Wäre doch nur jeden Tag Weihnachten ….

1914: Weihnachten im Schützengraben

Ich weiß nicht, ob Du jemals von diesem Ereignis gehört hast. Ich weiß auch nicht, ob es sich genauso zugetragen hat. Das weiß wohl keiner so genau, vermutlich wurde es über die Jahrzehnte romantisch ausgeschmückt. Doch der Kern der Botschaft berührt mich und ich bin überzeugt davon, dass er die Welt von Grund auf verändern würde.  


1914 begann der erster Weltkrieg. Im August 1914 hatten die Generäle den Soldaten versprochen: "Zu Weihnachten seid ihr wieder zuhause!" – doch ihre Frauen und Freundinnen warteten vergeblich auf ihre Männer. Eltern vermissten ihre Söhne und Kinder ihre Väter. Es war furchtbar!


Bis Weihnachten 1914 waren ca. 160.000 junge englische Männer gefallen und 300.000 Deutsche. Tausende starben an Kälte. Am Fußbrand, der die Körperteile zerfrisst, wenn sie nie trocken werden in den Schlammlöchern der Schützengräben. 

In all dem sinnlosen Rumgemetzel beschlossen die Herrführer auf beiden Seiten (Deutschland und England) das doch ein bisschen Weihnachten sein sollte. Und so lieferten die Deutschen Weihnachtsbäumchen an die Front, kleine Kerzen waren bereits an den Zweigen befestigt. Außerdem gab es Geschenke und Briefe von den Lieben zuhause. Die britischen Soldaten erhielten ein Päckchen des Königs mit einer Princess Mary Box. Eine Metall-Schatulle, in der sich Schokolade, Kekse, Zigaretten, Tabak und eine Grußkarte der englischen Prinzessin befand.


Weihnachtsfrieden

Frieden mitten im Krieg

Und weißt Du, was dann passierte? Man tauschte nicht nur die üblichen Weihnachtsgeschenke aus, sondern legte die Waffen nieder. Absolute Stille …. Stille auf dem Schlachtfeld, auf dem sonst Bomben fielen, Granaten flogen, tonnenweise Munition verballert wurde und Tausende Menschen starben. Die Soldaten hörten auf zu kämpfen, meistens bis zum 2. Feiertag, vereinzelt sogar bis in den Januar hinein. Stattdessen sangen sie Weihnachteslieder: Stille Nacht, heilige Nacht auf der einen Seite, Silent night, holy night, auf der anderen. 


In einem englischen Bataillonsbuch wird berichtet, wie plötzlich ein halbes Dutzend deutscher Soldaten ohne Waffen aus den Schützengräben auftauchten:

„Don't shoot. We don't want to fight today. We will send you some beer.”
–  „Nicht schießen. Wir wollen heute nicht kämpfen. Wir schicken Euch Bier rüber.“

Dann wurde ein Fass Bier übers Kriegsfeld gerollt. Die Engländer schickten im Gegenzug Christmas Pudding zu den Deutschen.


Manche Quellen berichten, dass Engländer und Deutsche zusammen einen Weihnachtsgottesdienst feierten. Psalm 23: "Der Herr ist mein Hirte" wurde jeweils auf deutsch und englisch vorgelesen. Es soll sogar Fußballspiele zwischen Engländern und Deutschen, zwischen den Schützengräben gegeben haben.
 

Weihnachtsfrieden


SO geht Weihnachten! Echtes Weihnachten bedeutet Frieden! 


Warum kapieren wir Menschen nicht, dass Hass, Angst, Waffen, Krieg und Gewalt keine Lösung sind??

Es kann einem schon Angst machen, wenn man sieht, wie unbelehrbar wir Menschen sind. Wir lassen uns von den Nachrichten berieseln, sehen Bilder von furchtbaren Kriegen im Nahen Osten, Syrien, aus dem Irak … und kauen genüsslich auf unserem Abendessen rum …. 


