Gott ist tot!

"Eines Tages war es ruhig in Martin Luther's Arbeitszimmer. Er war traurig und verzweifelt. Er hat nicht mehr gesprochen, nicht mehr gearbeitet und auch nicht mehr gebetet. Mit hängendem Kopf saß er da und grübelte über dies und jenes nach. Er gab sich der Traurigkeit immer mehr hin.

Seine Frau Käthe macht sich Sorgen um ihn. Sie überlegte wie sie ihm helfen konnte. Dann zog sie schwarze Klamotten an und klopfte an seine Arbeitszimmertür.

Erschrocken fragte er: "Wer ist denn gestorben??" Käthe antwortete: "Gott ist gestorben! Wenn Du nicht mehr arbeitest und betest, sprichst und singst, dann ist Gott tot und hat keine Macht!"

Plötzlich kapierte Luther etwas Entscheidendes. Er hat sich viel zu sehr den negativen und drückenden Gefühlen hingegeben, dieser ganzen Mutlosigkeit, dass er Gott damit vertrieb. Doch Gott lebt! Zum Verzweifeln gibt es keinen Grund. Gott ist am Werk! Aber er lebte, als sei er tot. Die dunkle Mauer bricht Stück für Stück auf. Verzweiflung und Trauer werden kleiner – der Himmel wird größer. Luther ist wie befreit und geht wieder an die Arbeit." 


Diese Geschichte habe ich frei, mit meinen Worten widergegeben. 
Sie ist aus dem Buch Überlebensgeschichten für jeden Tag von Axel Kühner.

 


Aus Traurigkeit wird Freude, weil Luther seine Blickrichtung änderte. Jeder hat im Leben Baustellen, über die er sich Sorgen macht. Mal kleinere, mal größere. Je größer sie werden, umso mehr bestimmen sie uns. Wir drehen uns um sie und verlieren Gott dabei aus den Augen.

Er lässt uns in schweren Zeiten nicht allein, doch manchmal lassen wir uns selbst allein.  Es ist nicht immer einfach und geht so schnell, wie in dieser Geschichte – im Gegenteil.

Und doch erinnert sie mich in bestimmten Situationen immer wieder daran, auf was oder besser wen ich schauen sollte … Jesus!


"In der Welt habt ihr Angst, aber lasst euch nicht entmutigen: Ich habe die Welt besiegt."

- Johannes 16, 33


Ich wünsch Dir, dass Du ihn gerade dann erlebst und spürst, wenn Du durch schwere Zeiten gehst! Oder das Du zumindest eine Käthe hast, die Dich daran erinnert ;-)


Er lässt Dich niemals allein, dass ist mein tiefer Glaube!

 

Sei gesegnet!

Deine Mandy

 


Wer schreibt diesen Blog und warum? – Das erfährst Du, wenn Du HIER klickst
Kann ich Dich und Deine Blog-Arbeit unterstützen? Ja, dass ist möglich, dazu HIER klicken. Ich danke Dir von Herzen!

Dieser Beitrag wurde am 10. Juni 2016 veröffentlicht.

29 Gedanken zu „Gott ist tot!

  1. Ines

    Hallo Mandy, sorry, dass ich gleich etwas zu mäkeln habe. Ich kenne die Geschichte noch mal ein klein wenig anders, aber das ist nicht relevant, nur das glaube ich nicht:

    “Er hat sich viel zu sehr den negativen und drückenden Gefühlen hingegeben, dieser ganzen Mutlosigkeit, dass er Gott damit vertrieb.”

    So schnell lässt sich Gott nicht vertreiben. “Anfechtung und Mutlosigkeit haben ihn Gott nicht mehr sehen lassen. ” Das ist schon gleich mal etwas anderes und darauf wolltest Du sicher hinaus, weil Du dann ja selbst noch schreibst:

    “Aus Traurigkeit wird Freude, weil Luther seine Blickrichtung änderte. Jeder hat im Leben Baustellen, über die er sich Sorgen macht. Mal kleinere, mal größere. Je größer sie werden, umso mehr bestimmen sie uns. Wir drehen uns um sie und verlieren Gott dabei aus den Augen.

    Er lässt uns in schweren Zeiten nicht allein,…”

    Ich kenne die Geschichte in der Abwandlung, dass Luther schallend anfing zu lachen, als Katharina von Bora behauptete, Gott sei tot. Ich kann mir die Situation zwischen den beiden bildlich vorstellen. Manchmal braucht es einfach einen Schubs von außen und die Blickrichtung ändert sich grundlegend. ;-)

    Antworten
    1. Mandy Artikelautor

      Danke für Deinen Kommentar Ines. Ich sehe das wie Du. Die Aussage oben, steht so in der Geschichte, wie ich sie gelesen habe. Die Aussagen wollte ich nicht verfälschen / ändern und deshalb habe ich sie genauso – mit eigenen Worten – widergegeben. 

      In diesem Sinne, ab und an die Blickrichtung ändern ;-)

      LG
      Mandy

      Antworten
  2. Fabian

    Gott ist tot, dass ist richtig!!

    “Er lässt uns in schweren Zeiten nicht allein,” Diese Aussage stimmt nicht. Gott lässt die, die nicht seinen Ansprüchen genügen zu jeder Zeit allein und im Regen stehen. Und nichts was man tut ändert daran etwas.
    Da ist die Bibel das genaue Spiegelbild der Menschheit. Schon in der Bibel waren es ausgesuchte, handverlesene Leute oder Völker die er für gut genug befunden hat. Genau wie heute. Wer heute nicht der Norm entspricht hat Pech und kann beten was er will! Wer nicht mit Idealmaßen und komplett Tätowiert mit den neuesten trendy Zeug herumläuft wird als unbedeutend abgestempelt. Bei Gott wie irgendwo sonst.

    Gott ist gemein, Gott ist oberflächlich, Gott ist verachtend…. Ja Gott ist tot… :(

    Antworten
    1. Anonymous

      Hey Fabi,

      dieses “unbedeutet abgestempelt”, was Du da schreibst, das kommt von Menschen, aber nicht von Gott. So etwas machen Menschen, die Gott noch nicht verstanden haben.

