Archiv für den Monat: Juli 2016

“Ich werde drüber beten!” – und dann?

Es gibt nichts Größeres als einen Menschen vor Gott zu bringen!
 

  • Beten bedeutet sich mit Gott zu unterhalten.
  • Beten bedeutet unsere Hoffnung auf Gott zu setzen. 
  • Betet bedeutet Gott zu vertrauen.


Doch was kommt nach Deinem: "Ich werde darüber beten!" ? 

Hast Du fünf Minuten später bereits vergessen, über wen oder was Du Dich gerade unterhalten hast? Geht Dein Alltag weiter wie bisher?

Schon mal drüber nachgedacht, dass Gott Dich in seinen Plan einkalkuliert? 
Ich bin mir sicher, er rechnet mit Dir – viel häufiger, als Dir das bewusst ist?! 

Natürlich kannst Du manchmal nichts ausrichten, Du bist beinah ohnmächtig und kannst nichts tun, als zu hoffen, dass alles gut wird, z. B. wenn jemand schlimm krank ist.

Doch wenn es möglich ist, dann werde aktiv und tue, was Dir möglich ist. Jesus muss nicht nur an die frierenden Menschen auf der Straße erinnert werden. Schau doch mal in Deinen Schrank, ob Du einen Pullover findest den Du nicht mehr trägst oder eine Decke zuviel hast. Du musst ihn nicht immer wieder an die einsame Frau in Deiner Nachbarschaft erinnern. Back einen Kuchen und lade sie dazu ein! Es gibt soviel was Du tun kannst …


Du musst und kannst nicht jedem helfen, Du brauchst selbst auch ein Stück vom Kuchen. 
Doch jeder Kuchen ist groß genug, um davon abzugeben! :-)

 


Amos, ein einfacher Mann mit großem Herzen für Gott, sagte dem Volk Gottes damals: 

"Ich hasse eure Feiern, geradezu widerwärtig sind sie mir, eure Opferfeste verabscheue ich.
Eure Brand- und Speiseopfer nehme ich nicht an, und wenn ihr Tiere mästet, um sie mir darzubringen,
ist mir das völlig gleichgültig. Eure lauten Lieder kann ich nicht mehr hören, verschont mich mit eurem Harfengeklimper. Setzt euch lieber für die Gerechtigkeit ein! Das Recht soll das Land durchströmen wie
ein nie versiegender Fluss."
Amos 5, 21-24 HfA 

 

Amos hatte die Schnauze voll von Leuten die nur labern, statt handeln. Die passiv bleiben und nicht anpacken, wo offensichtlich Hilfe gebraucht wird. Ich bin mir sicher, dass Gott dieses ganze religiöse Getue auch aus den Ohren rauskommt, wenn er dahinter keine Bemühungen sieht.



Dass auch Unmögliches manchmal doch möglich wird, hat uns die Treppenlift Aktion für die gelähmte Stephanie gezeigt. All das Geld konnte Stephanie nicht alleine aufbringen, ich auch nicht – doch gemeinsam haben wir es geschafft. Stufe für Stufe!

Jeder hat freiwillig gegeben, was er wollte und konnte. Ob 5€ oder 500€ … ganz egal. Diese Aktion hat nicht nur Stephanie glücklich gemacht, sondern ganz viele andere Menschen. Wir alle konnten einen Teil dazu beitragen!

Und jetzt fährt da ein glücklicher Mensch in Lübeck fast täglich rauf und runter und freut sich an seiner neu gewonnen Freiheit, die für die meisten von uns ganz normal ist. Das haben wir gemeinsam geschafft! Und Gott war mittendrin … und fährt sicher auch heute gern mit im Treppenlift   angel

 

 

"Warum machst Du nichts Gott??" – eine Frage die wir ihm oft stellen.
Vielleicht überhören wir oft auch seine Antwort: "Hab ich doch. Ich habe dich gemacht." 

 

Auf welches Gebet könntest Du heute die Antwort sein?

 

Denk nicht nur drüber nach.  ;-)

 

Alles Liebe!
Deine Mandy

 

© Foto: pixabay.com  / Creative Commons CC0

Dieser Beitrag wurde am 8. Juli 2016 veröffentlicht.