Dieser Blogartikel würde wunderbar in die Weihnachtszeit passen – doch ich schreibe ihn heute. Nicht weil es auch schon Lebkuchen und Marzipankartoffeln in unseren Läden gibt, sondern weil Weihnachten nicht an ein bestimmtes Datum festgemacht werden sollte. Weihnachten bedeutet Frieden und Frieden brauchen wir täglich aufs Neue!

 


Die Botschaft von Weihnachten lautet: 

»Habt keine Angst!«, sagte er. »Ich bringe eine gute Botschaft für alle Menschen! Der Retter – ja, Christus, der Herr – ist heute Nacht in Bethlehem, der Stadt Davids, geboren worden! Und daran könnt ihr ihn erkennen: Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt in einer Futterkrippe liegt!« Auf einmal war der Engel von den himmlischen Heerscharen umgeben, und sie alle priesen Gott mit den Worten: »Ehre sei Gott im höchsten Himmel und Frieden auf Erden für alle Menschen, an denen Gott Gefallen hat.« - Lukas 2, 10-14 NLB


"Habt keine Angst!" – Mit einem kleinen Jungen in einer Krippe fängt Gottes Frieden an! Ganz klein, ganz unten! Nicht mit Macht und Gewalt, nicht mit Kräftemässen und Schwanzlängen vergleichen … Gottes Frieden geht nicht von großen Politiker, Diktatoren und Königen aus. Er geht nicht von "denen da oben" aus – sondern er beginnt hier bei jedem von uns, hier in unseren Herzen! Wir können Hass verbreiten oder Liebe leben und Frieden verbreiten. 

Kein Mensch der Welt hätte die Macht Kriege anzuzetteln, wenn wir "Kleinen" uns mit allen Mitteln dagegen stellen würden!


Frieden beginnt, wenn wir kapieren, wer dieser kleine Junge in der Krippe wirklich ist und warum er zum Symbol der Menschheit wurde!


Friede guckt nicht über Menschen hinweg, sondern nimmt sie wahr. Frieden beginnt, wenn wir unseren Nachbarn annehmen, auch wenn er uns auf die Nerven geht. Frieden beginnt, wenn wir versuchen mit Arbeitskollegen auszukommen, auch wenn sie noch so rechthaberisch sind. Frieden beginnt, wenn wir AfD-Wählern zuhören, sie ernst nehmen – anstatt sie wild zu beschimpfen. Ja auch dann, wenn wir ihre Entscheidung nicht nachvollziehen können. Frieden beginnt, wenn wir Flüchtlinge annehmen – selbst, wenn sie Muslime sind. Denn Nächstenliebe macht nicht vor der Herkunft und Religion halt. 


Frieden fängt in Deinem Herzen an, liebe/r Blogleser/in!

In Deiner Haltung Deinen Mitmenschen gegenüber. Das heißt nicht, dass Du alles gut heißen musst, was andere tun. Natürlich ist es nicht gut, wenn die Kollegin einen ständig Hindernisse in den Weg legt. Natürlich ist es nicht gut, wenn die Schere zwischen arm und reich in unserem Land immer größer wird. Natürlich ist es nicht gut, wenn Menschen Menschen misshandeln. Natürlich ist es nicht gut, wenn Ängste geschürt werden. Natürlich ist das alles nicht gut. Das kann und muss man ruhig auch laut sagen! 
 

Weißt Du, Frieden fängt im Herzen an und mit den Händen macht er weiter!

Was wären meine Blogartikel wert, die von Frieden und Liebe handeln – wenn dem nichts folgt?? Nichts als leere Versprechungen! Also überlege ich nicht nur, wem ich die Hand zur Versöhnung reiche, sondern tue es. Also sage ich unserem syrischen Mitbewohner nicht nur, wie wichtig es ist selbst Geld zu verdienen, sondern helfe ihm beim Bewerbungen schreiben. Und ich bete, dass er diesen Job bekommt und für seine Familie sorgen kann, auch ohne Hilfe vom Staat.


Frieden muss auch praktisch werden – das dürfen wir niemals vergessen! Lasst uns wertvolle Zeit nicht für ewige Diskussionen verschwenden, sondern sie weise nutzen!


