Schneller, höher, weiter, mehr!

… ein Motto, was nur allzu bekannt ist!
 

Nicht nur bei der Olympiade stellen wir aller vier Jahre staunend fest, dass tatsächlich immer wieder Rekorde gebrochen und neue Bestmarken aufgestellt werden. 

Auch in anderen Bereichen des Lebens sind die meisten von uns geil drauf, sich stetig zu verbessern und (noch) mehr zu erreichen. 

Ist es die chronische Unzufriedenheit, die viele Menschen befällt, wenn sie sich nicht weiterentwickeln?


Fortschritt ist zunächst mal eine positive Sache! 


Wissenschaft, Medizin und Technik haben uns das Leben in vielen Bereichen deutlich angenehmer und komfortabler gemacht, als es vor Jahren und Jahrhunderten noch war. 

 

Es steckt aber auch etwas Negatives hinter dem Motto der stetigen Leistungssteigerung:

"Schneller, höher, weiter, mehr!" 


Wer immerzu so denkt und danach lebt, der verlernt oftmals dankbar zu sein für das, was er im Hier und Jetzt hat! Er hat keine Zeit mehr, sich zu fragen und für das zu leben, was wirklich wichtig ist. 

Das mag eine gewagte These von mir sein, aber ich sehe das als eine der Nebenwirkungen von unserem Leben hier in Deutschland.


Wir leben in einem ziemlich fetten Land, in dem sich einiges verschoben hat: 

Die meisten von uns müssen sich keine Sorgen um ihr "tägliches Brot" machen. Vielmehr Gedanken sollten wir uns darüber machen, was in all den Lebensmitteln, die sich in deutschen Konsumtempeln auftürmen, Nahrhaftes oder weniger Nahrhaftes drinsteckt.

Wir müssen uns auch keine Sorgen machen, ob unsere Kinder genügend Klamotten haben. Vielmehr Gedanken sollten wir uns darüber machen, wie wir zum Thema Markenklamotten stehen. Außerdem ist für mich nicht unrelevant, ob mein T-Shirt von Kinderhänden in Bangladesch gefertigt wurde.

Ob Kinder eine Schulausbildung bekommen, steht ebenfalls nicht zur Debatte. Viel mehr Stress gibt es um die Freizeitgestaltung am Nachmittag; Fußballtraining, Klavierunterricht, Ballett, Pfadfinder, Kindergeburtstage … all das unter einen Familienhut zu bekommen, ist manchmal gar nicht so einfach.

 

Ein Freund von mir sagte mal:

"Ich bin so langsam, ich brauch irgendwie mehr Ruhe als andere … Ich hab deshalb Angst, was zu verpassen!" 


Diese Angst, was zu verpassen, die ist sooo verbreitet! Ich bin wirklich niemand, der direkt schreit: "Aaaah, Angriff vom Teufel!" – aber diese Angst in einer völlig übersättigten Welt etwas zu verpassen, ist einfach pervers und das schreibe  ich volle Granate der alten Stinkebacke zu!


Ich denke da an das, was Jesus mal sagte:

"Was nützt es, die ganze Welt zu gewinnen und dabei seine Seele zu verlieren? Gibt es etwas Kostbareres als die Seele?" 

Matthäus 16, 26 NLB

Es gibt nichts Wertvolleres als Deine Seele – Dein Herz!


Schreib Dir das GROß und fett hinter Deine Ohren, auf Deine Stirn oder an Deinen Badezimmerspiegel!


Wenn Du mal wieder Schiss hast, irgendwas zu verpassen, dann frage Dich mal:

Was wäre gewonnen, wenn ich die besten Klamotten im Schrank hätte, aber mich gleichzeitig total hässlich fühlen würde?

Was wäre gewonnen, wenn ich durch tolle Taten und viel Arbeit, Ruhm, Ehre und Kohle hätte, aber mich gleichzeitig keiner als Mensch mit Fehlern wertschätzt? 

Was wäre gewonnen, wenn ich mordsintelligent wäre, aber mein Herz ein kalter Eisklumpen wäre? 


Wenn Du Jesus die Kontrolle über Dein Leben gibst, dann sorgt er für Deine Seele! 
Er wird Dir alles geben, was Du zum Leben brauchst!