      Weißt Du, das Krasse ist ja, dass es keinen Menschen, weder Dich, noch mich, noch den frommsten Christen etc., gibt, der Gottes Ansprüchen ursprünglich wirklich genügt.
      Überleg doch mal: Wir alle haben fernab von Hautfarbe, Ethnie und verschiedenen Gedanken und Lebensvorstellungen eine Sache gemeinsam, die in diesem Zusammenhang enorm wichtig ist: Wir alle sind nicht zu 100% perfekt, denken manchmal böse Sachen, handeln womöglich auch nicht immer selbstlos, bauen hier und da eine Notlüge ein, und und und. Das sind alles Dinge, die eigentlich gar keinen Platz bei Gott haben, weil sie nicht heilig sind. Sie sind nicht heilig, weil sie das Gegenteil vom Ausdruck der Liebe Gottes sind. Wir sind also alle voll mit Sünden behaftet, ein der Norm Entsprechender genauso wie ein der Norm nicht Entsprechender, einer mit trendy Zeug genauso wie einer ohne trendy Zeug.

      Das Geile ist aber nun, dass Jesus jeden, der zu ihm kam und ihn um Hilfe gebeten hat, geholfen hat. Da kamen Leute zu ihm, die von der Gesellschaft geächtet wurden genauso wie Leute, die gesellschaftlich besser dastanden. Wieder, alle mit Sünden, aber mit dem Glauben daran, dass Jesus helfen kann und helfen wird. Und siehe da, alles war auf einmal easy.

      Das is der Grund, warum für uns Christen Jesus alles ist, denn er macht keinen Unterschied zwischen den Menschen. Er möchte nur eins: Vollste Hingabe, vollstes Vertrauen, vollsten Glauben von jedem Einzelnen. Jesus ist Gottes Antwort auf uns imperfekte Menschen, um uns wieder heilig zu machen.

      In dem Moment, wo Du das wirklich realisierst, wirst Du innerlich und äußerlich voller Freude lachen, Dich selber wie auch jeden anderen Menschen als “bedeutend” abstempeln, einfach, weil Du da bist und auch die anderen Menschen da sind, und damit Gott verstanden haben.

      Gott wird immer für uns da sein! ;)

      Lerne, ihm zuzuhören, das ist spannend!

      Antworten
      1. Fabian

        Weißt Du, Gott wird sich wohl kaum anders zeigen, als bislang erlebt. Man gehört nicht plötzlich dann zum ausreichenden Teil der Menschheit

        Antworten
    2. Menschenkind

      Lieber Fabian,

      ich finde, das ist eine sehr subjektive Meinung, die du sehr allgemeingültig vorträgst.

      Die gleiche Antwort könnte ich genau umgekehrt formulieren und über mein Leben stellen:
      Gott hat mich in meinem Leben nicht alleine gelassen! Er war immer da! Und ich bin alles andere als ein Hippster, fühle mich nicht “in” oder cool. Ich bin nicht perfekt, ich wette, dass ich in vielen Dingen nicht den Ansprüchen Gottes genüge. Aber das brauche ich und kann ich auch gar nicht. Genau das weiß er auch und deshalb ist Jesus gestorben, damit ich trotzdem mit ihm zusammen sein kann.

      Meine Güte, ich bin jetzt Mitte 40, die meiste Zeit meines Lebens habe ich mit Selbstzweifeln, Depressionen gekämpft und mit mit meiner Selbstwut herumgeschlagen. Wenn irgendwer sich total für uncool gehalten hat, dann war ich das! Ich habe meine Frau verlassen und mein Kind – wegen einer anderen Frau und weil ich selbst nicht mehr klar kam.
      Dinge, auf die ich – weiß Gott – nicht stolz bin. Nur mit seiner Hilfe konnte ich all den Schlamassel wieder hinbiegen!

      Und ja, ich habe ihn oft gefragt, wo er ist! Warum mir genau das alles passiert, was mein ganzes Leben soll. Und nicht er ist weg! Ich bin weg! Habe mich mit Alk zugeballert um nichts mehr zu spüren, habe mich in Depression geflüchtet um eine legitime Ausrede zu haben. Wenn er nicht da gewesen wäre, dann hätte alles keine Sinn gehabt und wahrscheinlich hätte ich mich wirklich umgebracht…und ehrlich? Ich glaube, auch dafür hätte er noch ne Lösung gehabt.

      Das ist genauso subjektiv wie deine Geschichte – stimmt! Ich bin kein Superchrist und Gott ist da! Für mich, er ist für mich gestorben und wieder auferstanden!

      Und wenn du die Bibel durchliest, dann findest du genau so Typen wie mich dort:

      Fangen wir gleich vorne an:
      Eva glaubt einer Schlange – Adam glaubt seiner Frau – beide glauben nicht Gott und beide schieben die Schuld daran jemand anderes zu, anstatt selbst die Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. Trotzdem springt Gott ein und bietet den beiden den ultimativen Lösungsweg an. Übrigens sagt er den beiden, dass ihr Leben ab da nicht einfach sein wird!

      Noah und seiner Familie sind die einzigen Menschen, die noch auf Gott hören…deshalb werden sie gerettet. Bald darauf gibt er sich mit Wein sowas von die Kante.

      Abraham glaubt Gott nicht, dass er einen Sohn bekommen wird und zeugt mit Saras Magt Ismael (hätte er das doch sein gelassen!) – Trotzdem wird er als einer der großen Glaubensväter immer wieder genannt.

      David, der größte König Israels begeht Ehebruch und Mord.

      Petrus hat einige sehr helle Momente aber er haut auch echt auf die Kacke, verrät Jesus, fragt sich, wer der Größte im Reich Gottes wird.

      Eine Prostituierte salbt Jesus die Füße und Jesus sagt zu allen Zeugen: Dass sie mehr für ihn getan hat, als alle, die mit ihm an der Festtafel sitzen.

      Er wählt sich seine Jünger größtenteils aus Ungebildeten, Alltagsleuten, verachteten Menschen. Seine engsten Freunde waren absolute Normalos!

