Archiv für den Monat: April 2012

Geistlicher Missbrauch – Wie komm ich da raus?

Vorgestern schrieb über geistlichen Missbrauch und was das überhaupt ist:

Geistlicher Missbrauch – Was ist das?


Heute nun möchte ich mich damit beschäftigen, was man dagegen tun kann.

Vornweg möchte ich nochmal erwähnen, dass ich selbst nie geistlichen Missbrauch erlebt habe und denke, dass mir so auch wichtige Punkte gar nicht klar sind. Wenn Dir etwas auffällt, dann fühl Dich frei mich zu berichten bzw. zu ergänzen.

Ich kann in diesem Artikel auch nur im groben zusammenfassen, wie so ein "Ausstieg" aussehen kann – wenn Du betroffen bist, dann informiere Dich bitte weiter z.B. in den Büchern oder Links, die ich Dir am weiter unten empfehle.

 

Geistlichen Missbrauch erkennen

Ich denke wichtig ist es den Missbrauch überhaupt erstmal als solchen zu erkennen und dann zu überlegen was zu tun ist. Oftmals stecken Menschen tief drin in diesem System, bis sie erkennen das "etwas nicht stimmt."

Ich rate Dir, Dir jemanden zu suchen dem Du vertraust. Damit er das alles auch verstehen kann, ist es wichtig, dass er Christ ist – denn sonst fehlt ihm einfach der nötige Ein- und Durchblick.

Sprich mit ihm über das, was Du erlebst und betet gemeinsam.

 

Es ist krass etwas als "geistlichen Missbrauch" zu bezeichnen, da solltest Du wirklich vorsichtig sein, um keinen Missbrauch mit diesem Begriff zu treiben:


"Prüft in allem, was ihr tut, ob es Gott gefällt. Lasst euch auf keine finsteren Machenschaften ein, die keine gute Frucht hervorbringen; im Gegenteil: helft sie aufzudecken." – Epheser 5, 10 + 11


Es geht nicht darum eine Gemeinde zu erschaffen, die so tickt und funktioniert wie man das selbst gerne hätte. Es geht darum in einer Gemeindschaft zu leben, die so zusammenarbeitet wie sich das Gott vorstellt.

Mein Artikel, was Missbrauch überhaupt ist oder die Übersicht auf geistlicher-missbrauch.ch kann helfen, zu prüfen ob etwas missbräuchlich ist oder eben nicht.

 

Stell Dich dem Schmerz

Ich möchte Dich ermutigen, Deine Gefühle rauszulassen. Wenn Du verärgert bist, wütend, traurig… egal was, lass es raus. Wenn Dir nach heulen ist, dann heule … Wenn Du schreien willst, dann schreie …

Sich den Wunden und dem Schmerz zu stellen – Gefühle auszudrücken – ist ein wichtiger Schritt zur Heilung.

Sprich über all das, was Dich beschäftigt. Manchmal hilft es auch, dass aufzuschreiben.

 

Deine Vorstellung von Gott überdenken

Häufig wird das Bild von Gott durch geistlichen Missbrauch total verdreht. Gerade geistliche Leiter beeinflussen Dich in Deinen Vorstellungen, die Du von Gott hast.

Es gibt da einen Spruch, den ich oft schon zitiert habe. Er lautet: "Christen können enttäuschen – Christus nie!"

Ich glaube, da ist sehr viel Wahres dran und das solltest Du Dir klar machen. Missbraucht haben Dich Menschen und nicht Gott. Es ist auch keine Strafe Gottes und Du brauchst keine Angst haben Dich Gott zu nähern, denn nicht er hat Dich betrogen und verletzt.

 

Deine Vorstellung von Menschen vorallem Christen überdenken

Mach Dir auch klar, dass nicht alle geistlichen Leiter oder Christen lügen und missbrauchen. Häufig sagt man sich nach einer Verletzung: "Ich traue keinem mehr!" oder auch: "Christen kann man doch alle in die Tonne kloppen!"

Das ist Blödsinn und das weißt Du auch. Da darfst Du Dich nicht emotional bescheissen lassen. Natürlich ist manchem Menschen nicht zu trauen, aber es ist eine Lüge, zu behaupten alle Christen sind verlogen und man darf keinem mehr vertrauen.

 


Vergib Dir selbst

Wahrscheinlich ist es zuerst dran, sich selbst zu vergeben. Vielleicht machst Du Dir Vorwürfe und hälst Dich für total verblödet, weil Du nicht eher gerafft hast, was da abgeht.

