Umweltschutz? Kannten wir nicht.

Beim Bezahlen an der Kasse im Supermarkt schlägt die Kassiererin der vor mir bezahlenden alten Dame vor, sie möge doch beim nächsten Einkauf ihre Einkaufstasche mitbringen, denn Plastiktüten seien schlecht für die Umwelt.

„Da haben Sie Recht“ entschuldigt sich die alte Dame „doch leider war ich in Eile und habe meine Einkaufstasche entgegen meiner Gewohnheit zu Hause vergessen".

Die junge Frau erwidert: „Ja wissen sie, unser Problem ist nämlich, dass Ihre Generation sich keine Gedanken darüber gemacht hat, in welch schlechtem Zustand sie die Umwelt uns und den zukünftigen Generationen hinterlässt. Umweltschutz ist sicherlich ein Fremdwort für Sie".

„Das stimmt. Unsere Generation kannte keinen Umweltschutz – war auch gar nicht nötig, denn Sprudel- und Bierflaschen gaben wir an den Laden zurück in dem wir sie gekauft hatten. Von dort gingen sie an den Hersteller, der die Flaschen wusch, sterilisierte und auffüllte, so dass jede Flasche unzählige Male benutzt wurde. Die Milch holten wir beim Milchhändler in unserer eigenen Milchkanne ab. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.
 

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Für unsere Gemüseeinkäufe benutzten wir Einkaufsnetze, für den Resteinkauf unsere Einkaufstaschen. Vergaßen wir sie, so packte uns der Händler den Einkauf in braune Papiertüten, die wir zu Hause für viele Zwecke weiter verwendeten, z.B. zum Einpacken der Schulbücher, die uns von der Schule unter der Auflage, dass wir sie gut behandeln, kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Nach Beendigung des Schuljahres wurden sie wieder eingesammelt und in gutem Zustand an den nachfolgenden Jahrgang weiter gereicht. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

Wir stiegen Treppen hoch, denn Aufzüge oder Rolltreppen gab es nicht so wie heute in jedem Kaufhaus oder Bürogebäude. Wir gingen zu Fuß die paar Schritte zum nächsten Lebensmittelgeschäft und benutzten dazu keinen 300 PS starken Geländewagen. Sie haben Recht, Umweltschutz kannten wir nicht.

Damals wuschen wir die Babywindeln, weil es keine Einwegwindeln gab. Wir trockneten die Wäsche nicht in einem Strom fressenden Trockner, sondern mit Wind- und Solarenergie auf der Wäscheleine aus Hanf. Die Kleidung der Kinder ging stets an die jüngeren Geschwister, denn immer neue Kinderkleidung konnten wir uns nicht leisten. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

Im Haus hatten wir ein einziges Radio und später einen kleinen Fernseher mit einem Bildschirm in Taschentuchgröße. In der Küche gab es keine elektrischen Maschinen. Alles wurde von Hand geschnitten, geraspelt, geschält. Als Polstermaterial für Päckchen oder Pakete benutzten wir alte Zeitungen, kein Styropor oder Plastikblasen. Der Rasenmäher wurde mit der Hand geschoben, machte keinen Krach und keinen Gestank. Das war unser Fitnesstraining, weshalb wir keine Fitnessstudios mit elektrischen Laufbändern und anderem Energie fressenden Unsinn benötigten. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

Das Wasser tranken wir aus der Leitung und benötigten dazu keine Plastiktasse oder Plastikflasche. Unsere leeren Schreibfüller wurden wieder mit Tinte gefüllt, anstatt neue zu kaufen. Papier wurde beidseitig beschrieben. Stumpfe Rasierklingen wurden ersetzt, und nicht gleich ein neuer Rasierapparat gekauft. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

Damals fuhren unsere Kinder mit dem Bus, der Straßenbahn, dem Fahrrad oder gingen zu Fuß zur Schule. Einen 24-stündigen Taxiservice der Mutter mit dem 50.000 EUR teuerem Auto gab es nicht. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

In jedem Zimmer gab es eine Steckdose und keine Steckdosenleisten für unzählige Stromfresser, und wir benötigten auch kein von einem 35.000 Kilometer entfernten Satelliten gesteuertes System, um die nächste Imbissbude zu finden. Jedoch Umweltschutz kannten wir nicht.


