Von Superchristen, Sklaven und Freunden …

"Leistung bringen!" ist eines der höchsten Gebote in unserer Gesellschaft!


Das geht spätestens in der Schule los, setzt sich beim Studium fort und auch am Arbeitsplatz ist Leistung einer der wichtigsten Maßstäbe!

Es geht um Leistung; in der Wirtschaft, beim Sport, oft auch in Beziehungen.

Wer Leistung bringt, ist anerkannt und beliebt. Wer zu wenig Leistung bringt, gilt als schwach und wird ausgetauscht. 


Ich glaube, dieses Leistungsdenken beherrscht uns manchmal so sehr, dass wir es selbst schon gar nicht mehr merken. Es ist uns so in Fleisch und Blut übergegangen, dass wir denken, auch Gott habe uns lieber, wenn wir alles richtig machen und lehne uns ab, wenn wir Mist bauen und Fehler machen. 


Und dann kommt Jesus und sagt: "Hey, Du darfst schwach sein! Ja, DU! Ich liebe Dich unendlich! Ganz egal, wieviel Du leistest oder nicht leistet! Meine Liebe und Gnade schenke ich Dir, weil Du DU bist und nicht weil Du sonst wie viele tolle Dinger drehst!"


Scheiß auf Supermänner, Superfrauen, Superschüler, Superlehrer, Superkinder, Supereltern, Superchristen, Superpastoren, Supergemeinden, Superstars ….

Gott will DICH!! Er findet Dich als Mensch SUPER!

So, wie Du gerade vorm Laptop, PC oder vorm Handy hockst und diesen Blog liest!


Auch, wenn es eine bittere Erkenntnis ist: Supermenschen gibt es genauso wenig wie den Weihnachtsmann! 


Vielleicht bewunderst Du all diese scheinbaren Supermenschen und vielleicht verkörpern sie genau das, was Du Dir für Dich wünschst. Vielleicht wärst Du auch gern so ein Supermensch?!

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Dieser Beitrag wurde am 5. Juli 2019 veröffentlicht.

Du sollst nicht lügen! – Geht das überhaupt??

Das 8. Gebot lautet: "Du sollst nicht lügen!" 

Genau genommen heißt es: "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten." (2. Mose 20, 16 Lut) oder auch so übersetzt: "Sag nichts Unwahres über deinen Mitmenschen!" (2. Mose 20, 16 HfA)

Laut mehrerer Studien lügt der Mensch angeblich 25 bis 200 Mal pro Tag! Vermutlich lügt der Mensch um so häufiger, je mehr er mit anderen Menschen zusammen ist. Wenn ich den ganzen Tag allein auf meiner Terrasse faulenze, werde ich weniger zum Lügen verleitet, als wenn ich mich mit Menschen unterhalte, mit ihnen arbeite und mit ihnen diskutiere. Das ist gilt natürlich nur dann, wenn ich beim faulenzen nicht im Internet surfe! Denn vermutlich wird wohl nirgendwo mehr gelogen als da … 
 

lüge


Warum lügen wir?

Einer der häufigsten Gründe für eine Lüge ist Angst. Wir lügen, wenn wir uns nicht sicher fühlen oder uns selbst beruhigen müssen. Wir lügen, um Aufmerksamkeit zu bekommen oder uns interessanter zu machen. Um letztlich zu sagen: "Hey, übersieh mich nicht". Wir haben Angst, übersehen und nicht geliebt zu werden. Dabei schwindeln wir oft nicht nur andere Menschen an, sondern auch uns selbst.


Kleine Anmerkung am Rande: Schon wenn Du denkst, Du würdest nicht geliebt, ist das eine Lüge! Meine Überzeugung ist, dass Gott jeden Einzelnen von uns geschaffen hat, WEIL er ihn wollte, WEIL er ihn UNENDLICH LIEBT! Kurzum: Auf dieser Erde laufen nur Wunschkinder rum!


Es gibt auch Lügen, mit denen ich jemandem schaden möchte. Ich täusche ihm bewusst etwas vor oder verschweige ihm absichtlich eine wichtige Information. Es gibt Lügen, die dazu führen, dass ich selbst besser dastehe – ich verschaffe mir dadurch einen Vorteil. Oftmals sind das auch die so genannten "Notlügen". Es gibt Lügen, die aus egoistischen und bösartigen Motiven entstehen, aber auch Lügen aus sozialen und moralischen Gründen, um sich selbst oder andere zu schützen. 


Ist es überhaupt möglich, nicht zu lügen?

