“Schatz, woran denkst Du gerade?”

Ja, ich weiß, eine der TOP-Fragen, um Männer in den Wahnsinn zu treiben!   :-)

Und doch kann man eine Menge über einen Menschen erfahren, wenn man weiß, woran er denkt, wenn er einfach nur so rumsitzt.
Meistens jedenfalls.


Man könnte Sprüche 23, 7 mal locker flockig übersetzen mit: "Wie er in seinem Herzen denkt, so ist er."


Eine junge Mutter, die gerade nicht bei ihren Kindern sein kann, wird wahrscheinlich sehr häufig an die lieben Kleinen denken.

Ein Mann, der an der Börse spekuliert, wird häufig über Aktienkurse nachdenken.

Ein Trainer, dessen nächstes Spiel bevor steht, wird sich Gedanken über die optimale Spieleraufstellung machen.

Ein Teenie, der das erste Mal verknallt ist, wird an fast nix anderes als den großen Schwarm denken!


Und woran denkt Gott den ganzen Tag? Na klar, an ALLES – er ist schließlich allmächtig.
Aber ich glaube Du weißt schon, worauf ich hinaus will   ;-)


Gott denkt ununterbrochen an uns Menschen, weil er uns unendlich liebt!


Beweise dafür gibt es genug, da musst Du Dir nur mal einige Geschichten (Gleichnisse) in der Bibel durchlesen; zB. die …

  • eines Hirten, der sich Gedanken um das verlorene Schaf seiner Herde macht - Lukas 15, 1-7
  • einer Frau, die unbedingt eine verlorene Münze wiederfinden möchteLukas 15, 8-10
  • eines Vaters, dessen Gedanken sich um seinen fortgegangen Sohn drehen - Lukas 15, 11-32 


Gott ist wie ein Vater, der pausenlos damit beschäftigt ist, alle möglichen und unmöglichen Menschen zu finden, um ihnen zu sagen, wie wertvoll und geliebt sie sind!  Ich glaube, wenn wir Christen das schnallen würden, dann würde sich in unserer Gesellschaft etwas Entscheidendes verändern! Zumindest dann, wenn wir uns Gott als Vorbild nehmen und uns von seiner Liebe für andere Menschen anstecken lassen! 

 

Ich vermute, es gibt viel zu viele Christen, die fast nur Menschen aus den eigenen Reihen kennen. Außerhalb der Gemeindemauern haben sie nur wenige oder gar keine Kontakte und Freundschaften. Verständlich. Denn je mehr sich jemand in seine Gemeinde / Kirche einbringt, umso häufiger er dort seine freie Zeit verbringt, umso weniger Zeit bleibt für Beziehungen außerhalb vom Gemeindeleben.


Wenn jemand neu im Glauben ist, kann es sein, dass er sich 'ne Weile von seinem alten Leben losreißen muss, um eine solide neue Grundlage für sein Leben und seinen Glauben aufzubauen, die tragfähig ist. Die eben auch einer Konfrontation der alten Freunde standhält, die vielleicht total gegen den Glauben sind. So bin ich damals mal lieber in eine andere Stadt gezogen, weil ich die Reißleine ziehen musste – einen neuen Anlauf brauchte, um die Drogenscheiße und blöden Kontakte hinter mir zu lassen. Das heißt aber nicht, dass all die alten Freundschaften in die Tonne gehören! – Die Frage ist: Was ist mein Weg und wie schaffe ich es, ihn zu gehen?


Wer eine krasse Richtungsänderung vornimmt, braucht auch neue Wegweiser und Unterstützer!


Jesus sagt aber auch, dass wir die Welt um uns herum beeinflussen dürfen und sollen! Lies mal Matthäus 5, 13-16. Ich glaube, das gilt für die Gemeinde als Ganzes, für die einzelne Ortsgemeinde und auch für jeden Christen in seinem Umfeld. 

Licht und Vorbild sein, funktioniert nur, wenn man nicht hinterm Mond lebt und zum Außerirdischen geworden ist, der alles Irdische als unwichtig abtut – nicht weiß, was auf der Welt abgeht und sich nicht um andere Menschen kümmert.  

 

Du bist nicht verpflichtet mit jedermann fett befreundet zu sein und alles gutzuheißen, was er oder sie glaubt oder tut. Aber wir sollten versuchen mit allen Möglichkeiten, die wir haben (und davon gibt's 'ne ganze Menge), die Liebe, die wir in uns tragen, den Menschen zu bringen und auf die Nöte dieser Gesellschaft zu reagieren!