Aber bedenken Sie: Es ist traurig, wenn die junge Generation sich darüber beklagt, wie verschwenderisch wir Alten gelebt haben, nur weil wir keinen Umweltschutz kannten? Glaubt sie wirklich, wir Alten benötigen eine Belehrung von euch Grünschnäbeln? Und dann auch von einem Mädchen, das mir noch nicht einmal das Wechselgeld heraus geben kann, ohne die elektronische Kasse zu befragen. Schönen Tag noch …. und vergiss den Umweltschutz nicht!

 

- gefunden im Internet, den Verfasser konnte ich leider nicht ausfindig machen – 
 

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© Fotos: pixabay.com  / Creative Commons CC0

 


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Dieser Beitrag wurde am 5. August 2016 veröffentlicht.

53 Gedanken zu „Umweltschutz? Kannten wir nicht.

  1. Bithya

    Ich arbeite aktuell viel mit alten Menschen. Betreuung und so. Sie haben oft so viel hinter sich, so einen reichen Schatz an Erfahrungen, dass ich mich echt gefragt habe, wie kommt diese Kassiererin dazu, so etwas zu behaupten? Diese Menschen haben aus dem praktisch nichts eine sehr gute Wirtschaft aufgebaut, mit einer Arbeitsmoral, von der ich mir eine Scheibe abschneiden kann. Sie haben weder gemeckert, wenn mal viel zu tun war, noch haben sie andere gehatet, weil sie nicht sexy genug waren. Ich weiß, dass damals nicht alles friede-freude-Eierkuchen war, es gab große Probleme, Kinder wurden geschlagen, Frauen mussten hart um ihre Rechte kämpfen, aber ich finde es eine riesige Respektlosigkeit, wenn jemand, der so offensichtlich keine Ahnung hat, einer Frau vorwirft, verschwenderisch zu sein. Danke fürs Teilen :-) Ich denke, dass man grade was Nachhaltigkeit angeht, viel von dieser alten Frau lernen kann.

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  2. grace

    jaa und nach dem Krieg gab es auch keine elektrischen Waschmaschinen… mit einer Mangel, von Hand gedreht, wurde die Wäsche ausgewrungen…, die ersten Staubsauger kamen langsam auf den Markt.. es wurde mit Kohlen geheizt und an den Fenstern gab es Eisblumen. Wir hatten keinen Fernseher und erst später Schallplatten. Man konnte ohne Angst im Dunkeln nach Hause gehen und fühlte sich viel sicherer als in den letzten 20 Jahren.
    Ja, ich hab alles so erlebt !!

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    1. Bithya

      und heute heißt es schon “mimimi”, wenn man ein paar Meter vom Parkplatz zum Geschäft laufen muss und gleichzeitig beschwert man sich über die hohen Preise im Fitness-Studio. Verrückte Welt.

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  3. Karsta

    Na ja… Ob diese Geschichte wirklich so wahr ist, so geschehen… Und sooo lang her? Aber der Kern dieser ist unbestreitbar!!! :-)

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    1. matthias

      Die Ist bestimmt wahr weil sie meiner Lebensgefährtin ebenfalls genauso passiert ist am Erdbeer Verkaufsstand. Das Mädchen hinter der Theke hat sie angemacht weil sie eine Plastiktüte haben wollte. Dann hat sie nach einer Papiertüte gefragt. Das Mädchen hatte aber keine. Das ist noch schlimmer. Plastik verweigern aber selber keine Papiertüten am Verkaufsstand haben.

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  4. Helga

    Die Geschichte ist altbekannt, aber ich mag sie nicht. Es besteht so viel Hass auf die ältere Generation, dass man nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen muss.

    Den Satz: “Umweltschutz kannten wir nicht”, muss ich widersprechen. Für die ältere Generation war “Umweltschutz” selbstverständlich, nur verwendete man das Wort nicht. Es wurde viel weniger weggeworfen, alles Kaputte repariert, geflickt und ausgebessert. Übrig gebliebenes Essen aufgewärmt oder für etwas anderes verwendet. Kleidung wurde lange angezogen und nicht nach einer Saison weggeworfen, weil unmodern. Daher war uns diese Generation in vielem voraus.