      Paulus hat die Nachfolger jahrelang aufs ärgste verfolgt und hingerichtet…quasi das neutestamentliche IS-Kommando! Er wurde von Gott ausgewählt und ohne ihn wäre die Lehre von Jesus vielleicht nicht so schnell und flächendeckend nach Europa gekommen!

      Gott arbeitet mit den absolut normalen Leuten! Das Bodenpersonal von ihm ist nicht perfekt! Wir sind nicht besser – aber wir sind besser dran! Uns geht es in vielen Teilen (der Erde) auch nicht besser als den nicht-christen. Das ist auch nicht der Zweck des Glaubens! Wenn dir jemand erzählt, dass du nicht mehr krank wirst weil du Christ bist, dass du plötzlich in Reichtum schwimmst, weil du Christ bist, dass dir alles im Leben gelingt, weil du Christ bist – das ist eine Lüge!

      Was aber nicht gelogen ist: Er lebt, er ist für dich gestorben und auferstanden! Er liebt jeden Menschen und am liebsten möchte er, dass jeder das schnallt!!! Darum geht es ihm! Und um ein Leben mit jedem in der Ewigkeit! Aber es wird immer Menschen geben, die dieses Angebot ausschlagen. Und mit verlaub, deine Argumente sind beim Ausschlagen dieses Angebots noch nicht einmal stichhaltig. Das ist wirklich schade!

      Lieben Gruß vom Menschenkind

      Antworten
      1. Fabian

        Meine Argumente sind nicht stichhaltig. Das mag in deinen Augen so sein, ich erlebe es so. Und am Ende schreibst du es ja selbst, du kannst daran glauben, weil du Gott besser erlebt hast als ich. Vorher nicht.

        Die Aufzählung all dieser Leute mag ja stimmen. Aber es sind Leute die vor hunderten oder tausend Jahren gelebt haben. Ich bin heute hier und erlebe es so wie ich geschrieben hab. Und in dem selben Zusammenhang, in dem du die tollen Beispiele von Personen nennst, gibt es genug andere, die Gott egal waren. Die er sogar gequält hat. Da fehlt mir die Fantasie, wie ich bei solchen Geschichten und eigenen Erfahrungen an einen liebenden Gott glauben soll. Immer dann wenn ich mich auf Gott eingelassen hab ist alles andere als gutes dabei herausgekommen. Er lässt einen allein wenn man ihn braucht und ist sofort da, wenn es darum geht Dinge zu zerstören. Es war bislang immer so!

        Antworten
        1. Himmelsadler

          Sobald du dich auf Gott einlässt MUSST du mit HEFTIGSTEN Anfechtungen rechnen.
          Wir haben alle den gleichen Feind, der will zerstören, dich von der Wahrheit abbringen und alles niederreißen, was Jesus für dich getan hat. Aber sei getrost, NICHTS kann uns JEMALS von der LIEBE GOTTES trennen. Er hat dich noch lange nicht aufgegeben und wird das auch niemals tun.
          Vergiss Wohlstandsevangelium, schau einfach auf Jesus, denkst du Jesus hat es einfach gehabt, der hat alles durchlebt wie wir heute, aber er hat überwunden, dank ihm sind wir FREI.
          Von Glaubenskämpfen kann ich dir nicht nur ein Lied singen, der Song wäre eine Ballade von mehreren Monaten, you know man,… Wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächten und Gewalten der Finsterniss.

          Ich kann dir auch genau sagen warum man diverse Glaubenskämpfe hat, nur so wächst man, nur so richtet sich dein Herz total auf Jesus aus, nur so lässt du deine Selbstsüchtigen Wünsche los u. hängst letzten Endes fest an seiner Gnade u. manchmal wenn Jesus auf einen Menschen trifft der besonders Sturr ist, naja dann fallen halt diverse Kämpfe etwas härter aus als bei manch anderen Menschen, davon kann ich dir auch wieder etliche Balladen singen.

          So u. jetzt kennst du die Wahrheit u. nun liegt es an dir, ob du dich Jesu Gnade zuwendest oder ob du dich weiterhin vom Zerstöre lumpen lassen willst.

          Antworten
        2. Menschenkind

          Ich habe das Gefühl, dass du nur das gelesen hast, was du lesen wolltest.

          Wenn du irgendwo ließt, dass ich an Gott nur glaube, weil ich ihn gut erlebt habe, dann hast du irgendwas nicht richtig gelesen. Ich glaube an Gott und habe mich für ihn entschieden, da war ich etwa sieben…so jung, dass ich nicht das konkrete Jahr weiß.
          Und mein Leben war alles andere als Super, unter menschlichen “wohlfühlkriterien” betrachtet…sonst würde ich mich hier gar nicht erdreisten zu schreiben.
          Von meinen 45 Jahren habe ich etwa 5 ohne Depressivität (nicht am Stück) verlebt.

          Aber wie gesagt, ich erkenne nirgendwo in der Bibel, dass irgendwo steht, dass hier auf dieser kaputten Erde alles easy ist…Stimmt, es gibt Menschen, die predigen das. Viele Menschen, die das, was wir heute Bibel nennen, geschrieben haben, haben dies getan und und gepredigt und wurden dafür geschlagen, gefoltert, ins Gefängnis gesteckt und ermodert. Klingt das für dich irgendwie nach “gute-laune”? Und trotzdem konnten sie sagen: ” ich freue mich, dass ich Jesus in mein Herz aufgenommen habe”. Ich freue mich, in Gott zu leben…obwohl alles um mich herum nicht danach aussieht.

          Das sind zwei vollkommen andere REalitätsansätze – und ich weiß nicht, ob du das begreifen kannst. Das was dir hier passiert hat nichts mit dem zu tun, wie und ob Gott dich liebt! Und auch nichts, ob du ihn liebst. Er liebt uns, da haben wir noch nicht einmal was von ihm gehört. Und diese Stellen klammerst du bewusst in deiner Argumentation aus und führst Argumente und Kausalitäten an, die nicht von Gott stammen, sondern von dem, der noch die Erde beherrscht…der, der alles dran setzt, dass sich so viele wie mögich auf seine Seite schlagen…den Teufel. Das, was du anbringst ist leider die Argumentationslinie des Teufels…um das ganz klar zu benennen.