Aber hey, Du hast es jetzt kapiert und das ist wichtig!

Es gibt wohl keinen Menschen, der los geht und sagt: "So, jetzt lasse ich mich missbrauchen!" - In einen geistlichen Missbrauch "rutscht" man rein…. Stück für Stück, immer ein kleines bisschen weiter.

Bitte Gott auch um Vergebung, für das was Du vielleicht aus dem Zorn und dem Schmerz heraus getan hast und was nicht korrekt war.

 

Vergib den Menschen, die Dich verletzt haben

Ich glaube, um wirklich frei zu werden ist es dran Menschen zu vergeben, die Dich verletzt haben. Wie sagte Jesus, als er am Kreuz hing?


"Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!" – Lukas 23, 34


Ich vermute den allermeisten Menschen, die ihre Autorität als geistlicher Leiter missbrauchen und somit Menschen missbrauchen – stecken so tief drin, dass die gar nicht mehr raffen, was da überhaupt ab geht.

Ich glaube der Schritt zur Vergebung kostet viele Tränen, Wut und auch Trauer. Doch ich bin überzeugt davon, dass es ist wichtig ist auch diese Gefühle zuzulassen, um sich endgültig zu lösen und wieder klar denken zu können.

Vergebung bedeutet nicht, dass alles vergessen ist und das Du ab sofort nie mehr dran denken darfst. Vergebung ist so wie das aufstechen von einem dicken Pickel. Das Eiter kann abfließen, aber die Wunde muss noch heilen und das braucht Zeit.


Werde geistlich erwachsen

Wer sich mit der Gott und der Bibel beschäftigt, der lernt im Laufe der Zeit dazu. Er wird vom Baby zum Erwachsenen, wie es Paulus schon bezeichnet hat – siehe 1. Korinther 3

Ich finde es wichtig, wenn Dir etwas während dem Gottesdienst klar wird… nach der Predigt zum Pastor zu gehen und ihn drauf anzusprechen. Du bist für Dich und zum Teil auch für andere Menschen, die eben "Babys" im Glauben sind verantwortlich.

Wenn der Typ hinter der Kanzel totalen Dünnsinn erzählt, dann weise ihn freundlich drauf hin. Du sollst ihm nicht gleich an die Gurgel springen, denn vielleicht ist ihm das gar nicht ganz bewusst und er ist Dir sogar dankbar für Deinen Hinweis und Deine Berichtigung.

 

Ich hoffe ich konnte Dir einige gute Ratschläge geben.


Sei gesegnet und wachsam!
Deine Mandy
 


Noch einige Buch und Linktipps:
 

 

 

Hilfreiche Links:

 

Hast Du geistliche Missbrauch erlebt?

View Results

Dieser Beitrag wurde am 30. April 2012 veröffentlicht.

Hamster Hans und Kauz Karli

Es war eine stockfinstere Nacht, als sich Hans, der Hamster mit seinem alten Kumpel Karli, dem Kauz auf den Heimweg machte.

Bis spät in die Nacht hatten sie in Bobbels Bar gesessen, Bobbels Birkenbrause getrunken und über die neuen Ideen des Wald- und Wiesenparlaments gestritten. Hans ärgerte sich sehr über die neue Hamsterpartei, die doch tatsächlich die – seiner Ansicht nach völlig bekloppte – Idee hatte, ein gemeinsames Vorratslager für alle Hamster einzurichten. Für alle Hamster zusammen! Noch immer konnte Hans sich kaum beruhigen.

 

"Diese Hamsterpolitiker haben wirklich nicht alle Körner in der Backe."

"Ich verstehe nicht was du hast.", meinte Karli, der Kauz.
"Wenn ihr alle eine große Vorratshöhle habt, dann können auch die Hamster überleben, die im Sommer Pech hatten und nicht soviel sammeln konnten."

"Pech? Ha, dass ich nicht lache. ich weiß genau, wie das ablaufen wird. Ich sammle Körner, bis mir fast die Backen platzen, und andere legen sich auf die faule Haut. Und im Winter fressen die dann meinen Vorrat. Da mache ich nicht mit. Niemals!"

"Niemandem?" fragte der Kauz, "du vertraust wirklich niemandem???"

"Niemandem!", bestätigte Hans.

"Das ist traurig", meinte Karli kopfschüttelnd.

