Nachrichten gesund dosieren – ist das möglich?!

Gestern las ich in den Nachrichten, dass hier in Berlin ein 67-jähriger Rollstuhlfahrer morgens um 9 Uhr von einem Auto erfasst wurde. Er starb. Der Elektrorolli ist nur noch Schrott. Die Bilder lassen furchtbares erahnen. 

Vor ca. 3 Wochen zeltete ein junges Pärchen, frisch verliebt irgendwo in Bonn. Kurz nach Mitternacht wurden sie von einem Mann überfallen und mit dem Messer bedroht. Die 23-jährige wurde vergewaltigt. 

In Neuss verlor ein Motorradfahrer (26) in einer Kurve die Kontrolle über seine Maschine und stürzte mit seiner Sozia (20) über ein Brückengeländer. Sie schlugen ca. 8 Meter tiefer auf einem Parkplatz auf. Sie starben beide.
 

Dazwischen immer wieder schon zig fach gehörte Infos über den BVB Bus, der fast in die Luft geflogen wäre. Ein habgieriger, geldgeiler Typ legte Sprengsätze und wollte wortwörtlich über Leichen gehen, um ans große Geld zu kommen.
 

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Was machen diese und andere Nachrichten mit uns? 

Sie erschrecken uns. Sie machen uns betroffen. Sie machen uns Angst. 

Der ältere Mann war vielleicht auf dem Weg zum Bäcker, um anschliessend mit seiner Frau zu frühstücken. Das frisch verliebte Pärchen, hat sich wahrscheinlich schon die ganze Woche auf dieses Wochenende gefreut. Die Motorradfahrer wollten vermutlich das erste schöne Frühlingswetter nutzen und nach dem langen Winter endlich wieder ne Tour machen. Und unsere Fussballer? Die waren auf dem Weg zum Spiel und wir daheim freuten uns auf einen entspannten Fussballabend.


Doch es kam alles anders. Von einer auf die nächste Sekunde veränderte sich ihr Leben. Bei manchen endete es.

Jeder Todesfall ist tragisch. Doch besonders tragisch ist es, wenn das Ende so plötzlich kommt. Noch dazu bei Menschen, die jung und fit waren und ihr Leben noch vor sich hatten. Was die Eltern gerade durchleben, muss furchtbar sein.

Je mehr und je ungefilterter wir solche Schlagzeilen lesen, umso mehr unangenehme und zweifelnde Gefühle rufen sie hervor. Auch wenn wir das bewusst nicht immer mitbekommen.


In unserem Unterbewusstsein wird zB. folgendes verankert:

"Du gehst über die Straße und wirst überfahren."
"Du legst dich in den Park und wirst überfallen."
"Du nimmst an Straßenverkehr teil und Dir passiert ein Unfall."
"Du gehst zu einem Fussballspiel und erlebst einen Anschlag."


Überall rennen kranke, gestörte Menschen rum. Die Welt ist durchweg böse. Wirklich?!

Nein. Das ist schlichtweg nicht so. Ich will jetzt nicht mit Prozent- und Wahrscheinlichkeitsrechnungen anfangen, da man dazu ganz unterschiedliche Infos bekommt und viele ohnehin nur auf Vermutungen basieren.


Ich bin niemand, der keine Nachrichten liest. Im Gegenteil. Ich würde das auch niemandem raten, denn ich finde es wichtig sich zu informieren und zu wissen, was in der Welt abgeht in der wir leben. Jeder bestimmt, wenn auch zu einem kleinen Teil, mit was hier passiert. Jeder von uns kann sein Umfeld prägen und bewegen. Dazu sollten wir uns nicht "stumm stellen" und "raus nehmen". Geht ohnehin nicht. Naja ok, vielleicht ohne Smartphone, Internet, Glotze, Zeitungen …. achja und bitte nicht den Haus&Garten verlassen. Im Supermarkt oder am nächsten Kiosk könnten Dich sonst blöde Schlagzeilen anspringen. 


Die Medien berichten überwiegend negativ, so ist das nun mal. Sie füttern uns mit negativen Informationen, obwohl sie gleichzeitig dazu aufrufen, dass wir uns von der Angst zB. vor Anschlägen, nicht unterkriegen lassen sollen. Naja, immerhin. Denn damit haben sie Recht.


Jesus hat schon damals erkannt, dass wir in der Welt Angst haben werden.


Er sagte mal:

"Hier auf der Erde werdet ihr viel Schweres erleben.
Aber habt Mut, denn ich habe die Welt überwunden."
- Johannes 16, 33 NLB


Ich nehme mir ab sofort den Samstag vor, an dem ich versuche mich aus jeglicher Informationsflut rauszuhalten. Ich werde keine Nachrichten lesen. Keinen Tagesschau Podcast sehen. Die Spiegeleilmeldungen auf meiner Uhr ausschalten. = Alles aus. Nix. Einfach mal den eigenen internen Nachrichtenkanal durchspülen und ihn nicht immer und immer wieder mit Schlagzeilen stopfen. 