Drecksarbeit

Ich bekam eine längere Einkaufswagenchipfinderrückmeldung, die ich nicht veröffentlichen soll.
Doch es geht klar, wenn ich einen kleinen Ausschnitt daraus zitiere – dann mache ich das doch mal:


"Meine Mitbewohnerinnen sind Christen und kümmern sich voller Liebe und Hingabe um andere Menschen, doch ich fühle mich von ihnen nicht ernst genommen. […] … sie hören mir nicht zu und sehen nicht, wie es mir geht. Sie meckern viel, ich hätte dies und jenes wieder nicht gemacht …"


Die gesamte Mail zeigt mir kein Bild von jemanden, der verbittert, eifersüchtig, faul oder voller Vorwürfe ist. Im Gegenteil, sie zeigt Verständnis, auch wenn sie schlicht und einfach nach Beachtung schreit. Schon während des Lesens, fiel mir auf was für ein wichtiger Punkt und Hinweis darin steckt!!!


Wir Christen überlegen gern wie wir andere Menschen unterstützen können. Wo können wir uns einbringen? Was können wir als Gemeinde tun, um anderen zu helfen? Seien es aktuell die Flüchtlinge, oder gerade im Winter die Obachlosen, alte Menschen, Kinder die aus schwierigen Verhältnissen kommen, perspektivlose Jugendliche, Prostituierte … wo können wir Licht sein? 


Und dann haben wir vielleicht unser "Einsatzgebiet" gefunden. Sehr schön. Doch mal ehrlich:

Ist es manchmal nicht einfacher "die Füße von Flüchtlingen zu waschen" als die, von den Menschen, die täglich mit uns zusammenleben?


Bei aller Liebe, allem vorbildlichen Einsatz für andere; vergessen wir manchmal "die Füße von denen zu waschen", die mit uns zusammenleben??! Unseren Mitbewohnern ein Ohr zu schenken? Uns ausreichend Zeit für die Kinder zu nehmen? Mit dem Partner etwas zu unternehmen?


Kennst Du den folgenden Spruch:

"Jeder will ne Revolution, aber keiner will den Abwasch machen!"
 


Eine Revolution beginnt mit kleinen Schritten. Mit abspülen … oder eben mit Füße waschen.


Jesus hat seinen Jüngern damals die Füße gewaschen und gesagt: "Wie ich, euer Meister und Herr, euch jetzt die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch gegenseitig die Füße waschen. Ich habe euch damit ein Beispiel gegeben, dem ihr folgen sollt. Handelt ebenso!"Johannes 13, 14-15 HfA

 

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Dieser Beitrag wurde am 6. Juli 2016 veröffentlicht.

Er will 1 Braut abholen, keine 1183297230 Bräute!!

Am Freitag teilte ich die Todesanzeige von Hubert Martini. Das Besondere daran? Er schrieb sie bereits zu Lebzeiten und jetzt, nach seinem Tod, wurde sie veröffentlicht und führte zu großen Diskussionen in sämtlichen Medien.

Der Mann, ein "bekennender Atheist" wie er sich selbst bezeichnet, bat darum "keine Kreuze, sonstige offene und versteckte religiöse Symbole" auf seiner Beerdigung zu zeigen oder mitzubringen.

Der Stern berichtete gestern, dass seine Wünsche berücksichtigt wurden und sogar das Holzkreuz an der Decke mit einem großen, schwarzem Tuch abgedeckt wurden sei.
 

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Sebastian kommentierte hier auf dem Blog: "Keine Kreuze oder sonstige religiöse Symbole seien erwünscht. Das spricht irgendwie auch für sich." 

Ja, dass tut es. Wie jede andere Aussage eines Menschen auch. Doch was sagt sie aus? Bei Hubert Martini geht die Aussage wahrscheinlich in diese Richtung: "Lasst mich mit dem religiösen Scheiß in Ruhe … diese Scheinheiligkeit stinkt doch zum Himmel!"
 

Auf unterschiedlichen Facebook-Seiten habe ich die Kommentare zu dieser ungewöhnlichen Todesanzeige verfolgt und festgestellt; es gibt viele Menschen, die ähnlich denken. Das Motiv für ihre Ablehnung ist oftmals die Enttäuschung(en) von gläubigen Menschen.
 

Von schrecklichen Missbrauchsfällen in kath. Kinderheimen, die in den 50er / 60er Jahren leider keine Seltenheit waren, bis hin zu "Steinzeitglaube" oder "die labern und labern und ändert tut sich auch nichts" Äußerungen. Wie traurig! Wie beschämend!!


Man eh, sollen wir Christen nicht Licht und Salz sein? Auffallen in dieser Welt?! Und zwar nicht durch perverse Verbrechen, "Steinzeitglauben" oder als Labertaschen??!


