Armut hat verschiedene Gesichter!

Wer heute in die Zeitung schaut, der wird nicht vorbeikommen, an einem Bild das schockiert; ein kleiner Junge wurde am Strand von Bodrum (Türkei) angespült. Ertrunken auf der Flucht vor dem Krieg in seiner Heimat, gestorben auf dem Weg nach Europa. Wie er da liegt, fast niedlich, als würde er schlafen. Doch der kleine Junge ist tot!

Aylan Kurdi wurde nur 3 Jahre alt.


Ein Bild das zum Symbol für viele tausend Menschen wird, die auf der Flucht mit der verzweifelten Hoffnung auf ein besseres Leben starben.
 


Immer mal wieder werde ich darauf angesprochen, dass es auch in Deutschland Armut gibt. Ja. Natürlich. Das will ich nicht leugnen, aber auch nicht gegeneinander aufrechnen!! Das, was wir in Deutschland an Armut und Ungerechtigkeit erleben, ist auf einem völlig anderen Niveau!! Deshalb mache ich bewusst einen Absatz!

Das z.B. ältere Leute, die ein Leben lang gearbeitet haben, Steuern zahlten, Kinder großgezogen, nur soviel an Rente bekommen, dass es gerade mal die Kosten einer kleinen Wohnung und des täglichen Lebensunterhaltes deckt, ist eine Schande! Dass unsere Renter oftmals jeden Cent zweimal umdrehen müssen, ist beschämend und traurig! Ich hörte von einer älteren Frau, die ein neues Gebiss braucht. 6000€ wird es kosten, gut die Hälfte übernimmt die Krankenkassenkasse. Bleiben immer noch fast 3000€, die sie nicht hat. Unser Land schiebt Milliarden nach Griechenland, was daraus, wird wissen wir nicht genau. Ich behaupte, es wäre möglich unsere Renten aufzustocken, ohne dass unser Land auf eine Pleite zusteuert!

 

Armut hat verschiedene Gesichter!

Auf Wikipedia heißt es:  "Armut bezeichnet die mangelnde Befriedigung von Grundbedürfnissen wie Kleidung, Nahrung, Wohnung, Gesundheit. Im weiteren und übertragenen (metaphorischen) Sinn ist Armut allgemein ein Mangel. Der Inhalt des Begriffes basiert auf subjektiven und zum Teil höchst emotionalen und kulturell geprägten Wertvorstellungen. In den modernen Industriestaaten wird Armut häufig ausschließlich quantitativ auf Wohlstand und Lebensstandard bezogen, obwohl sie sich tatsächlich nicht auf materielle Güter reduzieren lässt. Das Verständnis von Armut unterscheidet sich in verschiedenen Gesellschaften. So bezeichnen sich beispielsweise Angehörige indigener Gemeinschaften erst dann als arm, wenn sie mit der enormen Vielfalt moderner Wirtschaftsgüter konfrontiert werden. Prinzipiell ist Armut ein soziales Phänomen, das als Zustand gravierender sozialer Benachteiligung verstanden wird."  – Quelle: wikipedia.org/wiki/Armut


Wenn ich in die Bibel schaue, stelle ich schnell fest, dass Armut kein #Neuland ist. Schon damals, lange vor unserer Zeit, gab es arme, schwache und kranke Menschen, die mit Armut zu kämpfen hatten! Armut ist ein Ur-Problem dieser Welt, wir leben (noch) nicht im Paradies, das die Bibel verspricht. Hätte man den Menschen zu Jesu Zeiten unsere deutschen Lebensumstände beschrieben, wäre das ihrer Vorstellung vom Paradies vielleicht näher gekommen als ihre Lebenswirklichkeit. 


