Wer ist arm und wer ist reich?

Viele Deutsche leben im Überfluss, weil sie monatlich mehr Geld zur Verfügung haben, als sie zum (Über)Leben benötigen.

Einige haben mehr oder weniger auf der "hohen Kante" und so manches in ihrer Wohnung oder Garage rumstehen, was man durchaus als Luxus bezeichnen kann.

Allerdings gibt es in unserem Land auch zunehmend Menschen, die in Armut leben.


Laut einer Studie des Statistischen Bundesamtes von 2011 ist das bei ca. jedem Fünften (19,9 %) der Fall – das sind rund 16 Millionen Menschen. - Quelle

Mit einem Nettoeinkommen von 781 Euro oder weniger gilt eine alleinstehende Person als arm. Für Paare sind es 1.171€. - Quelle


Nur ein Bruchteil von armen Menschen ist bei uns obdachlos; die meisten kämpfen sich eher unerkannt und unbeachtet durchs Leben.

Wir leben in einem Staat, der Menschen nicht verhungern lässt. Der die Miete zahlt und den Kühlschrank füllt – na klar, mit Einschränkungen; je nachdem wieviel man vorher so gewohnt war. Bei Armut geht es nicht immer nur ums tägliche Brot. Sondern z.B. auch um die Bildung der Kinder oder das Geld für den TÜV, damit die alleinerziehende Mutter ihr Auto nicht verliert, was sie doch braucht, um zur Arbeit zu kommen.


Ohne Frage: Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer!


Die Frage, die sich stellt: "Wie gehen wir damit um und wie begegnen wir uns als Reiche und Arme?"


Wie wird jemand reich? Menschen werden so geboren und/oder sie erben fett. Fleiß, Ehrgeiz, Geschäftssinn oder ein gut bezahlter Beruf haben Manchem zu einem guten Wohlstand verholfen. Es ist keine Schade, ehrlich reich geworden zu sein.

Wie wird jemand arm? Wer arm geboren wurde, hat es wesentlich schwerer, Vermögen zu schaffen. Auch in unserem Land hören wir immer öfter, wie Wohlhabende arm geworden sind und nicht selten sehe ich behinderte oder alte Menschen in der Fußgängerzone hocken – Altersarmut ist längst keine Seltenheit mehr.


Ich denke gerade an eine Begebenheit in der Bibel:

"Jesus setzte sich nun in die Nähe des Opferkastens im Tempel und beobachtete die Leute, die ihre Gaben einwarfen. Viele Reiche spendeten hohe Beträge. Dann aber kam eine arme Witwe und warf zwei der kleinsten Münzen in den Opferkasten. Jesus rief seine Jünger zu sich und sagte: "Eines ist sicher: Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen. Die Reichen haben nur etwas von ihrem Überfluss gegeben, aber diese Frau ist arm und gab alles, was sie hatte – sogar das, was sie dringend zum Leben gebraucht hätte."  - Markus 12, 41 – 42 HFA


In den Augen von Jesus gab diese arme Frau mehr als alle anderen zusammen. Weil der Wert einer Spende nicht von ihrem Betrag abhängt, sondern von der Herzenshaltung, mit der sie gegeben wird! Eine Spende, die widerwillig oder nur um der Anerkennung wegen gegeben wird, verliert ihren Wert!

Vielleicht sollten wir uns das alle viel mehr vor Augen führen! Es ist völlig wurscht, was auf Deinem Kontoauzug steht – gib, wo Du geben möchtest und wieviel Du geben möchtest! Kein Euro ist umsonst, wenn er mit der richtigen Herzenseinstellung gegeben und verwaltet wird.


Bei Geld hört die Freundschaft auf – sagt man – aber zeigt nicht gerade unser Umgang mit Geld, was uns wichtig ist?


Trotz allen Gedanken über Reich und Arm sollten wir uns immer wieder bewusst machen, dass es auch andere Definitionen als die des statistischen Bundesamtes gibt. Ich fühle mich sehr reich, weil ich etwas zu geben habe (nicht nur Geld), weil ich Freunde habe, weil ich keine Existenzängste haben muss und vor allem weil ich ein Kind Gottes bin! Das ist der größte Reichtum, den wir nur haben können! Denn das ist ein Privileg, was uns im Herzen unendlich reich macht und wirklich erfüllt!