"Ich bin mit dieser Einstellung prima durchs Leben gekommen", erwiderte Hans.

 

Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde am 28. April 2012 veröffentlicht.

Geistlicher Missbrauch – Was ist das?

Teil 1

Immer mal wieder erzählen mir Menschen vom "geistlichen Missbrauch" – ein schweres Thema.

Doch gerade, weil es häufiger der Fall ist, dass es Menschen betrifft, möchte ich darüber schreiben. Ich habe mich damit befasst und mit Gott darüber gesprochen.

Ich selbst habe nie geistlichen Missbrauch erlebt und ich denke, dass mir deshalb auch einige Aspekte völlig unbekannt sind. Außerdem hab ich die Wahrheit nicht mit Löffeln gefressen und liege mit Sicherheit auch mal daneben.
 

Ich bitte Dich, mich zu unterstützen, in dem Du mich berichtigst bzw. bedeutende Sachen ergänzt, wenn Dir etwas auffällt.


Heute möchte ich erstmal darüber schreiben, was denn überhaupt geistlicher Missbrauch ist – im nächsten Blogartikel geht es dann darum, wie man sich daraus befreien kann. Bitte beachte das auch in Deinem Kommentar.


​Was bedeutet "geistlicher Missbrauch"?

  • Ich denke jedes Wort und jede Handlung, die in Menschen ein verzerrtes Bild von Gott hervorruft, kann bereits eine Form von geistlichen Missbrauch sein.
  • Wenn geistliche Leiter, wie z.B. Pastoren die Leute manipulieren, kontrollieren und beherrschen, so missbrauchen sie ihr geistliches Amt und damit auch die Menschen in ihrer Gemeinde.
  • Der geistliche Missbrauch dient dem Erreichen der eigenen Absichten, nicht dem Erreichen von Gottes Absichten.
  • Es ist geistlicher Missbrauch, wenn Menschen, die Hilfe, Unterstützung oder geistliche Weisheit und Stärkung brauchen misshandelt werden.
  • = Misshandlungen können körperliche und seelische Verletzungen sein oder eben auch, dass Du in Deinem geistlichen Leben geschwächt und behindert wirst.
  • Geistlicher Missbrauch kann absichtlich oder unabsichtlich erfolgen.

 

Ich glaube die meisten Menschen, die geistliche Leiter sind, machen ihre Arbeit ziemlich gut und sind sehr bemüht. Gott nennt sie Hirten und die ihnen anvertrauten Menschen, sind die Herde.

Ich denke man sollte vorsichtig sein und nicht so schnell sagen, dass man "geistlich missbraucht" wird – die subjektive Wahrnehmung kann täuschen.

 

Im Hebräer 13, 17 steht, dass die Leiter irgendwann mal Rechenschaft ablegen müssen:

"Hört auf die Leiter eurer Gemeinden und folgt ihrem Rat. Sie müssen einmal Rechenschaft über euch ablegen, denn sie sind für euch verantwortlich. Macht ihnen das nicht zu schwer; sie sollen doch ihre Aufgabe mit Freude tun und sie nicht als eine bedrückende Last empfinden. Dies würde euch nur selber schaden."


Die Hirten sollten um die Herde bemüht sein, gucken das es allen gut geht geht und für Sicherheit sorgen – die Herde sollte die Hirten respektieren. Doch leider ist das nicht immer so.
 


Das ist kein neues Problem, dass gab es schon früher. In Hesekiel 34, 2 – 10 kannst Du nachlesen, wie Gott wütend ist und einige geistliche Leiter in Israel zusammenfaltet:
 

"So spricht Gott, der Herr: Lasst euch warnen, ihr Führer Israels! Ihr solltet für mein Volk wie Hirten sein, die ihre Herde auf eine gute Weide führen. Aber ihr sorgt nur für euch selbst. ….

Die schwachen Tiere füttert ihr nicht, die kranken pflegt ihr nicht gesund; wenn sich ein Tier ein Bein bricht, verbindet ihr es nicht. Hat sich ein Schaf von der Herde entfernt, holt ihr es nicht zurück; und wenn eines verloren gegangen ist, macht ihr euch nicht auf die Suche. Stattdessen herrscht ihr mit Härte und Gewalt. ….

Ihr bekommt es mit mir zu tun! Ich ziehe euch zur Rechenschaft, denn ihr tragt die Schuld, dass meine Schafe leiden. Ihr sollt nicht länger ihre Hirten sein. Ich lasse nicht mehr zu, dass ihr nur für euch selbst sorgt; ich rette die Schafe aus euren Klauen, damit ihr sie nicht mehr auffressen könnt!"


