Wenn aus blöden Zeiten Segen wächst …

Einige Gedanken:

Ich glaube, viele Menschen denken, dass jegliche Sorgen und jedes Problem verschwinden muss, wenn Gott einen tröstet.

Aber überleg mal, wenn das wirklich so wäre, dann würden sich die Menschen nur an Gott wenden, damit er ihre Not lindert und nicht, weil sie ihn lieben und 'ne Freundschaft mit ihm wollen.

Trost kann auch bedeuten, die nötige Kraft, Ermutigung und Hoffnung zu bekommen, die man eben gerade braucht, um durchs Leben zu kommen.

Ich habe erlebt, dass Gott mich umso mehr tröstet, je mehr ich leide. Aber ich muss mich auch zusammen reißen, um nicht auszuflippen, zu schimpfen und die Angst dominieren zu lassen – das ist 'ne Übungssache.


Diese Gedanken kamen mir, als ich heute das hier gelesen habe:

"Auch wenn ich viel durchstehen muss, gibt er mir immer wieder Mut. Darum kann ich auch anderen Mut machen, die Ähnliches durchstehen müssen. Ich kann sie trösten und ermutigen, so wie Gott mich selbst getröstet und ermutigt hat." – 2. Korinther 1, 3 – 4 GNB

Da ist 'ne Wahnsinnsausage dahinter:
 

Hinter jeder beschissenen und schmerzhaften Zeit im Leben steckt auch immer etwas Gutes!

 

Ich las kürzlich von einer Frau, die drogenabhängig war. Jahre später traf sie ein etwa zehnjähriges Mädchen, dessen Mutter wegen ihrer Crack-Sucht gerade im Gefängnis saß.

Die Frau schrieb darüber:
 

"Wie dankbar bin ich dafür, dass ich das Gefühl haben darf, wenigstens ein kleines bisschen eine Antwort für sie zu haben. Ich sagte T., dass wir Süchtigen und Alkoholiker etwas in uns haben, was zerbrochen ist; dass wir nicht mit dem Alkohol und den Drogen aufhören können, weil dieses zerbrochene Ding in uns sich nur heil anfühlt, wenn wir getrunken haben oder high sind … Es ist nicht, weil wir die Menschen in unserem Leben nicht lieben, es ist, weil die Sucht stärker ist als wir. T. hörte genau zu und stellte ganz viele tolle Fragen und schien sich bei jeder meiner Antworten ein bisschen mehr zu entspannen."


Und dann zum Schluss schreibt sie einen bemerkenswerten Satz:

"Ich bin überzeugt davon, dass jede Minute der Schmerzen und Glaubensqualen, die ich erlebt habe, es wert waren, um diesem Mädchen eine halbe Stunde lang helfen zu können. Wirklich."

 

Quelle: Offline – Pete Greig

 

Faszinierend.  Vielleicht sollten wir viel öfter so denken wie diese Frau … 

 

Ohne die "Hirntumor-Nachwirkungen" und die Epilepsie, würde ich wahrscheinlich noch meinen Job beim Rettungsdienst haben, der mir sehr viel Freude gemacht hat. Diesen Blog, das Seelen-Futter, die Einkaufswagen-Chip Aktion könnte ich längst nicht in dieser Intensität machen …

Sicher, dann hätte ich andere Aufgaben und würde andere Menschen unterstützen. Aber es ist wie es ist und ich bin froh und dankbar, dass es in meiner Situation das Internet gibt und ich die Zeit habe, es so intensiv zu nutzen. 

 

Wie hat Gott Dich in Deinem Leben schon getröstet? 

Hast Du schon mal erlebt, wie Du aus blöden Zeiten was wirkliches Gutes machen konntest?

 

Fühl Dich frei es in einem Kommentar hier auf dem Blog zu erzählen. Ich weiß von einigen Leuten, dass sie auch die Kommentare ausgiebig lesen – auch die Chipfinder – deshalb ist es wichtig, dass nicht nur ich hier meinen Senf schreibe.  

