Der (Wett-) Kampf um Gottes Liebe?! – Teil 1

Gottes Liebe musst Du Dir nicht verdienen, die gibt es als Geschenk!

Er liebt Dich nicht für das, was Du tust, sondern einfach, weil es Dich gibt!


Wer diesen Blog verfolgt, der wird das schon öfter gelesen haben. Um den Menschen genau das nahezubringen, gibt es auch die UnendlichGeliebt-Chips.

Doch hast Du es wirklich kapiert? 


Ich denke, einige von uns versuchen (mehr oder weniger bewusst) sich die Liebe zu erarbeiten und dafür zu kämpfen! Es geht ihnen ein bißchen so wie dem älterem Bruder aus dem Gleichnis vom Verlorenen Sohn. Er ackert wie blöd, um sich die Liebes seines Vaters zu erarbeiten. Aber das gelingt ihm nicht, deshalb wird er müde, frustriert und wütend. Es ist eifersüchtig auf seinen jüngeren Bruder, der nach langer Zeit nach Hause kommt und vom Vater mit offenen Armen empfangen wird. Der Vater schmeißt vor Freude über dessen Rückkehr eine riesige Party!


Kennst Du das eigentlich: Wenn Du merkst, andere leben ihren Glauben anders als Du – haben vielleicht andere Maßstäbe – und doch machen sie Erfahrungen mit Gott, nach denen Du Dich sehnst?

– Du wirst eifersüchtig und denkst Dir: "Mensch, was macht der denn anders als ich??? ICH möchte Gott auch SO erleben!"


Nun, die Pharisäer waren ganz ähnlich gestrickt. Die waren eifersüchtig auf Menschen, mit denen Jesus sich abgab:

"Viele Zolleinnehmer und andere verrufene Leute kamen immer wieder zu Jesus, um ihn zu hören. Die Pharisäer und Schriftgelehrten ärgerten sich und schimpften: "Mit welchem Gesindel gibt der sich da ab! Er setzt sich sogar mit ihnen an einen Tisch!" - Lukas 15, 1-2 HfA

"Zolleinnehmer und verrufene Leute" - auf deutsch: Leute, die irgendwie Dreck am Stecken hatten und / oder in der Gesellschaft nicht wirklich anerkannt waren:  Prostituierte, Obdachlose, Suchtkranke, Langzeitarbeitslose usw. – Jesus waren diese Menschen wichtig, er ließ sie nicht am Rand sitzen, sondern setzte sich zu ihnen!


Nochmal zurück zum älteren Sohn, der wie verrückt auf dem Feld arbeitet und von der Rückkehr seines kleinen Bruders erfährt:

"Der ältere Sohn wurde wütend und wollte nicht ins Haus gehen. Da kam sein Vater zu ihm heraus und bat: 'Komm und freu dich mit uns!' Doch er entgegnete ihm bitter: 'All diese Jahre habe ich mich für dich geschunden. Alles habe ich getan, was du von mir verlangt hast. Aber nie hast du mir auch nur eine junge Ziege gegeben, damit ich mit meinen Freunden einmal richtig hätte feiern können. Und jetzt, wo dein Sohn zurückkommt, der dein Geld mit Huren durchgebracht hat, jetzt lässt du sogar das Mastkalb schlachten!'  – Lukas 15, 28 – 30 HfA


Er ist nicht nur eifersüchtig auf den kleinen Bruder, sondern auch ärgerlich auf den Vater, weil er das Gefühl hat, dass der seine harte Arbeit nicht belohnt.


Ertappst Du Dich manchmal dabei, wie Du versuchst Gott durch gutes Verhalten und tolle Taten dazu zu bringen, Dich zu lieben? 


Hm. Warum eigentlich?

Vielleicht ist das in der Natur des Menschen: Gerecht zu werden durch eigene Leistungen – dass es allein durch Gnade funktioniert, ist schließlich schwer zu begreifen. Oder aber wir haben diese unendliche Liebe einfach noch nicht erlebt und werden dadurch unsicher. So nach dem Motto: "Hm, mache ich was falsch – muss ich mich mehr anstrengen?"

Vielleicht bekommen wir manchmal gar nicht mit, dass wir uns in diesem ständigen Streben nach Liebe vom "Haus des Vaters" entfernen. Das klingt paradox. Der jüngere Sohn haute vom Haus des Vaters ab und der ältere auch irgendwie – obwohl er körperlich anwesend war. Aber er verstand das wahre Wesen der Liebe seines Vaters nicht und dachte, er müsse hart arbeiten, um sie sich zu verdienen. Und je härter er arbeitete – je weiter er sich von der Liebe des Vaters entfernte – desto verzweifelter wollte er diese Liebe erfahren. Verrückt – im wahrsten Sinne.