In einem Auto mit unglaublicher Geschwindigkeit viele Kilometer quer durchs Land zu "schweben" war unvorstellbar. Dass jeder genügend Kalorien und sauberes Wasser und Kleidung zur Verfügung hat, war unvorstellbar! Die Möglichkeit, Hygienestandards einzuhalten – sich täglich mit frischem, fließenden Wasser waschen zu können – ist grandios! Impfstoffe und medizinische Grundversorgung für jeden – das ist heute noch nicht überall selbstverständlich! An Bildungsmöglichkeiten, die heute für uns alle zugänglich sind, war noch vor wenigen Jahren – ohne Internet – nicht zu denken!
 

Es gab immer schon Menschen, die unter schwierigen Lebensumständen und politischen Verhältnissen wie Krieg und Verfolgung zu leiden hatten. Man denke nur mal an das Volk Israel, die ständig mit allmöglichen Nöten konfrontiert waren; Hungersnot, Sklaverei, Plünderungen, Kriege – das Volk wurde über Jahrzehnte unterdrückt und doch erlebten sie gleichzeitig Gottes Gnade und seinen Segen!

Armut kann viele verschiedene Gesichter haben: Hungersnot, z. B. durch Krieg oder Naturkatastrophen, soziale Ungerechtigkeit, Ausgrenzung von Volksgruppen, Behinderten, Frauen, allen Andersartigen, Schutzlosigkeit derjenigen, die sich nicht gegen den Stärkeren wehren können und keine Lobby haben, aber auch Einsamkeit oder das Gefühl, von Gott verlassen zu sein. Armut ist weit mehr als das Fehlen von Geld – wer keinen Menschen, keine Aufgabe, keine Freiheit, kein Selbstwertgefühl hat, zerreißt innerlich! Er ist arm.


Ich habe als Teenie drei Jahre auf der Straße gelebt, abgehauen von "Zuhause", weil das kein Zuhause war …. Am Schlimmsten war es im Winter, wenn ich keinen festen Schlafplatz hatte. Wir haben uns gegenseitig jede Stunde geweckt, weil wir Schiss hatten zu erfrieren. Es war ein seltsames Gefühl, am Tag zu betteln und Menschen mit vollen Einkaufs- und Boutiquetüten vorbeihasten zu sehen, einzig ihre abwertenden Blicke blieben an uns hängen. Wenn Blicke töten könnten, ich wäre mehrfach gestorben. Ich hatte Hunger und nicht viel zu essen. Am Tag waren wir Freunde und als es Nacht wurde, siegte der Egoismus … Ich habe von meinem besten Freund das letzte Essen weggessen, weil ich Hunger hatte.  Ich war innerlich lange Zeit zu schwach, um an meiner Situation etwas zu ändern. Ohne Hilfe von anderen Menschen hätte ich es wahrscheinlich nicht geschafft.

Gleichzeitig hätte es Möglichkeiten gegeben, beim Kinder- und Jugendnotdienst aufzuschlagen – in einer Wohngruppe oder einem Heim untergebracht zu werden. Bei mir war die Angst, eingesperrt zu sein zu groß – das bisschen Freiheit, das die Strasse mir bot, wollte ich damals nicht aufgeben. Armut tut verdammt weh! Sie zerfrisst und raubt die letzten Kräfte!


Was können wir gegen Armut tun? 

"Gebt den Hungrigen zu essen, nehmt Obdachlose bei euch auf, und wenn ihr einem begegnet, der in Lumpen herumläuft, gebt ihm Kleider! Helft, wo ihr könnt, und verschließt eure Augen nicht vor den Nöten eurer Mitmenschen!" - Jesaja 58, 6-7 HfA


Wir sind dazu berufen Jesus nachzufolgen – in seine Fußspuren zu treten. Jesus war barmherzig – so sollten wir auch sein! Jeder hat etwas zu geben, sei es Geld, Zeit, ein offenes Ohr oder praktische Hilfe! Die letzten Tage zeigen, dass Menschen gerne geben, wenn sie sie nur wissen wie. Die aktuellen Zeiten können dazu beitragen, dass wir Menschen hier in Deutschland enger zusammenarbeiten und uns gegenseitig unterstützen!