 

 

Fetten Segen 
Deine Mandy

 

© Foto: www.godnews.de

 


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Dieser Beitrag wurde am 23. September 2013 veröffentlicht.

19 Gedanken zu „Wenn aus blöden Zeiten Segen wächst …

  1. Claudia Dahinden

    Hallo Mandy, danke für diesen tollen Input – Du sagst es klar und wahr :-) Ich bin "erst" seit neun Jahren Christ und habe davor einige Tiefschläge erlebt (auch danach, versteht sich von selbst ;-) ). Ich weiss, dass mir überwundene Abhängigkeiten und meine lange Suche nach dem Sinn im Leben heute helfen, mich in Menschen einzufühlen, die noch an diesem Ort stehen und sich eben fragen, was "das alles soll", und versuchen, sich an andere Dinge zu klammern. Ich denke nicht an alles gern zurück, aber es hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin und sein soll, und sie haben meine Wurzeln im Glauben verstärkt. Ich möchte die Zeit nicht missen – trotz allem :-) Liebe Grüsse, Claudia

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  2. Gina

    Hast Du schon mal erlebt, wie Du aus blöden Zeiten was wirkliches Gutes machen konntest?

    Oh ja, das hab ich. Mir geht es ähnlich wie Dir. Ich fand meine Ausbildung als Sozialassistentin echt genial. Es hat mir viel Freude gemacht im Kindergarten mit den Kindern zu spielen und ihnen Sachen beizubringen. Klar, habe ich mir einiges anders vorgestelllt. Aber im großen und ganzen, hab ich mich doch wohlgefühlt. Sogar im Unterricht bin ich gut mitgekommen. Und wer es glaubt oder nicht. Ich bin gern zur Schule gegangen. Ich lerne irgendwie gern. Nur die Klausuren hab ich nicht so gemocht und die Schüler, die mich gemobbt haben. Aber gelernt habe ich irgendwie gern und wenn ich könnte, würde ich gern wieder zur Schule gehen :D

    Nur als irgendwann die Phase kam, dass ich bestimmt 80% Fehlzeiten hatte, weil ich bestimmt jede Woche 1 mal krank war, den Stress nicht abbauen konnte und mir selber Druck gemacht habe, war das zuviel für mein Körper. Mich selbst hat es total genervt, oft krank zu sein. Mal im ernst, wer ist schon gern krank?

    Irgendwann haben mir die Ärzte sogar nicht mal mehr geglaubt, dass es mir schlecht ging. Da hab ich mich echt verarscht gefühlt.

    Naja lange Rede kurzer Sinn. Heute werde ich auch noch oft krank, öfter wahrscheinlich als ein normaler Mensch, aber es ist weniger geworden als früher.

    Als Gott mir Meeting Jesus aufs Herz gelegt hat, fand ich es am Anfang echt doof. Aber heute finde ich es klasse und bin dankbar, dass ich das machen darf. Da ich flexibel bin. Ich kann selbst entscheiden, wann ich schreibe und wann nicht. Ich kann selbst entscheiden wann ich im Büro bin und wann nicht. Ich habe kein Druck mehr von Leuten, die mir sagen, ich muss das und das in dem bestimmten Zeitraum tun. Ich kann selbst Entscheiden, wann ich was tu. Seitdem habe ich weniger Stress und mir gehts viel besser als früher.

    Heute liebe ich das was ich tu und kann mir gar nicht mehr vorstellen, etwas anderes zu machen. 
    Für mich persönlich ist das ein toller Trost von Gott und ich hoffe, dass irgendwann wieder ganz gesund werde.

     

    Danke Mandy für den Artikel und deine Gedanken!