Ich jedenfalls wünsche mir täglich ein kleines Stückchen Weihnachten! Und werde alles dafür tun, was in meiner Macht steht und den Rest guten Gewissens Gott überlassen! 


In diesem Sinne – sei fett gesegnet!

Deine Mandy

 

 


Wer schreibt diesen Blog und warum? – Das erfährst Du, wenn Du HIER klickst
Kann ich Dich und Deine Blog-Arbeit unterstützen? Ja, dass ist möglich, dazu HIER klicken. Ich danke Dir von Herzen!

Dieser Beitrag wurde am 25. September 2017 veröffentlicht.

15 Gedanken zu „Wäre doch nur jeden Tag Weihnachten ….

  1. Olaf

    Gut geschrieben und passend wie eh und je. Ich wünschte auch, wir hätten mehr Weihnachten …. gerade auf den Schlachtfeldern unserer Welt! Es fängt im Kleinen an!

    Antworten
  2. Ina

    Danke, liebe Mandy für diesen Artikel ❤
    Er ging mir sehr zu Herzen! Mein Vater war zwar nicht aktiv im ersten Weltkrieg, aber im Zweiten und er war Jahrgang 1912.
    Ja, Frieden fängt ganz klein bei jedem selber an. Gott hat es in allem vorgemacht ❤

    Antworten
  3. Klaus

    … Gott hat unserem “Weltlichen Getue (Kampf, Krieg, Schlachtfeld)” sein göttliches Geschenk “Jesus Christus (Liebe, Friede, Freundschaft)” entgegen gestellt. Wir dürfen auswählen :-) Ich habe Jesus gewählt. — Danke unendlichgeliebt.de <3

