einzige Kategorie. Übrigens eine Sache, für die ich unserem Schöpfer sehr dankbar bin. Warum etwas, dass nicht logisch ist, zwingend “falsch” ist, ist auch interessant und offenbart ein recht zweidimensionales Denkmuster. Wieso haben hier eigentlich so viele das Bedürfnis zu werten?
    Mag sein, dass “Pädophile” (danke übrigens, war klar, dass das früher oder später kommt) ebenso natürlich sind. Hepatitis ist auch natürlich, oder AIDS. In dem Fall ist ja der Punkt, dass andere Schaden nehmen, die es sich nicht ausgesucht haben (in diesem Falle Kinder). Deswegen ist es zurecht verboten, weil es in sexuelle Selbstbestimmtheit eines anderen eingreift. Das kann man ganz trefflich verargumentieren, ohne sich “jede verdammte Sünde” schönzureden… Darum geht es nämlich nicht. Sapere aude!

  42. Andreas

    Es täte Vielen hier gut, sich mal wieder die Bibel vorzunehmen. Und dabei mal nicht die Stellen zum Thema Homosexualität heraus zu suchen. Denn die sind hier offenbar jedem bekannt. Zumindest so ungefähr.

    Für den Anfang wäre es schon mal nicht schlecht, sich die Person Jesu anzusehen. Und die Art, wie er den Menschen begegnet ist. Vielleicht habe ich ja nur die falsche(n) Übersetzung(en), doch in meiner Bibel ist er nur bei einer Gruppe wirklich heftig geworden. Und das waren ausgerechnet die “Frommen”! Gerade die “wahren Gläubigen”, die Bibelfesten, waren es, mit denen sich Jesus anlegte! Denn die neigten zur Selbstgerechtigkeit. Und zur Überheblichkeit. Sie maßten sich an, jedem zu erklären, was bei ihm denn so alles falsch läuft! Und sie legten den Menschen Lasten auf, die sie unmöglich tragen konnten!

    Natürlich sind WIR heute NIEMALS so! Oder? Wir neigen natürlich NICHT zur Selbstgerechtigkeit! Wir wissen lediglich, was die ANDEREN alles falsch machen! :-(

    Es stimmt: Ausgelebte Homosexualität ist laut Bibel eine (Folge der) Sünde. Genau wie Selbstgerechtigkeit, Unbarmherzigkeit und die Verurteilung Anderer! Aber: DIESE DINGE STEHEN ALLE AUF DER SELBEN STUFE! NICHTS DAVON IST SCHLIMMER ALS DIE ANDEREN! Und wir gehen weiter repräsentativ fromm in unsere Gemeinden, lästern, verdammen, richten… Und geilen uns daran auf, dass WIR nicht so sind!

    PHARISÄER 3.0 – Das ist keine neue Software. Das sind die Pharisäer des dritten Jahrtausends. Das sind wir.

    Ich weiß, dass ich da auch nicht besser bin. Und ich schäme mich dafür!

  43. Theo

    schwieriges thema? im himmel wird alles mal anders sein. da gibts keine verheirateten oder partner mehr… mir kommts vor, als werde homosexualität misbraucht um auf andre zeigen zu können. sobalds nur noch um sex geht sind mir die homos sogar “lieber“, da werden keine unschuldigen (kinder) mit reingezogen. ..und mir ist allgemein unangenehm wenn mich jemand anbaggert auf den ich nicht steh, das könnte genauso ne “hässliche“ frau sein wie ein mann. – eigentlich wär ich sogar für homosexualität – dann würde unser blödes volk endlich aussterben ;-)

  44. Mike

    Hallo :-),

    weiss jetzt nicht so ganz was du mit deinem Bericht / Statement bezwecken möchtest . . . wenn du schwul sein möchtest & du mit Gott darüber in Reinen bist / deine Beziehung zu Ihm in Ordnung ist, kannst du das ja sein . . . dann ist ja alles supi, oder ?!

    Irgendwie erweckt dein Bericht den Eindruck dass du selbst jetzt keinen Frieden über dein Schwul-Sein hast und du dir dass jetzt irgendwie schön reden möchtest & dir von den Lesern hier Bestätigung / Ermutigung erhoffst.

    Ich stecke in einer ähnlichen Situation, bei mir ist es allerdings Selbstbefriedigung. . . ich weiss genau dass es nicht Gottes Wille ist, trotzdem ist der Drang danach oft stärker. Meine Situation hat sich allerdings schon gebessert & und ich hoffe / glaube dass ich ed nicht mehr tun muss wenn ich zukünftig verheiratet sein werde.

    Ich selbst glaube nicht dass Gott die Absicht der gleichgeschlechtlicher Liebe hatte, sonst hätte er ins bei der Schöpfung entsprechend ausgestattet ;-)

    Gruß Mike

    1. Der Autor

      Von den von dir vorgeschlagenen Alternativen ist keine meine Motivation. 

      Ich möchte einfach in erster Linie als Mensch gesehen werden. Damit geht auch fehlerhaftigkeit einher.

      man darf mit diese auch vorhalten. Aber mich dann damit allein lassen ist unfair. 

      Und nur auf schwul reduziert werden ist menschend verachtend. Ich sehe in dir ja auch mehr als nur den wichser. 

      Da ein Text in diesem Rahmen nicht sämtliche Aspekte behandel kann (hab weder Bock auf Buch noch auf Habilitation) fehlt hier meine Stellungnahme zu Homosexualität. Die werde ich aber jetzt auch hier nicht nachliefern, weil diese vom Thema ablenken würde.