Archiv für den Monat: Februar 2014

Gottes Geschenke

Eine Geschiche von einem Mann,
der mich beeindruckt:
 

Hans-Günther Gleich lebte ein "normales"
Leben wie viele andere Menschen auch.
Beruf, Heirat, vier Kinder.


Er war mit allem ganz zufrieden. Doch dann kam die Wende.

Nach einem Herzinfarkt im Alter von 44
Jahren litt er unter starken Durchblutungsstörungen – mit einer schlimmen Konsequenz: Die Ärzte eröffneten ihm, dass seine Beine in absehbarer Zeit amputiert werden müssten. Seine Beine verlieren?
 
Ihm wurde plötzlich bewusst, welches Geschenk er bisher so selbstverständlich nutzen durfte: seine Beine, seine Beweglichkeit, seine Unabhängigkeit. In den nächsten Monaten fuhr er fast täglich nach der Arbeit mit seinem Wagen in den Rosengarten, ein großes Waldgebiet südlich von Hamburg. Dort unternahm er lange Spaziergänge und genoss das Gefühl, gehen, laufen und springen zu können.
 
Nach der Amputation zog er mit seiner Frau und der einzigen Tochter, ihrem Nesthäkchen, in eine Wohnung im Erdgeschoss. Dort hatte er die Möglichkeit, mit dem Rollstuhl über die Terrasse die Wohnung zu verlassen und seine Runden zu drehen.
 
Acht Jahre später passierte das schrecklichste Ereignis im Leben von Familie Gleich: Ihre Tochter Dagmar, gerade 22 Jahre alt, wurde von einem angetrunkenen Täter ermordet. 

Nach dem ersten Schmerz wurde noch mitten in der Trauer, für Hans-Günther Gleich die Erkenntnis groß: Jetzt erst wird mir deutlich wie reich ich beschenkt worden bin. Deshalb sage ich: Ich bin dankbar dafür, dass ich mich 22 Jahre lang über meine Tochter freuen durfte.

In der Zeit nach dem Tod der Tochter änderte sich sein Glaube radikal: Von einer "privaten Weltanschauung" wurde er zu etwas, dass mit seinem Leben zu tun hat, mit seinem Rollstuhl und mit seiner toten Tochter: "Ich bin in meinem Leben reich beschenkt worden, da will ich mir auch die Kraft schenken lassen, dass alles zu tragen."

Bei meiner Begegnung mit ihm sagte er mir zum Absched: "Ich bin absolut sicher, Dagmar, eines Tages wiederzusehen. Ich glaube, das beste Geschenk hält Gott für uns noch bereit."
 


Diese Geschichte hat Rainer Haak in seinem Buch 99 Gründe dankbar zu sein aufgeschrieben.

Dieser Beitrag wurde am 28. Februar 2014 veröffentlicht.

Kaufst Du eigentlich ab und an ‘ne Straßenzeitung?

Obdachlosen- und Straßenzeitungen, die gibt es in vielen größeren Städten.

Hier in Berlin ist es die "motz", "Die Stütze" oder "strassenfeger", in Düsseldorf "fifty-fifty", in München "BISS", in Hamburg "Hinz und Kunzt", in Köln "Draussenseiter", in Leipzig die "Kippe" und in Dresden heißt sie "drobs".

Die Zeitungen werden von Menschen verkauft, die obdachlos sind oder sehr wenig Kohle haben. Ich hab sie damals als Jugendliche auch verkauft, in Dresden und in Berlin.

(Kurze Vorgeschichte: Mit 12 daheim abgehauen; einkassiert, ins Heim, da auch abgehauen, wieder einkassiert, wieder ins Heim, abgehauen, einkassiert – wieder ins Heim, abgehauen – irgendwann hat es keinen mehr so richtig interessiert und ich war war jung und fühlte mich unglaublich frei und cool, keiner konnte mir was, so dachte ich …) 


Einen Teil des Verkaufserlöses darf man behalten und auch das Trinkgeld, was es häufig dazu gibt. 

Dieser Zeitungsverkauf tat mir gut und schenkte mir auch Selbstachtung; etwas zu tun fürs Geld und eben nicht nur mit Becher rumzugehen und "Haste mal ne Mark?" zu schnorren.
Das ist irgendwie billig, kommt nicht gut an und demütigt.


Auf der Gitarre klimpern kann ich nur bedingt, besser war die Mundharmonika. Mit Singen oder anderen straßentauglichen Künsten hab ich es nicht gehabt – vor Leuten stehen und irgendwas aufführen, war nie mein Ding. Von daher passt die Sache mit der Zeitung ganz gut.

