Zwei Männer gingen beten …

In dieser Woche habe ich Besuch und nicht so viel Zeit zum ausführlichen Schreiben. Lust aber trotzdem :-) Deshalb nehme ich 5 Gleichnisse her, schreibe sie mit "meinen Worten" um und füge die eine oder andere Erklärung dazu. Vielleicht versteht sie der eine oder andere so auch ein bisschen besser.


Heute:

Zwei Männer gingen beten …

»Zwei Männer gingen in den Tempel, um zu beten. Der eine war ein Pharisäer, der andere ein Steuereintreiber.

(Pharisäer waren meist ziemlich religiöse Streber, die darauf pochten, bestimmte Regeln und Gesetze einzuhalten. Und Steuereintreiber saßen z.B. an den Stadttoren und kassierten – im Auftrag von der römischen Regierung – Zoll für bestimmte Waren. Dabei ging auch schon mal was in die eigene Tasche … )

Der stolze Pharisäer stand also da und betete: `Danke Gott, dass ich nicht so ein Arschloch bin, wie manch anderer. Ich lüge nicht und zocke auch keine Leute ab, wie dieser Steuereintreiber neben mir. Ich betrüge niemanden, geh meiner Frau nicht fremd, ich faste zwei Mal in der Woche und gebe Dir regelmäßig 10 Prozent von meinem Einkommen.´

Der Steuereintreiber blieb lieber mal auf Abstand und wagte es kaum hochzugucken, als er betete: `Hey Gott, es tut mir total leid. Bitte verzeih mir … ich hab Mist gebaut!


Jesus versprach: "Ihr könnt Euch drauf verlassen; auf eingebildete Schnösel hat Gott keine Lust! Der Steuereintreiber hat vor Gott keine Schulden mehr! Wer sich selbst in den Himmel hebt, ist vor Gott richtig klein. Diejenigen, die zu ihren Fehlern und Schwächen stehen, macht Gott ganz groß!"

 

Was hat Dir dieses Gleichnis heute zu sagen?


​Denk nicht nur drüber nach ;-)

Alles Liebe!
Deine Mandy

 


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Dieser Beitrag wurde am 2. Juni 2015 veröffentlicht.

6 Gedanken zu „Zwei Männer gingen beten …

  1. Stefan

    Mich hinterfragt dieses Gleichnis auf vielen Ebenen.
    Wo bin ich wie der Pharisäer und beziehe meine Gerechtigkeit durch den Vergleich mit anderen.
    Da merke ich, dass der Typ in mir echt gute Ausreden zur Herablassung hat, wenn er mir Menschen vorführt, die scheinbar unter mir stehen (aktuell ganz stark Leute die rassistisch unterwegs sind).
    Da macht mein Pharisäer Luftsprünge.

    Aber eben auch die Dimension, dass ich vor Gott kommen darf mit leeren und ziemlich dreckigen Händen und er mich immer wieder neu stärkt.

    Also Zöllner sein und Pharisäer sein – das steckt irgendwie in mir drin.
    Gut das die dritte Kraft die wichtigste ist – Sohn sein.

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    1. Eifelwicht

      Danke Stefan auch für deine Anregung. Die half mir diesmal richtig gut, zu verstehen, dass beide Seiten in mir wohnen, denn auch ich habe diese Gedanken über rassistische Menschen. Vielen Dank für's Wachrütteln.

      Natürlich auch ein Dank an dich Mandy, denn ohne deine Initialzündung hätte wahrscheinlich auch Stefan nichts geschrieben. Gott ist wunderbar!

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  2. Michel

    Hallo liebe Mandy,

    das hat mir seeeehr viel zu sagen… Dieser Bibeltext hat mein Leben gechangt! Das war so (auch schon ein Weilchen her):

    Ich bin leidenschaftlicher Fahrradfahrer und fahre auch in die Firma immer mit dem Rad. Am 17.08.1998 fuhr ich mit meiner Rennmaschine in unserem Werk über eine Brücke. Der Fahrradweg ging am unteren Ende der Brücke in die Strasse über. An der darauffolgenden Kreuzung kam von links ein weißer LKW, hielt an und übersah mich aber erfolgreich. Also überquerte er die Vorfahrtsstrasse. Da ich mit etwa 45 – 50 kmh angesaust kam und auch nur noch die Seitenwand des LKW’s vor mir sah, hatte ich einen Bremsweg von noch höchstens 15 Metern. Also nichts bei dieser Geschwindigkeit. Was dann passierte kann ich nur noch aufgrund der Unfallfotos und meiner Verletzungen rekonstruieren.