Dein Leben ist dann (leider) trotzdem nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen – aber Deine Seele wird verändert und Du wirst mit negativen Umständen anders umgehen können. Wertvorstellungen und Entscheidungen, die Du im Leben ab und an treffen musst, verändern sich, weil Du sie aus einem anderen Blickwinkel siehst.


Es geht nicht mehr um: "Schneller, höher, weiter, mehr!"
 

Es geht darum zu sein, nicht irgendwann zu werden oder zu müssen – Du bist geliebt!


Gottes Liebe wird nicht besser, größer oder mehr, weil Du etwas leistest! 

Das immer besser, weiter und mehr zu verstehen und zu genießen, könnte ein neues Wachstumsziel sein. ;-)

 

 

In diesem Sinne, alles Liebe!

Deine Mandy

 

© Foto: www.godnews.de

 


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Dieser Beitrag wurde am 20. Oktober 2013 veröffentlicht.

21 Gedanken zu „Schneller, höher, weiter, mehr!

  1. Roman

    Liebe Mandy, verfolge deinen Blog jetzt schon seit einiger Zeit :) Freut mich immer wieder, coole und wertvolle Gedanken zu lesen die oft direkt "treffen" … 
    Das, was du hier schreibst, beschäftigt mich schon länger – vor allem in der Frage, wie wir das Evangelium ganz neu für "uns Männer" rüberbringen! Denn es ist, denk ich, so oft genau das Problem, dass Männer etwas LEISTEN wollen, "schneller,höher,weiter" ist das Lebensmotto von so vielen (auch christlichen) Männern … ich und viele andere, wir tun uns schwer, dass wir vor Gott einfach nur "sein" sollen. Dass wir geliebt sind, wegen dem, was ein anderer für uns tat – und das wir GAR NIX dazu tun können. Dass man(n) abhängig wird von Gott … Irgendwie pervers, dass Männer alles selber regeln wollen – und gleichzeitig voll Angst haben, dass sie es am Ende eh nicht packen! :( … 
    lg
    der theolunke …

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    1. Josef Sefton

      Roman,
      Das Problem ist nicht, dass Männer oder Frauen etwas leisten wollen.
      Leistung bringt Freude. Gott will dass wir Dinge leisten. Nur sollte Jesus auf diesem Abenteuer dabe sein als Hirt, Helfer und Heiland. Jesus sei gepriesen.

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  2. Kerstin

    Danke! Genau das habe ich gerade richtig gebraucht!…."Was nützt es, die ganze Welt zu gewinnen und dabei seine Seele zu verlieren? Gibt es etwas Kostbareres als die Seele?" Matthäus 16, 26 NLB

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  3. Noreen

    Oh ja, ein sehr wichtiges Thema, auch für mich. Wieso ist das manchmal so schwer zu verstehen, dass man schon geliebt IST und nichts dafür tun muss? Warum sickert diese Botschaft nur gaaaanz langsam ganz tief in einen rein? Für mich ist es momentan noch sehr wichtig, diese Botschaft immer wieder zu hören. Danke Mandy!!!

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  4. nicki

    Danke ich habe auch 2 töchter und ja ich kenne das das mit dne nichts verpassen wollen fängt schon bei den klienen an leider .Danke für deinen artike lese immer wieder sehr gerne bei dir

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  5. Gerhard

    Papst Franziskus hat heute auch etwas zu diesem Thema und dem Tagesevangelium (Lukas 12, 13-21) gesagt: „Das ist es, was das Schlechte hervorbringt: die Habgier in meiner Beziehung zum Geld. Mehr haben, mehr haben, immer mehr haben… Das bringt dich zum Götzendienst , es zerstört dir die Beziehungen mit den anderen! Nicht das Geld, sondern die Haltung, die Habgier heißt. Dann lässt dich diese Habgier krank werden, weil sie dich nur im Hinblick auf das Geld denken lässt. Sie zerstört, sie macht krank… Und am Ende – das ist das Wichtigste – ist die Habgier ein Instrument des Götzendienstes, weil sie auf der Straße geht, die das Gegenteil von dem ist, was Gott mit uns gemacht hat. Der heilige Paulus sagt uns, dass Jesus Christus, der reich war, arm geworden ist, um uns reich zu machen. Das ist die Straße Gottes: die Demut, die Erniedrigung, um zu dienen. Die Habgier dagegen bringt dich auf die gegenteilige Straße: du, der du ein armer Mensch bist, machst dich zum Gott aus Eitelkeit. Das ist Götzendienst!“.