    Antworten
  4. Anonymous

    hallo ih lieben! sehr guter beitrag. afd wählern zuhören ist gut. habe nämlich selbst afd gewählt und dass obwohl oder gerade weil ich christ bin und der wahrheit verpflichtet bin. erstens afd ler sind keine nazis faschisten rassisten oder ähnliches sonst würden sie npd wählen. zweitens hat die afd und ich sowie praktisch alle afd wähler jedenfalls die ich kenne, nichts gegen alle ausländer sondern nur gegen die,die sich hier nicht gut verhalten und/oder gar nicht verfolgt werden. ich bin lokführer und habe im letzten jahr viel mitbekommen. im gegensatz zu dem was die grünrote presse und regierende kaste erzählen werden fast alle probleme,pöpeleien und gewalttaten in den zügen von eben diesen sogenannten “Flüchtlingen” ausgelöst. natürlich sind nicht alle so. aber es fällt doch auf,dass ca. 70- 80 prozent der negativen dinge von pseudo-Flüchtlingen ausgehen.seltsam , man sollte doch meinen,wenn sie wirklich verfolgt werden und bei uns aufnahme finden müssten sie sich gut verhalten. tun auch viele aber sehr viele eben nicht. ausserdem erzählen polizisten, dass sie einen maulkorb verpasst bekommen und über straftaten von diesen leuten nichts erzählen sollen und dass straftaten sogar systematisch vertuscht werden.dass diese tatsache verleugnet wird und diese bösen menschen nicht ausgewiesen werden sorgt dafür dass es ärger gibt. noch dazu wenn deutsche rentner sich die pfandflaschen ausdem abfall holen müssen weil die rente nicht reicht.das grünrote getue ist sowieseo nicht
    mit GOTT vereinbar. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. diese leute haben einen zwanghaften schuldkomplex und wollen dehalb das deutsche Volk und auch das christentum am liebsten ausrotten.
    diese leute haben ihre wurzeln in der gottlosen 68 er Bewegung und ihre früchte sind :
    Prostitution legaliesiert obwohl längst bekannt ist was für ein widerliches geschäft das ist und über die steuern daran abkassiert,, förderung der Abtreibung als “Menschenrecht”, abhängen der kruzifixe in den Schulen und öffentlichen gebäuden und über das Toleranzgequatsche vermischung der religionen und verwirrung der Kinder durch “Alles was du willst ist in ordnung ” und kollektivschuldzuweisung für alles was ein bruchteil von deutschen vor langer zeit angezettelt hat . nein wir deutschen müssen uns nicht ewig für alles entschuldigen und auch keine bösen Ausländer tolerieren. nur wenige deutsche haben den Holocaust und Krieg angezettelt und der großteil des volkes hat ebenfalls unter dem allem gelitten. diese Kollektivschuldzuweisung und daraus resultierende haltung kriminelle ausländer tolerieren zu sollen muss aufhören! Wenn die “herrschende” Klasse das nicht kapiert gibt es zwangsläufig eine gegenbewegung. rassismus gegen deutsche der häufig von jungen moslems betrieben wird wird überhaupt nicht thematisiert. Gott ist für gerechtigkeit. in diesem land läuft schon lange was schief und jetzt hat es endlich die verdiente Watschen für die Möchtegerngutmenschen gegeben.Tatsache ist man muss sich nicht alles gefallen lassen und nur wenn es gerechtigkeit für alle gibt und nur gute Gäste hier geduldet werden,so wie es überall in der welt und auch bei jedem zuhause ist,gibt es frieden. wer glaubt das ist übertrieben fährt mal regelmässig zug und kontrolliert fahrkarten. es gab eine zeit da war es selbstverständlich, dass nur die schuldigen schuldig sind und nicht das ganze Volk und wo auch nur Gute Ausländer als gäste willkommen waren. es war völlig normal dass kriminelle Gäste eben keine gäste mehr waren und rausgeflogen sind, so wie überall. dass was damals so vor 40 jahren normal war gilt heute als “ausländerfeindlich”. nur als anmerkung : die hälfte meiner freunde sind gute Ausländer und die denken genauso. das nur als anmerkung zu dem thema afd wählern zuhören. Überdies gehen diese selbsternannten Gutmenschen mit lüge um woraus sowieso nie etwas gutes entstehen kann.und wenn die sogenannten christlichen perteien da mit machen, dann passiert halt sowas,dass menschen die schnauze voll haben und dementsprechend wählen.Es wäre schön, wenn aussortiert werden würde so dass nur wirklich verfolgte, die sich gut verhalten aufgenommen würden oder hier bleiben dürften dann könnten endlich wieder normale deutsche und normale ausländer in frieden zusammenleben wies ja mal war. was hier wirklich abläuft ist nichts anderes als der grünrote traum von der auflösung der der deutschen insbesondere der Christen in einem Toleranzutopia wo natürlich der einheimische für alles verständnis haben muss und seine eigene kultur und Glauben aufgeben soll in anbetracht einer nicht existierenden Kollektivschuld.wenn du mich fragst sind die linken genauso böse und krank wie die Nationalsozialisten,nur dass sie halt den staat von innen ausghölhlt haben und neben der regierungsgewallt die presse steuern.und da leider auch viele Teile der kirchen sich in diesem krampf beteiligen brauchen sie sich nicht zu wundern wenn noch mehr leute ihnen den rücken kehren und sie schlussendlich in einer einheitsreligion aufgehen,die mit dem evangelium nichts mehr zu tun hat. zum beispiel war noch keine fürbitte zu hören wo für von bösen zugereisten drangsalierte mädchen und fraun gebetet wurde.die wahrheit muss gessagt werden, gerade wenn sie unangenehm ist und man damit aneckt. Es können auch keine Glaubenswahrheiten verleugnet werden um anderen entgegenzukommen.Du hast da einen nerv erwischt und das musste mal gesagt werden, denn ich liebe GOTT und meine Heimat und ich muss überhaupt keine schuldkomlplexe wegen der Verbrechen von wildfremden menschen vor 70- 80 jahren haben und wir müssen auch nicht alle Ausländer willkommen heissen. als hausherr hat man zu gucken wer rein darf und wer bleiben darf und dass im privaten und so sollte es auch in einem land sein. Eigentlich ist das auch überall so, nur nicht im psychisch kranken Süpertoleranten Chaosdeutschland. das nur als hinweis also afd wähler sind keine monster, sondern menschen die die schnauze voll haben und mutig sind die Wahrheit zu sagen alles gute!