Es gibt genug Anlaufstellen, um sich ehrenamtlich zu melden und den Flüchtlingen in Deiner Stadt zu helfen. Frage nach, was gebraucht wird und ob Du helfen kannst. Wenn Du nicht genau weißt, wo, dann wende Dich an die nächste Polizeidienststelle. Dort wird Dir sicher weitergeholfen.


Und für die Armut nebenan; vielleicht hast Du eine ältere Nachbarin, dann lade sie doch einfach mal zum Kaffee ein oder stell ihr paar Blumen vor die Tür. Eigentlich geht es auch gar nicht darum, ob nun jemand zu den Armen zählt, ob er schon älter ist oder nicht – es geht um Menschlichkeit, um das Zusammenleben. Tue anderen ,worüber Du Dich selbst freuen würdest. Ich glaube, wenn wir diesen Grundsatz durchziehen würden, sähe die Welt anders aus. Gerechtigkeit beginnt im Kleinen!

Manchmal müssen wir für die Gerechtigkeit auch auf die Straße gehen! Wenn Demos stattfinden, dann schau sie Dir nicht nur im Fernsehen an, sondern geh hin!! Geh auf die Straße, protestiere fair! Es geht nicht darum, Steine auf unsere Politiker zu werden, sondern sie zu stärken und sie zu unterstützen in ihren Vorhaben! Geh wählen, auch wenn das nicht immer einfach ist – es ist ein Privileg, dass wir als Büger das Recht dazu haben mitzuentscheiden! Natürlich kommen wir auch an unsere Grenzen. Keine Frage. Doch wir sollten tun, was wir tun können! Jeder hat einen Teil Verantwortung für die Menschen um sich herum. Der Staat kann nicht alles leisten – genauso, wie Du allein es auch nicht kannst.

 

Der Psalm 41 bgeinnt mit:

"Glücklich ist, wer sich für die Schwachen einsetzt!"


Das hat nichts mit Helfersyndrom zu tun, sondern mit Menschlichkeit. Es ist toll und macht glücklich zu wissen, dass ich einem anderem Menschen was Gutes tun kann! Das macht wirklich reich!


In diesem Sinne; denk nicht nur drüber nach!

Deine Mandy
 

 

 


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Dieser Beitrag wurde am 3. September 2015 veröffentlicht.

17 Gedanken zu „Armut hat verschiedene Gesichter!

  1. Sanne

    Gut geschrieben Mandy… Ich arbeite beim Sozialwerk und klingele jeden Tag an Deutschland´s Haustüren. Du glaubst nicht, was ich schon alles gesehen habe.( Alte, kranke, behinderte, sozial schwache Menschen) Gerade bei alleinerziehenden Müttern, die haben keinerlei Lobby in unserem – ach so reichen Land… Frauenhäuser, Jugendämter usw. werden viel zu wenig untestützt bzw. haben zu wenig Personal, da ist die Not groß… Last uns bitte die Flüchtlinge unterstützen, aber denkt auch an die Armut in unserem eigenen Land. Das darf nicht unter gehen in dieser ganzen Dikussion… <3

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    1. Mandy Artikelautor

      Das stimmt. Ich denke wir Deutschen müssen außerdem lernen Hilfe und Hilfsangebote anzunehmen. Das ist manchmal nicht einfach und fällt schwer – wahrscheinlich gerade auch den älteren Leuten. Ich habe in einem Artikel der Diakonie Deutschland heute gelesen, dass es je nach Ansatz zwölf bis vierzehn Millionen Menschen in Deutschland gibt, die von Armut betroffen sind – doch es gibt “nur” 1,5 Millionen Tafelnutzer/innen. Eine vergleichsweise kleine Gruppe.

