Noah, seine Jungs, das XXXXL-Schiff und die wundersame Frage: Wo ist eigentlich das Wasser?

Einer der coolsten Typen in der Bibel ist für mich ohne Zweifel Noah!

Warum? Weil er Gott vertraute wie kaum ein anderer! 


Der verbrachte um die hundert Jahre seines Lebens damit, ein riesengroßes Schiff zu bauen!

Ja, ist irre und wie so vieles in der Bibel unglaublich. Ob es sich tatsächlich genauso zugetragen hat oder ob all das eine Legende ist, um uns etwas zu verdeutlichen, sei mal dahingestellt. Gott ist ein Gott, der Wunder tut, den ich niemals vollkommen verstehen werde und dem ich durchaus Abgefahrenes zutraue.


Und dieser Gott sagte eines Tages zu Noah:

»Ich werde diese Menschen, die ich geschaffen habe, von der Erde ausrotten; sowohl die Menschen als auch das Vieh, die Kriechtiere und die Vögel. Ich bereue, dass ich sie überhaupt geschaffen habe.«
1. Mose 6, 7


Harter Tobak! Gibt Gott tatsächlich zu, einen Fehler gemacht zu haben, indem er Menschen und Tiere schuf? Nee. Denn Gott ändert seine Meinung nicht – 1. Samuel 15, 29


Er drückt wohl vielmehr den Schmerz darüber aus, was die Menschen sich gegenseitig angetan haben. Die wenden sich ab von Gott, interessieren sich nicht für ihn und ziehen lieber ihr eigenes Ding durch ohne Rücksicht auf Verluste. Selbstzerstörungsmodus aktiviert! Habgier, Egoismus, Neid, Hass und der ganze Mist regieren die Welt. Das mit anzusehen bricht Gott das Herz. Und dann sieht er Noah, der ihn von ganzem Herzen liebt. Der war mit Sicherheit auch nicht fehlerlos, sondern ein Mensch wie wir und doch war Gott sein Vorbild und er ließ sich von niemandem und durch nichts von ihm abbringen. Ein Typ, der weiß was er will!


Das wusste Gott auch und gab dann mal Anweisungen, was er sich denn so vorstellte:

"Bau ein Schiff aus harzhaltigem Holz und dichte es innen und außen mit Teer ab. Bau anschließend Decks und Räume ein. Das Schiff soll 300 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch sein. Lass unter dem Dach eine Öffnung – eine Elle breit – frei, die rund um das Schiff geht. Leg dann drei Decks im Schiff an – unten, in der Mitte und oben -, und setz an der Seite eine Tür ein."1. Mose 5, 14-16 NLB


Ja. Nun. Erwartet wird also kein kleines Schiffchen, sondern ein ordentliches SCHIFF, das in etwa eineinhalbmal so lang ist wie ein Fußballplatz und so hoch wie ein vierstöckiges Gebäude. Es soll sechsmal so lang wie breit sein.

Na denn, mal los, Noah! Ab zum Baumarkt! Vielleicht hast Du ja Glück und es gibt gerade 20% auf alles*!! (* außer Tiernahrung) Ähm, Moment. Baumärkte gab es damals ja noch gar nicht. *schluck*  

Noah schnappte sich also seine Söhne Sem, Ham und Jafet und begann an diesem riesigen Ding zu bauen!


Ich glaube, er und die Jungs waren damals die Witzfiguren der Nation!

Wahrscheinlich haben die meisten Leute sie für total bekloppt gehalten. Und die Reaktionen fielen wohl ungefähr so aus: "Ähm?!?!?! Hallooo?!?!? Sooo ein monströses Schiff und wo bitte ist denn eigentlich das Wasser???" 

Ja, berechtigte Frage! Wo bitte ist es denn, das Wasser? Wird Gott eines Tages tatsächlich den himmlischen Wasserhahn aufdrehen und nicht mehr abdrehen, bis die Wasseruhr kollabiert?! Hat sich Noah nicht vielleicht doch verhört? 

Doch Noah bleibt dran! Auch seine Söhne unterstützen ihn tatkräftig = tolle Sache! Andere Kinder hätten ihren Vater längst als bekloppt abgestempelt und sich mal eben zu einem "wichtigen Termin" abgemeldet und weg wären sie.

Die Söhne bleiben und so fällen sie jahrelang Bäume und verarbeiteten sie mühsam zu Brettern. Damals gab es nur wenig Werkzeug – sicher keine aus Stahl und an die elektrische Kreissäge war auch längst nicht zu denken. Und so benutzen sie wahrscheinlich rohe Steinäxte, die sie selbst hergestellt hatten. Ein Brett herzustellen dauerte sehr wahrscheinlich einige Tage. Und wie wurden die einzelnen Bretter dann verbunden? Mit selbstgemachten Holznägeln? So ein Schiff muss sorgfältig abgedichtet werden, jede Ritze muss verschlossen sein, damit am Ende nicht die Brühe reinläuft – was für eine harte Arbeit!