    Antworten
    1. Räubertochter

      Lieber Anonymous,

      wow, da hast du ja echt Vieles angesprochen!

      Ich würde gern ein paar Dinge dazu loswerden und hoffe dir auch gerecht werden zu können. Außerdem hoffe ich, dass du mir ebenso zuhören wirst, wie ich dir zugehört habe.

      Genau wie du fühle auch ich als Christin mich zur Wahrheit verpflichtet. Und dazu gehört auch manche deiner Aussagen “ins richtige Licht zu rücken” (nein, nicht ins rechte;)). Das mit der Wahrheit ist übrigens nicht immer so einfach, sondern oft ganz schön komplex. Bestes Beispiel: Allen Wähler*innen ein und derselben Partei dieselben Wahlmotive und politischen Ideen/Meinungen zu unterstellen ist Quatsch, egal um welche Partei es geht. Klar gibt es bestimmte offizielle Ansichten der Parteien, aber selbst unter Parteiangehörigen herrschen zu vielen Punkten unterschiedliche Ansichten. Insofern ist es nicht okay einfach alle AfD-Wähler*innen als Rassisten, Nazis, Faschisten abzustempeln. Allerdings ist es unumstritten, dass es in der AfD, d.h. unter ihren Mitgliedern, viele Meinungen, Vorstellungen und Ansichten gibt, die ganz klar rechtes Gedankengut sind. Insbesondere auch in der AfD-Spitze, und die wird ja nun im Bundestag sitzen. Ein gutes Beispiel dafür finde ich übrigens, was du selbst angesprochen hast: kriminelle Ausländer bzw. Asylbewerber*innen und anerkannte Geflüchtete. Wenn diese Menschen kriminell werden, so bleiben auch sie nicht mehr oder weniger von Folgen im Rahmen der Gesetze, die hier in Deutschland gelten, verschont, als jede*r Deutsche und jeder andere Mensch, der hier so lebt (wenn man nicht grad Diplomat*in ist…).

      Die allerallermeisten derjenigen, die aus ihren Heimatländern geflüchtet sind, und denen in Deutschland das Recht auf Schutz zuerkannt wurde, haben dieses Recht zu Recht erhalten. Was sie wollen, ist ein normales Leben führen ohne die Angst vor Verfolgung, wegen der sie geflüchtet sind. Logisch, oder? Sonst wären sie ja nicht geflüchtet^^ Angenommen so jemand begeht nun ein Verbrechen in Deutschland – wieso sollte seine Strafe härter ausfallen als für jemand, der wegen seiner Nationalität (=deutsch) oder einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis in Deutschland ist? Das in Deutschland begangene Verbrechen hat i.d.R. ja nichts damit zu tun, dass die Person geflüchtet ist! Der Schutz, den Deutschland diesem Menschen zugesichert hat, muss auch dann gewährt werden, wenn jemand hier Scheiß baut. Und für den Scheiß muss er/sie mit denselben Konsequenzen leben wie jede*r andere das hier auch muss, wenn sie/er Scheiß macht. Das rechtfertigt allerdings NICHT zu sagen: “In dem Land, aus dem du geflüchtet bist, wirst du verfolgt wegen xy. Wir wissen, dass du bei deiner Rückkehr gefoltert/getötet wirst. Darum darfst du hier bleiben, wir schützen dich. Allerdings…. da du dich ja nun daneben benommen hast (=(schweres) Verbrechen) finden wir, dass du keinen Anspruch mehr darauf hast, dass wir dich vor Folter/Tötung in deinem Herkunftsland schützen. Wir schicken dich also zurück. Uns doch egal, was dort mit dir passiert. Wir haben dir ja Schutz angeboten, aber du musstest ja Mist bauen! Dein Pech!” Nein, NICHT sein/ihr Pech!! Denn diese Argumentation ist nicht logisch – das eine hat mit dem andren nämlich gar nichts zu tun!