    Durch meine Vollbremsung rutschte mir vermutlich mein Hinterrad weg, ich schlug mit der linken Schulter auf dem Asphalt auf und rollte unter den Lastwagen. Ich kam erst wieder in der Röntgenabteilung zu mir. Dort stellte man dann drei Rippenbrüche, einen Bruch des Schulterblatts und des Mittelhandknochens der linken Hand fest. Außerdem hatte ich eine Gehirnerschütterung, eine Nervenquetschung in der linken Schulter mit Lähmung des linken Arms und überall am Körper Hautabschürfungen und Prellungen. Zu meinem Vorteil wurde ich jedoch nicht überrollt. Ich hatte sehr starke Schmerzen bei jeder Bewegung.

    Klar, dass man als Christ dann natürlich recht schnell Gott fragt, warum dass denn eigentlich passieren musste und wie Er das zulassen konnte. Keine Antwort. Aber dann in der zweiten Nacht sprach der Heilige Geist zu mir und zeigte mir, dass mein ganzes Leben gegenüber Gott und mir selbst eine einzige Lüge gewesen war. Und er erinnerte mich liebevoll an das Gleichnis vom Pharisäer und dem Zöllner, welches Jesus in Lukas 18, 9 – 14 beschreibt. Dort geht es um einen „angesehenen“ Schriftgelehrten, der stolz pbetet und Gott vorrechnet, wie toll er doch ist. Ein Zöllner (und in Augen der Juden ein großer Sünder), der auch in den Tempel ging, um zu beten, schlug sich nur an die Brust und sagte: „Ach Herr, sei mir Sünder gnädig!“

    Jesus fragte seine Jünger, welches Gebet angenommen wurde…. Natürlich das des Sünders, da er ehrlich war und nicht so scheinheilig!

    Der Heilige Geist sprach das erste mal in meinem Leben zu mir und sagte dass ich selbst solch ein Pharisäer war, ein Betrüger und ein Scheinheiliger. Ich lebte damals bewusst in Sünde. Nicht nur in einer Sache, sondern in vielen Dingen. Ich lebte angeblich als Christ, ging in die Gemeinde, machte vor anderen aber eigentlich nur eine fromme Show. Darauf wollte mich Gott hinweisen, auch wenn es hart war, aber es war richtig so und sehr, sehr nötig. Unter vielen, vielen Tränen vollzog ich in dieser Nacht um 5 Uhr morgens den Wechsel von Pharisäer zu dem Zöllner. In diesem Moment der wahrhaftigen Buße habe ich echte Befreiung einer großen Last und Schuld gespürt. Gerade als ich das Gebet vollendet hatte, schaute ich aus dem Fenster und ausgerechnet in diesem Augenblick ging ein grün leuchtender Meteorit über der Stadt herunter. Ich empfand es als ein Zeichen Gottes nur für mich! Ein Freudenfeuerwerk im Himmel sozusagen, weil einer über sein Leben Buße getan hat und von seinen Wegen umgekehrt ist! Klar, das an dieser Stelle satan nicht schläft und so kamen schnell Zweifel auf, ob’s das tatsächlich war. Aber Gott wollte hier deutliche Zeichen setzen und so gab Er mir ein zusätzliches Zeichen, um seine Macht zu demonstrieren. Am nächsten Tag ging ich nämlich in den ev. Krankenhausgottesdienst und schleppte meinen Bettnachbar gleich mit. Beinahe hätte ich in diesem Gottesdienst vor Freude laut „Halleluja!“ gerufen, als der Pfarrer die Bibel aufschlug und als Textlesung uns genau dieses Gleichnis vom Pharisäer und dem Zöllner vorlas!!! Einfach nur krass!

    Vor dem Unfall hatte ich alle 3-4 Monate einen Fahrradunfall, mal heftiger, mal weniger heftig. Seit 1998 bin ich absolut unfallfrei, was ein starkes Zeichen eines liebenden Gottes!!!

    Oh, ich liebe diesen HERRN soooo sehr!!! ER ist alles für mich.

    Liebe Grüße

    Michael

    P.S.: Habe noch ein Folgezeugnis, warte aber damit noch… :-)

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    1. Elke

      Hallo Michael,

      Danke dass Du uns an Deinen Erlebnissen mit Gott teilnehmen lässt. Einfach nur krass. Und da sagen Leute, als Christ kriegte man alles verboten und lebte nur auf Sparflamme … Lass Dich weiter überraschen von unserm großartigen Gott! Alles Liebe, Elke

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  3. Christine Faiella

    ich hinterfrage mich auch gerade wie es bei mir ausschaut. Wohin gehöre ich? Irgendetwas rührte meine Seele an, weil mir die Tränen runterlaufen…ohne das ich weine…

    ich werde Papa fragen wer ich bin, der eine – oder der andere.

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