Harte Arbeit, die sehr viel Geduld erfordert! Wie oft hat Noah wohl verzweifelt dagesessen und gedacht: "Warum tue ich mir das eigentlich an???" Und ich stelle mir vor, wie er im nächsten Monat zu Gott sagte: "Okay, Gott, wenn Du das von mir verlangst, dann wird das schon seinen Grund haben!" 

 

Noah wurde zu einem unvergessenen Helden!

"Denn Gott hat nur an den Menschen Gefallen, die ihm fest vertrauen. Ohne Glauben ist das unmöglich. Wer nämlich zu Gott kommen will, muss darauf vertrauen, dass es ihn gibt und dass er alle belohnen wird, die ihn suchen. 

Auch Noah glaubte Gott und befolgte gehorsam seine Anweisungen. Er baute ein großes Schiff, obwohl weit und breit keine Gefahr zu sehen war. Deshalb wurde er mit seiner ganzen Familie gerettet. Durch seinen Glauben wurde der Unglaube der anderen Menschen erst richtig deutlich. Und durch diesen Glauben fand Noah auch Gottes Anerkennung."Hebräer 11, 6-7 HfA 


Jesus ermutigt uns immer wieder, Glauben zu haben! Und dieser Glauben wird fett belohnt werden!

Zu Marta sagte er: "Habe ich dir nicht gesagt, du wirst die Herrlichkeit Gottes sehen, wenn du nur glaubst?" - Johannes 11, 40 HfA

"Wer an mich glaubt, aus dessen Innerem werden Ströme lebendigen Wassers fließen … "Johannes 7, 38 NLB

Paulus schreibt über die "übermächtig große Kraft, mit der er in uns, die wir an ihn glauben, wirkt." - Epheser 1, 19 NLB
 


Noah und seine Söhne bauten ewig lang an diesem XXXXL-Schiff und eines Tages, da fing es an zu regnen. Es regnete und regnete und regnete …. ab 1. Mose 6, 17 

Noah und seine Frau, und die drei Söhne mit ihren Liebsten gingen an Board und sie nahmen von jeder Vogel- und Tierart ein Paar mit auf die Arche. Der Regen brachte die Flut mit sich und die Menschen und Tiere ertranken. Lediglich Noah und seine Crew überlebten. 


Was für ein Glaube! Was für eine Tat!


Vielleicht hat Gott Dir auch einen Auftrag gegeben, der unglaublich erscheint?!?! 

Dann denk in schwierigen Zeiten zurück an Noah und seine Söhne, die viele Jahre lang an ihrer Arche bauten … Oder Du suchst nach einer Herausforderung, die größer ist als Du? Auch dann bist Du bei Gott am richtigen Mann! Nimm die kleinen Herausforderungen an, dann wird er Dir eines Tages größere Aufgaben geben.

"Wer in kleinen Dingen zuverlässig ist, wird es auch in großen sein, und wer in kleinen unzuverlässig ist, ist es auch in großen."Lukas 16, 10 GNB
 

Das Allerwichtigste ist, mit dem Herzen nah an Gott zu bleiben, wie Mose, Noah oder Hiob!


Alles Liebe und fettesten Segen!
Mandy


© Foto: Mandy / unendlichgeliebt.de

 


Wer schreibt diesen Blog und warum? – Das erfährst Du, wenn Du HIER klickst
Kann ich Dich und Deine Blog-Arbeit unterstützen? Ja, dass ist möglich, dazu HIER klicken. Ich danke Dir von Herzen!

Dieser Beitrag wurde am 4. Februar 2015 veröffentlicht.

20 Gedanken zu „Noah, seine Jungs, das XXXXL-Schiff und die wundersame Frage: Wo ist eigentlich das Wasser?

  1. Roman

    Was mich an Noah aber ebenso – wie an VIELEN "Helden" der Bibel – begeistert, ist, dass sie NICHT perfekt sind. Sie haben alle Fehler, sind "menschlich gesehen" oft total ungeeignet. Gerade auch Noah – besäuft sich in seinem Weinberg bis zum totalen Filmriss, verflucht seinen Enkel … Aber Gott gebraucht ihn wie viele andere "Antihelden" der Bibel. 

    Danke für den Input … vielleicht schreib ich mal was über "biblische Antihelden" :)

    Antworten
      1. Roman

        Jep – gutes Buch, kenn ich!

