Kannst Du Dir selbst vergeben?

Weiße Farbe ist 'ne praktische Sache!

Zumindest dann, wenn frau einen Wutanfall hatte, in dem die zufällig rumliegende Tomate mal eben gegen die weiße Wand flog. 

So geschehen heute Morgen …. 

Mittlerweile ist mein Blutdruck wieder im Normalbereich und die Wand erstrahlt in neuem Weiß!

Sie waren relativ schnell beseitigt, die roten Matschspuren = alles wieder schick jetzt!

Über den Tomatenwurf hab ich mich auch noch geärgert, als bereits alles wieder alles weiß war.


Wie oft geht's uns so, wenn's um die eigene Vergebung geht?


Gott hat uns längst vergeben, doch selbst knabbern wir manchmal noch ewig dran rum. Wenn es um die eigene Schuld geht, sind wir selbst die strengsten Richter. Jesus sagte zu der Ehebrecherin damals:

 »Ich verurteile dich auch nicht. Du kannst gehen; aber tu diese Sünde nicht mehr!«Johannes 8, 11 GNB


Das hat er so oder ähnlich schon zig mal zu mir und auch zu Dir gesagt! Und jetzt mal ehrlich:


Wer kann denn ein besseres Urteil sprechen – Du oder Jesus?

Diese Frage stell ich mir, wenn es mal Dinge gibt, die ich mir selbst nicht so schnell verzeihen kann. Mein Tomatenwurf ist wohl ein geringes Übel; es gibt so Angelegenheiten, da tut man sich wohl wesentlich schwieriger mit dem Vergeben: Abtreibung, Erziehungsfehler, Drogen, Betrug, Lügen … die Liste ist lang. Dabei ist man selbst ist immer ein schlechter Richter! Wir sind nicht in der Lage, die Dinge zu überblicken, weil wir verletzt sind und oftmals auf ganz andere Stimmen hören. Unvergebene eigene Fehler machen die Seele krank und tun weh.


Jesus kennt Deine Situation in- und auswendig. Er sieht sie durch eine andere Brille. 

Wenn er sagt: "Ich verurteile Dich nicht!" – dann sagt er das nicht einfach so daher, sondern weil er Dein Herz sieht. Er sieht Deine Beweggründe, er sieht, wie sehr Dich diese Schuld belastet und er weiß genau, ob Du am liebsten die Uhr zurückdrehen würdest.

Deine Schuld hat einen Jesus gekostet! Für Deine Schuld … und auch für meine und die von Millionen anderen Menschen … starb Jesus am Kreuz! Und wenn Jesus Dich nicht mehr dafür verurteilt und Dich freispricht, dann solltest Du diesen Freispruch auch annehmen! 

"Gott hat uns zur Freiheit berufen!" – vgl. Galater 5, 13

 

In welchem Bereich kannst Du heute anfangen, diese Freiheit anzunehmen?


Viel Erfolg und Geduld dabei!
Deine Mandy

 

PS: Um theologisch sauber zu bleiben; die weiße Farbe hat meinen Tomatenmatsch übertünscht – Jesus hingegen beseitigt die Sünde, er hat sie völlig entfernt und nicht nur übermalt. ;-)

 

 


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Dieser Beitrag wurde am 5. Juli 2014 veröffentlicht.

14 Gedanken zu „Kannst Du Dir selbst vergeben?

  1. Re Ni

    Oh ja, das ist für mich auch noch ein ganz großes Thema…Selbstverurteilung…Da muss ich auch immer wieder so einigen Gedanken in meinem Kopf widersprechen bzw. sie überhaupt erstmal als Lüge entlarven.;-)

    Aber irgendwie bin ich ja schon neugierig, warum du ne Tomate gegen die Wand donnerst. :-D :-D :-D

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  2. Druckershop Winterthur

    Wir müssen uns nicht selbst vergeben. Unser Part ist es, mit unserer Schuld vor den Herrn zu kommen,damit er uns vergibt. Und danach können wir uns in IHM freuen, das ist mehr, als wir uns selber geben können… Gilt auch für kleine alltägliche Dinge wie eine fliegende Tomate.

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  3. Kerstin

    Wuttomaten… AufmunterungsGummibärchen…was ist los ???

    Vergeltung dem Herrn überlassen geht leichter als die Vergebung ( egal ob sich oder einem anderen) Ihm zu überlassen…oder empfinde ich das nur so?

