Nach Gottes Bild geschaffen – Hä? Was heißt das denn?

Der Mensch wurde nach Gottes Bild geschaffen!

Das kannst Du im 1. Mose 1, 27 nachlesen. Gehört hast Du das wahrscheinlich auch schon mal, doch was bedeutet das eigentlich?

Sehen wir aus wie Gott? Hat Gott einen Körper wie wir? Arme? Beine? Ohren? Zehen? Haare? Organe? 

Wohl kaum, denn Gott ist viel mehr Geist; nicht sichtbar und dennoch da. Denn mit Körper wäre es wohl ziemlich schwierig, überall auf der Welt gleichzeitig zu sein und mit zwei Ohren viele Gebete gleichzeitig zu hören.


Gott schuf auch die Tiere und er gab ihnen, wie uns Menschen, eine Seele, Verstand, Gefühle und Willen. Doch was bedeutet es, dass er die Menschen und nicht die Tiere nach seinem Bild schuf? Wo liegt der Unterschied? 

Wahrscheinlich ist das ein geistlicher Aspekt. Der menschliche Geist ist der Teil des Menschen, der ihn in die Lage versetzt, Gott kennenzulernen und eine Beziehung zu ihm aufzubauen. Und dieser ist in der Lage über Liebe, Annahme, Sinn und Ziele nachzudenken. Ich glaube, Gott hat die Menschen mit einem Teil von sich selbst ausgestattet, damit wir in der Lage sind, Kontakt zu ihm aufzunehmen. Damit die Freundschaft Gott-Mensch überhaupt existieren kann und wir uns an einander freuen können. Denn Freundschaft basiert auf Freiwilligkeit. 
 


Wie macht man einen Hund glücklich? 

Bei meinem Kumpel Hannes funktioniert das ganz gut, in dem man ihm etwas zu futtern, Wasser und einen warmen Schlafplatz gibt. Wenn man ihn dann noch krault, während er genüsslich an einem Knochen kaut …. unbezahlbar!

Aber hast Du schon mal einen Hund gedankenversunken erlebt und fragen hören: "Warum bin ich hier? Was bedeutet das alles? Was für einen Sinn hat mein Leben? Es muss doch noch mehr geben, als das hier!"

Ok, ok – ich naiver Mensch kann natürlich nicht wissen, was ein Hund den lieben langen Tag so denkt und doch behaupte ich mal, dass es nichts Menschlicheres gibt als diese Fragen! 

Mensch und Tier haben teilweise die gleichen körperlichen Bedürfnisse (z.B. Hunger, Durst, Zärtlichkeit), aber irgendwann kommt wahrscheinlich jeder Mensch in seinem Leben (anders als ein Tier) an einen Punkt, wo er sich fragt, was das mit diesem Leben eigentlich soll? Gibt es einen Gott, der sich all das ausgedacht hat? Oder nicht?


Ich glaube DAS ist es, was Gott in uns eingebaut hat und was uns ihm ähnlich macht. Gott wünscht sich eine Beziehung aus Liebe zu uns Menschen. Liebe, in Gottes Sinn, ist nur möglich, wenn der Mensch die Freiheit hat zu wählen.
 

Durch die freie Beziehung – Gott / Mensch – geben wir Gott die Macht und Möglichkeit, durch uns zu wirken. Er kann uns durch seinen Geist beeinflußen und wir wiederum können dann die Menschen um uns herum beeinflußen. Und das sollten wir noch viel öfter tun!!


Gottes Wesen ist Liebe und diese Liebe weiterzugeben ist weltverändernd!


Wie gern möchte ich öfter sagen können: "Schau Dir xy an und Du weißt, wie Gott gestrickt ist! Dieser Mensch wurde nach seinem Bild geschaffen und das kannst Du sehen. Oder?" 


Das ist etwas philosophisch und tricky und doch finde ich es faszinierend! Gott, der Schöpfer der Welt und Menschheit, hat mich nach seinem Bild geschaffen! Was für eine Ehre!

 

Denk nicht nur drüber nach!