Denk also bitte nicht nur drüber nach!   ;-)


Alles Liebe und fetten Segen
Deine Mandy

 


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Dieser Beitrag wurde am 23. September 2015 veröffentlicht.

7 Gedanken zu „“Schatz, woran denkst Du gerade?”

  1. Lau Recia

    Ja, ich denke das man den “Alten Weg”verlassen muss , wenn man da mit so vielen “Altlasten” zu kämpfen hatte ,um die Scheuklappen los zu werden , die einem die Vergangenheit verpasst hat und dann erst sieht man welche Wege einem da verborgen waren , weil man , vor lauter kämpfen, und Scheuklappen immer nur noch einen Weg gesehen hat. Danke Mandy

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  2. Jörg

    Ich frag mich echt wie man den alten Weg verlassen kann. Immer und immer wieder versuche ich Gott zu finden und ein Leben in seiner Gegenwart zu führen. Doch immer und immer wieder muss ich feststellen, dass Gott vielleicht gar kein Interesse an mir hat. Schatz, daran denke ich gerade und jeden langen Tag.

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    1. Lausy

      “Du bist ein Königskind, dessen Wege heilig sind… ” Das Lied von Frieder Gutscher ist mir spontan in den Sinn gekommen als ich deine Zeilen gelesen habe Jörg, und ich hatte das Bedürfnis, dir das wissen zu lassen…
      Gott segne dich, ich wünsche dir, dass du es spürst…

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    2. Malte

      Hallo Jörg,

      das Problem kenne ich nur zu gut. Was mir irgendwann geholfen hat, war dieses Gleichnis mit dem verlorenen Schaf. Gott, der Hirte, suchte das eine einzige Schaf, obwohl er noch 99 andere hatte. Das eine Schaf bist du! Jesus hat dieses Gleichnis erzählt, um den Menschen zu zeigen, was Gott vorhatte: nämlich alle Menschen zu sich zu holen. Das tollste an dem Gleichnis ist aber: Da steht nicht “und das Schaf musste hinter dem Hirten herlaufen bis zur Herde” sondern “und er nahm das Schaf auf seine Schultern und trug es zurück”.
      Das bedeutete für mich, dass ich einfach mal auf Gott vertrauen durfte, dass er mich persönlich dahin gebracht hat, wo ich hinsollte. Ein Leben mit Gott anfangen heißt für mich am Anfang auch, sich erst mal in Ruhe zurückkehren zu dürfen und vertrauen zu können, das Papa es schon drehen wird. Und wenn wir dann genug voll Liebe sind, fangen wir von ganz alleine an, uns ” christlich zu verhalten “. Ganz wichtig: Wir sind bedingslos geliebt und Gott organisiert das mit dem Leben mit ihm, wenn man den will.

      Sei ganz dick gesegnet!
      Malte

      P.S.: Helfen kann auch in eine Gemeinde in der Nähe zu gehen. Dort gibt es oft offene Abende oder auch Kurse, um frisch geborenen Christen zu helfen.

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  3. werner stieglitz

    Gottist bei uns gerade wenn wir neue Wege gehen.Ich habe auch als ich clean und trocken wurde ganz neue Wege betreten. Gott stellte mir neue Freunde an die Seite ließ mich eine Gemeinde finden. Ich hatte oft Zweifel und fagte mich wo er ist. Heute weß ich daasser in denschlimsten Zeiten bei mir war und auf mich aufgepaßt hat obwohl ich nichts von ihm wissen wollte. Und als ich ihn getrofen habe hat ermich erst recht nicht losgelassen auch wenn ich gezweifelt habe und mich entfernt habe er blieb mein Freund.Ich glaube gerade weil ich so krasse und harte Zeitendurchgemacht habe fällt es mir heute leichter ihm zu vertrauen. Got ist gut. Rs läßt un snicht allein.Freund e aus meiner Hard Core Drogenzeit erleben mich anderst und fragen mich heute wie ich es geschaft habe und ich kann von meinem Freund Jesus erzählen. Erist bei mir. Ich danke ihm jeden Tag dass ermir ein neues Leben geschenkt hat und ich mit ihm gehen darf.. Gootes fetter Segen sollmit euch allen sein.

     

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