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    1. GekreuzSIEGT Moderatorin - Sandra

      Hallo Kerstin, 

      bei mir ist es so, dass es ein jahrelanger Prozess war, bis ich begriffen habe, dass Vergebung eine bewusste Entscheidung ist. Jesus hat mich wirklich frei gemacht. Und auf einmal ist Vergebung möglich. Es kommt absolut darauf an, an welchem Punkt man gerade steht im Leben. 

      Jahrelang konnte ich nicht vergeben, weil ich dachte, das, was mir angetan wurde, ist zu heftig. Und dann löst sich ein Knoten nach dem anderen und nun bin ich frei. Ja, klar, ab und an rege ich mich auf, wenn mich jemand schlecht behandelt oder wenn ich jemanden schlecht behandele, aber dann werfe ich es Gott hin und spüre, dass ich selbst es auch loslassen kann. 

      Vergeltung ….. wenn man durch Jesu Liebe wahrhaft frei ist, wünscht man sich keine Vergeltung mehr! Das gilt jedenfalls für mich. 

      Ich wünsche Dir einen schönen Tag, 

      Sandra 

       

       

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  4. Gekreuz(siegt) Moderatorin - Ulrike

    Hallo Mandy!

    Mit dem mir selbst Vergeben tu´ ich mich eher schwer. Bei mir fliegen zwar keine Wuttomaten (klasse Wortkreation) dafür sinds “alte Matschbananen”, die einfach nicht den Weg in die Tonne finden wollen. Und das nehme ich mir schon ziemlich übel.

    Von daher gefällt mir der Denkansatz, dass Jesus da wahrscheinlich wohlwollender ist als ich selbst, sehr gut. :)

    LG Ulli

     

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  5. Struppi

    ja ja…..

    ich reihe mich ein

    und wieder aus! :)

    Das ist ja die "Kunst" – das eigene Denken dem Gottes unterzuordnen, und die Gnade von Glauben letztlich, so denke ich….

    Gott sieht das Herz an…. oh ja….! Und arbeitet mit und an einem!

    Danke HERR und auch dir lieben Dank, Mandy!

    Guter Artikel, auch für mich! :)

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  6. Püppi

    Liebe Mandy,

     

    du bist so herrlich erfrischend und wohltuend – ich kann es mir so gut vorstellen, wie die Tomate durch die Gegend fliegt. Versuche, es mit Humor zu nehmen ! Gott sei Dank, gibt es weiße Farbe, mit der sich dieser Schaden wieder beheben lässt. Ich habe leider mal mein Brillenetui mit einer sehr schönen Brille in die Ecke gepfeffert, deren Schaden konnte nicht mehr behoben werden. Und es hat lange gedauert, bis ich mir selber vergeben konnte. Aber ich weiß, dass mein himmlischer Papa mir immer wieder vergibt und ich arbeite immer noch, in mittlerweile 50 Lebensjahren, daran, mir zu vergeben und zu gucken, wie ich mit innerlichem Druck besser umgehen kann. Also, besser Tomaten an die Wand als Tassen oder Teller oder Schranktüren knallen oder,oder, oder…. In der Reha habe ich oft den Sandsack geboxt, um meine negativen Gefühle  zu be-oder verarbeiten, auch eine gute Sache.

    Viele liebe Grüße, und genieß die momentan tollen reifen Tomaten :-))

     

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    1. GekreuzSIEGT Moderatorin - Sandra

      Ich empfinde es übrigens als völlig normal, dass man mal inneren Druck, Wut, was auch immer hat, meine Methode ist, ein Geschirrhandtuch zu nehmen und es gegen den Türrahmen zu hauen ….,

      zwei, drei, vier Mal und der Druck ist aus dem Körper raus. Das Problem ist doch, dass man Kindern verbietet, wütend zu sein. Dabei ist es einfach ein Gefühl auf der großen Palette unserer Emotionen. Wenn man ihnen gestattet, mal kurz zu schreien oder auf ein Kissen zu hauen, dann lernen sie, wie man dieses Gefühl schnell wieder abbauen kann. 

      Unterdrückte Wut richtet viel Schaden an, seelisch vor allem. Wenn man das Gefühl aber auf ungefährliche Weise kurz abbaut, ist alles in Ordnung. 

