Willkommen im Alltagsdschungel – wohin soll es gehen?

Viele Menschen, die ich kenne, neigen dazu (meiner Einschätzung nach), sich viel zu viel vorzunehmen. Sie haben unterschiedlichste Ideen, wollen sie alle gleichzeitig umsetzen und verzetteln sie sich dabei regelmäßig. Was zur Folge hat, dass sie negativ gestresst, überarbeitet, ernsthaft erschöpft und nicht selten deprimiert sind. Sie wollen viel zu viel und alles auf einmal.


Wenn man mich nach meinen Stärken fragen würde, würde ich sagen, dass ich gut Grenzen setzen kann. Es fällt mir relativ leicht auch mal "Nein" zu sagen, wenn ich weiß, mir wird etwas zuviel. Ich mache, soweit es möglich ist, rechtzeitig Pause und gönne mir Abstand, bevor ich dauerhaft überfordert werde. Natürlich gelingt mir das nicht immer, aber ich bemühe mich darum und meistens konnte ich genug freie Zeit für mich rausholen, um auch mal herrlich Sinnfreies und Unproduktives zu tun; um abzuschalten – das hat hohe Priorität für mich. Grenzen setzen zu können, sehe ich als ein absolutes Geschenk von Gott! 


Es ist wichtig, sich im Alltagsdschungel nicht in den Lianen von Arbeit, Verpflichtungen, Angeboten, Möglichkeiten und Ideen zu verfangen – sondern die Lianen so nutzen, dass sie einen weiterbringen!


Tarzan schwang sich damit meistens ganz erfolgreich durch den Dschungel, um von A nach B zu kommen und das kannst Du auch! :-) 



Jetzt mal was ganz anderes: Stell Dir mal Deine eigene Beerdigung vor!


Wie sollen Deine Kinder, Deine Frau, Dein Mann, Deine Freunde und Menschen, die mit denen Du sonst noch so zu tun hattest, auf Dein Leben zurückblicken? Wie sollen sie Dich in Erinnerung behalten? Welche Charakterzüge und Eigenschaften haben sie von Dir wahrgenommen? Wofür hast Du Dich eingesetzt? Was warst Du für ein Typ? Was war Dir wichtig? Wo und welche Spuren hast Du (in ihrem Leben) hinterlassen?
 

Manchmal hilft so ein Blick von der Zukunft zurück in die Gegenwart, um eine gute Vorstellung davon zu bekommen, was Dir im Leben wichtig ist!


Mach Dir mal ganz in Ruhe Gedanken darüber und sprich dabei auch mit Gott. Nimm Dir vielleicht einen Zettel und schreib auf, was Dir durch den Kopf geht. Dann leg diesen Zettel beiseite. Wenn Dir noch etwas einfällt, dann hole ihn wieder raus und schreibe weiter. Nimm Dir all die Zeit, die Du brauchst!
Gehe ruhig mehrere Bereiche Deines Lebens durch: Beruf, privates Leben, Familie, Freunde, Grundsätzliches … !

Wenn ich laufen gehe, dann denke ich ab und an über diese Fragen nach. Und dann überlege ich mir, was sich davon aktuell in meinem Leben widerspiegelt? Es hilft mir dabei, mich in meinem persönlichen Alltagsdschungel nicht zu verlieren. Ich muss nicht jede Liane ergreifen, um mich und etwas zu bewegen. Manchmal lenkt das nur ab und ich verliere das Notwendige aus den Augen. Ich möchte mich lieber auf das konzentrieren, was mir wichtig ist und mich an dem orientieren, was Gott (soweit ich es erkennen kann), am meisten von mir möchte. 


Diese Klarheit und Zielstrebigkeit finde ich enorm wichtig, weil heute, nicht morgen, der beste Augenblick ist, um nach Gottes Werten zu leben! Weil jetzt beginnen muss, was am Ende meines Lebens leuchten soll!


Du kannst jetzt beeinflussen, was man später über Dich sagen wird und woran man sich erinnert. Die stärksten Erinnerungen werden diejenigen haben, die Dich am besten kannten und Dir am nächsten standen – Deine Familie und Deine Freunde!


Und jetzt, denk' nicht nur drüber nach! Morgen mehr zum Thema! :-)


Alles Liebe und fetten Segen!

Deine Mandy

 

 


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Dieser Beitrag wurde am 28. Januar 2015 veröffentlicht.

14 Gedanken zu „Willkommen im Alltagsdschungel – wohin soll es gehen?

  1. Steffi

    Ich sage auch ♡lichen dank. Es passt so vieles immer genau zu meiner Situation oder den Themen die mich gerade beschäftigen !

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  2. Lukas Baumann

    Das Wichtigste ist immer, was ich als nächstes vorhabe. Die weitergehenden Ziele kann ich  mir wohl setzen. Ich kannn sie aber auch gleich wieder vergessen, bis sie dran kommen. Was über mich an meiner Beerdigung gesagt wird, ist mir egal. Was Gott sagt, das ist wichtig.

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  3. Claudia Schneider

    Dass ich mutig weiterhin meinen Weg gehe, zusammen mit Gott, der mir die Kraft und die Zuversicht für diesen Weg gibt, sonst hätte ich ihn nie eingeschlagen. Das sehe ich jetzt als meine Lebensaufgabe an, für meinen kranken Mann da zu sein, den Weg mit ihm zu gehen. Was andere bei meiner Beerdigung sagen, kann mir jetzt egal sein. Gott soll über mich richten, er allein kennt die Beweggründe meines Herzens, er weiss alles über mich, hat alles eingepflanzt in mir und die Saat geht langsam aber sicher auf.