          Weiterhin lieben Gruß

          Es gibt tatäschlcih jemanden, der lacht sich grade total schlapp…und das ist nicht Gott!

          Antworten
          1. Fabian

            Du klammerst doch genauso meine Erlebnisse aus. Wenn Gottes Liebe bedeutet, dass der eine ihn ständig erlebt und ein anderer nur in die Röhre guckt, dann habe ich wohl kaum unrecht mit dem was ich sage. Und genauso ist es doch. Du beschreibst doch, wie Gott dir hier da half. Bei mir ists anders ich frag Gott was, erzähle was mir wichtig ist und genau das wird kaputt gemacht. Punkt. Und selbst wenn irgendein anderer für schlechtes Verantwortlich sein soll, ist Gott trotzdem nie da wenn man fragt. Schlussendlich ist Gott dann der, der Leid in Auftrag gibt, man siehe auf Hiob. Oder Ägyptische Plagen bis hin zum Kindermord… Und das steht so in der Bibel drin. Ich würde mich auch für einen Gott entscheiden können, wäre man nicht immer und überall der Depp der davon wie es ist Gott zu erleben nur von anderen lesen darf. Gott ist echt tot!!!

            Antworten
            1. Menschenkind

              Irgendwie hatten wir das alles schon, oder?

              Ich klammere nicht deine Erlebnisse aus. Ich sage nur, dass sie in einer anderen Kausalität stehen.

              Okay, lass uns mal überlegen. Nur ein Gedankenexperiment:
              Gott ist ein Zyniker, der Menschen danach beurteilt, wie geil sie sind und wie sehr sie nach seiner Pfeife tanzen.
              Meinst du, das wäre ein Gott, den man anbeten sollte? Den man lieben und verehren sollte? Von ganzen Herzen? Von ganzem Herzen heißt: mit meinem Leben, mit Liebe, mit allem was ich habe.
              Diese Verehrung wäre geprägt von Angst, einer ständigen Habachtstellung, ob man auch genau das macht, was er erwartet.
              So ein Gott wäre nicht anders als alle anderen “Götzen” auf der ganzen Welt, denen man Huldigt und opfert um ein Benefit davon zu erreichen.

              Bei meinem Gott ist es genau umgekehrt: Er opfer sich, bzw. seinen eigenen Sohn, damit alle, die das glauben gerettet werden! Und das hat er angekündigt, genau nachdem die ersten Menschen von Satan verführt worden sind, zu denken, dass Gott ihnen die eigene Göttlichkeit vorenthalten will – indem er ihnen verbietet von einem einzigen Baum zu essen.
              Das ist ein großer Trick von ihm, uns glauben zu machen, dass wir nur bestimmte Sachen machen müssen, um gut zu sein. Oder vielleicht auch “gottgefällig”.

              Das war auch der große Streitpunkt zwischen ihm (Satan) und Gott bezüglich Hiob. Satan meinte nämlich, dass Hiob nur so gottesfürchtig ist, weil Gott ihn immerzu gesegnet hat und man müsse Hiob nur genügend Schicksalsschlägen aussetzen und dann würde er sich von Gott lossagen. Und Gott war sich ziemlich sicher, dass dem nicht so ist. Sogar Hiobs Freunde haben gedacht, dass der Knabe irgendwo Dreck am Stecken hat…aber Gott selbst hat ihn gerechtfertigt. Er hat nichts getan, warum es ihm schlecht gehen sollte.
              Also, halten wir mal kurz fest: Gott hat aus einem bestimmten Grund zugesagt, dass Hiob etwas passieren könnte. Nicht, damit Hiob Schaden erleidet, sondern dass Satan eine Lektion erhält und auf dem Holzweg ist. Ob das zynisch ist? Nein, ich glaube nicht…das ist einfach dieses Scheißleben hier auf diesem gefallenen Planeten. Vielleicht habe ich schon einen Hirntumor weil meine DNA in einer Zelle verrückt spielt. Oder morgen fährt mir ein Alkoholiker in meinen Kleinwagen und macht mich platt. Ja, so ist das hier unten seit Adam und Eva sich haben einwickeln lassen!

              Das hat nichts mit Gott zu tun, sondern damit, dass dies eine gefallene Erde ist. Gott macht einfach nur alles, was notwendig ist, damit ich hinterher nicht für immer tot bin!
              Ist das zynisch? Nein, ist es natürlich nicht!

              Keine Frage, das Buch Hiob ist eines der schwierigsten der Bibel. Aber vielleicht ist es auch “nur” eine Metapher um die Machtverhältnisse auf der Welt klar zu machen.
              Wie man sehr gut im Buch Hiob nachlesen kann, ist es offensichtlich egal, mit was der Satan Hiob heimsucht. Hiob lässt nicht von seinem Glauben an Gott ab! Und darum geht es im Kern: Folter mich, droh mir mit Tod, bring meine Familie um, zerstöre mein Haus, mein Auto, meine Arbeit, meine Existenz…egal was du anstellst: Du wirst mich nicht einen deut weit weg von Gott und Jesus bringen! Und ihn nicht einen Picometer weit weg von mir – weil er in meinem Herzen ist!

              Niemand, auch nicht Satan kann irgendwas anstellen, was mich von Gott und seiner Liebe weg bringt!

              Ich finde, du verdrehst Kausalitäten (Ursachen). Du schließt aus deinen Erfahrungen, dass es Gott sein muss, der dir Leid zufügt. Wenn dem so wäre, dann wäre Gott ein Arschloch. Dann macht aber gar nichts, rein gar nichts überhaupt irgend einen Sinn. Im Gegenteil! Dann wäre alles, aber wirklich alles in der Bibel quatsch. Dann könnte da noch nicht einmal drin stehen, dass er uns Menschen liebt, denn es wäre gelogen.