Die Wahrheit kann weh tun, also verschweigen, verschleiern oder verschönern wir sie. Wir meinen es gut, sind höflich und wollen den anderen nicht (unnötig?) verletzen. So lassen wir lieber mal eine unangenehme Wahrheit weg, um das Miteinander nicht zu belasten. 

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Dieser Beitrag wurde am 3. Juli 2019 veröffentlicht.

Mach’s wie Hiob!

Die Feuerwehr in Dortmund musste kürzlich einem Eichhörnchen zu Hilfe eilen, das in einem Gullideckel stecken geblieben war.  

Eichhörnchen

Da sie das Tier nicht vor Ort befreien konnten, nahmen sie einfach den ganzen Gullydeckel mit zum Tierarzt. Das Eichhörnchen konnte befreit werden, ihm ging es danach, bis auf leichte Halsverletzungen, wieder gut.  


Vielleicht fühlst Du Dich auch gerade wie das Eichhörnchen?  

Du steckst in der Klemme, es geht weder vor noch zurück?!  

Wenn man die Bibel durchliest, ist der "Vorzeigekanditat" par excellence für unausweichlich scheinende Situationen ganz klar Hiob! Er sitzt, wie ein Häufchen Elend, vor den Trümmern seines Lebens: gesundheitlich, nervlich und finanziell absolut am Ende.  

In solchen Situationen wünscht man sich Menschen, die kommen und sagen: "Hey, halte durch! Gemeinsam schaffen wir es hier raus!" Menschen, die dich (wenn nötig) mit dem Gullydeckel wegschleppen und dorthin bringen, wo dir geholfen wird!  

Doch Hiobs Frau kommt zu ihm und sagt:  „Sag Gott ab und stirb!"  

Hiobs Antwort ist echt beeindruckend! Er sagt: »Das Gute haben wir von Gott angenommen, sollten wir dann nicht auch das Böse annehmen?« (Trotz aller Schmerzen sagte Hiob wirklich kein böses Wort über Gott.)  – das steht in Hiob 2, 10  

Diese Frage fand ich spontan … entmutigend. sad 

Doch etwas länger darüber nachgedacht, ist sie jedoch eine echte Herausforderung, denn manchmal wendet Gott keineswegs das Blatt so schnell und zack: Gullideckel weg und wieder alles heile. Nee, manchmal müssen wir echt lang ausharren, warum auch immer.

Gott kann uns vor Leid bewahren, aber er kann Leid auch zulassen, ohne das wir (sofort) verstehen, warum. Ich glaube, genau hier möchte uns der Teufel "am Arsch kriegen" und hofft, dass wir an diesem Punkt Gott unser Vertrauen entziehen.  


Mach's wie Hiob!

Er blieb an Gott dran, auch wenn es hart war, und am Ende ging es gut für ihn aus!

Ich denke, wenn wir immer wüssten, warum wir leiden müssen, könnte unser Glaube nicht wachsen.


Und hey, in letzter Konsequenz kann uns all der Mist im Leben, sämtliche Schmerzen und selbst der Tod nicht scheiden von der Liebe Gottes.      

 

Bis denn.
Deine Mandy
 


PS: Das war ein SeelenFutter. Ich verschicke es täglich per Mail und WhatsApp. Ich lade Dich dazu ein: www.unendlichgeliebt.de/ich-lade-dich-ein
 

Dieser Beitrag wurde am 2. Juli 2019 veröffentlicht.

Willst Du neidisch oder glücklich sein?

Das mit dem Neid ist ja so ein Ding.

Wer gibt schon offen zu: "Boar, die Ische nebenan fährt nun schon zum dritten Mal dieses Jahr in den Urlaub!!! Ich war zuletzt 2007 irgendwo!! Und nein, ich war da natürlich NICHT am anderen Ende der Welt, sondern nur in ÖSTERREICH!!" oder "Man, der Günter und die Sabine sind jetzt seit 32 Jahren verheiratet und lieben sich scheinbar noch immer!! Und ich?? 2x geschieden … und wieder Single!" oder: "Ja klar, auf den Lukas bin ich voll neidisch, der mit seinem fetten Porsche!!! Ich fahr seit 11 Jahren meinen popeligen OPEL CORSA!!"


Wobei es diese Art von Neid vermutlich seltener gibt. Denn als Opelfahrer kommt man wohl meist aus einer anderen Gesellschaftsschicht als der werte Mitbürger, der im Porsche hockt.

Otto Normalverbraucher vergleicht sich vermutlich eher mit anderen Otto Normalverbrauchern. Da ist die Einkommensspanne zwar auch groß, aber ne Million auf dem Konto zu haben, sprengt dann doch meist den Rahmen. Also wird der "Schwanzlängenvergleich" häufiger mit Familienangehörigen, Kollegen, Bekannten, Freunden und Nachbarn durchgeführt.