Komplett, zu 100% wird mir das, wie einigen anderen auch, nicht möglich sein. Denn wer beruflich im Internet unterwegs ist, durch Mails erreichbar sein muss, kann nicht einfach den Stecker ziehen und komplett im OFF verschwinden. Privates und berufliches vermischt sich, es ist schwer eine gerade Linie zu ziehen. 

 

Ein Experiment – Gute Nachrichten

Ich habe eine Idee, die ich gern umsetzen möchte. Hilf mit! Jeden Montag möchte ich gern kurze, knackige, positive Nachrichten auf dem Blog veröffentlichen. Wenn Du die Woche über etwas liest, dass Dich ermutigt oder vielleicht sogar selbst eine schöne Erfahrung machst, die es wert ist, berichtet zu werden, dann schreibe mir: mandy@unendlichgeliebt.de


Wir brauchen keine Warnungen vor der bösen Welt,
sondern sollten uns viel häufiger an das erinnern was Jesus sagt:

"In der Welt habt Ihr Schiss, doch ich hab sie überwunden!"

 

In diesem Sinne – sei fett gesegnet.

Deine Mandy

 

Stressen Dich tägliche Nachrichten?

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Dieser Beitrag wurde am 24. April 2017 veröffentlicht.

6 Gedanken zu „Nachrichten gesund dosieren – ist das möglich?!

  1. ingrid

    Liebe Mandy!
    Diese Idee ist super! Ich hatte vor vielen Jahren mal damit angefangen, positive Meldungen in der Zeitung zu sammeln, auszuschneiden und in ein Heft zu kleben. Das war noch die Zeit vor Internet usw.
    Schon damals war die Suche nach positiven Meldungen wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen!
    Die Medien leben offenbar von den negativen Schlagzeilen.
    Aber lasst uns den Unterschied machen, und die positiven Erlebnisse miteinander teilen!!!!!
    Es geschieht soooo viel Gutes – wo Menschen sich einbringen, sich einsetzen, einander helfen usw….. !
    Es gibt sooo viel Bewahrung auch mitten im Chaos unserer Zeit!
    Ich freue mich auf jede gute Nachricht von Euch allen, die Ihr hier dabei seid!!!!
    Seid gesegnet mit Freude an diesem neuen Tag!
    Ingrid

    Antworten
  2. Jessica

    Hallo Liebe Mandy,
    dem kann ich mich nur anschliessen……..die Idee finde ich wirklich grossartig!!!!
    Dem Guten ganz bewusst Raum geben “praktiziere” ich schon eine lange Zeit. Habe es wie das tägliche Zähne putzen in meinen Alltag integriert und die positive Wirkung liess auch nicht lange auf sich warten. Das Gute täglich zu empfangen/bewusst zu machen, lässt mir immer stärkere Wurzeln wachsen. Dadurch lässt mich das Negative natürlich nicht kalt und dieses ist auch absolut nicht mein bestreben. Es berührt und bewegt mich. Aber es pustet mich nicht um, denn wunderbare Wurzeln tragen mich.
    Dann freue ich mich doch auf das, was so schönes von uns allen kommen mag.
    FRIEDEN, FREUDE, LICHT!!!
    Lieben Gruss Jessica

    Antworten
  3. Sina

    Liebe Mandy, mittlerweile schaffe ich es mich nicht mehr täglich von News berieseln zu lassen. Nachrichten (Fernsehen) schaue ich fast nicht mehr und das Radio ist nur manchmal im Auto an. Wenn etwas in der Welt passiert, dann erfährt man es sowieso. Meistens ist es bei mir durch meinen Mann, der täglich die Überschriften von Online-Nachrichten-Seiten durchgeht. Manchmal denke ich, ich lebe auf dem Mond aber wenn man es nicht mehr aktiv nutzt, dann braucht man es nicht mehr. Aber es liegt auch daran, dass ich als zweifach Mama vieeeel den Tag über höre und machen muss und dadurch bin ich über ruhige Minuten froh:)

    Deine guten Nachrichten sind eine tolle Idee. Ich muss sagen, dass die beste Nachricht am Morgen ist, wenn die Sonne fröhlich scheint und ihre wärme gibt. Es ist dann alles so positiv. Das eigene Gefühl, die Natur blüht auf und jeder freut sich draußen mehr Zeit zu verbringen. Vorallem, weil es Zeiten geben wird, wo sich die Sonne nochmal verdunkeln wird, ist es doch toll, dass nicht jetzt der Moment ist und wir sie genießen dürfen. Ist nicht auch Gott das Licht, die Wärme und die Kraft?! Deshalb empfinde ich es als tägliche tolle News, wenn die Sonne aufgeht.

    Alles liebe

    Antworten

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