        Ein weiteres Buch, das ich zwar nicht kenne, was aber gut klingt, ist "Voll die Antihelden – die Looser der Bibel und ihre Message" …

         

        Antworten
        1. Mariella

          Das ist echt empfehlenswert, da werden einem Charakterzüge mancher biblischen "Helden" vor Augen geführt, die einem gar nicht so bewusst waren Verständlich und lustig geschrieben… eines meiner ersten Bücher mit hilfreichem Input(von der Bibel mal abgesehen)

           

          Antworten
      1. Andrea

        Wieso hat der Film nichts direkt mit Noah zu tun? Evan baut doch eine Arche, sieht immer mehr mehr aus wie Noah oder zumindest mit Bart. Ich persönlich finde Bruce Allmächtig besser, der hat wenigstens noch was hintergründiges. 

        Antworten
        1. Colin

           

          Upps … erwischt, da hätte ich vielleicht ein wenig weiterdenken müssen, können, sollen, dürfen; doch ist es nicht gut, dass uns beiden der Film gefällt?! Dehalb bin ich Dirk ja dankbar für seinen Filmtipp und habe ihn auch gleich geliked und verlinkt; und ich bin nun wirklich keine linke Bazille. :-) ♡ liebe Andrea

          Antworten
          1. Andrea

            Den Link hatte ich gar nicht angeklickt… Aber jetzt. Sowas zu verwechseln passiert einfach leicht, ist doch nicht schlimm.  Ich hatte mich bloß gewundert, aber jetzt ist alles klar. 

            Antworten
  2. Ul-Li

    Upps, da hat sich doch ein Fehlerchen eingeschlichen. Oder sollte wirklich HIOB dem Noah geholfen haben ❓❓❓ Da fällt mir glatt die uralte Scherzfrage aus dem Kindergottesdienst ein: "Wieviele Tiere nahm Mose mit auf die Arche?"

    Antworten
    1. Colin

      Hi, wo steht denn da was von wegen Hiob hat Noah geholfen? Ich finde nur, dass sie sich ähnlich sind: Mandy: "Das Allerwichtigste ist, mit dem Herzen nah an Gott zu bleiben, wie Mose, Noah oder Hiob!" :-)

      Antworten
    1. Mandy Artikelautor

      Danke auch Junia! Habe recht lang dran geschrieben / gefeilt. Bisher kam wenig Feedback. Schön zu lesen, dass er Dir gefallen hat. ;-)

      Antworten
      1. Junia

        Ja, sehr. Vertrauen ist ein großes Thema.

        Mich hat insbesondere auch die von Dir eingearbeitete Bibelstelle Hebräer 11, 6-7 HfA   überrascht (also eigentlich das ganze 11. Kapitel).

        Ich kannte diese noch nicht bzw bin noch nie drüber gestolpert. Die sollte man sich öfter mal zu Gemüt führen, gerade, wenn es einem schwer fällt, sich zu 100% im Vertrauen auf Gott fallen zu lassen. Die kann einem so viel Kraft und Zuversicht schenken :-)

        Antworten
  3. Klaus

    Gute Worte, Joachim!

    Matthäus 24: 37
    Aber gleichwie es zur Zeit Noah’s war, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes.

    38 Denn gleichwie sie waren in den Tagen vor der Sintflut, sie aßen, sie tranken, sie freiten und ließen sich freien, bis an den Tag, da Noah zu der Arche einging.

    39 und achteten’s nicht, bis die Sintflut kam und nahm sie alle dahin, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes.

    Hier wird klipp und klar gelehrt, dass es handelt sich um historische Ereignisse!

    Antworten
    1. Joachim S. Müller

      Ja, eben. Man muss ja nicht jeden Buchstaben wörtlich nehmen, schon gar nicht in der Übersetzung, die einem gerade zufällig vorliegt. Aber die globale Flut – über die immerhin in drei Kapiteln des Alten Testamentes berichtet wird – als mögliche Legende zu bewerten ist wirklich nicht begründbar.

      Antworten
  4. Cornelia Johannsen-Potzkai

    hallo Mandy

    DAS war wirklich gut erzählt Danke das du dran bleibst <3

    Ich hoffe das mein Herr mich gebraucht in den kleinen dingen wie auch in den großen<3

    ER ist mein Herr und Gott und ich bin am glücklichsten wenn ich seinen willen tue <3

    ich denke es geht dir genauso und ich freue mich mit dir sei gesegnet du glückliche <3

    Antworten
  5. Marie

    Ich finde super, dass du die Dimensionen der Arche erwähnst, aber ich glaube kaum, dass Noah Steinäxte benutzt hat. Schließlich gab es ja schon kurz nach der Schöpfung Menschen, die mit Metall gearbeitet haben: 

    1 Mose 4:22Schlachter 2000 (SCH2000)

    22 Und auch Zilla gebar, und zwar den Tubal-Kain, den Meister aller Handwerker in Erz und Eisen. Und die Schwester Tubal-Kains war Naama.

    Noah war kein primitiver Steinzeitmensch, sondern sehr intelligent, weil er ja nicht so viele genetische Fehler hatte wie wir heutzutage. Aber trotzdem war es bestimmt eine Riesenarbeit, die Arche zu bauen.

    Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.