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      1. Damaris

        Seitdem ich arbeiten gehe, habe ich bei uns z.B. ein Problem, zur Tafel zu gehen. Unsere hat z:B. von 14-16 Uhr auf, Es gibt 2 Runden, einmal in der Woche darf man zur ersten Runde, wer zuerst rein darf entscheidet das Losverfahren, wir ziehen Bingokugeln – so, dass jeder mal die Möglichkeit hat, eine große Auswahl zu haben. Zweimal die Woche darf man zur zweiten Runde, da sind die Regale aber dann schon so gut wie leer. Die Mühe, sich dort mit einem Kind 1 Stunde in einen Warteraum zu setzten (wenn man die Nummer 40 zieht, sitzt man so lang) nehme ich bei der zweiten Runde ungern in Kauf. Zuhause sitzen in dem Moment ja auch die Kids, die grad von der Schule kommen. Und zur ersten Runde schaffe ich es nicht, weil ich bis zwei arbeiten bin. Nun habe ich zwar einen Ausweis, aber für die arbeitenden "Armen" ist es nahezu unmöglich, die Zeiten der Tafel abzupassen. Evtl nutzen es deswegen viele nicht…..aber oft ist es sicher auch Scham….

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        1. gekreuzSiegt Moderatorin Sandra

          Liebe Damaris, ich wünsche Dir von Herzen, dass Deine Situation sich verbessert und Du eine gute Möglichkeit findest, optimal versorgt zu werden. Ich kann Dir nur empfehlen, wenn es konkret Menschen in Deiner Nähe gibt, die Dir helfen wollen, Dich mittragen wollen, auch durch Geld, dann nimm ihre Hilfe an. Es ist keine Schande, zu wenig Geld zu haben. 

          Es ist ein Fakt. Und vielleicht ändert es sich eines Tages und Du kannst sogar wieder anderen helfen. Das weiß man doch nie. 

          Wünsche Dir viel Kraft. 

          Sandra 

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        2. Mandy Artikelautor

          Das mit dem Losverfahren / Bingokugeln hab ich auch noch nicht gewusst – wieder was gelernt. :-) Und ja, leuchtet ein – mit Kindern und Arbeit, ist das Zeitfenster sehr begrenzt.

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  2. Kerstin

    Liebe Mandy schon wieder ein sehr schöner Beitrag von dir. Das ist immer so eine ganz andere, richtige Art auf die Dinge zu schauen. Danke dafür. :-)

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  3. Klaus

    Jesus ist mit Armut verbunden. Seine Liebe gehört denen, die Mangel Leiden. Jesus sagt “Verkaufe was Du hast und Schenke es den Armen.” Folge meinem Vorbild nach. Aylan Kurdi ist auch Jesus und Jesus ist Aylan Kurdi.

