Es gibt mehr!

Vorgestern schrieb ich über das schwierige Thema Sterbehilfe.

Daraufhin bekam ich einige Mails, in denen Menschen mir von ihrem wirklich schlimmen Leben berichten; von schweren Krankheiten, über mehrfachen Missbrauch, bis hin zu einer Frau, die mir erzählte, wie sie durch einen Hausbrand (Brandstiftung) ihr Kind und all ihren Besitz verlor …. Heute ist sie nur noch ein Schatten ihrer selbst, wie sie schreibt.


Wir leben in einer Welt, in der es weit mehr gibt, als Friede, Freude, Eierkuchen. Das weiß jeder und die meisten von uns haben das mehr oder weniger schon am eigenen Leib erfahren müssen. 


Vielleicht denkst Du manchmal, es geht keinem so beschissen wie Dir. Doch mal ehrlich, es genügt ein Blick in die Zeitung, um festzustellen, dass dem nicht so ist.


Dennoch, wage ich zu sagen: Es gibt immer einen Grund, dankbar zu sein!


Wenn man mitten drin im Elend ist, sich emotional total down fühlt, dann fällt es sehr schwer Dankbarkeit zu empfinden. Das ist verständlich und total in Ordnung. Alles braucht seine Zeit. 


Als ich sehr krank war; Schmerzen hatte und nicht wusste, wie es weitergehen konnte – hab' ich mir täglich neu Mühe gegeben, Menschen und auch ganz praktische Sachen zu finden, für die ich dankbar war!

Das tue ich auch heute noch, fast täglich – ganz egal, wie der Tag auch war. Manchmal habe ich herzlich wenig Bock dazu. Aber es ist auch eine Art Disziplinübung. Ich habe gelernt, dass mir Dankbarkeit Kraft und Hoffnung gibt. 

 

Hast Du schon mal von der Geschichte mit dem blinden Mann aus der Bibel gehört?  
- sie steht in Johannes, Kapitel 9


Der Mann war von Geburt an blind. Als die Jünger von Jesus ihn sahen, fragten sie: "Wer ist schuld an der Blindheit? Der Mann oder seine Eltern?"


Hast Du Dir diese Frage, vielleicht auch schon mal so ähnlich gestellt?

Haben meine Eltern was falsch gemacht? Oder ich? Warum sollte ich sonst diese Krankheit haben? Warum musste sonst passieren, was passiert ist? 


Jesus antwortete seinen Jüngern: "Keiner hat Schuld. Weder der Mann noch seine Eltern. Er ist blind, weil an ihm die Macht Gottes sichtbar werden soll."


Als der blinde Mann diese Erklärung hörte, ging ihm ein Licht auf und seine Sicht auf das Leben veränderte sich total! 


Lieber Blogleser, ich habe keine Ahnung, wie Dein Leben aussieht oder was Dich bedrückt. Aber, was wäre, wenn Gott auch zu Dir sagt: "Du bist nicht fehlerhaft! Es war keine Strafe! Du bist so, wie Du bist, damit meine Kraft an Dir sichtbar wird! Ich liebe Dich!" ?!


Vielleicht fühlst Du Dich manchmal wie Gottes vergessenes Kind. Aber er vergisst kein einziges seiner Kinder! Davon bin ich überzeugt!

Übrigens, der blinde Mann wurde geheilt. Ich bin nicht komplett gesund geworden, Du vielleicht auch nicht, aber wer weiß … Nur ER weiß es!


Es lohnt sich auf jeden Fall dranzubleiben, auch wenn es kein Zuckerschlecken ist, schwere Zeiten zu durchleben. Du musst auch nicht so tun, als wenn es ein Spaziergang wäre. Aber bitte, verliere niemals die Hoffnung und den Glauben an eine bessere Zukunft und ein erfülltes Leben! Es gibt mehr! 

 

Ich wünsche es Dir von Herzen!

Alles Liebe und ganz viel Segendauerregen!
Deine Mandy

 

© Foto: Mandy / unendlichgeliebt.de

 


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Dieser Beitrag wurde am 14. Oktober 2014 veröffentlicht.

26 Gedanken zu „Es gibt mehr!

  1. Thomas

    Hallo Mandy.

    Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag! Ich finde es gut, dass du so offen mit deinem Schicksal umgehst. Ich weiß aus eigener Erfahrung (auch wenn es eine andere Erkrankung ist) wie schwierig es ist nicht 100% gesund zu sein und (ich weiß nicht, ob es dir auch so geht) nicht mehr so belastbar zu sein wie vor der Erkrankung. Mir dies einzugestehen und mein Leben in Rücksprache mit Gott neu auszurichten fiel mir anfangs sehr schwer.

    Viele Christen beginnen an Gottes Existenz oder seiner Liebe zu zweifeln, wenn ihnen etwas negatives widerfährt. Und genau deswegen finde ich diesen Artikel von dir gut: Nirgendwo in der Bibel steht, dass du nur an Gott zu glauben brauchst und nie krank wirst, alles verstehst oder es dir immer gut geht. Dies vergessen viele Menschen sobald sie erkranken oder ihnen ein anderer Schicksalsschlag widerfährt.

    Ich für meinen Teil muss sagen: Gott macht nicht, dass mein Leben ohne Probeme ist; er ist aber stets an meiner Seite und stützt mich, geht mir voraus um mir den rechten Weg zu zeigen und geht direkt hinter mir um mich aufzufangen, wenn ich stolpern oder umfallen sollte. Und alles drei macht er gleichzeitig! Dieses Wissen ist mir genug. Warum mir was passiert und welchen Sinn es für Gott macht interessiert mich zwar schon hier und da, wenn ich es nicht verstehe stört es mich aber nicht wirklich: ich vertraue auf den Herrn und füge mich gern seinem Willen.

    Liebe Grüße,

    Thomas

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  2. Angelika

    Ja genauso erlebe ich das seit anderthalb Jahren. Ich habe Krebs und kann nur palliativ behandelt werden, also aus menschlicher Sicht ist der Krebs nicht heilbar. Nun hat meine Mutter auch noch einen Schlaganfall erlitten…doch immer wieder fängt mich Gott auf und schickt mir hilfreiche Menschen und viel Hoffnung und Dankbarkeit. Seine Kraft ist in den Schwachen mächtig…

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    1. Elise

       Liebe Angelika, ich freue mich, dass du trotz de Umstände ein dankbares Herz behältst. Ich bete, dass der Herr Ströme seiner Liebe auf dich fließen lässt. Dass er dich auch weiterhin immer wieder ermutigt und dir Kraft schenkt. Und sein Friede, der höher ist als alle Vernunft in dir und um dich ist. Möge er auch deine Mutter ganz nahe zu sich ziehen und wieder heilen. Ich segne euch im Namen Jesus.

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    2. Mandy Artikelautor

      Hallo Angelika. Du bist eine Heldin!

      Weil Du nicht aufgibst und verzweifelst, sondern dran bleibst und nach oben schaust und nicht nur um Dich rum. Das finde ich toll! Ich wünsche Dir alles Liebe, von Herzen viel Gesundheit und alles Gute für Deine Mutter! ;-)

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  3. Angelika

    Danke liebe Elise Hoffnung, du hast mir wieder gezeigt, wie lieb uns unser himmlischer Vater hat. Einer trage des anderen Last. Gott möge dich reich segnen.

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  4. Elise

    Danke Mandy, es stimmt, es gibt immer einen Grund um dankbar zu sein. Herr bitte schenke du uns allen ein dankbares und zufriedenes Herz. Du bist gut, Amen

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  5. Cornelia

    Du hast so recht mit deinem blogbeitrag mandy und ich werde es so mal versuchen…schatten kann schliesslich nur mit licht verdraengt werden…und von ganzem herzen moechte ich mich Elise Hoffnung anschliessen und bete fuer dich liebe Angelika mit…dein kommentar beruehrt mich sehr und ich wuensche dir taeglich Gottes Gegenwart so dolle dass dir dauerhaft warm ums herz wird.es hat mir gezeigt dass ich auf hohem niveau jammer und bevor ich jammer falte ich fuer dich und andere die haende…habe gestern nach meinem kommentar von irene stahl lieben zuspruch erhalten.das gibt so viel mut dass ich davon was abgebe…Unser Gott ist ein gnaediger Gott