              Wenn das alles gelogen wäre, dann ist es eine Erfindung der Menschen. Wenn alles eine Erfindung der Menschen wäre, dann bräuchten wir das alles nicht und könnten nur noch hoffen, dass wir ein möglichst schönes Leben haben. Haben wir kein schönes Leben…was machen wir dann damit?

              Nein, mein Lieber! Es gibt Gott und er ist definitiv nicht so, wie du ihn schilderst oder aus deinen Erfahrungen abzuleiten glaubst. Denn wenn er so wäre, dann wäre das der größte Quatsch an ihn zu glauben.

              Also, Erfahrungen hin, Erfahrungen her: Gott ist Liebe! Unabhängig davon, wie du bist und was du anstellst um ihm zu gefallen. Dir dürfte ziemlich klar sein, dass bei nüchterner Betrachtung keiner wirklich in die Kategorie “Superchrist des Monats” fallen dürfte…ja Jesus sagt selbst, dass sowas überhaupt keinen Wert hat!
              Wir können uns diese Liebe nicht verdienen!!! Ließ aufmerksam die Bibel und es wird dich spätestens das ganze Neue Testament über anspringen!!!

              Mehr kann ich dir dazu absolut nicht sagen! Wenn du dieses einfach Ding nicht glaubst, dann Gnade dir Gott!!!

              Antworten
            2. Tobias

              Ich empfinde die Gedanken und Erkenntnisse von Fabian sehr bedenkenswert und beeindruckend. Jeder macht hier seine eigene Erfahrungen, und kommt zu durchaus sehr unterschiedlichen Schlüssen. …und jeder wird auf andere Weise von Gott angesprochen…oder auch nicht. Ob eine Ansprache Gottes stattfindet oder auch nicht. Das ist kein endgültiges Indiz auf das Vorhandensein oder auch Nichtvorhandensein Gottes. Sie entspringen lediglich den Überlegungen und Erfahrungen jedes Einzelnen.

              In den letzten Tagen habe ich ein interessantes Buch von Cliff Goldstein gelesen, „Warum schweigst du, Gott?“ Eine gute Frage, nicht nur in Anbetracht des hier auf Mandys Blog stattfindenden Austausches. Wenn Gott nicht tot ist, sondern „gefühlt“ nur schweigt, ist der Unterschied nicht leicht zu erkennen aber nichtsdestotrotz von sehr elementarer Bedeutung. ….und zwar für jeden von uns!!!

              Ich zitiere aus der Einleitung: Die Gräber öffnen sich. Es sieht so aus, als spuckten sie unentwegt Menschen aus –
              Hunderttausende, Millionen, Milliarden. So weit das Auge reicht Menschen, nichts als Menschen aus allen Jahrtausenden: sumärische Generäle, keltische Kaufleute, kulumbianische
              Bauern, griechische Philosophen, tibetische Mönche, französische Fremdenlegionäre, Börsenmakler von der Wall Street, Angehörige europäischer Fürstenhäuser, Politiker, Künstler und viele andere mehr. Alle, die jemals auf dieser Erde gelebt haben, werden herausgerufen aus ihren Gräbern. Der Tag des Gerichts ist angebrochen. Keiner von denen, die zu Lebzeiten „auf Gott gepfiffen haben“, fehlt. Nun müssen sie alle vor seinem Richterstuhl erscheinen.
              Die Anklage? Missachtung Gottes und seiner Ordnungen! Das Urteil? Schuldig im Sinne der Anklage! Die Strafe? Endgültiges Ausgelöschtsein!

              Aber die Verurteilten wollen den Richterspruch nicht widerspruchslos hinnehmen. Hasserfülltes Geschrei, Drohungen, Vorwürfe und Rechtfertigungsversuche schwirren durcheinander. Die unübersehbaren Menschenmassen gleichen einem sturmgepeitschten Meer.
              „Wie kannst du es wagen, Gott, mich zu richten!“ schreit ein stämmiger Mann mit kurzgeschorenem Haar und hebt drohend die Faust gen Himmel. „Was weißt du schon vom Leiden? Hast du überhaupt eine Ahnung davon, was Schmerzen sind?“
              „Ja, es stimmt, ich habe gestohlen und gemordet“, gibt ein anderer zu, „aber ich hatte nichts zu essen. Was weißt du schon vom Hunger, Gott?“
              Dort heben kräftige Männer eine spärlich bekleidete üppig geschminkte Frau auf die Schultern. Hundert Augenpaare starren sie gierig an, einige Dutzend Hände greifen nach ihr. Tränen ziehen violette Spuren auf die Wangen der Frau: „Was weißt du schon von der Lust, Gott? Hat in dir jemals das Feuer der Leidenschaft gebrannt? Und dennoch wagst du es, mich zu verdammen? Wir können uns gegen dich nicht wehren. Wir können dir nicht entkommen, aber wir verabscheuen dich und dein Gericht. Wir fluchen dir, Gott!“
              Fäuste recken sich empor, Füße stampfen den Boden und wilde Schreie zerfetzen die Luft. „Scheinheilig bist du, Gott, und ungerecht! Im Himmel ist es leicht, gut zu sein, aber hier auf Erden ….Und du sitzt nun über uns zu Gericht?!“

              „Habe ich nicht schon genug durchgemacht?“ schreit ein Chinese mit verzerrtem Gesicht, reißt sich das Hemd vom Leib und zeigt auf den mit Narben übersäten Körper.
              „Ich wurde unschuldig verhaftet,“ schnaubt jemand wütend. „Man hat mich eingelocht, gefoltert, totgeschlagen. Und nun verurteilst du mich noch einmal zum Tode!“

              Ein in den Gaskammern von Ausschwitz Umgekommener fragt, wo Gott denn gewesen sei, als Nazischergen ihn und unzählige andere mit Zyklon B umbrachten. „Als ob das nicht schon Strafe genug gewesen wäre!“
              Ein Sklave reckt Gott seine von Ketten zerschundenen Handgelenke entgegen. Das, was sie Gott ins Gesicht schreien, ist unterschiedlich, aber in einem sind sich alle einig: „Wie kannst du uns richten wollen, Gott?!“
              Zitatende

              Antworten
              1. gekreuzSiegt Moderator Hanspeter

                Noch den Schluss der Geschichte:

                Und dann stand Jesus auf und alle verstummten. Denn “er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.” Pilliper 2,8 -11

            3. Ines

              Hallo Fabian,

              habe mitgelesen und gefühlt.