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  5. Tim

    Die Geschichte ist wahr. Ich find die gut. Und da finde ich gibts nichts gegen zu sagen, weil es früher halt anders war als heute.

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  6. Fabian

    Ich mag dieses Geschichte… sie zeigt einfach das Unverständnis der neuen Generation für die älteren Menschen, die einfach schon ein Leben gelebt haben, in der man viele Dinge oftmals sinnvollner handhabte, als man es heutzutage macht. Mal ganz ehrlich, wer gibt sich beispielsweise die Mühe, jeden Sommer und Herbst Marmelade selber zu kochen und diese in selbstgesammelten Gläse zu füllen?
    Es mag noch die Einen oder Anderen geben, die das machen, aber in der Regel, kauft man sich die im Supermarkt.
    Wenn ich selber zurück schaue, muss ich offen gestehen, dass meine eigene Oma oft weniger Müll in die Tonne warf, als ich es heute tue… zu meinem entsetzen … Ich finde, wir haben eher die Pflicht von den “Alten” zu lernen, statt klugscheißerisch sich übder sie zu erheben… was oftmals leichter gesagt ist als getan.

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  7. Ulrike

    Ja klar- es ist leicht von Diaet zu reden wenn der Kuehlschrank leer ist.
    Als ob die Menschen damals nicht danach gegiert hätten es bequem und angenehm zu haben. Was für eine Heuchelei. Es ist nicht ok dass die Angestellte so frech ist aber es als herausragende Lebensleistung darzustellen in einer anderen Zeit gelebt zu haben (wofür niemand etwas kann) finde ich albern. Und die Menschen sind heute auch nicht mehr Ego-Arschloecher als es die Menschen schon immer waren.

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    1. Fayah

      Du hast wohl Recht, für die Zeit, in die man geboren wird kann keiner was. Aber Du hast nicht Recht mit der Behauptung, dass diese Generation genauso gierig nach Bequemlichkeit war. Das kannte man damals nämlich gar nicht. Aber die alten sind gewissermaßen schuld daran, dass heute alles nur noch nach dem spass Faktor eingeteilt wird. Die wollten nämlich alle, dass es ihre Kinder und deren Kinder mal besser haben und haben alles dafür getan.

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  8. Klaus

    … Erfahrungen weitergeben ist nützlich, wir können immer etwas von der älteren Generation übernehmen, in Ehren annehmen …

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    1. Karsta

      Traurig, dass auch die “Alten” den Respekt vor der Jugend nicht haben. Es nimmt sich keiner etwas, egal ob jung oder alt.

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      1. Sylvia Klinkebiel

        ja, obwohl ich jetzt fast 60 bin, muss ich dir Recht geben. Auch die Alten wirken auf die Jungen sowas von überheblich! Die haben alles richtig gemacht. Die haben keine Fehler..die Alten. ;-)

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  9. Jörg

    :-D die Leute waren damals *garantiert* nicht umweltbewusster (ich war dabei :-) ), es fehlten schlicht die Mittel: die Menschen selber waren ärmer und konnten es sich gar nicht leisten soviel wegzuschmeißen, es gab so gut wie keine Plastikprodukte bzw. -verpackungen, …
    Festverdrahtete Steuerungen auf Platinen: kein Gedanke! Das waren mechanische oder einfachst elektrische (keine elektronischen) Steuerungen!
    Also konnte und vor allem: musste! man viel mehr reparieren als heute.
    Das lag aber nicht an irgendeinem wie auch immer gearteten Umweltbewusstsein, sondern eben an den Randbedingungen.
    :-) In der guten alten Zeit sind u.a. auch viele Giftmülldeponien entstanden, die bis heute noch aufwändig saniert werden, im Ruhrgebiet konnte man tagsüber die Sonne nicht sehen (nachts auch meistens nicht :-) ), die Autos fuhren mit verbleitem Benzin (mit doppelt so hohem Verbrauch), …

    Trotzdem eine coole Story (egal ob wahr oder erfunden), denn es ist nicht notwendig eine alte Frau über den “richtigen” Gebrauch von Tüten und Taschen zu belehren, außer es gibt ein offensichtliches Fehlverhalten. Das hat aber mit Respekt zu tun, der nicht nur alten Menschen gelten sollte.
    Meine Meinung: Das beste an der guten alten Zeit ist, dass sie vorbei ist :D.