Neid muss nicht permanent da sein, dafür ist er meist penetrant. Er kann zackig aufflammen, wenn man ein verliebtes Paar sieht und sich sehnlichst wünscht, nicht mehr länger allein durchs Leben gehen zu müssen. Kaum sind die Turteltauben aus dem Blickfeld, ist der Neid dann auch meist flott wieder futsch. Und tschüss, bis zum nächsten Mal! 

Wenn man dann doch mal den Menschen fürs Leben gefunden hat, kann sich aber auch dort Neid entwickeln. Weil die "bessere Hälfe" gechillter durchs Leben geht, erfolgreicher im Job ist, bla bla bla …
 

Der Komiker und Schauspieler Bernd Stellter bringt es auf den Punkt: "Eine Ehe ist wie ein Restaurantbesuch – man denkt immer, man hat das Beste gewählt, bis man sieht, was der Nachbar bekommt."
 

Neid


Neid ist so alt wie die Menschheit.

Kain erschlägt aus Neid seinen Bruder Abel. Weil Gott Abel anscheinend bevorzugt behandelt hat. Dann die Story von Josef und seinen Brüdern. Und denk an David, der vor dem neidischen Saul abhauen musste und, und, und … 


Für Neid schämt man sich schon ein wenig. Denn solche Gefühle darf man nicht haben, schon gar nicht als Christ! (*Ironie: off)

 

Ich frage mal in die Runde:

Bist Du (hin und wieder) neidisch?

"Neee, damit hab ich echt kein Problem!" Logisch. Neidisch sind immer nur die anderen. Klicke ruhig weiter ;-) 


Ich gebe Friedrich Nietzsche, dem alten Philosophen, Recht: "Neid und Eifersucht sind die Schamteile der menschlichen Seele.“  


Wir Menschen vergleichen uns einfach zu gern. Dabei haben wir meist einen echten Tunnelblick!
 

Wenn wir schon vergleichen, sollten wir am besten folgende Regeln beachten:

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Dieser Beitrag wurde am 20. Juni 2019 veröffentlicht.

Wie Jesus Versuchungen widerstand …

Was ist eine "Versuchung"? 

Eine Versuchung ist eine Art Verführung oder Verlockung zu etwas, dass man nicht tun sollte und oft auch nicht tun will. Doch die Verlockung, quasi der Drang danach, ist groß.  

Versuchungen gibt es in ganz unterschiedlichen Gebieten unseres Lebens: zB. im sexuellen, spirituellen oder im gesundheitlichen Bereich, auch gibt es moralische Versuchungen.  

Für den einen ist es Kohle, Ruhm & Ehre. Der Nächste isst zu gern ungesundes Zeug. Für den Übernächsten liegt die Versuchung darin zu saufen, zu rauchen oder andere Drogen zu konsumieren. Der Überübernächste bedient sich bei Prostituierten oder Pornos. Und, und, und …  

versuchung
Versuchungen lauern, genau genommen, an jeder Ecke und führen häufig zur Sucht. Und da Sucht immer nach etwas sucht, kann man somit auch sagen: Versuchung sucht nach etwas, dass (kurzfristig) befriedigt.

Eine Versuchung ist trügerisch, tückisch und vermittelt: "Wenn Du nachgibst, bekommst Du etwas, dass Dir gut tut und Dich glücklich macht!


Und dann lese ich im Hebräer 4, 15 – 16 HFA:  

"Jesus gehört nicht zu denen, die unsere Schwächen nicht verstehen und zu keinem Mitleiden fähig sind. Er musste mit denselben Versuchungen kämpfen wie wir, doch im Gegensatz zu uns hat er nie gesündigt. Er tritt für uns ein, daher dürfen wir mit Zuversicht und ohne Angst zu Gott kommen. Er wird uns seine Barmherzigkeit und Gnade zuwenden, wenn wir seine Hilfe brauchen."    

Interessant, interessant! 


Da stellt sich mir doch glatt die Frage: 

Wie hat er das gemacht? Wie widerstand Jesus Versuchungen?

Da steht, er habe NIE gesündigt! Dabei war Jesus doch ein Mensch, wie du und ich?! Ja, klar, er ist auch Gott … aber war gleichzeitig auch Mensch: menschgewordener Gott! 
 

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Dieser Beitrag wurde am 17. Juni 2019 veröffentlicht.

