“Gott nahe zu sein ist mein Glück.”

Dieses Zitat aus dem Psalm 73, 28 ist die Jahreslosung für das noch ganz frische Jahr 2014.

Die Jahreslosung ist so 'nen Spruch aus der Bibel, ausgesucht von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen und soll uns über's Jahr
begleiten.  


Dieses Jahr also was aus dem Psalm 73 . Um diesen einen Satz zu kapieren, lies mal den ganzen Psalm.


Ich fasse es mal mit meinen Worten zusammen, was drin steht:

Da ist ein Mann, der Asaph heißt und der stellt fest, dass es ausgerechnet den Menschen so richtig gutzugehen scheint, die mit Gott gar nichts an der Mütze haben. Die haben viel weniger Probleme und sind einfach gut drauf.

Für ihn als gläubigen Juden ist das eine echte Herausforderung: Da ist jemand total skrupellos und macht auf Kosten anderer fett Karriere. Der nächste lügt, ohne rot zu werden, um mehr Geld zu bekommen. Der übernächste zockt jemanden ab … 


Na klar, da fragt man sich verständlicherweise schon mal:

"Was bringt mir eigentlich der Glaube an Gott?"


Asaph, geht sogar soweit, dass er sagt:

"Gott kümmert sich um nichts – wie sollte er auch? Er thront so weit oben und weiß nicht, was sich hier unten abspielt!" – Vers 11

Mit dieser Frage quält sich auch Asaph rum, aber dann bekommt er eine Antwort. Als er sich mit Gott unterhält, schenkt der ihm einen anderen Blickwinkel. Und so sieht Asaph das Leben plötzlich vom Ende her und ihm wird die Sicht aus Gottes Perspektive deutlich. Darauf kommt es an!

Asaph kapiert, dass wahres Glück nicht von irdischem Zeug abhängt oder was irgendjemand von einem denkt, sondern wahres Glück hängt von Gott ab. 

"Gott nahe zu sein ist mein Glück." – Vers 28

Wer das für sich selbst versteht, der wird all schlechten Zeiten und Problemen im Leben anders begegnet!



Das Bild – der Telefonhörer, der von oben nach unten kommt – von Eva Jung. Ihre Beschreibung finde ich sehr passend:


Unsichtbar, aber immer ansprechbar.

"Die Jahreslosung 2014 spricht mir aus tiefstem Herzen. Der ganze Psalm 73 ist ein großartiger Text: 

Wir dürfen mit Gott sprechen, mit ihm hadern, ihn anschreien, die Welt nicht mehr verstehen, die Ungerechtigkeit anprangern, genervt und verzweifelt sein …

Und wenn wir so ehrlich zu ihm kommen und mit ihm über seine Welt und sein Tun und Lassen diskutieren, werden wir entdecken, dass es nichts Schöneres gibt, als alles, was wir nicht verstehen auf ihn zu schmeißen, loszulassen, sich ganz auf ihn und seine Weisheit zu verlassen und sein Leben letzten Endes von ihm bestimmen zu lassen.

Wir sollten aufhören mit den Selbstgesprächen und anfangen, ihm in den Ohren zu liegen."

 

In diesem Sinne wünsche ich Dir ein wunderschönes neues Jahr!

Deine Mandy

 

© Foto: www.godnews.de

 

 


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Dieser Beitrag wurde am 1. Januar 2014 veröffentlicht.

13 Gedanken zu „“Gott nahe zu sein ist mein Glück.”

  1. Robby

    Morgen bin ich in der Blaukreuz-Gruppenstunde in Einsiedel mit dem Thema dran. Die Jahreslosung ist da ne gute Idee. War heute bei der Vorbereitung faul und hab den Beitrag für morgen gleich so ausgedruckt. Besser kann ich’s auch nicht (nicht mal annähernd so gut). Danke Mandy!

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  2. Angelika

    Wundervoll,nicht wahr!Irgendwie hab ich den Eindruck,Gott geht es genauso mit jedem einzelnen von,ER will unsere Mitte sein!Du sollst den Herrn lieben,mit all deiner Kraft,mit ganzem Herzen,mit deinem ganzen denken!!!!