    Was nicht bedeutet, dass es heute keine Herausforderungen gibt, die wir meistern müss(t)en – und umweltbewusst sind wir heute auch nur bis dahin, wo wir es uns leisten können und wo es nicht wehtut.

    Die Geschichte hat vielleicht eher was mit “Stachel und Balken” zu tun ;-)

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    1. Ana Nym

      Volle Bestätigung Jörg!
      Der nicht so genannte “Umweltschutz” in der angeblich so guten alten Zeit, war nur aus der Not geboren. Hätten die Leute die Möglichkeiten von heute gehabt, sie würden genauso wie wir handeln.

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  10. grace

    Hey, die Zeit nach dem Kriege war genau so!!! Es gab wenig, fast keine Autos, nur für Reiche, oder Geschäftsleute. Selbst ein Fahrrad hatte ich nicht, zur Schule. Lange Schulwege, die auf den Dörfern noch viel länger waren als in den Städten.
    Danke Mandy, ich fühlte mich in meine Kindheit zurückversetzt und hab mich mit meiner 90jähr. Mutter darüber gefreut.

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  11. Thomas Köhler

    wie wahr, klasse aber manche alten haben sich den heutigen umständen gut anpassen können. solange es mich selbst betrifft mache ich mir auch keine gedanken, erst wenn es um die große politik geht, ja dann möchte man am liebsten auf den tisch hauen. für einen solchen hinweis einer kassiererin wäre ich dankbar, die belehrung allerdings überflüssig.

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  12. Astrid

    Ich finde, dass diese Erzählung neben dem, was ihr alle aufgezählt habt, besonders ausdrückt, dass eine gewisse Einfachheit und Überlegtheit, wieviel Konsum ich will, möglich ist. Klar, die Armut gerade nach dem Krieg war nicht freiwillig gewählt und besser waren die Menschen auch nicht. Auch damals haben Menschen Luxus und Konsum gewollt. Aber es wird deutlich, dass es in jeder Generation auch einfacher geht, selbst, wenn es mich meine Bequemlichkeit kostet – was das eine oder andere Mal schon vorkommt ;-)

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  13. Beatrix

    Ja, ja Respekt und Wertschätzung fehlt hinten und vorne, das Wort Hilfsbereitschaft ist ein Fremdwort geworden, der Egoismus lebt und die Liebe stirbt! Die Jugend sollte wieder in die Tanz Schule geh’n, da lernt man nämlich auch wie Frauen behandelt werden wollen, gell he Alter! !!!!
    Furchtbar wie die Türken, aber über sie schimpfen! !!!

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      1. Beatrix

        Sag es mir von wem? Von mir, von dir?

        Und wo war ich respektlos? Furchtbar wie die Türken, aber über sie schimpfen! Sollte man diesen Satz nicht verstanden haben, werde ich ihn nochmal kurz erklären. Damit habe ich nicht den Menschen gemeint sondern seine Wortwahl die jene Ausländer verwenden um zu zeigen welch cooler, mächtiger Typ er ist, die Jugend sich diese Sprache aneignen und doch über sie schimpfen! Passt nicht zusammen! Ich hatte auch Russen, Polen oder Deutsche sagen können, den respektlosichkeit gibt es überall!

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        1. Karsta

          Sie pauschalisieren die Jugend und ausländische Mitbürger, meiner Meinung nach. Beide Seiten, besser gesagt ALLE MENSCHEN nehmen sich an Respektlosigkeit nichts. Gott sei Dank hat uns unser Vater eine Möglichkeit zur Vergebung u.a. dieser Sünde gegeben und wir sollten alle diese ergreifen und immer wieder daran erinnert werden… Wir sind alle unvollkommen und doch geliebt!!!
          Guten Tag und Gottes Segen für Sie und Ihre Lieben.