      Egal, ob jemand jetzt Mist in Dtl. .gebaut hat oder nicht – das ändert nichts an der Gefahr für Leib und Leben im herkunftsland, rein gar nichts. Also hat dieser Mensch SELBSTVERSTÄNDLICH immer noch Recht auf den ihm zugesprochenen Schutz. Punkt. Wie gesagt, Konsequenzen darf, sollte und muss ein gesetzeswidriges Fehlverhalten schon haben – aber halt innerhalb der geltenden Gesetze! Wo kämen wir denn da hin, wenn das anders wäre…! Und ja, NATÜRLICH sollte auch der/die Geflüchtete sich anständig verhalten, aber das “sollte” JEDER Mensch, egal wo er sich befindet, egal ob´s im “eigenen” Land ist oder woanders im Urlaub oder warum auch immer man dort ist!!!

      Antworten
      1. Räubertochter

        …GERECHT ist es also nicht, wenn diese Menschen aus Deutschland ausgewiesen würden. Gerecht ist, wenn sie nach denselben Maßstäben wie alle anderen hier lebenden Menschen bestraft werden – und das sind nun eben die hiesigen Gesetze. (Gesetze, die nicht für alle potentiell Betroffenen gelten, sind übrigens diskriminierend. Diesbezügliche Sondergesetzte für “AusländerInnen” sind also total inakzeptabel)

        Zum Thema Kollektivschuld am 2. WK ist ganz wichtig: Niemand sollte SchuldKOMPLEXE haben (müssen), egal ob nun schuldig oder unschuldig, denn die bringen einen nicht weiter. Die Schuldfrage selbst ist aber eine andere. Ja, nur wenige Deutsche haben den Holocaust und den Krieg ANGEZETTELT, aber viele viele viele weitere haben eins davon oder beides aktiv oder passiv unterstützt – durch Wegsehen & -hören, Nicht-Sehen(-Wollen), Nicht-wahr-haben-wollen, aus Angst vor dem eigenen Leben, aus Mangel an Mut oder Zivilcourage, wie man das auch nennt. OHNE dieses “Zutun” wäre das Ganze so gar nicht möglich gewesen. Diese Menschen trifft also keine Schuld?! :O Es ist nicht auszumachen, wer genau was und wieviel gemacht hat oder eine Handlung unterlassen hat, durch die Menschen gerettet hätten werden können. Was man aber weiß, ist – wie gesagt: HÄTTEN sich diese vielen vielen vielen Weiteren IRGENDWIE GEGEN das gestellt, was da passiert (und sei es zunächst nur mit Worten – das ist ein Anfang), so wäre die Geschichte anders verlaufen. Diese Menschen trifft also Schuld und da es so viele waren und niemand sagen kann, was wer wirklich getan hat oder nicht – darum nennt man das KOLLEKTIVschuld. Warum aber hat diese Schuld heute noch Einfluss auf uns, auf mich, deren Großeltern selbst noch Kinder waren zu dieser Zeit?! Das hat damit zu tun, worum es ging: insbesondere Auslöschung eines bestimmten Volkes (der Juden) und Erhebung und Herrschaft des eigenen Volkes über alle anderen Völker. Das ist so wie mit der Erbsünde von Adam und Eva. Die liegt noch vieeeeel viel länger zurück, für die können du und ich auch nichts – und doch sind wir und alle Menschen DADURCH schuldig geworden.
        Kollektivschuld hin oder her, ich denke, es ist NICHT der richtige Weg nur die Schuld zu betonen. Aber das machen wir auch nicht. Wichtig ist die Schuld zu bennen, während man Menschen umfassend informiert und aufklärt. OHNE dabei zwei Dinge aus den Augen zu verlieren oder sie ZU sehr zu betonen: 1) Das, was damals GEGEN das Unrecht getan wurde, 2) Nach vorne schauen und sich Gedanken machen: Was können WIR hier und heute tun, damit so etwas nicht nochmal passiert? Wir, das ist zuallererst jede*r Einzelne.