Deine Mandy

© Foto: Mandy / unendlichgeliebt.de

 


Wer schreibt diesen Blog und warum? – Das erfährst Du, wenn Du HIER klickst
Kann ich Dich und Deine Blog-Arbeit unterstützen? Ja, dass ist möglich, dazu HIER klicken. Ich danke Dir von Herzen!

Dieser Beitrag wurde am 17. Februar 2015 veröffentlicht.

11 Gedanken zu „Nach Gottes Bild geschaffen – Hä? Was heißt das denn?

  1. Anke

    "Doch frag nur die Tiere, sie lehren es dich …" (Hiob 12,7) Hunde führen ein herrlich unverzwecktes Leben. Die Unmittelbarheit zu Gott ist uns Menschen abhanden gekommen. Die Tiere wissen es einfach. Nicht umsonst waren mehr Tiere auf der Arche Noah als Menschen und die haben es nicht nötig über den Sinn des Lebens nachzudenken. Sie sind einfach. Nah an Gott. Nah an Menschen. Und sie reden keinen Unsinn. Das liebe ich an meinen besonders 😉

    Antworten
    1. Susanne

      Wenn ich mir meinen Willi (Pudelmix) ansehe, dann meine ich auch, dass er weiß, er ist auf der Welt, um glücklich zu sein und seine Menschen glücklich zu machen. Wir gehen regelmäßig ins Kinderhospiz und ab September auch in Altenheime, damit Willi da einfach schmust und spielt und den Menschen Freude schenkt. Ich bin mir sicher, dass er in den Himmel kommt. Tiere haben reine Seelen.
       

      Antworten
  2. Peter

    Tiere sind vor allem eins – im Unterschied zum Menschen: sie sind immer frei von Schuld, schuldlose Wesen. Klar haben wir Menschen Dinge mitbekommen, die uns zu dem werden ließen, was wir heute sind. Aber der Mensch sollte sich öfters mal dran erinnern, was Tiere auch sind: Geschöpfe Gottes! Menschen neigen meiner Meinung nach zu sehr dazu, sich von Tieren allzusehr zu distanzieren, sich zu sehr "über alles" zu stellen. Die Erkenntnisse der Wissenschaften rücken uns immer deutlicher in deren Nähe. Wissenschaft ist nicht zwangsläufig ein Widerspruch zu unserer Religion, im Gegenteil! Wir sind ebenfalls Tiere, Geschöpfe Gottes, nur eben etwas anders mit Fähigkeiten ausgestattet  :-)

    Antworten
    1. Colin

      Ich hatte mal einen wundervollen kleinen Hund. Oft trabten, zottelten wir beide fröhlich durch Oldenburg. Echt mutig war er auch, sogar als meine Verlobte und ich mit einem kleinen Flieger auf eine Nordseeinsel flogen, wir haben dort geheiratet, und ein fieser Sturm aufkam, der die Maschine aber so was von durchschüttelte, sass Wuschel stolz und unerschütterlich ruhig und brav neben mir.

      Jetzt kommt das, was ich eigentlich  erzählen will. Unsere Ehe hielt leider nicht sehr lange und so saß ich eines Tages traurig und heulend in meinem Sessel. Wuschel zu meinen Füßen sah mich ganz beobachtend voller Sorgen und liebevoll an, so als ob er mir sagen wollte: „Bleibt tapfer, Herrchen.“ Als ich einige Tage später dann die Wohnung verlassen musste, Wuschel konnte, durfte ich nicht mitnehmen, er gehörte meiner Frau, lagen wir beide nebeneinander auf dem Flur und  haben geweint.

      Heute, so viele Jahre danach, muss ich wieder an Wuschel und seine Augen denken. Damals bin ich Jesus noch nicht nachgefolgt, heute jedoch glaube ich, Er war es, der mich durch diese treuen und lieben Hundeaugen angeschaut und mir dadurch mut gemacht, mir gesagt hat: „Colin, es geht weiter, Dein Leben geht weiter.“ Und so war es, so ist es ja auch.