    Lieben Gruß
    Gina

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  3. Susanne

    Ich glaube, D. Bonhoeffer sagte etwas ganz Ähnliches: “Ich glaube,
    dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten,
    Gutes entstehen lassen kann und will.
    Dafür braucht er Menschen,
    die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.
    Ich glaube,
    dass Gott uns in jeder Notlage
    soviel Widerstandskraft geben will,
    wie wir brauchen.
    Aber er gibt sie nicht im voraus,
    damit wir uns nicht auf uns selbst,
    sondern allein auf ihn verlassen.
    In solchem Glauben müsste alle Angst
    vor der Zukunft überwunden sein.”

    Antworten
    1. Mandy Artikelautor

      Der Herr Bonhoeffer war schon ein starker Typ!

      Wer es nicht weiß, er hat sich aktiv gegen die Nazis eingesetzt. Er hat protestiert gegen den Wahnsinn, den Hitler abgezogen hat und sich als Christ bekannt. Das war nicht so ohne damals und wenige haben sich das getraut.

      Ich finde mit diesem Hintergrundwissen ist diese Aussage, die Susanne postet, nochmal ne Nummer krasser!

      Er wurde (vermutlich) auf Befehl von Hitler hingerichtet …

       

      Seine Biografie ist einer der bewegendsten die ich gelesen habe. Dicker Klopper, aber ist verständlich und lest sich gut lesen. Es lohnt sich!
       

      Bonhoeffer: Pastor, Agent, Märtyrer und Prophet

       

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      1. Gekreuz(siegt) Moderator - Michael

        Für diejenigen, "dicke Klopper" nicht so vertragen können: -> (dünner Klopper) "Dem Rad in die Speichen fallen" – Die Lebensgeschichte des Dietrich Bonhieffer http://www.amazon.de/Dem-Rad-Speichen-fallen-Lebensgeschichte/dp/3579071297/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1380004589&sr=1-1&keywords=dem+rad+in+die+speichen+fallen -> (DVD) "Die letzte Stufe" http://www.amazon.de/Bonhoeffer-letzte-Stufe-Eric-Till/dp/3579071114/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1380004429&sr=8-1&keywords=Die+letzte+Stufe Hier noch der oben zitierte Text in etwas anderen Worten als Bild https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151828043450999&set=a.10150360061935999.369008.182397535998&type=1&ref=nf Blessinx, Michael

        Antworten
  4. Henning

    Auch als Gläubiger sind Sorgen nicht mal eben so verschwunden…man muss sich schon bewusst dagegen entscheiden sonst kommen sie immer wieder und zwar bei jedem noch so unsinnigen Mist ! ;-)

    Antworten
  5. Mandy Artikelautor

    Gerade schrieb mir eine Frau über FB und bittet mich das hier in meinen Worten wiederzugeben – auch eine sehr schöne Geschichte. 

    Sie ist heute 68 Jahre alt. Ihr Mann und sie versuchten lange Zeit ein Kind zu bekommen, aber es klappte einfach nicht. Künstliche Befruchtung usw. sie wurde tatsächlich auch mal schwanger dadurch, verlor das Kind aber sehr früh. 

    Irgendwann entschieden sie ein Kind zu adoptieren, obwohl sie es lange nicht wollten. Sie bekamen dann einen kleinen Jungen – nur wenige Stunden alt. Der Kleine ist heute ein ganz schön Großer und 28 Jahre. 

    Sie schreibt mir, dass es das Schönste ist, was ihr jemals passiert ist. Wahrscheinlich hätten sie diesen Jungen niemals bekommen und ein Zuhause schenken können, wenn sie eigene Kinder bekommen hätten. Sie hat dem Jungen frei gestellt seine leibliche Mutter kennenzulernen. Aber er möchte es bisher nicht, er sagt zu ihr "Du bist meine Mama – ich könnte keine besser haben, als Dich und Papa!" 

    Wie schön! :-)

     

    Antworten
  6. Gekreuz(siegt)

    Gerade schrieb mir eine Frau über FB und bittet mich das hier in meinen Worten wiederzugeben – auch eine sehr schöne Geschichte.