      Gott kennt uns und er liebt uns nicht nur in unseren friedfertigen und eidideidi Momenten, er kennt auch unseren Zorn. Wir dürfen niemanden verletzen, aber wir dürfen Zorn durchaus rauslassen. Wenn wir nämlich gesund damit umgehen, entwickeln wir gar keinen ungesunden, ungerechten Zorn mehr. 

       

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  7. Stephan

    Liebe Mandy,

    Du hast Dich wahrscheinlich auch mehr über die Auswirkungen des Tomatenwurfes und weniger über den Wurf selbst geärgert – oder? Ich wünschte mir, dass ich frei werde von der unterdrückten Wut und auch mal Tomaten schmeißen könnte. Der Wurf hatte sicher auch etwas Befreiendes und es ist jetzt ein schönes kleines Anekdötchen, das vielleicht zum Nachahmen anregt ;-) Ich glaub mir täte das gut. Danke für die Geschichte.

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  8. Holger

    Hallo Mandy,

    ja stimmt, Dein Fazit zumal der Tomatenfleck evtl. wieder an die Oberfläche drängt. Habe vorgestern meine Lebensbeichte abgegeben und lasse mich am 16.7. taufen, richtig taufen, im Wasser wie in der Bibel. Und ich freu mich wie "Schnitzel" drauf den alten "Lumpen" endgültig zu ersäufen. Das sind 2 große Schritte zum neuen Leben. übrigens, wenn Du den Wald vor lauter Bäumen gerade nicht sehen solltest: auch Du/Ihr seid unendlich geliebt. Eure Chipaktion ist der sichtbare Beweis für für die Vervielfältigung gegebener und geteilter Liebe. Gottes Segen für Euch alle. LG Holger

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  9. Taky

    Hab auch damit zu kämfen…

     Ach wie wichtig ist es immer wieder, wenn die Sünden bekannt sind, wirklich einen Strich drunter zu machen und es zu vergessen, denn sonst wenn ich mich wegen Fehlern und Schuld immer wieder selber fertig mache, dann lähmt, entmutigt und deprimiert das. Dann komm ich mir wie so ein Versager vor und vergesse, dass ich nicht perfekt sein brauche – das ist nur Jesus. Besser weg von mir und meinem unvollkommenem Handeln wegschauen, hin zu dem der mich liebt und mir vergibt, in dem Bestreben es beim nächsten Mal nicht oder besser zu machen, je nach dem um was es sich handelt…

    Danle für den Beitrag :)

     

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  10. Hawa

    Hallo Mandy,

    danke für Deinen ehrlichen und tröstlichen Beitrag. Aus langjähriger Erfahrung kann ich nur bestätigen, was Du geschrieben hast. Im Johannesbrief heißt es sinngemäß, dass, wenn ich ehrlich meinen Bockmist bekenne , er mir gerne vergibt,und dass nicht nur einmal und nie wieder, sondern sieben mal siebzig mal. Darum kann ich auch seine Vergebung annehmen, aufstehen und weitergehen. Christen sind Stehaufmännchen/frauchen. Sei gesegnet und weiter ein Segen!

     

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  11. Doro

    Hi Mandy,

    Ich hatte es mal statt mit einem Tomatenwurf mit Kaffee die Wand erwischt :) – kenne solche Reaktionen gut. Mir geht da meistens dann der Satz "Lass die Sonne nicht über Deinem Zorn untergehen" (Eph 4,26) durch den Kopf – und die Kiste von "7*77 Mal vergeben" – und wenn ich dann über mich selber lachen kann und über meine Sturheit, dann wird es besser. Kinder Gottes sind eben manchmal auch voll und ganz mit kindlichen Eigenschaften gesegnet :) – auch wenn manche darüber die Nase rümpfen. Aber die Gefühlspalette von "zornig" bis "fröhlich", von "schwermütig" bis "heiter" gehört zu uns und ist doch ein Geschenk unseres Schöpfers…und sie ist es auch bei denen, mit denen wir zu tun haben – d.h. wenn zweimal "zornig" aufeinander trifft, ist es gut, wenn dieser Zustand dann wieder beendet werden kann – Gottes Geist hilft uns als "Paraklet"/"Beistand" aber auch in solchen alltäglichen Angelegenheiten, wenn wir ihn darum bitten (habe ich selbst viele Male so erlebt).
    In diesem Sinn: Einen gesegneten und fröhlichen Tag!

     

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