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  4. GekreuzSIEGT Moderatorin - Sandra

    Oooops, das mit der Beerdigung habe ich gestern im Buch von Don Piper gelesen. Das ist jetzt wie ein doppelter Wink, sich damit auseinanderzusetzen. Wir schieben das gerne von uns weg, aber es ist schon richtig, wenn wir mit Blick auf unseren Tod leben, leben wir viel bewusster. Und wenn wir mit Blick auf die Ewigkeit leben, leben wir überhaupt erst sinnvoll.  Don Piper selbst war mit 13 auf einer Beerdigung und er sah einen Grabstein mit exakt seinem Namen darauf. Er hat dann schon verstanden, dass es nicht sein Grab war, aber er hat diesen Grabstein nie vergessen.  Ja, was wünschen wir uns, was von uns bleibt?! Ich hoffe, dass man von mir sagen wird, dass ich in Gottes Gegenwart und voller Vertrauen in ihn gelebt habe.  Don Piper schreibt, dass Gott möchte, dass wir schon hier auf der Erde ein Stückchen Himmel haben. Und ja, wow, es IST MÖGLICH!  Dafür danke ich in tiefster Demut.

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  5. Dorothea

    Liebe Mandy,
    Das mit der "Beerdigung" finde ich problematisch. Manchmal (allerdings meist nicht oft im Leben) muss man auch Dinge entscheiden, für die einen vielleicht niemand lobt und Entscheidungen treffen, die einen Beziehungen kosten können, weil sie für einen selber absolut wichtig sind. Da ist es besser, nicht zu fragen: "Was sollen denn die Leute denken, wenn…" (auch nicht im Blick auf die Beerdigung), sondern mutig zu dem zu stehen, was nötig ist. Das Liebesgebot bezieht sich zwar sehr auf den Nächsten, aber eben nicht nur, sondern auch auf einen selber und auf Gott.
    Manchmal gibt es auch Situationen, wo der Satz gilt: "Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen". Und manchmal mögen Leute beerdigt worden sein, die damals übelst beschimpft wurden bzw. zu unrecht zum Tod verurteilt wurden (in der NS Zeit gab es solche "Fälle" leider oft), die dann aber im Nachhinein rehabilitiert wurden, weil sie eben nicht interessierte, was die Mehrheit stillschweigend akzeptierte, sondern die von anderen Motiven geleitet wurden.
    D.h. ich würde lieber statt von der Beerdigungssituation von Paulus ausgehen: "Prüft alles, und das Gute behaltet…" – dieses Motto hilft mir auch, mich immer neu zu fragen: Was würde Jesus tun? Was ist in seinem Sinn "das Gute"?
    LG
    Doro

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    1. Colin

      Hi Doro,

      Keine Angst, ich werde Dir nicht wiedersprechen; nur ein Gedanke: ich denke, man muss nicht immer nur handsam, brav, lieb sein, ich möchte nicht am Ende in einer Holzkiste liegen und Leute sagen hören: "Der Colin, das war ein Netter." Besser gefiele mir: "Guter Typ, authentisch, liebenswert, doch er konnte auch mal Kanten zeigen, gegen den Strom schwimmen. Nein, zu den ewigen Jasagern gehörte er nicht."

      Ja, das würde ich gut finden; auch gefallen würde mir natürlich, wenn wenigstens 1, 2 erwähnen würden, dass ich JESUS nachgefolgt bin; und dass ich Mandy's Beiträge gesprochen habe, dürfen sie auch sagen. :-)

      Liebe Grüße Colin

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      1. Mandy Artikelautor

        Hallo Ihr Beiden, ich stimme Euch in allen Punkten zu!

        Sich die Beerdigung vorzustellen, soll eine Hilfe sein um sich drüber klar zu werden, was einem wichtig ist. Da geht es nicht drum, es allen Recht zu machen. 

        Vielleicht Doro, magst Du auch mal den Folgeartikel von heute dazu lesen:

        Welchen Weg möchtest Du gehen?

        Alles Liebe ;-)
        Mandy

        PS: Und Danke Colin, für Dein tägliches vorlesen – falls ich auf Deiner Beerdigung einmal sein werde – lass Dir bitte Zeit damit ;-) – werde ich dafür sorgen, dass es nicht unter geht!

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    2. Sandra

      Hey Doro, 

      es gibt nicht nur manchmal Situationen, in denen man Gott mehr gehorchen soll als Menschen, dieser Satz gilt immer. 

      Es gelingt jedoch vielen Menschen nicht, so zu leben. 

      Das ist das Traurige daran. 

      Insofern finde ich Deine Motivation, immer zu fragen, was Jesus tun würde, GOLDRICHTIG :-)

      Sei gesegnet

      Sandra 

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  6. Claudia Schneider

    Neulich erzählte mir Jemand einen Witz: Ein Mann ging auf dem Friedhof spazieren, um  sich die vielen verschiedenen Gräber samt Inschrift anzuschauen. Er kam dann an ein Grab, auf dem geschrieben stand: Jetzt schau`nicht so blöde, ich würde jetzt auch lieber Spazierengehen, als hier unten langsam vor mich hinzufaulen.

     

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