Paulus sagte mal: "Ob ich nun wenig oder viel habe, ich habe gelernt, mit jeder Situation fertig zu werden: Ich kann einen vollen oder einen leeren Magen haben, Überfluss erleben oder Mangel leiden. Denn alles ist mir möglich durch Christus, der mir die Kraft gibt, die ich brauche."Philipper 4, 12-13 NLB

 

Ich hoffe, wir alle lernen das immer mehr. Denk mal drüber nach!


Alles Liebe und ganz viel Segenregen!
Deine Mandy

 


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Dieser Beitrag wurde am 16. September 2014 veröffentlicht.

13 Gedanken zu „Wer ist arm und wer ist reich?

  1. Gekreuz(siegt) Moderatorin - Ulrike

    Hallo Mandy,

    das sehe ich auch so…über unsere Definition von Armut können Milliarden Menschen in anderen Ländern nur lachen. 

    Ich habe ein ziemlich unbefangenes Verhältnis zum Geld. Wenn ich welchen habe, ists gut, wenn nicht, ists auch gut. Mein Lebensglück hängt nicht davon ab und ich mache aus dem jeweiligem Stand der Dinge auch kein Geheimnis. Nicht damit es Thema ist, oder wer ei ei bei mir macht, sondern damit meinen Freunden einfach klar ist, dass ich mir bestimmte Unternehmungen grad JETZT eben nicht leisten kann und nicht, dass ich einfach nur keinen Bock habe. Das ist eigentlich das Einzige… das man aufgrund der Entfernung Geld braucht, um manche Freunde treffen zu können. Aber so ist das nun mal…mit Armut hat DAS trotzdem nichts zu tun.

    Arm habe ich mich mein Lebtag noch nie gefühlt, weil ichs nich nie wirklich war. Das was ich brauchte hatte ich immer und sogar darüber hinaus. Müsste ich mich also irgendwo einordnen, dann würde ich mich ohne mit der Wimper zu zucken, zu den Reichen zählen. 

    Und im Herzen könnte ich garnicht reicher sein. :-)

    LG Ulli

     

     

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    1. Colin

      Das was Du da geschrieben hast, trifft es genau, was Mandy’s Beitrag betrifft. Was mir dazu noch einfällt:

      Als ich noch alles hatte … einen geilen Job bei einem coolen Radiosender … reichlich Kohle, Auto, Campingbus, Motorrad; alle angemeldet …
      große, schicke Wohnung … Doch … als ich noch alles hatte, war ich eine richtig arme und einsame Sau, hatte keine echten Freunde, nur solche, die weg waren, als mein Reichtum futsch war und ich zum Minihiob wurde.

      Heute, wo ich all diese Dinge, für die ich mich einst “totgeackert” hatte, nicht mehr habe, heute bin ich unendlich reich. Habe neue Ohren geschenkt bekommen, mit denen ich IHN, GOTT plötzlich hören konnte. Friede in Kopf, Seele und Herz zogen in mir und meinem Leben ein und es geht weiter …..

      Liebe Grüsse Colin

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        1. Ein Gläubiger

          Irgendwie freut mich das, wer oder was ist dein Gott?

          Es ist der, den ich die letzten Wochen angemotzt habe weil ich die letzten Jahre so ziemlich am tiefsten Punkt angekommen war und wenn jetzt Religionsheinis sagen man dürfe Gott nicht anmotzen, wer oder was beten die dann an? Ihre Religion?

          Ich finde das immer super geil, wenn so Schlauberger zwar die Bibel auswendig kennen aber nicht Gott in ihrem Leben kennengelernt haben. Sei es durch Armut, Krankheit, Leid oder auch Wunder die passieren.

          Ich habe so viele krasse Sachen erlebt. Den Himmel und die Hölle auf Erden und als Gott in mein Leben kam und ich habe davor nicht ein mal eine Bibel gehabt, da war klar all das Theater in meinem Leben war nur ein Schrei nach Liebe.

          Dabei wird kein Mensch diese fehlende Liebe aus meiner Kindheit je ausfüllen können aber was dann passierte kann ich nicht mit Worten erklären. Es ist der beste LSD Trip und ich war in meiner Vergangenheit nicht nur den Drogen zugeneigt, sondern auch den Frauen und der dunklen Seite.

          Und da wurde mir auch klar dass die Gebote keine Verbote sind, sondern für die Menschen damit sie eben nicht leiden müssen. Da ich aber zu schwach war diese Gebote einzuhalten, habe ich gebeten und wie durch ein Wunder sind meine Süchte fast vollständig weg.