Zur Erinnerung! Jesus hat uns ne Mission gegeben:

"Geht hinaus in die ganze Welt, und ruft alle Menschen dazu auf, mir nachzufolgen!" - Matthäus 28, 19 HfA


Ich glaube eines der größten Hürden unserer Zeit ist, dass wir Christen uns bis aufs Blut zerfleischen, anstatt zusammen zu halten, um eine Einheit zu bilden! Wir können doch nicht nur über Gnade und Vergebung reden und unsere Kirchen sind völlig zersplittet?! Das passt nicht zusammen! "Ja, aber wenn die anderen …. " schon klar, nicht jeder hat ein Kind missbraucht oder labert nur (Gott sei Dank!!) und doch sind wir alle dran unseren eigenen Teil zur Einheit dazu zu geben!!


Was lese ich gerade in den letzten Monaten für furchtbare Diskussionen auf Facebook! Man mag über die Flüchtlingspolitik unterschiedlicher Meinung sein, doch wenn wir vergessen, dass es dabei um von Gott geschaffene und geliebte Menschen geht …. dann läuft was gravierendes schief!! 


Jesus sagt er will wiederkommen, um die Gemeinde als seine Braut abzuholen – da sollten wir uns aber mal gewaltig am Riemen reißen, dass hier keine 1183297230 Millionen einzelne Bräute rumstehen!! Schon mal an Jesus gedacht?? Ein Kerl und soviele Bräute??? Na Prost Mahlzeit!!
 

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Es gibt viele Überzeugungen und Verhaltensweisen in denen wir Christen einer Meinung sind! 
Doch es gibt genügend andere Punkte und Themen, die viel komplexer sind! Hauptthema (natürlich, wie sollte es anders sein) Homosexualität. "Wie steht ihr dazu?" – diese Frage werden die verschiedensten Gemeinden häufig gestellt bekommen. Sogar ich werde regelmäßig nach meiner Meinung gefragt. Wer etwas darüber auf meinem Blog sucht, der wird es finden und doch gehe ich dem Thema hier eher aus dem Weg. Warum??

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Dieser Beitrag wurde am 4. Juli 2016 veröffentlicht.

Wie würde Deine Todesanzeige aussehen?

Testament? Hat der ein oder andere geschrieben. 
Doch wie sieht es mit der eigenen Todesanzeige aus??

 
Hubert Martini, ein (wie er sich selbst bezeichnet) "offener, ehrlicher und nachtragender" Mann aus Trier hat bereits zu Lebzeiten seine Todesanzeige formuliert. Er schreibt "Tschüs" und "meldet sich hiermit vom Leben ab."
 
Seine Anzeige erschien in dieser Woche in der Regionalzeitung "Trierer Volksfreund".
 

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Respekt. Hubert war ein Mann der klaren Worte, mit guter Selbsteinschätzung. Ich hoffe, dass er seine Dankbarkeit und Meinung auch schon zu Lebzeiten so klar äußern konnte. Er schreibt, wie wunderbar und toll er seine Frau, seinen Sohn und seine Enkel fand. Bedankt sich bei seinen Freunden. Und the last but not least macht er seiner Frau eine rührende Liebeserklärung: 

„Wenn es ein Leben nach dem Leben gäbe, dann würde ich dich dort wieder um deine Hand und deine Liebe bitten.“
 

Ob seine fünf ausgeladenen Geschwister plus Familien die Ehrlichkeit ihres Bruders auch zu schätzen wissen, bleibt fraglich. Ebenso ob Hubert nicht doch teilweise ein verbitterter Kerl war, dem es schwer fiel zu vergeben. Schließlich bezeichnet er sich selbst als "nachtragend" ….  mit fünf Geschwister bis zum Tod verstritten? Heftige Nummer! Was wohl dahinter steckt? Ob das alles Heuchler waren? Das weiß wohl keiner von uns.

 


Und Du? Frag Dich mal ehrlich!


Wie würde Deine Todesanzeige heute aussehen?
Und wie würdest Du Dir wünschen, wie sie aussieht?
Was kannst Du tun, dass Deine Wünsche in Erfüllung gehen?

 


Denk nicht nur drüber nach! 


Alles Liebe. Segenregen. Und ein sonniges Wochenende!

Deine Mandy

 


PS: Ich wünsche mir natürlich für Hubert, dass er im letzten Moment seines Lebens, seine Meinung über die Existenz Gottes nochmal änderte und ihn ganz nah bei sich spürte!   ;-) 

Dieser Beitrag wurde am 1. Juli 2016 veröffentlicht.