Den Menschen ging es beschissen, aber keiner hat sich drum gekümmert. Es herrschte Härte und Gewalt, anstatt Liebe und Fürsorge.

 

Auch Jesus hat irgendwann mal den Pharisäern was erzählt, als er mitbekommen hat, dass die sich als Leiter total daneben benehmen:
 

"Die Schriftgelehrten und Pharisäer sitzen als Ausleger der Schrift auf dem Stuhl von Mose. Deshalb haltet euch an das, was sie euch sagen, aber folgt nicht ihrem Beispiel. Denn sie handeln nicht nach dem, was sie euch lehren. Sie knebeln euch mit unerfüllbaren religiösen Forderungen und tun nicht das Geringste, um euch die Last zu erleichtern." – Matthäus 23, 2 – 4

 

Geistlicher Leiter sein bedeutet ein Stellvertreter von Jesus zu sein und so zu handeln, wie es Jesus getan hat.

"Jesus zog durch die Städte und Dörfer der Umgebung. Er lehrte in den Synagogen und verkündete die Botschaft vom Reich Gottes. Und überall, wo er hinkam, heilte er Menschen von ihren Krankheiten und Leiden.

Er hatte tiefes Mitleid mit den vielen Menschen, die zu ihm kamen, denn sie hatten große Sorgen und wussten nicht, wen sie um Hilfe bitten konnten. Sie waren wie Schafe ohne Hirten." Matthäus 9, 35 – 36

 

Klar wir sind Menschen und machen Fehler, aber ich denke es ist ein Unterschied ob ich einen Fehler mache oder ob ich jemanden drohe und ihn einschüchtere und so missbrauche.
 

Ich las von einem Pastor, der einem Ehepaar, das die Gemeinde verlassen wollte, sagte: "Ich verdamme euch und eure ganze Familie in die Hölle!"

Das ist pervers!!! 


Eine Frau schrieb mir mal, dass private Angelegenheiten von ihr, als Beispiel in einer Predigt verwendet wurden. Zwar ohne Name, aber es war für 90% der Besucher klar, um wem es sich handelt. Sie hatte dem Gemeindeleiter vertraut, sich geöffnet und mit ihm über ihre Probleme gesprochen.


Ich hörte auch von Menschen, die mir erzählten das ihre Meinung zu bestimmten Themen einfach nicht akzeptiert und zugelassen wird. Es gibt nun mal Themen, über deren Auslegung sich sogar Theologen uneinig sind. Wie arrogant ist es dann, wenn ein Leiter behauptet, die absolute Wahrheit zu wissen und alles was mit seinen eigenen Ansichten nicht übereinstimmt, wird als falsch, rebellisch und sogar als "Irrlehre" abgestempelt?!

 

Geistlicher Missbrauch wird total heftig, wenn die Leiter ihre Mitglieder kontrollieren. Ich hörte von einem Fall, wo ein Gemeindeältester mit dem Auto vor der Tür stand und überwachte ob Frau A. bei ihrem Freund B. übernachtet.

- Siehe ähnlicher Artikel: Wenn die Gemeinde zur Stasi wird


Es gibt wohl sogar Gemeindeleiter, die den Menschen verbieten wollen in andere Gemeinden zu gehen. Sicher, ein Leiter hat die Pflicht vor falscher Lehre zu warnen und zu schützen, doch so ne Nummer überschreitet die Grenze zwischen Führung und Kontrolle gewaltig.

 

Freier Wille – Adé

Wenn Menschen das Gefühl haben, sie müssten sich unerwünschtem Gebet oder erzwungener Seelsorge ausliefern, sind sie Opfer von geistlichen Missbrauch. Es kann nicht sein, dass Menschen während des Gottesdienstes einfach nach vorn auf die Bühne geholt werden – ohne eigene Entscheidung – damit der Pastor öffentlich für sie beten kann.

 

In dem Buch "Missbrauch hat viele Gesichter" von Paul & Liz Griffin, las ich, dass ein Prediger in einem Gottesdienst auf eine Frau zuging und sagte: "Sie haben einen Hexengeist und ich werde sie jetzt davon befreien!"


In einem anderen Beispiel, sagte die Sprecherin zur Gemeinde: "Wenn ihr ein Wunder sehen wollt, dann bildet einen Kreis um diese Dame im Rollstuhl, während ich für sie bete."