      Antworten
    2. Susanne

      Lieber Colin,

      das kann ich so gut verstehen. Die letzten Jahren waren sehr schwer für mich, und mein Willi ist mir so ein großer Trost. Wenn er mir so tief in die Augen schaut, dann berührt er meine Seele. Oder wenn er merkt, dass es mir nicht gutgeht und er mich so liebevoll anstupst als kleine Aufmunterung, oder wenn er einfach nur kuscheln möchte. Ein Tier gibt so viel Kraft. Meinen Willi (ein blonder Pudelmischling, sehr ausgefuchst) ist für mich ein Gottesgeschenk.

      Antworten
  3. Gekreuz(siegt) Moderatorin - Ulrike

    Ja, Tiere sind wundervoll…aber wenn du etwas WIRKLICH wundervolles sehen willst, dann gehe in dein Badezimmer und schau in den Spiegel. 😀

    Oder schau dir dein Gegenüber in den Bewusstsein an, dass auch er im Bild Gottes geschaffen ist. 

    Er hat uns alle in so Vielem sich selber gleich gemacht. Wir können kreativ, sein wie er. Wir können lieben. Wir können barmherzig, großzügig und humorvoll sein, ganz so wie er. Wir können sanftmütig, zart und mutig sein. – All das und noch viel mehr, ist von ihm in uns angelegt.

    Ich finde, er hat uns Menschen wahrhaft fabelhaft hinbekommen. 😀

    LG Ulli

    Antworten
  4. Claudia Schneider

    Ja, ich gucke in den Spiegel und sage Danke zu Jesus, denn so übel hat er mich gar nicht aussehen lassen. Das Tolle ist, (auch wenn mir jetzt vielleicht keiner glauben mag) : Je älter ich werde, desto besser gefalle ich mir. Ja, richtig! Erst ab einem gewissen Alter bekommen Menschen, ein sogen. Charaktergesicht. Mit Lachfalten, Stirnfalten, etc.. Aber: die Augen sind ein Spiegel der Seele, sagt man und wenn ich lächle, dann strahlen meine Augen und das finde ich schon auch bemerkenswert, weil ich einfach authentisch bin und bleiben möchte. Dafür bin ich Jesus auch sehr dankbar, dass aus der jungen Frau, die es allen "Recht" machen wollte, eine reife Frau geworden ist, die sich selbst genügt. Da könnt`ich Jesus die Füsse für küssen. Danke.

    Antworten
  5. Claudia Schneider

    Zum Thema Tiere wollte ich noch was schreiben. Tiere haben selbstverständlich eine Seele und leben nur im Hier und Jetzt. Das schaffe ich nicht immer. Tiere wurden uns zur Seite gestellt, um dies ebenfalls zu lernen, im Hier und Jetzt zu leben und Menschen nach ihrem Tun und Sein und nicht einfach nur nach ihrem Haben oder Haben-Wollen-Müssen, zu be-urteilen. Tieren ist es egal ob ich schön oder nicht so schön bin, ob ich viel Geld habe oder nur wenig, Hauptsache, ich bin da und gut zu meinem Tier, das ist dann gut genug. Soetwas Selbstloses gibt es ansonsten fast nicht, ausser bei unseren Tieren. Meine Hündin ist meine beste Freundin, das weiss ich ganz einfach, weil ich sonst keine richtigen Freunde mehr habe. Ich habe viele Bekannte, aber ich würde sie nicht als beste Freunde bezeichnen, dazu gehört schon noch ein bischen mehr. Der Hund und die Katzen sind aber einfach unsere besten Freunde und so behandeln wir sie auch.

    Antworten
  6. Eine Mutter

    Liebe Mandy, hab lange über deinen Artikel heute nachgedacht. Du schreibst:

    Der menschliche Geist ist der Teil des Menschen, der ihn in die Lage versetzt, Gott kennenzulernen und eine Beziehung zu ihm aufzubauen. Und dieser ist in der Lage über Liebe, Annahme, Sinn und Ziele nachzudenken.