Und heute? Da kauf ich selten, aber doch ab und an eine Straßenzeitung. Meistens sind die Verkäufer sehr sympathisch und auch kontaktfreudig. Eigentlich sollte ich jeden Monat eine kaufen – ja, ich nehm es mir jetzt vor. Denn durch die Zeitung bekommt man einen Einblick in die Obdachlosenszene und die soziale Situation der Stadt. In diesen Straßenzeitungen kann man einen Blick werfen in die Welt der Ausgegrenzten und Benachteiligten. Denn sonst, so als "normaler" Bürger, bekomme ich da nicht viel mit. Die normale Tageszeitung berichtet wenig von dem, was wirklich abgeht auf unseren Straßen, denn würden die offen über Probleme und Missstände berichten, dann müssten sich sie mit einigen Verantwortlichen anlegen. Naja, wer tut das schon gern … also lieber mal keinen Dreck aufwirbeln.

In der Straßenzeitung findet man auch Ermutigendes: Leute, die den Weg von der Straße zurück geschafft haben, vielleicht nicht unbedingt in die bürgerliche Welt, aber in ein strukturiertes, selbstbestimmtes Leben.


Warum ich all das schreibe?

Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde am 27. Februar 2014 veröffentlicht.

Wenn Du nicht vertrauen kannst …

An kleinen Kinder finde ich faszinierend, dass sie grenzenlos vertrauen können. Das ist eine sooo wichtige Eigenschaft, die viele von uns im Laufe des Lebens leider verlernen oder verlieren.

Kleine Kinder müssen vertrauen, denn davon hängt gerade in der ersten Lebenszeit ihr Überleben ab. Und wenn ihr Vertrauen enttäuscht wird, dann bleiben sie oft hartnäckig dran und versuchen es nochmal.

Doch wehe, wenn es zu oft enttäuscht wird. Wehe, sie gewöhnen sich an den Zustand, gedemütigt und vernachlässigt zu werden. Dann brennt es sich rein in ihre kleine Kinderseele und hinterlässt tiefe Wunden.

Was in der Kindheit zerstört wurde, kann später nur mühsam wieder aufgebaut werden. Manche sind innerlich so kaputt, dass sie es nie schaffen … 


Klar, wie will ich an einen liebevollen Gott glauben, wenn ich in meiner Kindheit keine oder nur sehr wenig Liebe erfahren habe?

Wie will ich in einen Partner, in eine Partnerin mein Vertrauen setzen, wenn ich mit Vertrauen nichts als schlechte Erfahrungen verbinde?


Mir tut es immer wieder sehr weh, wenn ich Menschen sehe, erlebe, die als Erwachsene nicht vertrauen können. Die ihr Vertrauen verloren haben. Die soviel Ungerechtigkeit, Grausamkeiten und Brutalität aushalten mussten, dass mir schon vom Zuhören schlecht wird. Diese Menschen, die daheim sitzen – isoliert vorm Computer, kaum Kontakte in die reale Welt, geflüchtet in eine Traumwelt …

Das Leben ist ungerecht und manche von uns trifft es doppelt und dreifach, während andere relativ unbeschadet ihren Weg gehen. 

Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde am 26. Februar 2014 veröffentlicht.

Und wenn ich doch nicht in den Himmel komme?

Das Ding mit dem Tod und vor allem, was danach kommt, das ist ja so 'ne Sache. Da gehen die Meinungen weit auseinander, da scheiden sich im wahrsten Sinne die Geister … 

Menschen, die an Jesus glauben, die glauben im allgemeinen an ein Leben nach dem Tod. Na ja, zumindest wenn man Jesus "als Herrn angenommen hat". Ein Leben bei Gott im Himmel, mit goldenen Straßen und ohne Leid, Elend, Krankheit und all dem Mist.

Sie glauben daran, dass Gott uns alle Tränen wegwischt und wir 'ne riesengroße Party feiern werden … So steht es ja auch in der Bibel.

Ich glaube das auch und es gibt Momente, da freue ich mich sehr drauf. Doch dann dann gibt es die Momente, wo ich auch leise daran zweifele und mir denke: "Kann das denn wirklich wahr sein? Hmhmhmm … " *grübel, grübel, Fingernägel knabber* "Das ist doch absolut krass!" – Ja ja, das ist es auch und mein Vorstellungsvermögen lässt mich da viel zu schnell im Stich.


Man stelle sich nur mal vor, ich sterbe in einem solchen Moment! Was dann?

Kommt Gott dann und sagt: "Hey Mandy, also Du und Dein Rumgezweifel, das geht mir ja sowas von auf den Keks! Also Du kommst jetzt erstmal auf die Warteliste und ich überlege mir die Sache mit dem ewigen Leben nochmal!"