Obwohl kein Wunder geschah, beharrte die Sprecherin darauf, dass sie nur der Leitung Gottes gefolgt sei und nichts falsches verstanden hätte. Wahrscheinlich war das der Frau im Rollstuhl sehr unangenehm und peinlich, plötzlich alle Aufmerksamkeit auf sich zu haben.

 

Geistlicher Missbrauch passiert immer dann, wo die Gemeindeleitung Kontrolle und Manipulation ausübt.


Beispiele dafür:

  • "Als Reaktion auf diese Botschaft solltet ihr alle nach vorne kommen!"
  • "Gott will euch alle morgen Abend beim Gottesdienst sehen!"
  • "Wenn Ihr nur etwas Glauben hättet, würdet ihr das Projekt finanziell unterstützen!"
  • "Gott ist ärgerlich, weil einige von Euch letzten Mittwoch nicht beim Gebetstreffen waren!"


Wenn jemand sowas sagt, dann tut er so, als wenn er Gottes Sicht genau weiß. Er vermittelt, dass etwas nicht stimmt – wenn man eben nicht nach vorn kommt, morgen Abend nicht zum Gottesdienst geht, kein Geld spendet und beim Gebetstreff nicht da war. Die Menschen fühlen sich schuldig – was aber völliger Blödsinn ist. Das ergibt ein völlig falsches Bild von Gott!

 

Das waren jetzt mal einige einige Beispiele von geistlichem Missbrauch, um deutlich zu machen was das denn überhaupt ist.

Ich möchte nochmal deutlich machen, dass ich denke und es auch immer fahren habe, dass die meisten Menschen die geistliche Leiter sind, ihre Arbeit ausgezeichnet machen und ihre Autorität nicht missbrauchen.

Ich habe bisher nur Pastoren erlebt, die ihre anvertrauten Personen gut behandelt haben und stets bemüht sind das Beste für die "Herde" zu geben. Natürlich kann ich das immer nur aus meiner eigenen bescheiden Sicht beurteilen.

Ich denke oftmals werden Leiter auch leicht missverstanden, oder es gelingt ihnen nicht, sich verständlich mitzuteilen. Jeder Leiter macht mal einen Fehler, aber deswegen muss er nicht direkt in seiner Herzenshaltung falsch liegen.

 

Wir alle sollten für die Leiter in unserer Gemeinde beten und sie ermutigen!

 

Alles Liebe und viel Segen
Deine Mandy

 

Teil 2:  Geistlicher Missbrauch – Wie komm ich da raus?


Buchtipps zum Thema:

 

Hast Du geistliche Missbrauch erlebt?

View Results

Dieser Beitrag wurde am 27. April 2012 veröffentlicht.

Was wir alleine nicht schaffen ….


Was mir immer wieder auffällt, wenn ich in der Bibel lese ist das Teamwork!

"Was das Leben der Christen prägte, waren die Lehre, in der die Apostel sie unterwiesen, ihr Zusammenhalt in gegenseitiger Liebe und Hilfsbereitschaft, das Mahl des Herrn und das Gebet. (…) Die Gläubigen lebten wie in einer großen Familie. Was sie besaßen, gehörte ihnen gemeinsam."

Apostelgeschichte 2, 42 – 44

Jeder Mensch ist anders als der andere. Jeder hat seine Vorlieben, der eine mag Klassik, der andere Punk. Der eine steht auf Salat, der andere geht am liebsten zu Mc Donalds. Der eine ist Frühaufsteher, der nächste bleibt bis zum Mittag im Bett liegen.

Der eine liest viel in der Bibel, um Gott kennenzulernen – der nächste nähert sich Gott eher durch beten. Der eine packt ganz praktisch an, der andere betet lieber im stillen. 

Doch trotz all der Unterschiede, sollten wir uns gegenseitig respektieren und akzeptieren, denn:
 

" …. wir sind Glieder seines Leibes."

Epheser 5, 30

Soll heißen; wir alle sind unterschiedlich wie die verschiedenen Gliedmaßen und Organe, aber wir sind gemeinsam ein Körper.

Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde am 26. April 2012 veröffentlicht.

Du musst kein Einstein sein ….