    Mein Sohn ist geistig behindert, er kann nicht sprechen, und ich bin mir nicht sicher, ob er in der Lage ist, "über Liebe, Annahme, Sinn und Ziele nachzudenken." Er lebt einfach in den Tag hinein, gibt Liebe und erwidert Liebe und ist in der Regel fröhlich. Trotzdem, wenn man es mal ganz krass ausdrücken will, müsste man sagen, da ist mancher Hund intelligenter und mitfühlender als unser Kind (Colins Bericht macht das deutlich). Die Nationalsozialisten haben deshalb entschieden, dass Menschen mit geistiger Behinderung keine richtigen Menschen sind und es deshalb auch nicht schlimm ist, wenn man sie tötet. Auch heute gibt es immer noch ein solches Gedankengut, deshalb ist es möglich, Kinder mit Behinderungen teilweise bis kurz vor ihrer Geburt abzutreiben.

    Was also macht wirklich einen Menschen aus? Wurden Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen auch nach Gottes Ebenbild geschaffen oder ist da irgendwas schief gelaufen? Was macht uns zu Gottes Ebenbildern bzw. wo sieht Gott sich selbst in uns? Ich persönlich glaube, dass wir das nie so ganz begreifen werden, sondern dass es unsere Aufgabe ist, das ganz einfach zu glauben, auch wenn man äußerlich eher das Gegenteil vermuten würde. Gott kann gerade in den Menschen ganz Gott sein, bei denen viel Platz ist, die den Platz nicht selbst ausfüllen wollen oder können. Wir haben die Aufgabe, diese Sicht vom Ebenbild Gottes in jedem Menschen in unserer Gesellschaft vehement und konsequent zu verteidigen, damit nicht wieder irgendwann der Gedanke der Euthanasie salonfähig wird.

    Mandy, ich weiß, dass du keine solche Gedanken hast. Aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht die Ebenbildlichkeit mit Gott mit dem "Bewusstsein" eines Menschen und seiner Fähigkeit, über den Sinn des Lebens nachzudenken, erklären. Das wäre zu kurz gegriffen!

    Antworten
    1. Mandy Artikelautor

      Hallo liebe unbekannte Mama.

      Es ist schön und wichtig, dass Du schreibst. Ja, es ist schrecklich das Kinder mit Behinderungen solange Zeit legal abgetrieben werden können …

      Ich denke Gott hat jeden Menschen nach seinem Bild geschaffen! Natürlich auch Deinen Sohn. Einem Baby oder kleinem Kind ist es ja auch noch nicht möglich über Sinn und Ziele des Lebens nachzudenken. Und vielleicht ist diese Fähigkeit auch manchmal eine Behinderung für uns … Jesus sagt nicht umsonst; werdet wie die Kinder! Sie haben etwas ganz Besonders, was Du bei Deinem Jungen sicher auch feststellst; sie nehmen Gutes viel eher an und vertrauen schneller. Sie hinterfragen nicht lange, sondern freuen sich einfach. :-) 

      Ich sehe es wie Du, gebe Dir Recht, dass wir es wohl so ganz nie begreifen können. Ich muss gerade an Nick Vujicic denken, ein toller Typ – der ohne Arme und Beine zur Welt kam und sich ähnliche Fragen gestellt hat. Wo liegt der Wert im Menschen? Was macht ihn aus? Macht Gott Fehler? Falls Du ihn noch nicht kennst, Du solltest unbedingt mal seine Biografie lesen. 

      Was ich mir noch denke und worüber Du Dir wesentlich mehr Gedanken gemacht haben wirst; wer weiß schon so genau was Dein Sohn denkt und wie er mit Gott kommuniziert? Ich habe mal einen blinden Menschen getroffen – er konnte nie sehen. Er erzählte mir von seinen Träumen. Er sieht Farben – dabei weiß er eigentlich gar nicht was blau oder rot ist. Es ist wohl eine andere, für uns Sehende, nicht begreifbare, Vorstellung.

      Ich wünsch Dir alles Liebe von Herzen! Danke, für Deine Gedanken! Vielleicht füge ich im Beitrag noch was dazu und erkläre es noch etwas besser, wie ich es meine.

      Mandy

      Antworten

Hinterlasse eine Antworte für Peter Cancel Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.