Das wäre an Dramatik kaum zu überbieten und ob ewig leben oder nicht, würde zur Frage des richtigen Zeitpunkts werden – na dann hoffe ich halt drauf, dass ich gerade dann sterbe, wenn ich tierisch Bock auf den Himmel habe, vor Vorfreude übersprudele und alle Funken von Zweifel gerade verflogen sind.


Ok, mal eben Strich drunter:



Denn Gott zieht ihn auch – den Strich! Nämlich unter folgender Aussage von Jesus:

"Ich schenke ihnen das ewige Leben und sie werden niemals umkommen. Niemand wird sie mir entreißen, denn mein Vater hat sie mir gegeben und er ist mächtiger als alles andere. Und niemand kann sie aus der Hand des Vaters reißen." – Johannes 10, 28 – 29 NLB

Jesus hat uns Menschen – wenn wir an ihn glauben und ihm nachfolgen – das ewige Leben geschenkt! Und geschenkt ist geschenkt! Wir können es nicht mehr verlieren.

Deutlicher kann er es nicht machen – oder?

"Wer meine Botschaft hört und an den glaubt, der mich gesandt hat, der wird ewig leben. Ihn wird das Urteil Gottes nicht treffen, denn er hat die Grenze vom Tod zum Leben schon überschritten." – Johannes 5, 24 HFA

Es ist wie eine Brücke der Gnade, über die wir gehen, und wenn wir drüber sind, dann wird die Brücke eingerissen!

Hm, auch krass, dass er uns ein Siegel aufgerückt hat. Lies mal:

"So drückte er uns sein Siegel auf, wir sind sein Eigentum geworden. Das Geschenk des Geistes in unseren Herzen ist Gottes sicheres Pfand dafür, dass er uns noch viel mehr schenken wird." – 2. Korinther 1, 22 HFA

Der heilige Geist kommt in unser Herz – das läuft ähnlich wie bei Bluetooth. Gott schaltet es an und wir sind auf Empfang ausgerichtet und schwupp steht die Verbindung. Klar, da gibt es auch einige Störfaktoren, die den Empfang stören können – das ist jetzt ein anderes Thema – komplett abbrechen wird die Verbindung jedenfalls nicht mehr. 


Er drückt uns ein Siegel auf: "Finger weg! Das ist mein Kind! Für immer, Gott!" 

Auf frommdeutsch heißt das "errettet" und das ist kein sich wiederholendes Ereignis. Mal errettet, dann wieder nicht. Es gibt in der Bibel keinen einzigen Menschen, der errettet wird, dann wieder verloren geht und wieder errettet wird und wieder verloren geht. 


Warum also dieses Rumgezweifel, wenn es um die Errettung geht?

Das ist absolut sinnlos, sinnfrei = freuderaubend! Ich werde mir hin und wieder eine dicke Scheibe abschneiden von Paulus' Einstellung. Der Kerl hockte im Knast – ihm erging es da echt übel und was sagte er:

"Aber ich schäme mich nicht, denn ich weiß genau, an wen ich glaube. Ich bin ganz sicher, dass Christus mich und all das, was er mir anvertraut hat, bis zum Tag seines Kommens bewahren wird. " – 2. Timotheus 1, 12 HFA


Alter Verwalter, der gefällt mir!
 

Es gibt soooo vieles im Leben, was wir nicht wissen, wo wir nicht sicher sein können, mal hin und her, mal hü, mal hott  … aber bei einem können wir sicher sein: Wenn Du an Jesus glaubst und mit ihm Dein Leben lebst, dann ist Dir die Eintrittskarte in den Himmel sicher!

 "Ich weiß, dass ihr an den Sohn Gottes glaubt. Mein Brief sollte euch noch einmal versichern, dass ihr das ewige Leben habt." – 1. Johannes 5, 15 HFA
Vielleicht ist es eine gute Hilfe, wenn Du mehr darauf vertraust, dass Gott Dich festhält, als darauf, dass Du an ihm festhältst!
 

Seine Treue hängt nicht von Deiner Treue ab!
Sein Handeln wird nicht durch Dein Handeln bestimmt!
Seine unendliche Liebe ist nicht durch Deine bedingt!

 

 

So reicht für heute, ich wünsche Dir für heute noch ganz viel Segendauerregen!

Deine Mandy

 

Dieser Beitrag wurde am 24. Februar 2014 veröffentlicht.

Ich war süchtig nach Nasenspray

Heute liebe Leute gibt es hier über ein Thema zu lesen, was eher untypisch für diesen Blog ist.