          Auch ist mir aufgefallen dass Psychologie mehr mit dem Okkultismus gemein hat und mich das alles nur noch mehr verletzte und tatsächlich Bibelsprüche und Bibel lesen geholfen hat und hilft.

          Natürlich kann das kein Wissenschaftler aufgrund seines Ego auf sich sitzen lassen und es ist auch keine Logik dahinter. Als früherer Atheist ist das für mich auch unglaublich aber so erlebt.

          Ich habe erst 1 Jahr Gott in meinem Leben und es hat sich schon so vieles getan obwohl ich auch ganz schlimme Tage habe. Es ist wie wenn ich Dämonen auskotzen würde und dann arbeitet Gott an meinem Leben. Schritt für Schritt.

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  2. Edith

    Hallo liebe Mandy und liebe Ulli

    Diese Beiträge sind wirklich sehr gut geschieben und wenn ich geben kann, so tue ich es auf jeden Fall.

    Geld bedeutet für mich zum Glück auch nicht alles. Natürlich sollte man seine Miete und Krankenversicherung zahlen können, doch Luxusgüter müssen nicht unbedingt sein.

    Da bin ich lieber glüklich und zufrieden, dass ich ein KInd Gottes bin und mich zu ihm hin gezogen fühle.

    Übrigens ob Freunde in der Ferne oder Nähe spielt gar keine Rolle. Brauchst Du sie wirklich, sind keine da, weil sie dann alle plötzlich keine Zeit haben.

    Es geht nämich nicht nur ums Geld, sondern ob ich anderen gegenüber mir Zeit nehme und ihnen zuhören oder bei verschiedenen Tätigkeiten helfen will.

    Ich kann es hier bei uns in Bayern wirklich täglich erleben. Wenn ich so meine Spaziergänge oder Radeltouren mache und die Leute grüße die mir entgegen kommen, so gibt es genügend, die nicht mal den Gruß erwidern. Andre wo ich weiß, dass sie nicht sprechen können, nicken oder winken mir zu und freuen sich, wenn ich sie grüße. Ja leider ist das Miteinander in der heutigen Zeit immer mehr auf dem Rückmarsch.

    "Keiner denkt an mich, doch ich, ich denk an Dich."

    LIebe Mandy

    Dir und Deinem Team kann man wirklich nicht genug danken dass es euch gibt, denn Eure Beiträge machen den Tagesablauf bedeutend schöner.

    DANKE, dass es Euch gibt.

    Einen schönen Tag und Gottes Segen.

    Liebe Grüße von Edith

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  3. Susie

    Liebe Mandy,

    Danke, das musste mal gesagt werden!  Es gibt Leute in dieser Gesellschaft, die haben weder Geld noch Glauben. Sie sind seelisch so krank, dass man sie nicht mehr in Freiheit leben lassen kann. Sie wohnen in Heimen und der Staat "sorgt" für sie. Die Primärbedürfnisse werden abgedeckt. Essen, Obdach, Kleidung. Für die Förderung zwischenmenschlicher Kompetenzen steht kein Personal zur Verfügung. Sie harren hier aus und warten auf´s nächste Heim. Irgendwann ist es Zeit zum Sterben. Vielleicht stellt sich der eine oder andere die Frage, ob es einen Gott gibt und welchen Sinn das alles gehabt haben soll. Aber das wäre u.U. zu schwer auszuhalten – denn da ist niemand, mit dem man diese Frage bereden könnte. Kirche, Seelsorge, "Gemeinde" verirrt sich hierher nicht. Es gibt eine räumliche und eine seelische Obdachlosigkeit. Einige hier sind der räumlichen entrissen worden, die evtl. lieber auf der Straße geblieben wären, man kommt nicht unbedingt freiwillig hierher. 'Die innere Obdachlosigkeit jedoch wird nicht getröstet und da ist kein Hinweis, dass das je geschehen wird. "Bescher´mir doch, ich hätte´s gern, auch vor meinem Tode ein Leben…" (Wolf Biermann)

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    1. Birgitta Siebold

      "Reich ist, wer viel hat;

      reicher ist, wer wenig braucht;

      am reichsten ist, wer viel gibt."

      = ein Lebnsmotto an das ich mich seit 30 Jahren zu halten versuche

       

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  4. Leser

    Ich durfte Suedamerika, Afrika und Osteuropa bereisen. Die gluecklichen Menschen sind meist die, die nichts haben. Sie sorgen sich nicht, sind zufrieden. Von den meisten Deutschen kann man das nicht behaupten. Leider.