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  3. Arnulf

    Den ganzen Vers richtig wiedergeben, hilft den Leuten, denn will gesucht werden und dies hat der Psalmsänger gemacht. Paulus erklärt wie Gott uns nahe kommt, durch die Wiedergeburt zieht er bei uns ein(Kol 1, 27). Wir werden ein Tempel des Heiligen Geistes und erhalten von Gottes Geist in unserem Geist die Bestätigung, dass wir Gottes Kinder geworden sind.
    Wer dies erfahren hat, der kann wirklich glücklich sein.

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  4. Kerstin

    „Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott, den HERRN…“ ..so steht die Jahreslosung in der Lutherübersetzung und gefällt mir irgendwie besser als die Einheitsübersetzung…Wut, Hass, Neid, Selbstmitleid ..all sowas kommt in dem Psalmschreiber hoch angesichts dessen, dass es den “Frevlern” vermeintlich besser geht als ihm, dem `Gottesfürchtigen`..aber er hatte keine Psychotherapeuten, die ihm aus dieser Depression helfen..er schafft es, indem er sich auf Gott besinnt, in ihm seinen Partner wiederfindet und in seiner Nähe die Kraft empfängt, sich nicht länger mit anderen zu vergleichen sondern ihnen ihr vermeintliches Glück zu gönnen und sein eigenes zu erkennen…er ist Gott nahe und Gott ist ihm nahe…und Gott hält es aus, seine Klage zu hören..wie ein guter Freund und Vater. … eigentlich eine Heilungsgeschichte…

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  5. Gabi

    Liebe Mandy

    Erstmal die Allerbesten Wünsche für das neue Jahr für Dich, Karsten und die ganze "gekreuzsiegt" – Truppe !

    Ich freu' mich jeden Tag darauf, auf Deine Seite zu schauen, Deine Texte geben mir sehr Viel !

    Heute hast Du die Jahreslosung sehr gut erklärt, ich sehe sie jetzt im Zusammenhang mit dem (von Dir wunderbar nacherzählten !) gesamten Psalm mit ganz anderen Augen, Vielen Dank dafür !

    Ich habe mir schon gestern die Rückseite des ERF – Programmhefts mit der Losung über's Bett gehängt – der Psalm ist einfach wunderschön, und jetzt, wo ich ihn Dank Dir viel besser verstehe, ist er mir noch mehr ans Herz gewachsen.

    Vielen Dank, Ihr Lieben, bitte macht weiter so !

    Gabi

     

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  6. Jens

    Der Perspektivwechsel ist so genial. Mein Glück hängt nicht von Situationen ab – also von Gesundheit, Heilung, Finanziellem Überfluss, schönen Momenten, geglückten Überraschungen… – sondern von Gottes Nähe. IHM nah zu sein ist mein Glück. Dann ist auch alles, was ich auf die "Pech-Seite" buche plötzlich ´"Glück", denn ER ist bei mir im Tal des Todesschatten (PS23) oder wenn ich durch´s Wasser gehe (Jesaja 43). Also müssen wir scharf darauf sein, immer in Gottes Nähe zu sein. Luther sagte einmal sinngemäß "Wenn ich auch nichts hinkriege, kein Gebot Gottes halten kann usw. so klammere ich mich einfach an Jesus fest und lasse nicht los. Und das An-Jesus-hängen rechtfertigt mich vor Gott."

    Danke für Deine gekreuzsiegt-Seite!

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  7. Malu

    Der Psalm und die Jahreslosung spricht mir auch aus dem Herzen. Er passt sehr gut zu dem, was ich in letzter Zeit durchmache und auch zu dem Gedanken, der mir letztens mal nachts durch den Kopd geschossen ist – unser ganzes Streben, unser Kämpfen, unser Hadern und Streben nach irdischen Dingen ist völlig unwichtig – einzig wichtig ist nur, diesen Weg mit Gott gemeinsam zu gehen. Wenn man das einmal begriffen hat, ist man frei. Nur diese Erkenntnis wirklich zu leben, das ist eine Herausforderung für sich…

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