Die schwierigen Christen

Im Leben eines Christen sollten sich Wesenzüge von Gott spiegeln! 

Von dieser Überzeugung wird mich so schnell keiner abbringen.

Gott ist in erster Linie Liebe! Er liebt seine Freunde, er liebt sogar seine Feinde, er vergibt bei ehrlicher Reue, er ist ein Gott voller Gnade. Wir Menschen sind Menschen, keine kleinen Götter. Die müssen wir auch nicht sein, sollten aber als Christen darum bemüht sein, jesusmäßig zu leben und göttliche Ideale anzustreben.

Mefi-Boschet, ein Typ aus der Bibel, fasste seine Grundhaltung zum Leben gut zusammen: "Ist da noch irgendjemand… ich will ihm Gutes tun." Ja. So will ich leben. Ich will abends in mein Bett gehen mit dem Wissen: Ich habe etwas bewirkt in dieser Welt! 
 

Nächstenliebe


Es geht nicht darum, 24 Stunden täglich mit hilfsbedürftigen Menschen abzuhängen, sondern um eine gesunde, hingebungs- und liebevolle Grundeinstellung Gott und Menschen gegenüber. Und natürlich sollte ich dabei auch mein eigenes Wohl nicht vergessen. Ich bin wichtig und etwas Besonderes, deshalb will ich mich auch um mich kümmern.


In unser Welt regiert Macht und Geld. Bei Gott regiert Liebe.
Manchmal träume ich davon, die Liebe würde auch in unserer Welt reagieren… 


Manchmal erlebe ich ein kleines bisschen heile Welt. Eine Welt voller Liebe. Zum Beispiel dann, wenn ich mit Leuten zusammen bin, die Jesus lieben. Ich habe das große Glück, gleich mehrere Freunde zu haben, die ich ohne Bedenken mitten in der Nacht anrufen könnte, wenn ich in Not bin. Sie können das auch bei mir tun. Ich würde mich sogar freuen, wenn sie zu mir kommen. Sie können jederzeit an meiner Tür klopfen. Sie halfen mir in Krisenzeiten. Ohne sie wäre ich in schweren Zeiten längst müde geworden.

Auch hier auf und durch den Blog erlebe ich Menschen, die bedingungslos für andere da sind. Die sich Zeit nehmen, die ausgiebige und durchdachte Kommentare schreiben, um anderen Menschen Mut zu machen. Die durch ihre Worte Liebe geben, die annehmen statt ablehnen, die andere ernst nehmen, statt sich über sie lustig zu machen oder sie zu verurteilen. Ich liebe Euch, Leute! Denn so soll es sein.
 

Und dann gibt es Menschen, die….  

Du erwartest, dass ich jetzt ordentlich loslege, oder? Schließlich muss ich ja dem Titel des Blogartikels gerecht werden! Nichts muss ich! Ich vergesse den Balken in meinem Auge nicht, oft genug war und bin ich selbst der Arsch, der meint, irgendwas besser zu machen oder toller zu sein oder frommer zu sein oder weiß ich was.


Ich werde das Verhalten von Menschen nicht mit "richtig" und "falsch" ettikettieren.
Wer bin ich, um das zu beurteilen? 


Gemeinden vor Ort und auch dieser Blog sind ein Sammelbecken für Menschen mit schwierigen Biografien. Machen wir uns nichts vor, gerade Menschen, die Schlimmes erlebt haben, suchen Trost. Sie finden ihn oftmals im Glauben und das ist auch gut so! Meine Kindheit war nicht schön, meine Jugend war "ereignisreich"… heute bin ich im großen und ganzen ein glücklicher Mensch! Und ich bin Christin!

Weißt Du, was Jesus sagte? Er sagte: »Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, solche Menschen in Gottes neue Welt einzuladen, bei denen alles in Ordnung ist, sondern solche, die Gott den Rücken gekehrt haben. Sie soll ich dazu aufrufen, ihr Leben zu ändern.« - Lukas 5, 31-32 GNB


Menschen, die sich mit Gott auseinander setzen, Seine Liebe und Gnade für sich entdecken, die werden diese auch an ihre Mitmenschen weitergeben. Ja, ich weiß. Das mag mancher als anmaßende These empfinden.


Wenn Du Probleme mit anderen Christen hast, dann denke mal drüber nach, ob Du Deine Anerkennung bei ihnen oder bei Gott suchst?!


Ich glaube, dass der Hund oft genug an dieser Stelle begraben liegt. Versuche Dir Gedanken darüber zu machen, warum Du manche Christen als schwierig empfindest. Was kannst Du tun, um schwierige Beziehungen zu optimieren?

 

Mit diesen Fragen verabschiede ich mich – mir fehlt gerade etwas Zeit.


Beim nächsten Mal geht es weiter.

Bis dahin
Mandy

 


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Dieser Beitrag wurde am 5. Juli 2018 veröffentlicht.

4 Gedanken zu „Die schwierigen Christen

  1. Mauerblume

    Ganz schwieriges Thema. Ich habe selbst schon Leute erlebt, die derart hartherzig irgendwelche Kirchengesetze ausgelegt haben und anderen Leuten verurteilend das Christsein absprachen, dass es mir erstmal die Sprache verschlug. Ich musste dann etwas auf Abstand gehen und konnte mit der Zeit verstehen, dass es Gott allein zusteht zu beurteilen, wer auf den Spuren von Jesus wandelt und wer eher weniger oder evtl. auch gar nicht. Inzwischen halte ich mich an Christen, die für mich erkennbar um die Nachfolge von Jesus bemüht sind und meide Menschen, von denen ich den Eindruck habe, dass sie anderen Leuten hartherzig gegenübertreten und keinerlei Gesprächsbereitschaft zeigen (können oder wollen).

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    1. Simon

      Sind wir in Gemeinschaft mit Jesus Christus nicht gross und stark ? Jesus ist in der Wüste versucht worden und der Satan hat ihn nicht gewonnen. — Die Welt wird mit Geld regiert, die Macht haben wenige an sich gerissen. Wir müssen uns nicht kaufen lassen. Wir können in der Liebe Jesus Christus handeln.

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  2. Christine

    Schwierige Christen…gehöre ich auch dazu, ging mir als erster Gedanke durch den Kopf !!
    Ganz sicher habe ich auch meine Macken…die manchmal nicht nur mir auf die Nerven gehen. Ich bin gerade am Weg wo Gott mir sagt..ich kann mir nichts “erarbeiten ” in seinem Reich und auch nicht in seinen Augen. Nicht auf Anerkennung von Menschen zu warten und zu hoffen..puh da muss man ganz schön umdenken. Wer will nicht gebraucht werden und wichtig sein!
    Ich richte mich gerade neu aus..alles was ich tue für JESUS zu tun, dann brauche ich auf nichts warten und hoffen..und die Beziehung zu Menschen ist erwartungsfrei…!!!
    Aber glaubt nicht dass das einfach ist..bei mir auf jeden Fall nicht..aber Gott ist ja da.

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