Bei den Pharisäern war es ähnlich. Sie bemühten sich immer schön auf alle Gesetze zu pochen und drifteten dabei volle Kanne in die Selbstgerechtigkeit ab. Sie entfernten sich von einer vertrauten Beziehung mit Gott. Je weiter sie sich von Gott weg bewegten, desto stärker wurde ihre Unsicherheit, die sie schließlich dazu brachte, strikte Regeln zu befolgen in einem vergeblichen Versuch, sich so die Liebe Gottes zu verdienen.
 

Wenn wir merken, dass wir um die Liebe des Vaters ringen, dann befinden wir uns mitten in einem Wettkampf!

Wir bringen Leistung, um geliebt zu werden und stehen so im ständigen Konkurrenzkampf mit uns selbst und anderen. Nur wer spitzenmäßig glaubt – mehr als der Durchschnittschrist – der wird gesegnet!  – puh, was für ein gruseliger Satz!!


DU BIST UNENDLICH GELIEBT! – dazu brauchst Du nicht mal anzutreten!

 – im nächsten Blogartikel mehr darüber.

 

Tschüssikowski und ganz viel Segen für Dich!
Deine Mandy
 


 


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Dieser Beitrag wurde am 10. Februar 2015 veröffentlicht.

20 Gedanken zu „Der (Wett-) Kampf um Gottes Liebe?! – Teil 1

  1. Andrea

    Super geschrieben, Mandy. (Ich freue mich auf die Fortsetzung).

    Der jüngste Sohn wusste, dass er einen VATER hat. Der ältere sah sich hingegen nur als KNECHT an.

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    1. lausy

      Liebe Sanne,

      das hab ich auch schon hin und wieder gedacht…das letzte Mal hat mir jemand gesagt, dass es oft die Zeiten sind, in denen Gott einen reifen und wachsen lässt. Mir gefällt das Lied so sehr:

      ICH bin bei Dir…..

      ICH bin bei Dir, wenn die Sorge Dich niederdrückt,
      wenn Dein Leben Dir so sinnlos scheint, dann bin ICH da.

      ICH bin bei Dir, auch wenn Du es nicht glauben kannst,
      auch, wenn Du es nicht fühlen kannst, dann bin ICH da.

      Und ICH habe alles in der Hand,
      kenne Dein Leben ganz genau,
      ICH weiß um alles,
      was Du Tag für Tag brauchst
      und welche Wünsche Du hast.
      Habe keine Angst, ICH liebe Dich.

      Du kannst meinem Wort vertrauen und Du wirst sehen,
      wie ICH Dich Schritt für Schritt führe.

      Habe keine Angst,
      wenn Du nachts nicht mehr schlafen kannst,
      wenn Du grübelst, was morgen wird.

      Vertraue mir, Du hast doch mich.

      ICH bin bei Dir und wache über Dich.

      Habe keine Angst,
      wenn andere nicht zu Dir stehen,

      und Du Dich verlassen fühlst,
      wenn Du meinst, daß Du wertlos seist,
       ICH liebe Dich.
       

      Und ICH habe alles in der Hand,
      kenne Dein Leben ganz genau,
      ICH weiß um alles,
      was Du Tag für Tag brauchst
       und welche Wünsche Du hast.
      Habe keine Angst, ICH liebe Dich.

      Du kannst meinem Wort vertrauen und Du wirst sehen,
      wie ICH Dich Schritt für Schritt führe.

      O welch ein Tag,
      wenn wir uns einmal gegenüberstehen
      und Du erkennst,
      daß Dein Lebensweg ein Weg zu mir war.
      Dann wirst Du staunen und verstehen,
      alles hatte seinen Sinn und Du wirst sehen:
      ICH hatte alles in der Hand!

       

      Liebe Sanne, bleib bei Gott, er wird dich führen und irgendwann im nachhinein kannst du erahnen, was Gott mit dir vorhatte…

      Sei gesegnet!

       

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  2. GekreuzSIEGT Moderator - Hanspeter

    Hallo Sanne und Gott denkt an dich :-)

    Er interessiert sich sogar für deine Frisur: "Kauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge." Jesus in Matthäus 10,29-31

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  3. Christian

    Man kann allerdings auch auf der anderen Seite vom Pferd fallen. Manche nehmen die bedingungslose Liebe auch zum Vorwand, um die Hände in den Schoß zu legen, anstatt die schlechten Angewohnheiten anzugehen. Ganz nach dem Motto: Gott liebt mich ja sowieso.