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    1. GekreuzSIEGT Moderatorin - Sandra

      Ich bin mehr und mehr überzeugt, dass wir durch unseren Materialismus zu sehr mit "der Welt" konfrontiert werden. Sprich, weniger mit dem echten Leben, als viel mehr mit Medien, Konsum, Parties, etc. 

      All das kann der Teufel wunderbar benutzen, um uns vom LEBEN, von GOTT wegzuziehen. 

      Insofern sind wir zwar materiell ein reiches Land, geistig aber eher arm. 

      Lasst uns beten. Und uns immer wieder neu auf Jesus ausrichten. 

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      1. Ein Gläubiger

        Oh wie wahr! Ich kann den Spruch jetzt nicht auswendig aber es ist wie mit den Raben, Gott sorgt sich um die Raben. Sie haben kein Nest, kein Lager aber trotzdem sind sie versorgt.

        Das Ego ist ein Dämon oder der Teufel ist der Fürst der Welt aber er ist besiegt. Wer das begriffen hat der sieht die Welt mit anderen Augen.

        Früher war ich so ein Trottel aber beliebt, heute sagen sie Jesustrottel und bin geliebt.

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  5. Elke

    Hallo ihr Lieben,

    Hallo liebe Brigitta,

    dass ist auch mein Lebensmotto…. was ich noch hinzufüge

    Etwas SCHÖNES..

    Etwas zum dankbar sein…

    Wenn du Nahrung im Kühlschrank, Kleidung auf dem Leib, ein Dach über dem Kopf und einen Schlafplatz hast…
    bist du reicher als 75 % dieser Welt.

    Wenn du Geld auf der Bank, in deiner Brieftasche oder auch nur irgendwo herumliegen hast…
    gehörst du zu den Top 8 % der Reichen dieser Welt.

    Wenn du heute Morgen gesund aufgewacht bist…
    geht es dir besser als der einen Million, die diese Woche nicht überleben werden.

    Wenn du nie die Gefahr eines Krieges direkt um dich herum erlebt hast, die Einsamkeit einer Gefangenschaft, den Schmerz von Folterung oder das Elend von Hunger…
    geht es dir besser als 500 Millionen anderer Menschen in dieser Welt.

    Wenn du an einem Gottesdienst teilnehmen kannst ohne die Furcht, verfolgt, bedroht, verhaftet, gefoltert oder getötet zu werden…
    bist du gesegneter als 3 Milliarden anderer Menschen in der Welt.

    Wenn deine Eltern noch leben und immer noch verheiratet sind…
    gehörst du zu den Seltenheiten, sogar in Deutschland.

    Wenn du diese Zeilen lesen kannst…

    bist du gesegneter als über 2 Milliarden Menschen in dieser Welt, die gar nicht lesen können.

    Verfasser unbekannt

    Mit einem lieben Gruß

    Elke

     

     

     

     

     

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  6. Edith

    Guten Morgen Miteinander

    Der heutige Beitrag von Mandy gefällt mir wieder sehr sehr gut und auch was bisher an Meinungen geäußert wurde, stimmt sehr zum Nachdenken an.

    Wenn wir jedoch auf Jesus und Gott bauen und ihm unser Vertrauen schenken können, so bin ich selbst davon überzeugt, dass unser Leben in die richrtigen Bahnen gelenkt wird.

    Brigitte und Elke haben uns hier Gedichte geschrieben, die sehr nachdenklich stimmen und das von Brigitte versuche ich ebenfalls täglich anzuwenden. Es wurde mir schon oft erklärt, dass ich unter dem sogenannten Helfersyndrom leide, doch wenn ich helfen kann, so tue ich es ohne zu überlegen. Diese Gabe hat mir Gott geschenkt und warum soll ich demjenigen der evtl. nicht lesen kann etwas vorlesen, was mir gut gefällt. Wenn er mir anvertraut, dass er nicht lesen kann und ich mich bereit erkläre es ihm beizubringen, so mache ich diesbezüglich sicherlich keinen Fehler.

    Wenn ich sehe da ist jemand total mutlos und ich versuche diesen wieder aufzubauen und zu sagen sehe es nicht gar so schlimm an, es gibt für alles einen Weg.

    Folgendes Lied hat mich immer sehr gut aufgebaut und ich füge es heute mal hier ein, weil es zum Thema sehr gut paßt.

    Ich wünsche viel Spaß beim Zuhören und Euch allen einen schönen und gesegneten Tag.

    Liebe Grüße sendet Edith

     

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