        Du schreibst: “was hier wirklich abläuft ist nichts anderes als der grünrote traum von der auflösung der der deutschen insbesondere der Christen in einem Toleranzutopia wo natürlich der einheimische für alles verständnis haben muss und seine eigene kultur und Glauben aufgeben soll in anbetracht einer nicht existierenden Kollektivschuld.”
        Auflösung der Deutschen? Wer sind denn “die Deutschen”? Was macht einen Menschen deutsch? Wie kann man denn zweifelsfrei wissen, dass jemand deutsch ist? Nur mit einem Blick in seinen Pass. Und der sagt nichts weiter als welchem Staat jemand angehört, sprich welche Nationalität sie/er hat.
        Toleranzutopia oder Traum bzw. Vision einer besseren Welt, einer gerechten oder zumindest gerechtEREN Welt? Gerecht ist nur, was/wer ALLE Menschen berücksichtigt. Gerechtigkeit ist nicht Gleichmacherei (außer vor dem Gesetz, wenn´s um´s Menschsein geht), gerecht ist z.B. jede*n da abzuholen, wo sie/er sich befindet und auf dasselbe Level als Startposition zu bringen (logischerweise auf äußere Strukturen bezogen, denn unterschiedliche Talente bspw. können nicht “gleichgemacht” werden) oder jedem Menschen dieselben Rechte geben, die ihm zustehen, WEIL er Mensch ist. Und da KANN es keine Unterschiede zwischen Schwarzen, Weißen, kleinen, großen, dicken, dünnen,… Menschen geben! Das ist so wie mit der Sache, dass wir in Christus alle gleich sind (nämlich alles Menschen, die seiner Erlösung bedürfen und denen er sie geschenkt hat).
        Einheimische müssen für alles Verständnis haben? Zum einen tut hier niemand irgendwas müssen, und zum andren ist Verständnis nicht nur von “Einheimischen” gefragt, sondern von allen! Wobei sie halt die sind, die sich schon mit dem “System”hier (Schule/Bildung, Staat, hiesige Gesetze,…) auskennen und Erfahrung gesammelt haben, während frisch Angekommene das alles erst kennenlernen müssen. Verständnis für Unwissenheit, Fehler, … ist also durchaus von denen gefragt, die schon länger vor Ort sind :) Sicherlich kannst du auch was von dem/der Anderen lernen! Denn hier gilt: Andere Mensch = andere Ideen, Vorstellungen, Talente,Erfahrungen, anderes Wissen, Denken, …
        Und wer muss hier seinen Glauben aufgeben und seine Kultur?? Wohl eher diejenigen, die noch nicht dazugehören, die neu dazukommen zur Gesellschaft! Von ihnen wird viel mehr erwartet sich anzupassen, so zu werden wie “alle anderen”, weil sie sonst “nicht reinpassen”! Wenn jede*r die Andersheit des/der Anderen respektieren und v.a. WERTSCHÄTZEN würde – hallelujah! Das wär mal was!! Jede*r könnte wirklich sein, wer sie/er ist – jede*r wäre WIRKLICH FREI! (Gott tut genau das mit jedem Menschen. Darum befreit der Glaube an ihn, an Jesus ja auch :) )

        Antworten
    2. Anonymous

      Hallo du,

      doch mit auf im Bauch lebt sich das nicht so gut und führt auch zu meinen konstruktiven Lösungen, Jesus hat uns die liebe gelehrt, ehrliche und aufrichtige liebe und davon hat Mandy geschrieben, daß finde ich schön und leider habe ich davon bei dir dies vermisst, viele wären doch in ihrer Heimat geblieben, wenn es dort keinen Krieg gegeben hätte und keine Hungersnot vorhanden ist,klar, richtig schauen,weiße und liebevolle Entscheidungen treffen, daß ist nicht immer einfach,ich habe auch schon Sachen erlebt,wo ich mir denke, so geht’s nicht und bin auch schon oft verletzt und enttäuscht und dann diese Wut, doch das ist nicht die Lösung,sondern liebe im Herzen,so wie Jesus uns geliebt hat und immer noch liebt….hab die liebe und die Sonne im Herzen im Namen Jesus sei gegrüßt und fühle dich geborgen in Gottes Liebe,nur da sind wir sicher,die Politiker können uns diese Sicherheit nicht geben, auch nicht die Partei afd nur in jesus…

