“Folge mir nach!” = aufstehen, losgehen!

Wir Christen, wir hocken gerne rum!

Ob nun bei Gottesdiensten, in Hauskreisen oder Sofagruppen (oder wie immer du das nennst), bei Mitarbeiterbesprechungen, ums Lagerfeuer, in unserem "stillen Kämmerchen" …. Rumhocken ist ja auch entspannend! Beten. Hände falten. Gottes Simme lauschen. Zur Ruhe kommen. Nix Schlechtes.


Blöd wird's erst, wenn wir bei der ganzen Rumhockerei vergessen, aktiv zu werden und das zu tun, was Jesus uns als Mission gegeben hat: "Folge mir nach!" 


Da sagte er auch mal zu einem Typen Namens Levi, der den lieben langen Tag in einem Zollhäuschen saß und Leuten an der Stadtgrenze Geld abknöpfte: "Da stand Levi auf, ließ alles zurück und folgte Jesus."Lukas 5, 27-28 NGÜ


Wer sich damals auf ein Leben mit Jesus einließ, der kam in Bewegung!

Jesus tourte mit seinen Jüngern quer durchs Land. Unterwegs lernten die Jünger jede Menge von ihm. Es gab nicht nur trockene und langweilige Arbeitsblätter, sondern die Jüngern erlebten Jesus in Aktion! Sie sahen durch das, was er tat, wie er drauf ist. Sie sahen, wie er einen großen Sturm stillte. Sie wurden Zeuge, wie Blinde wieder sehen konnten und Gelähmte nach Hause liefen! 


Für die Jünger war das wie ein Praktikum beim Meister persönlich. Beim praktischen Teil, schickte er sie los, um in seinem Namen böse Geister auszutreiben und zu predigen (lies mal Markus 6, 7-13).

Die Jünger waren ständig unterwegs, viele Kilometer legten sie pro Tag zurück. Damals gab es noch keine S- oder U-Bahnen oder Busse – selbst Fahrräder waren Zukunftsmusik. Es wurde gelaufen! Tagein, tagaus!

Die Leuten hatten zur Bewegung ein ganz anderes Verhältnis als heute! Die wenigsten hatten Schreibtischjobs, die meisten waren Handwerker z.B. Fischer mit rauhen Händen, für die körperliche Arbeit das tägliche Brot war.


Heute läuft das wortwörtlich anders; wir lernen von daheim. Lesen mehr oder weniger seltsame Blogs und andere Internetseiten, ziehen uns Podcast's und YouTube-Videos rein oder lesen (elektronische) Bücher. Doch Bewegung hat schon seinen Sinn! Wichtige Entscheidungen habe ich meistens bei einer Runde Joggen oder bei einem Spaziergang getroffen. Viele Menschen gehen laufen, um "den Kopf frei zu bekommen" oder sich "frischen Wind um die Nase wehen zu lassen".
 

Ich glaube, Bewegung ist nicht nur körperlich wichtig, sondern dient auch zu einer gesunden geistlichen Entwicklung!


Jesus nachfolgen bedeutet nicht einzelne tolle Taten und Aktionen zu vollbringen, sondern den Weg des alltäglichen Lebens mit ihm zu gehen! Schon in den ersten Seiten der Bibel ist von einem Mann Namens Henoch die Rede. Man erfährt nicht viel von ihm, nur eins: "Er ging mit Gott" - 1. Mose 5, 22.

Als Gott Abraham sagte, er würde viele Kinder und Enkel und Urenkel und Ururenkel und Urururenkel und Ururur … bekommen und die würden ein riesiges Volk abgeben, war auch das mit einer Aufforderung verbunden: "Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will." - 1. Mose 12, 1 LUT

Das Volk Israel ist Mose in die Freiheit gefolgt, dabei und in den nächsten vierzig Jahren haben sie Gott kennengelernt – unterwegs auf einer Wüstenwanderung. Und als sie mit Moses Nachfolger Josua kurz vor dem Eintreffen ins gelobte Land standen, sagten sie zu Gott: "Alles, was du uns geboten hast, das wollen wir tun, und wo du uns hinsendest, da wollen wir hingehen." - Josua 1, 16 LUT

 

Der letzte Auftrag, den Jesus seinen Jüngern gab und der bis heute aktuell ist:

"Geht hinaus in die ganze Welt, und ruft alle Menschen dazu auf, mir nachzufolgen!" - Matthäus 28, 19 HfA

 

Vielleicht ist das alles zu weit hergeholt. Doch mal ehrlich, wenn man über "Spiritualität" oder "an Gott glauben" oder "geistliches Leben" redet, dann ist das für viele doch eher eine Sache der Gedanken und Gefühle. Klar, gehört ja auch dazu. Unser Herz soll Jesus gehören, unser Verstand auch – genau wie unsere Hände und Füße! Wenn wir nur rumsitzen: Sonntag im Gottesdienst, Mittwoch im Hauskreis, Freitag bei der Gemeindeversammlung – dann werden wir nur wenig Herzen berühren und Menschen für Jesus begeistern.

Lasst uns nicht nur deshalb aufstehen, rausgehen, anpacken, Hände auflegen, Kranke besuchen … unseren Glauben praktisch leben!

 

Ich wünsche Dir fetten Segen auf diesem Weg!

Deine Mandy

 

 

 

© Fotos: Mandy / gekreuzsiegt.de

 


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Dieser Beitrag wurde am 2. September 2015 veröffentlicht.