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  4. Stephanie

    Liebe Mandy, 

    Das ist ein sehr schöner Beitrag und du hast total recht. Du weißt wie es bei mir bestellt ist. Ich habe auch sehr sehr wenig Geld. Aber ich habe mich materiell nie als arm empfunden, auch wenn ich das laut Definition bin. Man kann wirklich unsere Situation nicht mit der der Flüchtlinge vergleichen. Ich habe wenigstens ein Dach über dem Kopf . Und der Pflegedienst befriedigt die nötigsten Bedürfnisse wie essen, waschen, trocken legen. Aber das ist finde ich schon sehr sehr viel,  während die Flüchtlinge nichts mehr besitzen. Sie haben schlimme Erfahrungen sammeln müssen, Krieg, Vergewaltigung, Folter, Sklaverei. Niemand von uns kann vielleicht erfassen, was das bedeutet. Wir dürfen die Armut in Deutschland nicht vergessen, aber im Moment sind da Menschen die ihr Leben riskieren, alles verloren haben und die dringend unsere Hilfe benötigen. Ich kann auch nicht verstehen, wie man Menschen in Deutschland in Zelten unterbringen kann. Ich habe gestern einen Bericht gesehen, wo die Stadt Goslar gezeigt wurde und der Bürgermeister sagte, jede 10.Wohnung steht leer und er könnte dort Flüchtlinge unterbringen. Ich glaube, dass es viele dieser Städte gibt, einschließlich meiner, denn auch wir haben überall freie Wohnungen. Aber dennoch werden hier Zelte aufgestellt. 200 Menschen müssen sich 2 Toiletten teilen, da ist Chaos vorprogrammiert. Und niemand muss Angst haben, dass ihnen ein Flüchtling die Arbeit weg nimmt,  sie dürfen erstens gar nicht arbeiten solange das Asyl Verfahren läuft und zweitens gibt es so viele offene Stellen, die nicht besetzt werden können. Alleine in der Pflege fehlt es an Menschen. Und in vielen anderen Branchen fehlt das Fachpersonal. Wie in den 1960er als wwir uns Gastarbeiter zunächst aus Italien geholt haben, später aus Spanien, Portugal, Griechenland und der Türkei, florierte die Wirtschaft. Sie tragen zu unserem Bruttosozialprodukt bei und damit zum Wohlstand. Klar mag es auch schlechte Menschen unter den Flüchtlingen geben, aber die gibt es auch unter uns Deutschen, deshalb sind aber nicht alle Deutschen schlechte Menschen und so ist es auch mit den Flüchtlingen. Deshalb kann man niemanden unter Generalverdacht stellen. Hier in Lübeck sind leider Steine auf ein entstehendes Container Dorf geworfen worden. Es werden an 4 verschieden Standorten Unterkünfte geschaffen, in einem Stadtteil werden gerade Wohnungen gebaut, dann 2 Container Dörfer und ein Zeltlager. Zum Glück hat sich aufgrund dieser Steinwurfaktion die Lübecker Bevölkerung schützend vor die Flüchtlinge gestellt. Jetzt wird am Wochenende an den Standorten fleißig angepackt. Die Plätze werden vom Unrat und Unkraut befreit, es wird alles mit Blumen und Rasen bepflanzt,  Spielgeräte werden gebaut, die Unterkünfte werden verschönert und und und. Es haben sich so viele Menschen angemeldet, dass es sogar zu viele waren. Und dieser kleine  Junge der ertrunken ist, ist ja nicht der einzige der Ertrunken ist,  der hat noch nicht mal richtig gelebt. Es ist mehr als furchtbar. Wir dürfen da nicht zu schauen. Nach dem 2.Weltkrieg gab es auch Millionen Flüchtlinge und man hat es auch geschafft sie zu versorgen usw. Der einzige Unterschied war sie sprachen Deutsch. Aber die Sprache darf kein Kriterium sein einem Menschen zu helfen oder nicht. Vor dem Grundgesetz sind wir alle gleich und vor Gott erst recht. Lasset die Kinder zu mir kommen, denn derer ist das Himmelreich. Und Völkerwanderung hat es schon immer gegeben und sie haben nie geschadet, im Gegenteil. Ob es die Völkerwanderung der Germanen war, ob es Ende 1800 bis in die 1945 die Auswanderung nach Amerika gab auch von Deutschen,  oder all die dazwischen,  es hat nie geschadet. Und niemand sollte versuchen unsere Armut mit der Armut der Flüchtlinge zu vergleichen. Wenn einer ein Bein gebrochen hat und ich auch kann man diese auch nie miteinander vergleichen. Und ich bin sehr reich, denn ich glaube an Gott und ich habe mein Leben, dass nicht durch Krieg oder dergleichen gefährdet ist, ausser durch meine Erkrankung, aber ich habe da medizinische Hilfe, auch die fehlt den Menschen in vielen Ländern dieser Erde. Man kann sicher immer mehr tun für einen selber, aber der Flüchtling hat nichts und die Kinder haben noch nicht mal gelebt. 

    Und niemand muß Neid haben, auf was auch.  Und ausserdem sagt eines unserer Gebote ich soll nicht nach dem gieren was ein anderer bekommt oder besitzt. WWas wir dem geringsten unter uns tun, tun wir Jesus an. Herzlich willkommen liebe Flüchtlinge! 