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          1. Daniela

            Wie mich dieses Gejammer über die heutige Grneration nervt ist schon kaum in Worte zu fassen.Rückblickend erscheint immer alles besser aber das war es nicht.Es gab genauso unhöfliche Leute und so weiter.Bring es deinen Kids anders bei und mache es selbst anders,jammern ändert nichts ;-)

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            1. Beatrix

              Wie immer wird alles auf eine Waage gelegt, es ging nur um diese Post, natürlich gibt es auch ganz viele super tolle junge Kids und natürlich war es früher auch so hat es immer schon gegeben und wird es immer geben! Und natürlich sind wir alle Sünder, wie glücklich jene die ihre Sünde ,bekennen vor Gott den ihnen gehört das Himmel Reich! Das meiste wird über die Medien vermittelt, den in meinem Umfeld sehe ich nur wunderbare Menschen! Ich danke Gott dafür!

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  14. Claudia

    Blödsinn!!!! Meine Omas und Urgroßmutter, haben GRUNDSÄTZLICH mit Taschen (NICHT Plastik), Körben (auch NICHT Plastik) oder Einkaufstrolly eingekauft!
    Hat zwar nix mit Umweltschutz zu tun, aber mit nachdenken und sparen!

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  15. Georg

    Verschwendung ist nicht generationenabhängig. Weder waren früher alle sparsam noch achten heute alle auf Umweltschutz.

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  16. Svenja

    Ich finde die Antwort der Kassiererin ebenfalls sehr frech und respektlos! Man kann doch keine alte Frau an der Kasse für ihre Generation beschuldigen… Unglaublich. Vor allem, weil die jetzige, junge Generation doch die Wegwerfgeneration schlechthin ist. Wir, die wir uns Gedanken machen, sind nicht die Mehrheit. Es ist immer falsch, alles über einen Kamm zu scheren. Ich kenne viele ältere Menschen, die sich auch gerne weiterbilden und von der jungen Generation lernen wollen. Genauso sollte es auch umgekehrt sein.

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  17. Tobias

    Naja, in den 60ern gab es teilweise tatsächlich kein Bewußtsein für Umweltthemen. Ob man das den Leuten vorwerfen kann, ist eine andere Frage, aber wenn ich z. B. lese, dass zu Beginn der 60er Jahre in der Nachbarstadt mal ernsthaft geplant wurde, ein heute sehr wichtiges und auch für Naherholungszwecke sehr beliebtes Grüngebiet am Fluß zu betonieren, um die Stadt autogerechter zu machen, und die Leute des damals mahnenden Bund Naturschutzes als weltfremde Romantiker bezeichnet wurden, bin ich schon froh, dass sich da einiges getan hat. Den Text halte ich auch für ein bisschen übertrieben und romantisierend. Auch wenn ich trotzdem kein bedingungsloser Fan der heutigen Zeit bin.

    http://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php?title=Schaechterle-Plan

    Oder die WAA Wackersdorf (die, Gott sei Dank!, nie gebaut wurde) war auch so ein Kennzeichen eben eines mangelnden Umweltbewußtseins bei früheren Menschen (nicht bei allen, ebenfalls Gott sei Dank!), aber ganz abseits von Plastiktüten und Verkäuferinnen, die angeblich Omas zurechtgewiesen haben. :-)

    So, und jetzt höre ich auch schon wieder auf zu meckern. Und meine Kritik gilt auch nicht Dir, damit das klar ist! :-)

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    1. Ralf

      Das früher alles besser war wird ja nicht behauptet. Aber das manche gute Sachen verschwunden sind ist schon zutreffend.

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  18. Sonja

    Gibt es denn noch Pfandflaschen? Das war mein erster Gedanke. (Hier in Amerika gibt’s die nicht). Also, ich erinnere mich immer gerne ans Sprudelkastenschleppen mit meinem Opa.