    Paulus vergleicht das Leben eines Christen tatsächlich häufiger mit einem Wettkampf. Es geht allerdings nicht darum, sich Gottes Liebe zu verdienen, sondern sich gegen die eigene Sündennatur sowie Satan zu behaupten.

    Also hört nicht auf zu kämpfen, nur tut es für die richtige Sache.

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    1. lausy

      Das kenn ich auch. Es gibt Menschen, die beten, dass alles gelingen soll und legen die Hände in den Schoß. Gott hat uns aber unsere Fähigkeiten gegeben um sie zu benutzen.

      Ich denke als Christ will ich es…und muss es nicht.

      Die 10 Gebote beginnen mit: Ich werde nicht… (anstatt du sollst nicht) Gleicher Inhalt, unterschiedliche Motivation!

       

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  4. Susen Marek

    Hallo Mandy,

    ich bin durch Zufall auf deine Seite gestossen und möchte dir ein ganz großes Lob aussprechen.Die Themen sind sehr interessant.Mach weiter so.Übrigens,mein Name ist Susen,bin 38 Jahre und lebe in Dortmund.Als ich Geschichte mit deiner Krebserkrankung gelesen habe,habe ich mit dir mitgefühlt.Und ich bin erleichtert,dass du mit Gottes Hilfe alles überstanden hast.Mir ging es vor 7 Jahren ähnlich.Ich war immer kerngesund,bis kurz vor Weihnachten 2008 auf einmal sich mein linkes Auge richtig heftig entzündete.Ich bin sofort zum Augenarzt,eigentlich nur mit dem Hintergedanken,es wäre nur eine normale Bindehautentzündung(dazu muss ich sagen,ich hatte noch nie was mit den Augen gehabt),mein Augenarzt schaute sich nur einmal das auge an und schickte mich zur Rheumatologin.ich hatte mir immer noch nichts dabei gedacht.Kurz gesagt,ich wurde von Kopf bis Fuß gründlich durchgescheckt und das Ergebnis war,dass ich Morbus Bechterew hatte-eine art rheuma,die eigentlich auf die Wirbelsäule einhergeht mit heftigen Entzündungen,die die Wirbelsäule angreifen-bei mir ging es auf die Augen.Innerhalb kürzester Zeit wurde es mit meinem Auge immer schlimmer….ich bekam Kortison Tropfen und auch Kortison Spritzen in das untere augenlid gespritzt.Bald war auch das andere Auge betroffen und meine sehstärke schwand immer mehr.Ich konnte nachher nur noch 30 prozent sehen und hatte Grauen Star…..das ganze zog sich über zwei Jahre mit vielen Krankenhausaufenthalten,arztbesuchenund Kämpfe mit der Krankenversicherung hin.Inzwischen bin ich an beiden Augen operiert….ich kann zwar nur noch zu 60 Prozent sehen,aber ich bin Gott sehr dankbar,dass sich seit der OP nichts mehr entzündet hat….Durch diese Krankheit bin ich erst auf Jesus aufmerksam geworden und habe vor über einem Jahr ihm auch mein Leben  in der Taufe übergeben.Das war ein kurzer Einblick und ich hoffe,dass du noch viele interessante Themen machst.Danke :-)

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    1. Stoepsi

      Die Frage kommt mir bekannt vor…

      Ich habe vor einiger Zeit ein Wochenende im Kloster verbracht. Dort gab es eine tolle Anleitung zum Stillwerden, bei sich sein und zum Herzensgebet. Das hat mich weiter gebracht. Nicht immer fühlt mein Herz das, was ich eigentlich weiß, aber ich habe gelernt, daran zu "arbeiten", obwohl es keine Arbeit ist, sondern ein echt tolles Gefühl. Vielleicht ist das auch etwas für dich?

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    2. lausy

      Bist du auch so "kopfgesteuert" ? Wiederhole dir Verse, Lieder und alles, was dir wichtig ist…lese sie laut…nimm es auf, spiel es vor…begib dich  bewusst in Gottes Gegenwart. Das macht was mit dir…und rührt dein Herz an.

      Ja und hab Geduld…

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  5. Klaus

    Sanne, weil Du das über Gott denkst, denkt er gerade jetzt an Dich. – Ich habe Deine Fotos gesehen, sie zeigen Licht und Freude. Gott ist in seiner Liebe bei Dir.

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  6. Claudia

    Als vor 25 Jahren mein Bruder nach einem Motorradunfall im Krankenhaus strab, machte ich viele Erfahrungen wo ich mit Gott gerungen habe. Damals war ich 22 Jahre alt und mein Glauben an ihn war bisher unerschüttert.