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  6. Cornelia

    aber oft fehlt einfach die kraft in bestimmten situationen Arnulf und da ist es umso wichtiger füreinander da zu sein und mut zu machen…ohne jemanden zu verurteilen…nichts desto trotz weiss ich was du meinst…

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  7. Arnulf

    Weil sie Gott zur Seite geschoben haben oder ihn so gar für nicht exiztent halten, gibt es jetzt keine Hoffnung mehr für sie, als sich das Leben zu nehmen. Sterbehilfe ist leider im Vormarsch. Zuerst wurde den Ungeborenen der Weg in den Tod geebnet und nun sind die Geborenen dran. Noch freiwillig, doch es kann sehr schnell in ein Muss umschlagen, wenn du nur noch eine Belastung für andere bist.
    Deshalb währet den Anfängen!!! Sucht Gott über Jesus Christus und du wirst sehen, dass es für dich einen guten Weg zur Herrlichekeit mit einem ewigen Erbe gibt. Werde Gottes aus Genosse durch den Glauben an Jesus Christus seinen Sohn!

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    1. Mandy Artikelautor

      Hallo Arnulf. Ich finde es sehr anmaßend was Du schreibst. Wenn jemand die Entscheidung trifft zu sterben, dann doch weil er sehr verzweifelt ist – weil er oftmals seit Jahren leidet. Ob und in welcher Form er glaubt, sei mal dahin gestellt. Wann Sterbehilfe beginnt ist nicht klar zu bezeichnen, dass ist ja das Dilemma. 

      Ich setze mich lieber dafür ein, Menschen zu ermutigen und ihnen Hoffnung zu machen – ihnen von meinem Glauben zu erzählen – als ihnen (in ihrer Verzweiflung) noch vorzuwerfen von Gott nichts wissen zu wollen und deshalb keine Hoffnung zu haben. 

      Ich denke Du meinst es gut und wir haben das gleiche Ziel Arnulf. Doch manchmal sind es Formulierung, die eher abschrecken und traurig machen können, als jemand zu ermutigen Gott zu suchen.

      Alles Liebe für Dich!
      Mandy

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    2. GekreuzSIEGT Moderatorin - Sandra

      Ich denke, wir müssen hier ganz klar differenzieren. Das eine Thema ist, was legalisiert werden soll und was nicht, d.h. das, was der Rechtsstaat den Menschen mit auf den Weg gibt (und der Staat wendet sich leider zunehmend von christlichen Werten ab), und das andere Thema ist, wie gehen wir mit Betroffenen um.  

      Im Einzelfall müssen wir jederzeit in Liebe auf Menschen reagieren.

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  8. Doqtor

    es stimmt in der Hinsicht, dass aus der Freiwilligkeit sehr schnell ein gesellschaftlicher Druck wird, wie man in Holland und Belgien sieht. Und es sind in der Regel die "Gottlosen", die diese Entwicklung vorantreiben, analog zur Abtreibung. Trotzdem kommt man mit Vorwürfen nicht weiter. Wir brauchen eine bessere Unterstützung und Aufklärung zur Palliativmedizin und bessere psyxhologische Unterstützung für "Sterbewillige".

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    1. GekreuzSIEGT Moderatorin - Sandra

      In der öffentlichen Diskussion gibt es immer nur das Leid der einen Seite. Also z.B. warum will eine Frau abtreiben oder warum will ein Mensch sterben. 

      Dass es aber auch unermessliches Leid NACH Abtreibungen oder NACH Selbsttötungen gibt (in dem Fall für die Angehörigen), wird selten bis gar nicht erwähnt. 

      Das ist sehr traurig.

       

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  9. Dima

    Krankheit kommt vom Teufel. Er will Gottes Kinder toten. Aber allmachtige Gott hat uns die Macht gegeben, gegen Teufel, gegen Damonen. Wir sind schon geheilt durch Jesus Tod auf dem Kreuz. Wenn wir glauben das es die Wahrheit ist – dann bekommen wir Kraft von Jesus. Reich Gottes, Heilung, Gluck – alles kommt vom/durch Glauben.