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  19. Hanni

    Ohja unsere Generation ist absolut abhänging von dem ganzen neumodischen Zeug, aber ich muss zugeben, ich auch. Ohne Handy würde ich meine Kinder nirgends mehr hinschicken, viel zu bequem ist die Tatsache, sie jederzeit erreichen zu können. Genauso bequem ist es, morgens aufzustehen und es mit einem Knopfdruck warm zu haben, mein Großvater musste noch den Holz/Kohle-Ofen anzünden und es ist doch schön einfach per Knopfdruck Kaffee oder Unterhaltung zu bekommen. Ich bin der Meinung das jede Zeit ihr Gutes und ihr Schlechtes hat und keiner Zeit sollte man nachweinen, aber man sollte sehr wohl die ältere Generation und deren damalige Leistungen respektieren, denn heute würde man mit dem wenigen, das man damals hatte, nicht mehr so gut zurecht kommen. Dafür wurden damals noch andere Werte mitgegeben wie den Respekt vor der Umwelt, damit meine ich nicht nur die Flora und Fauna sondern auch die Menschen rings um uns, man traf sich auf der Strasse, der Mann lüftete den Hut wenn er eine Dame sah, Jungendliche und Kinder grüßten oder machten Platz wenn ihnen ältere Menschen entgegenkamen, heutzutage müssen die älteren Menschen Platz machen wenn die Kinder und Jugendlichen kommen, man lernte noch, auf Sachen aufzupassen, was kaputt wurde, Fernseher zb, musste teuer repariert werden, heutzutage haben wir eine Wegwerf-Gesellschaft in der die Reparatur lange nicht mehr zählt, ist ein Fernseher kaputt, wird ein neuer gekauft, Reparatur lohnt sich nicht. Tja, wie gesagt, der guten alten Zeit einfach nicht nachweinen ;-)

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  20. Heike

    Die se generation lebte sparsam und arbeitete sicher mehr als 40 stunden. Sie haben unser Deutschland wieder audgebaut und hatten das Wirtschaftswunder.
    Damals wurde sparen noch belohnt.
    Heute hält der absolute konsum unsere Wirtschaft am laufen und wozu sparen. Das bringt selbstverständlich auxh negatives mit sich wie Umweltverschmutzung, Hunger in 3. Welt ländern, kriege um recourcen, vorneweg die a m i s. Rücksichtslosigkeit und mobbing nehmen zu und auxh der Respekt und die achtung vor dem Leben, auch Gottlosigkeit. das führt zu Ängsten, auch vor terror. Bitte, ihr dürft das nicht zulassen. Lasset uns zusammen beten.
    Klinge ich naiv?

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  21. Ille

    Alles wurde früher wieder verwertet. Jedes Geschenkpapier aufgebügelt. Schulhefte waren nicht in Plastik verpackt, sondern in alten Tüten oder Packpapier von Geschenkpaketen. Alte Strümpfe u. Pullis wurden aufgeribbelt u. erneut verstrickt. Keine Wegwerfwindeln, keine Waschmaschine: Windeln wurden ausgekocht u. mit der Hand gewaschen.
    Brot wurde nicht weggeschmissen, wenn es einen Tag alt war. Im Gegenteil, es wurde eine ganze Woche ‘abgelagert’, ehe es angeschnitten wurde; von frischem Klitschbrot wie heute, da wäre die Familie nicht satt geworden. Auch Brot war begrenzt und nicht in Plastik in Scheiben immer verfügbar. U.s.w.
    Trotzdem ist heute Umweltschutz wichtig, weil die Welt verdreckt u. die Rohstoffe schwinden. Umweltschutz fördert zugleich ‘Nachhaltigkeit’. Jede Generation hat ihre Aufgabe.

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  22. Lukas Baumann

    Toll, wie die alte Frau geantwortet hat. Umweltschutz wurde erst nötig am Schluss des letzten Jahrhunderts, als es alles im Überfluss gab.

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  23. Strolch

    Also bei uns würden gleich nebenan die Flaschen abgegeben und mein Mann ist mit der Milchkanne zu. Bauern um die Ecke- was im übrigen jetzt wieder geht, wer nicht in der Stadt wohnt. Ich habe immer Tüten mit und versuche soviel wie möglich Müll zu vermeiden. Da aber vieles doppelt und dreifach eingeschweißt ist, ist das sehr zeitaufwendig. Ich finde jeder sollte einfach schauen, was er selber tun und wie er anderen begenen kann. Meinen Kindern versuche ich das auch bei zubringen. Das sie auch andren mal helfen. Klappt ganz gut.