    Meine Schwiegermutter war stark gläubig und besuchte extra einen Wallfahrtsort in der Nähe , als mein Bruder noch im KH lag. Sie hat bestimmt exzessiv gebetet. Aber geholfen hat es im nichts.

    Damals merkte ich schnell: Sooo funktioniert unser Glaube an die Liebe Gottes nicht. Seitdem hat mein Glaube einige Veränderungen durch gemacht. Und ich bin Gott unendlich dankbar für alles Gute, das mir im Leben begegnet und aus dem ich Kraft schöpfen kann. Jede Kleinigkeit nehme ich dankbar an und ich schöpfe gerne aus dem übervollen Topf seiner großen Liebe zu uns Menschen. Und ich möchte ihm niemals böse sein für die Scheiße, die mein Leben manchmal kreuzt. Ich hoffe, dass das mein Leben lang so sein wird. 

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  7. Hanna

    Liebe Sanne, genau auf diese Antwort habe ich gewartet!
    WIR haben eigentlich schon den perfekten Plan für unser Leben fertig! Gott muss doch mit uns jetzt nur diesen Weg gehen!!!
    Aber meine Erfahrung ist eine andre! Gott lässt mich jeden Weg gehen, wie bei “Spuren im Sand” erkenne ich auch im nachhinein, dass er mich an sehr schwierigen Stellen getragen hat!
    Besser geht es mir jedoch, wenn ich in sehr enger Verbindung mit Gott lebe. Morgens nicht auf meine stille Zeit verzichte. Gott frage und ihm sage, was heute ansteht. Höre dann im Gebet wo ich unruhig werde. Überprüfe Entscheidungen. Gehe bewusst mit dem heiligen Geist durch den Tag! Ich sehe vieles mit anderen (Gottes) Augen?
    Tja und dann kam 2009! Mein Mann 44, starb nach kurzer Krankheit!
    (YouTube Erinnerung an meinen Falko)
    Es dauerte lange bis ich begriff, Gott hat Pläne in meinem Leben, die ich so bestimmt nicht gewollt hätte. Ich kann nun gegen angehen, und verzweifelt untergehen, oder ich akzeptiere den Weg und lasse mich drauf ein. Ich habe mich nach langem drauf eingelassen. Habe einen süßen Mann kennenlernt, der seine Frau verloren hat, wir treffen uns fast jede Woche (450 km). Es wird aber nie mehr so wie früher, ES IST EIN NEUER WEG!
    Sei du auch neugierig und wehre dich nicht. Vielleicht ist etwas ganz Neues dran! Raus aus der Komfortzone!

    Antworten
    1. Colin

      Guten Morgen liebe Hanna,

      gerade zur Zeit versuche ich mich neu "aufzustellen", Antworten zu frinden. Eine habe ich eben entdeckt und dafür danke ich Dir:

      "… Aber meine Erfahrung ist eine andre! Gott lässt mich jeden Weg gehen, wie bei “Spuren im Sand” erkenne ich auch im nachhinein, dass er mich an sehr schwierigen Stellen getragen hat!
      Besser geht es mir jedoch, wenn ich in sehr enger Verbindung mit Gott lebe. Morgens nicht auf meine stille Zeit verzichte. Gott frage und ihm sage, was heute ansteht. Höre dann im Gebet wo ich unruhig werde. Überprüfe Entscheidungen. Gehe bewusst mit dem heiligen Geist durch den Tag! Ich sehe vieles mit anderen (Gottes) Augen?"

      Colin wünscht Dir  Papa's reichen Segen

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    2. Gabi

      Hallo Hanna

      Ich habe mir Dein Video gerade 2x angesehen und bin sehr berührt, da hast Du eine wunderschöne Erinnerung geschaffen. Auch das Lied von Jürgen Werth dazu – wunderschön. Wie gut, dass Ihr durch Euren Glauben Kraft bekommt, hoffnungsvoll weiterzuleben

      Alles Gute für Euch !  Gabi

      Antworten
  8. Abigail Mohnke

    Liebe Mandy,

    auch wenn es heute nur sehr kurz werden kann: schon lange wollte ich Dir einmal sehr von Herzen DANKE sagen für das, was Du mit Deinem Seelenfutter tust, gibst und – bist! JESUS segne Dich überreich, das tut ER und setzt Dich zum Segen für uns alle. Total super – supermodern und sooo tief!

    Danke, Deine Schwester Abigail (seit 44 Jahren auf diesem Weg und sehr glücklich mit JESUS, aber Tiefen und Wüsten – und Krankheitsnöte – sehr wohl kennend…)

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