              Ich finde auch den Anspruch an einen allmächtigen, liebevollen Gott gerechtfertigt, dass er uns hilft. Halte daran fest, auch wenn die Hilfe möglicherweise erst mal anders aussieht oder auf sich warten lässt. Und ohne das AT gegen das NT ausspielen zu wollen, aber mir hilft es, mich an der Person Jesus zu orientieren. Zu lesen was er sagte, denn immerhin behauptet Jesus dass Gott durch ihn zu den Menschen gekommen ist und mit ihnen gesprochen hat. Ich wünsche Dir eine Begegnung, weil ich weiß, dass Worte zu bestimmten Zeitpunkten nicht mehr ausreichen, dann muss man einfach erleben was geschrieben steht. Deshalb glaube ich auch nicht dass Du hier befriedigende Antworten für Dich findest, aber ich glaube fest daran, dass Jesus selbst Dir begegnen möchte.

              “Ich würde mich auch für einen Gott entscheiden können, wäre man nicht immer und überall der Depp der davon wie es ist Gott zu erleben nur von anderen lesen darf. ”

              Ich kenne Dich nicht und jeder Weg ist einzigartig, deshalb wage ich es auch nicht Dir zu raten, aber ich bin nahe daran, Dich zum Durchhalten ermutigen zu wollen, obwohl ich aus eigener Erfahrung genau weiß, wie verhasst mir diese Durchhalteparolen sind. Wie wenn man nicht schon lange genug gelitten, nicht oft genug neu angefangen, Vertrauen geschenkt, Glauben gewagt hätte…

              Meine erste Gottesbegegnung hatte ich selbst aber auch erst, nachdem ich mich intensiv mit Jesus beschäftigt habe. Ich weiß nicht wie oft ich das Johannes-Evangelium gelesen hatte und wie umkämpft das alles war. Schließe nicht gleich aus, dass es bei Dir ähnlich ist, auch wenn sich manches hier für Dich seltsam liest, wenn Menschen davon schreiben, wie sie diese inneren Kämpfe erlebt haben.

              Ich erinnere mich genau wie ich nicht verstehen konnte dass sich Gott so viel Zeit lässt mir zu helfen. Im Nachhinein kann ich es allerdings noch mal anders sehen.

              Bleib hartnäckig in Deinem Wunsch nach einer Gottesbegegnung und beginne damit zu beten. Bitte Gott höchstpersönlich darum.

              Es hat bei mir wirklich auch seine Zeit gedauert und vieles auf meinem Lebensweg ist mir noch immer unerklärlich. Ich bin noch viel zu oft traurig darüber, dass nicht nur andere, sondern ich selbst, auf bestimmten Ebenen so viel Mangel verspüre, aber Du liegst völlig richtig damit, wenn Du betonst, dass das etwas völlig anderes ist, ob man hierbei Gott erlebt hat oder nicht.

              Keine Worte, noch so tröstend oder von Herzen kommen, keine Ratschläge, schon gar nicht meine, wirklich NICHTS kann das ersetzen. Und alleine dass Du Dich darin nicht beirren lässt, zeigt mir, dass Du in allem Irrtum (dem wir alle erliegen, hin und wieder) der Wahrheit nahe und der heilige Geist am Wirken ist.

              Ich bete, dass Gott Dir begegnet, so eindrücklich, dass keine Zweifel mehr für Dich bleiben. Ich bete, dass Du frei wirst von allem was Dich daran hindern will zur Erkenntnis der Wahrheit zu gelangen. Bete mit, wenn Du kannst.

              Ich bete, dass der Gott der Ernte, Arbeiter und Beter aussendet und mich selbst zu einem macht.

              Antworten
            4. Marianne O´Donnell-Michael

              Hi Fabian, ich habe das mal getestet – also das mit Gottes Hilfe.

              Ich habe also gedacht damals wie ganz viele: Entweder ist Gott tot oder er ist nicht gut oder nicht allmächtig. Man muss ja nur sehen, was hier auf der Erde sogar mit unschuldigen Kindern abgeht, dann ist doch alles klar.

              Dann, je älter ich wurde und je mehr zermürbt vom ganz normalen Leben desto depressiver wurde ich, bis es so echt nicht mehr weiterging.

              Da habe ich dann, 2009, gesagt: O.K., ehe ich mit meinem Leben im Abgrund lande, denn ich habe alles mögliche ausprobiert und bin jetzt am Ende mit meinem Latein, probiere ich es nochmal mit Gott.

              Beten konnte ich nicht gut, aber so ein bisschen “Herr, hilf” schon noch. Dann dachte ich mir: Kirche bringt mir erfahrungsgemäß nichts, also lese ich selber nochmal nach und poliere mein Glaubenswissen auf.

              Jeden Tag habe ich dann mithilfe eines Bibelkalenders eine Bibellesung gemacht und die Interpretation dazu gelesen und den Alltagsbezug.

              Und wenn ich nur ganz wenig davon las, weil ich mich ja dran gewöhnen wollte, wenn nur mein Auge auf 2 Zeilen hängen blieb, ich spürte oft TROST und WÄRME.

              Und ich lernte die christlichen Zusammenhänge in der Bibel besser kennen, z.B.:

              Niemand kommt zu Gott außer durch Jesus.
              oder
              Jesus Hauptgesetz ist, Gott an erster Stelle zu lieben und dann unsere Mitmenschen wie uns selbst.

              Also, welche Liebe das sein sollte, war mir nicht klar, aber mir war dann klar, dass ich mich viel mit Gott, genauer Jesus, beschäftigen muss, damit ich weiterkomme.

              WENN ICH MICH NICHT MIT JESUS BESCHÄFTIGE, BEKOMME ICH AUCH NICHT GENUG ANTWORTEN.

              Eigentlich logisch. Alles, was ich verstehen will im Leben, muss ich gründlich kennen lernen.