Heute bin ich auf eine interessante Bibelstelle gestoßen, steht im 1. Korinther 1, 26 – 27:
 

"Seht euch doch einmal in euren eigenen Reihen um, Geschwister: Was für Leute hat Gott sich ausgesucht, als er euch berief? Es sind nicht viele Kluge und Gebildete darunter, wenn man nach menschlichen Maßstäben urteilt, nicht viele Mächtige, nicht viele von vornehmer Herkunft.

Im Gegenteil: Was nach dem Urteil der Welt ungebildet ist, das hat Gott erwählt, um die Klugheit der Klugen zunichte zu machen, und was nach dem Urteil der Welt schwach ist, das hat Gott erwählt, um die Stärke der Starken zunichte zu machen."

 

Tschja…. interessant ne? Gott gebraucht "einfache" Menschen, für den ist nicht das Abi Zeugnis von Bedeutung, sondern der hat andere Werte, die ihm wichtig sind.

 

Wie waren denn die Jünger vom Jesus eigentlich so drauf?

Das waren seine Freunde,  mit denen hat er viel Zeit verbracht, sie sind durch die Gegend gezogen und haben viel gemeinsam erlebt. 

Die Jünger waren keine Helden, dass waren einfache Leute. Ich weiß gar nicht, ob da überhaupt jeder eine Ausbildung hatte – ich glaube, dass ist auch gar nicht von Bedeutung. Handwerker, Fischer mit schrumpeligen Händen – alles dabei.

 

Als Jesus sie gebraucht hätte, da pennten sie und als er in Gefahr war und verhaftet wurde, da hauten sie ab und taten sogar so, als ob sie ihn nicht kannten. Die Jünger waren Menschen wie wir, keine Supermänner, sie haben Fehler gemacht – wie jeder von uns. Und doch sagte Jesus zu ihnen:
Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde am 25. April 2012 veröffentlicht.

Segen über Segen

Eines Tages, während ein armer schottischer Bauer namens Fleming auf dem Feld arbeitete, hörte er Hilfeschreie aus dem nahegelegenen Sumpf. Fleming liess alles stehen und liegen und eilte hin, um zu helfen. Bald fand er einen zu Tode erschrockenen Jungen, bis zur Brust im Morast versunken, der verzweifelt versuchte sich zu befreien. Bauer Fleming rettete den Burschen und bewahrte ihn dadurch vor einem fürchterlichen, langsamen Tod.

Ernten was man sät

Am nächsten Tag erschien auf dem ärmlichen Hof des schottischen Bauern eine Luxuskutsche. Ein elegant gekleideter Lord stieg aus und stellt sich als Vater des geretteten Knaben vor. "Ich bin gekommen, um deine Tat zu belohnen", sagte er.

"Das war doch selbstverständlich" stammelte Fleming. "Ich werde dafür keine Bezahlung annehmen."

In diesem Augenblick erschien der Sohn des Bauern in der Tür des Hofes. "Ist das dein Sohn?" fragte der Lord. Der Bauer bejahte. "Dann möchte ich mit dir einen Handel abschliessen", schlug der Lord vor: "Ich nehme den Jungen mit und ermögliche ihm eine gute Ausbildung. Wenn er nur annähernd so geartet ist wie sein Vater, dann wird er zu einem Mann heranwachsen, auf den du stolz sein kannst."

So kam der arme Junge auf die Schule in der Stadt. Nach einiger Zeit absolvierte der Bauernsohn die St. Mary's Hospital Medical School in London. Er wurde in der ganzen Welt bekannt als Sir Alexander Fleming, der Mann, der das Penicillin entdeckte.

 


Und da ist noch eine erwähnenswerte Sache:

 

Der Name des Adligen war Lord Randolph Churchill. Und sein Sohn, der von dem schottischen Bauer gerettet wurde, war kein anderer als der Staatsmann Sir Winston Churchill.

 

So macht Gott Geschichte mit einfachen Menschen, die für IHN im Alltag da sind.
Das ist für uns alle eine Ermutigung, dass Gott auch uns gebrauchen kann.

 

von: Dick Leuvenink
© Foto: code poet / flickr.com

Dieser Beitrag wurde am 22. April 2012 veröffentlicht.

Wann missbrauche ich Gottes Namen?

Im 3. Gebot steht:

"Du sollst meinen Namen nicht missbrauchen, denn ich bin der Herr, dein Gott! Ich lasse keinen ungestraft, der das tut!" – 2. Mose 20, 7


Was ist damit eigentlich gemeint?

Wenn jemand erschreckt oder erstaunt ist, dann ruft er oft: "Oh Gott".