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    1. Gabi

      Hut ab, liebe Stephanie ! Du bist unglaublich tapfer und in Deiner für uns alle unvorstellbaren Lebenssituation so zufrieden und dankbar, wie ich es bei gesunden Menschen selten erlebe.

      Wir alle sollten uns ein Beispiel an Dir nehmen, gerade, wenn wir uns – wie so gerne – über alltäglichkeiten aufregen

      Alles Liebe und Gottes Segen für Dich und Deine liebe Mama !

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      1. Stephanie

        Die Grüsse habe ich gerne ausgerichtet  und meine Mama grüsst herzlichst zurück. 

        Die Problematik mit Flüchtlingen gab es in meiner Familie auch, den mein einer Schwager kommt aus Togo und er wurde gefoltert, sein Vater starb unter der Folter, seine Mutter Flohmarkt Ghana, seine 14 Geschwister sind in alle Enden der Welt geflohen. Er kann nur schwer über all das berichten und es ist schlimm seine Tränen zu sehen wenn er davon erzählt. Und von ihm weiß ich wie dankbar er ist hier in Deutschland Asyl bekommen zu haben und wie dankbar er meiner Familie ist, die ihn ohne wenn und aber herzlich aufgenommen hat. Nur weil er eine andere Hautfarbe hat, eine andere Sprache hatte, und so weiter ist er kein anderer Mensch. Er ist so dankbar und er arbeitet für einen Hungerlohn, aber er ist dankbar dass er Arbeit hat. Und wir konnten sehr viel von ihm lernen. Klar hat meine Schwester auch mal Probleme mit ihm, er ist anders aufgewachsen und die beiden müssen dann eben Kompromisse eingehen. Mein kleiner Neffe hat leider sehr viel Probleme wegen seiner Hautfarbe, aber seine Eltern stehen hinter ihm und wir seine Oma und Tanten und Onkel lieben ihn und stehen auch voll hinter ihm und meinem Schwager und meiner Schwester. Es hat uns bereichert diese Beziehung. Ob es das andere Essen oder andere Sitten sind. Und so denke ich auch über die jetzigen Flüchtlinge. Und ich bin fest überzeugt mir geht es trotz meiner Situation so viel besser. Ich habe etwas sehr kostbares : mein von Gott geschenktes Leben. Viele der Flüchtlinge verlieren ihres und wenn sie ihr nacktes Leben überleben dann brauchen Sie unsere Fürsorge und Hilfe. Und zum Glück denken die meisten so. 

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  5. Re Ni

    Ich habe gestern irgendwo gelesen, dass Einsamkeit im Gehirn die gleichen Areale aktiviert wie körperlicher Schmerz. Ich weiß manchmal gar nicht was schlimmer ist: arm zu sein bzw die Armut selbst oder eher die Ausgrenzung die damit oft zusammenhängt. Ich glaube es ist eher das Zweite. Ich bin ja in der DDR groß geworden. Wir hatten ziemlich wenig, wahrscheinlich würde man es heute "arm" nennen. Aber ich hab das so nicht empfunden, denn es hatten alle wenig und keiner wurde ausgegrenzt deswegen. Ein großer Reichtum ist es, wenn man sich eingebettet fühlt in einer Gesellschaft, wenn man Freunde hat und Unterstützung und wenn man sich gebraucht fühlt.Ich glaube was das betrifft herrscht schon eine recht große Armut in Deutschland.

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  6. Micha

    Danke für eure Worte.
    Sie haben mich ermutigt.
    Ich habe einen Flyer erstellt, um Christen zur Flüchtlingshilfe zu bewegen. Ich hatte schon zweifel ihn zu verteilen.
    Jetzt bin ich mir sicherer und kann entspannter an die Sache ranngehen. ;)
    Gottes Segen

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