              Das war nur Schritt 1.

              Jetzt ist 2016 und ich verstehe heute ganz viele Zusammenhänge.

              Da jeder Mensch einzigartig ist, findet jeder auch den eigenen einzigartigen Weg.

              Dem einen gelingt es eher über Musik, dem anderen über Bibelarbeit, dem dritten über soziales Engagement. Wichtig ist und bleibt aber, sich nach und nach immer mehr auf den zu konzentrieren, von dem man was verstehen will. Seine “Sprache” und seine “Wege” verstehen und lernen.

              Im Neuen Testament steht das alles drin. Das Alte Testament ist die Vorgeschichte und hat z.T. andere “Regeln” Gottes für uns.

              Heute weiß ich, dass Jesus bei mir ist und dass alles, was nicht LEBEN ist, nicht von ihm kommt.

              Hier auf der Erde trat und tritt Jesus im Alltag oft klein und scheinbar ohnmächtig auf, weil er unsere Entscheidung will und nicht uns als Marionetten.

              Trotzdem hilft er mir immer, hilft mir aber, aus Scheiße Dünger zu machen. Hilft mir nicht, Beherrscherin zu werden.

              Bin schon seit längerem im sicheren Abstand zum Abgrund meines Lebens. Immer noch ist mein Leben nicht einfach, aber für die wichtigen Dinge bekomme ich immer Kraft von Jesus und eine irrsinnige übermütige Freude, die ich vorher schon verloren hatte zusammen mit meiner Kindheit.

              Jedes Jahr beschäftigte ich mich mit einer neuen Glaubensfrage, die sich aus dem Glaubenswissen des vorhergehenden Jahres ergab:

              2009: Glaubenswissen – Notizen abgeheftet, viel Trost und Wärme gefunden bei der Bibellese

              2010: Hä? Warum sehen Christen alle so unerlöst aus? Was ist Erlösung?

              2011: Wo ist Erlösung im Alltag?

              2012: Glaubensgespräche mit einer Person meiner Wahl

              2013: Meinen Alltagsglauben entwickelt und in den Alltag so gut ich konnte aufgenommen und dadurch Kraft, Freude und Sicherheit deutlich mehr

              2014: Aus der Sicherheit meines Glaubens die dunkle Seite meines Lebens angeschaut

              2015: Jesus hat ja wirklich seinen Frieden hier gelassen. Meditativ gelange ich da hinein, immer….öfter.

              2016: Meine Spiritualität, meinen ganz eigenen Weg mit und auf Jesus zu zu leben, damit ich ihn nicht dauernd vergesse.

              Das sind nur Themenschwerpunkte, alles lief und läuft parallel auch weiter.

              Unterm Strich musste ich mich “nur” Jesus zuwenden.

              LG! Marianne

              Antworten
              1. Fabian

                Ist wirklich nett gemeint, ehrlich. Aber ich bin kein Buch Mensch. Ich lerne nunmal aus Erfahrung, Ausprobieren. Ich probier schon seit Jahrzehnten in dieser Sache. Ergebnis bekannt..

            5. Wilma

              Hallo Fabian

              Wenn nach Deiner Meinung Gott tot ist dann bist nur Du selber für Deine Lebenssituation verantwortlich !! Du meinst das es keinen Gott gibt also hat Gott für Dich auch niemals in Deinem Leben Gutes getan !! Wenn man sich von Gott abwendet lässt Er uns in Ruhe !! Wir haben alle die freie Wahl an Ihn zu glauben !!

              Antworten
              1. Menschenkind

                Ich habe mal einen Interessanten Vortrag zum Thema Zusammenhänge und Kausalitäten gehört.
                Es ist so: Das menschliche Gehirn ist quasi programmiert, bestimmte Zusammenhänge zu “entdecken”. Ob die tatsächlich ursächlich zusammen gehören ist dabei vollkommen belanglos.
                Das Beispiel in dem Vortrag (übrigens von Eckard von Hirschhausen) geht so:
                Etwa jede 10. Münze fliegt beim einwerfen in einen Automaten durch den Schacht und kommt wieder heraus. Die Wahrscheinlichkeit ist somit 1:9. Werfe ich hundert Münzen in einen Automaten, so werde ich ca. 10 mal enttäuscht, weil der Automat diese nicht nimmt. Das liegt in der Natur des Automaten! Weil ich aber die Münze hinein geworfen habe, und sie wieder heraus kommt, glaube ich, es liegt an der Münze. Was machen viele Leute? Sie reiben die Münze an dem Automaten, sie nehmen eine andere Münze, etc.
                Wenn die Münze wieder raus kommt, beginnt das Spiel von vorne…wieder Chance 1:9, dass die Münze nicht genommen wird. Und manchmal passiert das gleich beim nächsten Mal…aber manchmal auch nicht – obwohl ich gar nichts mit der Münze gemacht habe.
                Es liegt ja auch nicht an der Münze, sondern am Automaten…glaubt mir, ich habe es ausprobiert…wir haben da auf der Arbeit so einen Kaffeeautomaten…ich glaube zwar, dass bei dem die Wahrscheinlichkeit höher als 1:9 liegt…aber es liegt definitiv nicht an der Münze!

                Okay…zurück zur Kausalität:
                Wenn ich also mit Gott was bespreche…mir ist etwas oder jemand wichtig und es klappt nicht…dann ist es normal, dass ein Rückschluss zwischen mir und Gott gezogen wird…weil unser Hirn uns einen Zusammenhang suggerieren möchte – es ist so programmiert.
                Deshalb aber tatsächlich zu glauben, dass es wahr ist – gegen alles, was ich in der Bibel lesen könnte – so von wegen Gott liebt uns, und so, er ist für unsere Sünden gestorben damit wir wieder bei ihm sein können…gegen alles was dort geschrieben steht bezüglich “du brauchst kein Superchrist sein” oder “du kannst genau so, wie du bist zu ihm kommen und seine Vergebung als Geschenk annehmen”.

                Das sind nämlich die beiden Kernaussagen der Bibel, an denen man nicht vorbei kommt!