Missbraucht er damit schon Gottes Namen?

Oder wie sieht das bei den Bayern aus? Da gibt es welche, die sagen vor Aufregung sogar: "Jesus, Maria und Josef!"


Wird Gott diese Menschen bestrafen? Sterben jetzt die Bayern aus? indecision 

 

Um eine Antwort zu finden, stellt sich erstmal die Frage:
Was bedeutet, in diesem Zusammenhang, eigentlich "Missbrauch"?


Ich habe mir die verschiedenen Bibelübersetzungen angeschaut. In allem ist die Rede von "Missbrauch", nur die Elberfelder Übersetzung, die nah am Urprungstext ist, schreibt:

"Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen, denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht."

In der Worterklärung steht, dass "nichtigen" sowas bedeutet wie "falsches oder lügenhaftes".

 

Wie sieht es aus mit "dem Namen des Herrn" – was ist damit gemeint?


"Gott"? Die Menschen früher und heute auch noch einige sagen: "Jahwe"  Oder ist mit dem Namen "Jesus Christus" gemeint? Oder alle Namen von Gott?

Meine Meinung ist, dass Redensarten wie z.B. "Oh mein Gott" noch kein Missbrauch sind. Aber wenn man mal genauer darüber nachdenkt, ergibt es keinen Sinn, wenn man erschreckt: "Oh mein Gott" zu sagen. Irgendwie unangebracht – also kann ich auch drauf verzichten. Somit bin ich auf der sicheren Seite.

 

Ich vermute Missbrauch vom Namen Gottes tritt am häufigsten da auf, wo von Gott erzählt wird;
z.B. beim Gottesdienst.

Den Prediger hinter der Kanzel bezeichnet man auch als "Sprachrohr Gottes". Er sollte möglichst das weitergeben, was er beim Beten von Gott mitbekommen hat. Natürlich kann und muss er sich auch seine eigenen Gedanken machen – keine Predigt wird von Gott vollständig diktiert.

Auch ich hoffe hier auf dem Blog das zu schreiben, was in Gottes Sinn ist und manchmal bete ich und er sagt mir etwas ganz konkret. Ich hab mich sogar mal als "Gottes Tippse" bezeichnet.

Aber natürlich ist vieles, was ich schreibe, meine persönliche Meinung. Es ist wichtig, dass auch deutlich zu machen.

Paulus sprach mal über die Ehelosigkeit und auch er machte klar, dass er dazu seine eigene Meinung sagt…

"Für die Unverheirateten hat der Herr keine ausdrückliche Anweisung gegeben. Aber ich bin vom Herrn in seiner Gnade dazu bestimmt worden, vertrauenswürdig zu sein. Darum möchte ich euch meine Meinung sagen. …."

1. Korinther 7, 25

Es ist außerdem ein Unterschied, ob ich etwas als absolute Wahrheit hinstelle und sage:

"Dieser Bibelvers bedeutet dies und das…" oder ob ich sage: "Ich denke, dass dieser Bibelvers folgendes bedeutet: …"

 

Es geht nicht darum, den Leuten das zu erzählen bzw. zu schreiben, was ich glauben möchte und was meine eigenen Interessen sind, sondern das was Gottes Wahrheit ist.
 

Und genau das ist das Schwierige und da steckt Missbrauchspotenzial drin!

Es gibt aber ein wichtiges Mittel gegen den Missbrauch, was jeder Hörer und Leser auch nutzen sollte. Es erinnert mich an Mathe, wo es manchmal so Wege gibt, um zu überprüfen, ob ein Ergebnis richtig ist.

Lesen kannst Du das in Apostelgeschichte 17, 11 – 12:
 

"Die Einwohner Beröas waren offener als die Leute in Thessalonich und hörten die Botschaft Gottes mit Interesse an. Tag für Tag forschten sie in den Schriften nach, um zu prüfen, ob Paulus und Silas tatsächlich die Wahrheit lehrten. Die Folge war, dass viele Juden und viele vornehme griechische Frauen und Männer zum Glauben fanden."

 
 
Checke mit der Bibel selbst ab, ob das was Du irgendwo hörst oder liest wirklich mit Gottes Meinung übereinstimmt!

 

Ich bin ganz dankbar, wenn Menschen mich auf etwas hinweisen, was so nicht stimmen kann. Weil ich dann weiß, dass die wirklich prüfen, was ich hier so schreibe. Ich hab die Weisheit nicht gefressen und liege mit Sicherheit auch öfter mal falsch.