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  6. Rosy

    Das hätte dieser Bischof aus Marburg auch lesen sollen, bevor er unsere Kirchensteuern für seinen teueren Palast (15 Millionen €) verschwendet hat. Mit diesem Geld hätte man viele hungrigen Menschen auf dieser Erde sättigen können und der Bischof hätte seine Seele nicht verloren. Aber oft fragt man sich ob die überhaupt eine Seele haben.

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  7. Sandra

    Was wäre gewonnen, wenn ich durch tolle Taten und viel Arbeit, Ruhm, Ehre und Kohle hätte, aber mich gleichzeitig keiner als Mensch mit Fehlern wertschätzt? 

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  8. Rina

    Genau liebe Mandy,

    was wäre gewonnen,wenn es einen nicht erfüllt.
    Ich frage mich oft,
    was wäre gewonnen,wenn man Schulschwänzer in die Schule schickt
    obwohl sie sich unwohl da fühlen?
    Das wirkt sicher auch radikal.
    Aber man denke an die zahlreichen,Kindesentnahmen
    wenn man nicht fleißig mitmacht was von einem so verlangt wird.
    Es ist doch auch so,dass in einer Burn-Out Gesellschaft viele
    Angst haben den Job zu verlieren.Nicht weil sie Karrieregeil sind
    sondern Angst haben im Jobcenter zu landen und als Hartzer
    stigmatisiert zu werden oder in Nierdriglohnsektor gesteckt zu werden
    wovon du deine Miete nicht bezahlen kannst o. gerade so
    über die Runden kommst.Solche Entwicklungen sind sehr bedenklich.
    Hoffentlich kannst du nachvollziehen,was ich damit meine?

    An Schulbildung mangelt es nicht,an Jobs auch nicht.
    Es fehlt Menschlichkeit in einem unmenschlichen System.

    glg

     

     

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  9. Kerstin

    Danke..wieder voll getroffen. Zufriedenheit gibt uns nicht Besitz oder Beziehungen oder Arbeit oder immer mehr Party usw.sondern allein Jesus..

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  10. Nina

    @Monika
    Es ist nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen aber man muss den ganzen Mist einfach nicht versuchen alleine zu stemmen, denn das laugt uns nur aus! Lass Jesus immer wieder neu anpacken. Überlass ihm das Zepter – jeden Tag neu. Er trägt da durch.

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  11. Janine

    Das kann ich sooo gut nachvollziehen Monika Sendler!!!! Mir hat jetzt gerade ein Buch sehr weiter geholfen. Das Buch heißt ” die stimme des Königs” von Brad Huebert. Auch geeignet für lesemuffel :-D Gott segne dich und er schenke dir den Frieden und die Kraft die du jetzt brauchst! Er begegne dir mit seiner Liebe.

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  12. Vivian

    Scherben bringen Glück! Wenn das Leben in Scherben liegt, ist es Zeit für einem Neuanfang. Hol den Besen, räum auf, genieße die entstandene Leere. Wer weiß schon, was daraus entsteht? Nichts ist unmöglich dem, der da glaubt! ( mein Magen und Darm ist jetzt vorbei und ich bin 2 kg leichter……) LG. Vivian

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  13. Kerstin

    Niemand ist wohl davon ausgenommen, irgendwann einmal so richtig am Boden zu sein..todkrank, schwerst depressiv, in tiefer Trauer o.ä. da nutzt einem keine “Kohle”, keine “Position”, kein “Vitamin B”, ..wie sagt man “das letzte Hemd hat keine Tasche”… vor Gott darfst Du sein wie Du bist, er sieht dein Herz an, seine Liebe hält, erhält und rettet uns, trägt uns…ER leuchtet uns den (Aus)Weg durch sein Licht der Hoffnung, des Friedens und der Liebe……….[Spuren im Sand
    Eines Nachts hatte ich einen Traum:
    Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
    Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
    Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
    meine eigene und die meines Herrn.
    Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück.
    Ich erschrak, als ich entdeckte, daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war.
    Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.
    Besorgt fragte ich den Herrn:
    “Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
    Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
    Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?”
    Da antwortete er: “Mein liebes Kind,
    ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
    Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.”
    Von: Margaret Fishback Powers]

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