      Antworten
    3. Violetta

      Lieber Lokführer Anonymous,

      ich fahre gelegentlich Zug und es tut mir leid, wenn Du diese Erfahrungen machen musstest.

      Meine Erfahrungen sind diesbezüglich andere, nämlich einmal die, dass Menschen, die nicht perfekt unserer deutschen Sprache mächtig sind, verbal + nonverbal wenig wertschätzend “behandelt” werden. Und dass häufig auch deutsch sprechende, deutsch aussehende Menschen verhaltensauffällig sein können.

      Für unsere unterschiedlichen Betrachtungen existiert das Phänomen,
      dass wir Menschen dramatische Ereignisse von der Größe eines Fingerhutes schnell in die Größe einer Badewanne verwandeln.

      Das bedeutet, es gibt im Grunde keine objektive Realität. Du und ich, wir verarbeiten das, was wir sehen individuell verfärbt mit unseren Erfahrungen, Erwartungen und unseren Prägungen.

      Wichtig in diesem Bezug sehe ich die Bereitschaft lebenslang zu lernen, sich z.B. näher mit Einzelschicksalen zu befassen. Durch mehr Kenntnis mehr Perspektiven wahrzunehmen, bringt uns sicher voran. Pauschale Betrachtung finde ich persönlich immer sehr schwierig.
      LG Violetta

      Antworten
  5. Karsten

    Sehr gut und bildhaft geschrieben.
    Ich habe von diesem Weihnachten im Schützengraben auch schon gehört. Es war schlicht und ergreifend ein Wunder was hier geschah.
    Was muss Gott bittere Tränen geweint haben, als die feiernden deutschen und englischen Soldaten ein paar Tage später wurde aufeinander ballerten.

    Antworten
  6. Anonymous

    Mir ist das bereits bei “Wählen gehen?? – Nö!” aufgefallen, nun aber wird es nötig für mich das klar zu stellen. Es gibt dort nämlich Beiträge von mind. zwei “Anonymous”, einer davon bin ich. Soll mir eine Lehre sein, werde ich nicht mehr so handhaben.

    Und an Anonymous hier, ich habe nicht das Gefühl dass Du verstanden hast worum es in dem Beitrag ging.

    Antworten
  7. Klaus

    Lieber Anonymous,
    in welchem Deutschland lebst du eigentlich ist. Glaubst du wirklich das nur die Ausländer die “Schuldigen” sind – wieviele Verbrecher gibt es denn unter uns Deutschen? Sehr einseitig kommentiert. Als Christ würde ich mir wünschen das du eine Partei gewählt hättest die sich distanziert von Verantwortlichen unter ihren “Köpfen” die das braune Gedankengut publizieren. Wie kann man nur so etwas wählen? Protest ja – aber dann bitte eine Partei die andere Werte als die AFD verkörpert.

    Antworten
    1. Sandra

      Da gab’s auch eine Partei namens Bündnis C. Doch ich frage mich die ganze Zeit,ob jesus wählen gehen würde ?
      seine Botschaft ist die liebe,wo ist die liebe nur hin ??????????

      Antworten
  8. Jessica

    Liebe Mandy,
    der Text spricht für sich und ich finde ihn ganz grossartig geschrieben.
    Jeder Einzelne kann täglich zum Frieden beitragen, indem Liebe gelebt und nicht darauf gewartet wird, dass sich im Aussen endlich etwas verändern möge .
    Im Kleinen beginnen, damit sich Grosses verändern kann.
    Lieben Gruss Jessica

    Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.