 
Menschen, die die Gabe der Prophetie haben müssen auch vorsichtig sein. Diese Menschen beten und bekommen dann manchmal was von Gott gesagt, was für jemanden anderen ist. Oder sie bekommen ein "Bild" für jemanden, d.h. sie sehen innerlich etwas, z.B. eine Tür und der Schlüssel hängt daneben…

Bei sowas ist es sehr wichtig nachzuprüfen, ob der Gedanke wirklich von Gott kommt oder ob da nur die eigenen Gedanken sind. Ich glaube, dass kann schwierig sein.
 

In der Apostelgeschichte 11, 27-29 wird von Agabus erzählt, der einen prophetischen Gedanken hatte:

"Einer von ihnen, Agabus, trat vor die versammelte Gemeinde und sagte auf Eingebung des Heiligen Geistes voraus, dass eine große Hungersnot über die ganze Erde kommen werde – wie sie dann auch tatsächlich unter der Regierung des Kaisers Klaudius eintraf.
Da beschloss die Gemeinde in Antiochia, den Brüdern und Schwestern in Judäa nach Kräften zu helfen – entsprechend dem, was die Einzelnen in der Gemeinde erübrigen konnten."

Das zeigt auch, dass es wichtig ist – sich zu trauen und prophetische Gedanken wirklich weiterzugeben. Denn in diesem Fall traf die Zukunfsprophetie wirklich ein und die Leute konnten handeln.
 
Um abzuchecken, ob ein prophetische Meldung nun wirklich echt ist oder nicht gibt es noch folgende Möglichkeit, zu lesen im Matthäus 7, 15 – 16:
"Hütet euch vor den falschen Propheten! Sie sehen zwar aus wie Schafe, die zur Herde gehören, in Wirklichkeit sind sie Wölfe, die auf Raub aus sind. An ihren Taten sind sie zu erkennen."
Aha. Wenn also einer lebt wie Assi Wolf und mal ganz krass gesagt, ständig neidisch ist, rumzickt und arrogant daher kommt … ist Vorsicht angesagt.
 
 
Im 1. Tessalonicher 5, 19- 22 steht auch noch was dazu:
"Unterdrückt nicht das Wirken des Heiligen Geistes. Verachtet nicht die Weisungen, die er euch gibt. Prüft aber alles, und nehmt nur an, was gut ist. Von jeder Art des Bösen haltet euch fern!"
Ich denke, wenn Du prophetisch unterwegs bist, solltest Du lieber mehrmals abchecken – ob es wirklich von Gott ist, was Dir da so kommt – das gilt auch für für das, was Du im Gebet so mitbekommst.

Jemand, den ich kürzlich beim predigen hörte, der erzählte von einem jungen Mann, der einer jungen Frau sagte:

"Gott hat mir gezeigt, dass Du meine Frau wirst!"

Nun…. der Frau aber nicht. Das gleiche gibt es auch öfter mal, von wegen:

"Gott hat mir gezeigt, dass er Dich bald heilen will!"

Mit diesen "Gott hat mir gezeigt" – Reden kannst Du Menschen ganz schön unter Druck setzen. Du solltest Gott immer um Bestätigung bitten, ob dass wirklich von ihm kommt.


Die Motive von Missbrauch sind vielseitig, bewusst oder unbewusst:

  • eigene Bedürfnisse stillen
  • Selbstdarstellung
  • Wunsch nach Anerkennung
  • uvm.

 

Zum Schluss noch: Gott sagt, er lässt keinen ungestraft, der sein Wort missbraucht.  2. Mose 20, 7

Hm. Ich habe keine Ahnung wie genau die Strafe nun aussehen wird. Fakt ist, wir leben in der Gnade und Gott vergibt uns, wenn wir ehrlich sind, unsere Fehler bereuen und ihn um Vergebung bitten.

Ich denke Gott ist es wirklich ernst damit, dass wir seinen Namen nicht missbrauchen sollen. Also denk ab und an dran, checke ab was Du anderen sagst und kontrolliere auch das, was Du hörst. Behalte das Gute im Blick und hinterfrage immer mal wieder Deine Motive.

 

Sei fett gesegnet
Deine Mandy

 

© Fotos: Spencer Fnnley / flickr.com

Dieser Beitrag wurde am 21. April 2012 veröffentlicht.