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  10. Claudia

    Das sehe ich aber nicht so. Krankheit ist die Abwesenheit von Gesundheit. Wer krank ist, hat nur einen Wunsch: nämlich wieder gesund zu werden. Dass Krankheit des Teufels ist, mag ich so nicht stehen lassen. Soll ich das so einem wirklich schwerkranken Menschen erzählen? Das kann doch nicht euer Ernst sein, oder? Was soll ich einem Kind erzählen, dass plötzlich an Leukämie erkrankt und nicht mehr gesund wird, obwohl es überhaupt noch nichts falsch machen konnte, in seinem jungen, kurzen Leben? Was soll ich meinem Mann erzählen, der einen unverschuldet schweren Unfall hatte und für den Rest seines Lebens schwerstbehindert und ohne Sprache bleiben wird? Es gibt Menschen und Krankheiten, die Gott nicht heilt, warum auch immer und alle Gebete dieser Welt können aus einem todkranken Menschen keinen Lazerus machen. Da fallen mir übrigens gleich wieder die Sprüche der Esoteriker ein, die ich zu hören bekam: Wahrscheinlich hat Dein Mann aus dem letzten Leben ein schlechtes Karma mitgebracht, oder: wen Gott liebt, den bestraft er mit Krankheit, alles bullshit, nichts dergleichen ist wahr. Es gibt Krankheiten, genauso wie es Menschen gibt und ob wir genesen können und dürfen ist ungewiss, liegt in den Händen Gottes, nicht des Satans. Wenn ich durch eigene Fehler krank werde, weiss ich vielleicht oder sicher, was mich krank gemacht hat, aber auch hier gilt es zu unterscheiden, ob ich es aus eigener Kraft wieder schaffe, zu genesen, oder ob ich so tief in dem Sog der Krankheit stehe, dass niemand, nicht einmal Gott es schafft, mich wieder heil und gesund  werden läßt. Für mich bedeutet das Thema Krankheit ein Mysterium und niemand kann einem wirklich schwerkranken Menschen sagen, was und ob überhaupt, ihn jemals wieder "gesunden" läßt. Gott kann heilen, Gott kann Wunder geschehen lassen, aber er muss nicht. Er heilt auch nicht alle Menschen, auch wenn es sehr ungerecht erscheint. Herzugehen und zu behaupten, Gott hätte sich von einem abgewandt, weil er nicht würdig ist, gesund zu werden, oder weil Satan ihn in seinen Klauen hält, das finde ich sehr inhuman und überhaupt nicht christlich, das würde ja bedeuten, dass alle schwer- und schwerstkranken Menschen des Teufels und vom rechten Weg abgekommen sind.  Ich persönlich meine, dass wir mehr palliative Versorgung und Begleitung von schwer- und schwerstkranken Menschen brauchen. Wir brauchen noch mehr Hospize und noch mehr Sterbebegleitung, wenn´s denn an das Ende zugeht, das würde bedeuten, dass ich mich in erfahrener Hand und Begleitung sehe, wenn ich es auf dieser Welt vor Schmerz nicht mehr aushalten kann und will oder möchte.

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  11. Claudia

    Nochmal ich: geht doch mal in ein Hospiz, besucht/ oder begleitet schwerstkranke Menschen-Kinder, lasst euch von ihnen erzählen, was sie alles unternommen haben, um die Krankheit zu besiegen, aber macht eure Augen und Herzen nicht zu, wenn ihr erleben dürft und müsst, dass nicht jeder Kampf gegen eine unheilbare Krankheit automatisch mit Spontan-Heilung endet. Das mag es freilich auch geben, aber was genau und warum, dazu geführt hat, das wird euch Keiner genau sagen können. Ich zumindest kenne keinen. Das ist dann das, was ich als Gottes Gnade erkenne. Wenn aber ein unheilbarer, schwerstkranker Mensch, nach langem Leiden, endlich, und mit möglichst bester Schmerzbetäubung, sterben darf, dann ist auch dies eine Gnade für ihn. Nur: alleine, ohne eine Hand, die ihn hält, sollte kein Mensch von dieser WELT gehen müssen. Das ist doch eigentlich unser Auftrag als Christen, den Menschen beizustehen, egal wo und warum sie jetzt so dran sind mit oder ohne ihre Krankheiten. Einer trage des anderen Last, steht auch in der Bibel.

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