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  24. Tobi

    Ich habe mir grad den Text und die Kommentare durchgelesen. Als erstes musste ich sofort an z.B. Monika Gruber denken, die in vielen Beiträgen/Auftritten dieses Thema “damals war ….” aufgreift und man schmunzeln muss. Fakt ist, dass in vielen Texten hier oben Wahrheit steckt. ABER was mir irgendwie direkt fehlt, ist der Bogen, den man auch zur Achtung der Schöpfung schlägt. Tut mir irgendwie weh.
    Mei, ich bin so zwischen den angesprochenen Generationen auf dem Land mit eben der puren Schöpfung aufgewachsen.
    Es geht einfach um Ehrfurcht – ja, ein inneres Wertegefühl. Und wenn Du das hast, egal, ob Du Kind oder Oma bist, dann wirst Du als Beispiel kein noch so kleines Bonbonpapier in die Wiese schmeißen, weil Du an die Kuh denkst (die Du dann wieder essen darfst). Ich gehe ja auch nicht her und mache mein großes Geschäft auf Nachbar`s Fussvorleger, oder? Zeiten ändern sich, aber die wahren Werte sollten bestehen bleiben, egal zu welcher Zeit und in welchem Umfeld. Es geht um Wertschätzung und Dankbarkeit – mehr nicht und auch nicht weniger!

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  25. riepichiep

    Generell finde ich “wir” gegen “die” doof – egal, ob Generationen oder Geschlechter.

    Allerdings könnte man natürlich, wenn man den Post liest, die Frage stellen, WELCHE Generation(en) denn dafür sorgte, dass es heute ist, wie es ist?
    Es sind sicher nicht die heute Zwanzigjährigen, die vor 10/15/20 Jahren entschieden haben, statt Windeln selbst zu waschen, Einwegwindeln zu kaufen usw. usw.

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  26. Helga-Myrkit

    Auf der Suche nach dieser Geschichte bin ich hier gelandet. Ich finde die Geschichte sehr gut. Die jungen Menschen können von den Alten manches lernen – oder zumindest ihr jetziges Verhalten hinterfragen. Natürlich können die heute 20-jährigen nichts für die Technik, die uns heute krank macht, sie können aber z.B. ihr Konsumverhalten ändern.

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  27. Peter Müller

    Nette Geschichte – leider nur belegt eine Vielzahl von Studien, dass genau diese ältere Generation, von der in der Geschichte die Rede ist, die Umwelt massiv geschädigt hat. Und natürlich hat das die jetzige Generation auszubaden. Also, witzig zu lesen, aber die Moral ist nicht richtig.

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  28. Wolfgang brunzel

    Wir Alten sind wirklich Schuld an den heutigen Stand der Technik und der Umwelt. Wir sahen nicht was kommt. Aber sehen wir es heute? Der dynamische Prozess Geld mit Geld machen ist das Problem .
    Keinen interessiert es von den Gewaltigen. Sie streiten um des Kaisers Bart. Mein schnelles Urteil ist: die Menscheit überlebt höchstens noch 20 bis 30 Jahre. Wünsche mir das es nicht passiert und die Menscheit sich organisieren kann.

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  29. Helga-Myrkit

    Ich bin 73 und kann mich nicht erinnern, etwas getan zu haben,das der Umwelt schadete. Als Kind lebte ich zunächst auf dem Dorf. Ich holte ich Wasser vom Brunnen und Kohlen aus dem Schuppen, meine Mutter arbeitete beim Bauern auf dem Feld. Meinen Weg zur Schule legte ich zu Fuß zurück, jeden Tag 30 Minuten hin und 30 Minuten zurück. Die Eikäufe vom Dorfladen holte ich in einem Einkaufsnetz. Unsere Wäsche wurde von Hand auf einem Waschbrett mit Kernseife gewaschen und trocknete auf der Wäscheleine. Als wir in die Stadt zogen, war ich sieben Jahre alt und genoss die kurzen Wege und fließendes Waser in der Küche und im Bad. Meine Kleidung wurde oft ausgebürstet, ehe sie dann tatsächlich in den Waschbotich kam. Ich könnte noch viel aufzählen. Respekt – gegenseitig – ist sicher angesagt, aber Respekt vor Jugendlichen haben, die mit Colaflasche und Hamburger in der Hand die Straße für sich beanspruchen und andere auf die Fahrbahn abdrängen – das fällt schon schwer!

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