Sehen und (nicht) gesehen werden

Das heutige SeelenFutter (täglich per WhatsApp oder Mail) sah heute so aus:


Schöne Frau beim Sonnenbaden …

Sonnenbaden     .

... Nicht die …. die Andere!!  


Du hast die Frau im Sand fast übersehen, oder? wink 

Nicht gesehen werden – ist ein großes Thema in vielen Biografien.

Mal ehrlich: Nicht jeder von uns polarisiert, ist "der große Macher" oder in einer Gruppe gut präsent. Es gibt Menschen, die still mitlaufen, sich eher im Hintergrund halten. Wie ermutigend ist dann dieser zentrale Satz einer biblischen Erzählung, die im 1. Buch Mose 16,10 überliefert wird:

"Du bist ein Gott, der mich sieht."


Dieser Satz stammt von der Ägypterin Hagar, einer Frau, deren Namen man nur weiß, weil sie die Sklavin von Abraham und Sara war. Und weil sie dann die Mutter von Abrahams erstem Kind geworden ist.  

Hagar war vielleicht eine wunderschöne und kluge Frau! Doch als Sklavin hatte sie kaum Rechte, fand kaum Beachtung und bekam wenig Anerkennung und Wertschätzung. Sie musste "funktionieren"! Einfach möglichst nur schnurstracks und kommentarlos das erledigen, was ihr jeweils gerade aufgetragen wurde. 


Aber dann blieben Abraham und seine Frau Sara kinderlos, obwohl sie sich sehnlichst Kinder wünschten. Wer sollte denn schließlich all ihren Besitz, ihr Hab & Gut erben und den Hof weiterführen … Piiiing!!! Da kam Sara die Idee: Soll doch der Abraham mit Hagar ein Kind zeugen! Vielleicht klappt das so? Als Sklavin hatte Hagar noch nicht mal Rechte an ihrem eigenen Kind. Jetzt musste sie sich also auch noch prostituieren und mit Abraham ins Bett gehen. Wie furchtbar! Auch wenn Zwangsehen damals gang und gäbe waren, ob das diese jedoch besser macht, bezweifle ich. Wie oft sie Sex hatten, keine Ahnung … Fakt ist: Hagar wurde tatsächlich schwanger. Sie trug nun ein Baby von Abraham in sich, das ihre Herrin (was für ein ekliger Ausdruck, aber ist ja so) leider nicht selbst bekommen konnte.

In der eifersüchtigen Sara brodelte es. Anstatt Hagar dankbar zu sein, wurde diese nun unter Saras Fuchtel nur noch mehr gequält. Hagar hielt dieses Leben eines Tages nicht mehr aus und haute daher ab in die Wüste. Dort, so steht es in der Bibel, traf sie einen Engel.

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Dieser Beitrag wurde am 13. Juni 2019 veröffentlicht.

Warum Gott anklopft …

Tür anklopfen

Warum rennt Gott uns nicht die Tür ein, haut mal ordentlich auf den Tisch und zack sämtliche krebskranke Menschen sind geheilt?

Wieso, wenn es doch in seiner Macht liegt, baut er nicht mit einem Fingerschnipp vom Krieg oder Überschwemmungen oder von sonstwas zerstörte Städte und Dörfer wieder auf?

Weshalb sind noch immer soviele Menschen unfähig sich zu bewegen, zu laufen, zu gehen … weil sie einen schlimmen Unfall hatten? Zack, alle gelähmten Menschen wären wieder mobil!


Das wären dolle Dinger!


Klar, glaube ich an Wunder! Ich glaube, dass Gott im Kleinen groß wirkt! Denn was wäre mein Glaube denn, wenn ich ihn begrenzen würde? Mein Glaube ist unendlich groß! Hallo? Es gibt mich! Schon ich allein bin ein Wunderwerk für sich. Ich traue Gott jede Menge zu, auch das was ich oben beschrieben habe … stell Dir mal die Schlagzeilen vor, die das gebe!

Man könnte denken, die Menschen müssten dann an Gott glauben … äh, dass heißt sie würden wissen das es ihn gibt! Denn ab und an würden wir natürlich auch eine Stimme hören, die aus den Wolken dröhnt. Glaube gäbe es nicht – es wäre pures Wissen! Sicher gebe es einige Verschwörungstheoretiker, die sich all das anders erklären. Logo. Aber im großen ganzen bräuchten wir keinen Glauben! Wir glauben nicht, dass die Erde rund ist. Wir wissen es. 


Die Frage, die mir durch den Kopf geht:

Würde Gott unseren freien Willen antasten, wenn er sich so zeigen würde? 

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Dieser Beitrag wurde am 21. Mai 2019 veröffentlicht.