Aber mich hat dieses Thema beschäftigt und sogar 
gefangen genommen, über 4-5 Jahre lang – außerdem bin ich überzeugt, dass Gott nicht ganz schuldlos daran ist, dass es mir heute deutlich besser geht!


Ich habe Nasenspray benutzt, jeden Tag!

Gerade in den letzten zwei Jahren wurde es um einiges
extremer. Ich sprühte mich täglich aller 2-4 Stunden frei, nachts manchmal sogar stündlich, um durchatmen zu können und den Kopf wieder freizukriegen. Morgens ging mein erster Griff zum Fläschchen neben dem Bett … und ohne Nasenspray ging ich, wenn möglich, nicht aus dem Haus.

 

Vielleicht stößt der ein oder andere Betroffene über
Google auf diesen Blogartikel – ich möchte Dir Mut
machen nicht aufzugeben, es ist durchaus möglich, von dem Zeug wegzukommen, auch wenn es nicht einfach wird! 


Ich weiß gar nicht genau wie es anfing, wahrscheinlich durch eine einfache Erkältung mit Schnupfen. Ich benutze Nasenspray um meinem verstopften Riechorgan wieder zur gewohnten Freiheit zu verhelfen. 1-2 Pumpstöße und die Welt war wieder in Ordnung. Wenn das nichts half, dann pumpte ich eben ich nochmal nach.


Ratz fatz – am Anfang eher unbewusst, später ausblendend – geriet ich rein in diesen blöden Teufelskreis des Nasensprays!
 

Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde am 22. Februar 2014 veröffentlicht.

Jesus zu Besuch bei Zachäus

Der Zachäus ist ein Typ aus der Bibel, den die Leute nicht besonders mochten.

Denn er war ein Zolleinnehmer*, er nahm die Leute aus, wo er nur konnte und lebte damit nicht mal schlecht – er war ein "sehr reicher Mann" (Lukas 19, 2).

Vielleicht fühlte er sich ja doch irgendwie schlecht und ihn drückte sein Gewissen, weil er die Leute so ausnahm?

Keine Ahnung. 

Aber irgendwas motivierte Zachäus auf
einen Baum zu klettern, um von da aus
Jesus zu sehen, der in die Stadt kommen sollte. Das hatte sich rumgesprochen und so versammelte sich eine riesige Menschenmenge, sie wollten alle Jesus sehen – klar, da hätten sie den verhassten Zachäus nur zur Seite gedrückt, evtl. wäre es sogar zu Handgreiflichkeiten gekommen – noch dazu war Zachäus ziemlich kurz geraten und konnte sich nicht mal eben auf die Zehenspitzen stellen, um über die Menge drüber zu gucken.


Zachäus hockt also auf diesem Baum oben, Jesus läuft unten vorbei und auf einmal guckt der doch
tatsächlich hoch und ruft:


 »Zachäus!«, sagte er, »komm schnell herunter! Denn ich muss heute Gast in deinem Haus sein!«
- Lukas 19, 5

Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde am 20. Februar 2014 veröffentlicht.

Der Stachel im Fleisch

Der Paulus war ein selbstständiger Typ, doch es gab
etwas, was ihn behinderte:

"Ich habe unbeschreibliche Dinge erlebt. Aber damit ich mir nichts darauf einbilde, hat Gott mir einen »Stachel ins Fleisch« gegeben, damit ich nicht überheblich werde.  

Ich hab mehrmals gebetet, dass er mich davon frei macht. Aber er hat zu mir gesagt: »Du brauchst nicht mehr als meine Gnade. Je schwächer du bist, desto

stärker erweist sich an dir meine Kraft.« 

Jetzt trage ich meine Schwäche gern, ja, ich bin stolz darauf, weil dann Christus seine Kraft an mir erweisen kann." 
 
Ein "Stachel im Fleisch" – schon mal so einen kleinen,
fiesen Dorn im Finger gehabt, den Du nicht siehst, aber jedesmal wenn Du was anfasst, dann sticht es?!
Arrrgh – bööööse!!  wink
 
Vielleicht war das bei Paulus ähnlich, vielleicht sind damit fiese Rückenschmerzen gemeint oder Epilepsie oder Neurodermitis …. man weiß es nicht genau, es steht nicht drin. Ich vermute, es war ein chronisches Leiden, was ihn doch immer mal wieder sehr belastet hat und deshalb hat er gebetet und gehofft, dass Gott ihm diesen blöden Stachel rauszieht. Aber nix passierte, er setzte die göttliche Pinzette nicht an, sondern sagte: »Du brauchst nicht mehr als meine Gnade. Je schwächer du bist, desto stärker erweist sich an dir meine Kraft.«  Hm …. Aha?!
 

Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde am 19. Februar 2014 veröffentlicht.