                Wenn du deine (wahrscheinlich irrigen) Erfahrungen wirklich vorziehen willst, gegen die Chance, dass dein Hirn mit den Erfahrungen falsch liegt und das was in der Bibel über Gott und Jesus geschrieben steht wahr ist (weil alles andere wirklich keinen Sinn machen würde!) – dann Frage ich mich, warum dich diese Sache so sehr beschäftigt!

                Denn das tut es! Es beschäftigt dich so sehr, dass du bei jedem Thema, da davon handelt, dass es Gott gibt, dass Gott die Menschen liebt und am liebsten alle erlöst (ich weiß, super christliche Vokabel) erleben möchte…dass du bei jedem dieser Themen schreibst, dass es ihn aufgrund deiner Erfahrungen nicht gibt.

                Warum fuchst dich das so?
                Ich sag dir was: Komm mal raus aus deinen Erfahrungen, mach mal neue Erfahrungen, indem du der Bibel eine Chance gibst. Du bist nicht so der Leser…das kann ich bei manchen Bibelübersetzungen total verstehen – die sind vielleicht nahe am griechischen Urtext, aber verflixt schwer zu lesen und so ein bisschen verschwurbelt.
                Ich geb dich jetzt nen heißen Tipp für ne Bibellese, in der du lesen kannst…du musst noch nicht einmal jeden bestimmten Tag etwas lesen, denn über den einzelnen Abschnitten steht kein festes Datum! Es macht nichts, wenn du einen Tag Pause machst oder über eine Sache genauer nachdenken musst.

                Aber hey, der Mann, der das geschrieben hat, der hat in seinem Leben eine Menge erlebt. Gute Sachen und schlechte Sachen…das ganz normale Leben halt. Und er schafft es, die Dinge aus der Bibel direkt in das ganz normale Leben zu übertragen…ein bisschen so wie Mandy (da bleibst du ja auch am Ball!).
                Hol dir dieses Buch und hör auf, dich von deinen Erfahrungen und den Rückschlüssen auf Kausalitäten, die du auf Gott projizierst binden zu lassen!

                Damit möchte ich nicht sagen, dass alles, was du erlebt hast die reine Freude war. Auch nicht, dass du das alles nicht erlebt hast…aber wenn du neue Erfahrungen machen möchtest, dann fang bitte mal an, deinen Erfahrungen, die du bereits gemacht hast in einem anderen Licht zu betrachten, denn es könnte sein, dass es diesen anderen Blickwinkel durchaus gibt!

                So, genau gefaselt…hier ist die ISBN von dem Buch 978-3-86506-241-3

                Als Taschenbuch bekommst du es ab schlappen 77ct.

            6. gekreuzSiegt Moderator Hanspeter

              „Man muss nicht sehen, um zu glauben, aber man muss glauben, um sehen zu können!“

              Fabian, weil Gott dir deinen Wunsch nicht erfüllt, darauf zu schliessen, dass er nicht existiert oder es nicht gut mit dir meint, ist schon sonderbar. Wenn Gott ist, dann ist er nicht deinen Anweisungen unterstellt. Es ist schade, dass du dich weiterhin in deinem Kreis drehst.

              Antworten
              1. Marianne O´Donnell-Michael

                Hallo Fabian, egal, wen oder was du kennen lernen willst, das ist überall im Leben so, du kannst dich nicht hinsetzen und warten, dass er/es von selber sich in dein Hirn einlernt.

                Du musst dich damit viel beschäftigen. Das gilt für alles! Auch für den Glauben.

    3. Daniela

      Hallo Fabian!
      Das alles was Du schreibst klingt nach Enttäuschung und Einsamkeit, wie wenn Du von Gott enttäuscht wärst. Das tut mir leid.
      Auch ich war schon oft von Gott enttäuscht. Aber habe dann irgendwann gemerkt: Oft genug ist meine Empfangsantenne nicht auf ihn ausgerichtet, ich bin gar nicht bereit, zu erfahren, was er mit mir vor hat. Treffe meine eigenen (limitierten – weil menschlichen) Entscheidungen und fahre damit oft genug an die Wand.
      Aber in der Bibel steht: (Psalm 50,15:) rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen.«
      Hast Du das schon mal versucht? von ganzem Herzen und mit offenen Sinnen warten, was Gott Dir antwortet? Falls nicht, mußt Du es unbedingt versuchen. Mir hat er geantwortet, schon viele Male….und ich habe schon einige Male in Schwierigkeiten gesteckt, auch im Moment wieder (beruflich…..durch eigene Naivität den Job verloren). Aber das ist Gott egal, ihm brauchen wir weder Lebenslauf noch Referenzen vorweisen. Wenn ich nicht klarkomme sagt Gott quasi zu mir: Lade alle Deine Probleme bei mir ab (das kannst Du als Gebet tun: einfach laut vor Gott aussprechen was Dich fertigmacht und auch, was Du bereust, er hört Dir zu). Und dann warte auf seine Antwort. Hinterher bist Du schlauer, was das anbelangt, ob Gott tot ist oder vielleicht doch ganz schön lebendig und ziemlich nahe….und ziemlich fürsorglich ;-)

      Ich wünsche Dir alles Gute und daß Du Gott wirklich hautnah erlebst und herausfindest, wie sehr er Dich liebt und daß Du ihm wirklich wichtig bist!
      Daniela, die diesen Gott schon viele Male erlebt hat und das teilweise überraschend ungezähmt und nicht immer so, wie sich der Mensch “Gott da oben” landläufig vorstellt

      Antworten
  3. Bithya

    Hey danke, das war mal nötig, du Käthe :-D
    Wollen gleich in die Stadt und vielleicht für Menschen beten, ich hab aber Zweifel, dass mein Glaube reicht. Da kam dein Artikel grade recht :-)

    Antworten
      1. Bithya

        die Leute sind vor uns davon gelaufen :-( vielleicht waren es Anfängerfehler oder Gott möchte, dass wir trotz Schlappen dran bleiben. Wir hatten jedenfalls keine Chance, jemanden zu segnen. Naja, vielleicht nächstes mal.

        Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.