13 Gedanken zu „“Folge mir nach!” = aufstehen, losgehen!

  1. Steffen Klemm

    Ja, das ‘rumhocken’ ist manchmal nervig, insbesondere wenn man dazu ‘gezwungen’ wird.
    Als Admin meiner Webseite und Träger der Vision bin ich vor Ort relativ alleine. Da würde ich mir schon Mitarbeiter wünschen, die mich soweit entlasten, das ich öfters unterwegs sein kann.
    Doch selbst in den Gemeinden, größtenteils, werden meine ‘provokanten’ und auffälligen T-Shirt’s mehr ignoriert als zur Kenntnis genommen.
    Ab und zu, wenn ich mit solchem Shirt im Zug unterwegs bin, ergibt sich eventuell mal ein ernsthaftes Gespräch, und der Gesprächspartner wohnt ‘natürlich’ nicht in meinem Ort.

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  2. Torsten

    Immer wieder Danke Mandy- für solche Blogs. Ich fühle mich in meinem Grundgedanke des -Glauben leben – immer wieder bestätigt. Und das lässt für mich nur einen Schluss zu: Ich lebe nicht nur an bestimmten Tagen, Sonntagen, Feiertagen usw. meinen Glauben. Es ist nicht nur eine Pflichtveranstaltung sondern es beinhaltet mein komplettes sein und bei wirklich allem was ich tue. Als ich Kind und Jugendlicher war, habe ich gedacht, das dass mit der Kirche und Gott nur eine Sache von Hochzeiten, Taufen, Heiligen Abenden und Beerdigungen ist. Meine ehem.Gemeindschaft und dein Blog zeigten mir wie allumfassenden dass alles ist….

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  3. Benny

    Preis der Nachfolge

    Ja die wahre Nachfolge kostet einen Preis und leider sind die wenigsten bereit ihn zu bezahlen!!!

    Matthäus 7,13-14
    13 Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen. 14 Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und WENIGE sind’s, die ihn finden!

    Was sind die Bedingungen der Nachfolge? Botschaft vom Kreuz

    Matthäus 16,24 gibt Antwort:
    “Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf [TÄGLICH] und folge mir nach!”

    Das sind die beiden GRUNDLAGEN der Nachfolge!

    1) Ein NEIN zu deinem ICH! – Unterstell dich komplett der Herrschaft Jesu so dass dein ich keine Rechte mehr hat!

    2) Nehme dein Kreuz auf dich! Was ist dein Kreuz?

    A) Der Ort wo dein Wille und Gottes Wille sich kreuzen und dann musst du dich entscheiden! Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe!

    B) Es ist der Ort wo du stirbst. Gott legt das Kreuz nicht auf dich, sondern du musst es aufnehmen! So leben wie Jesus gelebt hat und zwar in jeder Hinsicht!
    Was ich will, was ich denke, was ich fühle – was Gott anbelangt, ist all das irrelevant!

    Matthäus 26,39.42 ist der Inbegriff der Selbstverleugnung.
    “39 Und er ging ein wenig weiter und fiel auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber! Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst. 40 Und er kommt zu den Jüngern und findet sie schlafend; und er spricht zu Petrus: Also nicht eine Stunde konntet ihr mit mir wachen? 41 Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt! Der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach. 42 Wiederum, zum zweiten Mal, ging er hin und betete und sprach: Mein Vater, wenn dieser Kelch nicht vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille!”

    Matthäus 10,38
    “38 und wer nicht sein Kreuz aufnimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.”

    Leider wollen die wenigsten Christen diesen Preis bezahlen. Jesus ist für uns gestorben – Das mindeste was wir tun können ist für ihn zu leben!

    In Philipper 3,17-18 heisst es:
    “17 Seid miteinander meine Nachahmer, Brüder, und seht auf die, welche so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt! 18 Denn viele wandeln, von denen ich euch oft gesagt habe, nun aber auch mit Weinen sage, dass sie die Feinde des Kreuzes Christi sind”

    Beachte, dass sie keine Feinde Christi, sondern des Kreuzes sind. Mit anderen Worten: Solange sie das von Jesus bekommen können, was sie haben wollen, sind sie Freunde.

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    1. Johanna

      Ich glaub nicht, dass ich das will und kann! Dann ist doch von mir selbst nichts mehr übrig. Werden wir dann nicht irgendwie zu Wesen, die nicht mehr selbst denken? Und der freie WIlle besteht doch dann darin, nichts selbst zu machen? Kann man das tun? Seine "menschlichen" Bedürfnisse so weit zu verleugnen?!

      BIn verwirrt. :(

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      1. GekreuzSIEGT Moderator - Hanspeter

        Hallo Johanna

        Für mich hat Jesus erfüllt und getragen, was ich nicht kann. Ich muss nicht ein zweiter Jesus werden, sondern darf sein Freund sein. Das wünsche ich auch Benny.

        Jesus möchte dein Leben zur Entfaltung bringen. Er sagte einmal: „Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten. Ich aber bringe Leben - und dies im Überfluss.“ Johannes 10,10

        Deshalb lebe für / mit Jesus :-)  – gestorben ist er für dich – nimm dieses Geschenk an und versuche nicht ein Feind des Geschenks vom Kreuz zu werden.

        Herzliche Grüsse Hanspeter

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  4. Dercks

    Für all die nicht ein perfektes Beispiel abgeben, für die verlorenen Schafe: “Ich sage euch: So wird man sich auch im Himmel mehr freuen über einen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die keiner Umkehr bedürfen.” Lukas 15,1-5 <3

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