    Sie ist heute 68 Jahre alt. Ihr Mann und sie versuchten lange Zeit ein Kind zu bekommen, aber es klappte einfach nicht. Künstliche Befruchtung usw. sie wurde tatsächlich auch mal schwanger dadurch, verlor das Kind aber sehr früh.

    Irgendwann entschieden sie ein Kind zu adoptieren, obwohl sie es lange nicht wollten. Sie bekamen dann einen kleinen Jungen – nur wenige Stunden alt. Der Kleine ist heute ein ganz schön Großer und 28 Jahre.

    Sie schreibt mir, dass es das Schönste ist, was ihr jemals passiert ist. Wahrscheinlich hätten sie diesen Jungen niemals bekommen und ein Zuhause schenken können, wenn sie eigene Kinder bekommen hätten. Sie hat dem Jungen frei gestellt seine leibliche Mutter kennenzulernen. Aber er möchte es bisher nicht, er sagt zu ihr “Du bist meine Mama – ich könnte keine besser haben, als Dich und Papa!”

    Wie schön! :-)

    Antworten
  7. Katharina

    Liebe Mandy,

    Meine Geschichte kennst du ja schon und wer sie nicht kennt, kann sich ja hier nachlesen. Ich durfte auch jemandem helfen, bzw. eine Person aufbauen, der dasselbe passiert ist. Es ist wahnsinn, wenn man dann sieht wie sich diejenige freut, der man Mut und Kraft gegeben hat, durch einen Brief. Und dann lud sie mich zur Taufe ihres Sohnes ein und wir trafen uns :-). Liebe Mandy, oder wenn ich vor den Klassen stehe, jedes Jahr aufs neue und meine Geschichte erzähle und auch IHN immer wieder loben darf in verschiedensten Veranstaltungen bei dennen ich meine Geschichte erzähle (Gottesdienst, Prayerfestival). Anders hätte ich das nie gemacht, anders wäre es gewesen. Viel verloren, viel gewonnen, ob das eine das andere aufwiegt wurde ich mal gefragt. Ich denke das muss es nicht, in dem Maß in dem ER misst muss ich nicht messen. Ich bin dankbar für all das was ich anderen dadurch schenken darf und wie ich dadurch für IHN wirken darf. Und die Tage wo ich es mir anders wünsche, darf es auch geben ;-).

    Antworten
  8. conni amoah

    Ja das kenne ich sehr gut.ich bin seit 12Jahren verheiratet und 10Jahre davon waren die hoelle.ich war nicht ich selber und habe es meinem mann sehr schwer gemacht.dann in der 3.schwangerschaft ernsthaft krank geworden mit suizidgedanken.eine schwere 6-monatige krankenhausphase und ein freiwill.psychiatrieaufenthalt wg.depressionen folgte.man stellte fest,dass ich seit jahren eine krankheit hatte,die keiner entdeckte.jetzt muss ich zwar mit den koerp.folgen leben aber ich bin seelisch u.mental wie ausgewechselt.ich haette das alles nicht ohne familie und freunde geschafft.aber zu allererst waren es die gebete und das wissen,dass gott einen traegt und immer zur seite steht.es war ein alptraum der sich anhaltend als fetter segen entpuppt.ich kann endlich mit 37 sagen ich bin gluecklich.gott ist so genial.und taeglich danke ich ihm,dass ich mich nicht umgebracht habe…

    Antworten
  9. Susanne

    Ja, das habe ich auch erlebt. Am 23. März 2005 starb meine Mutter. Sie ist innerhalb von nicht einmal sieben Wochen an Krebs gestorben. Meine Mutter war der liebste Mensch, den ich hatte. Sie war immer liebevoll, fröhlich, hilftsbereit, die Familie war ihr das Wichtigste, und jeder mochte sie. Als sie nach der Krebs-OP so schnell immer schwächer wurde und mein Vater, meine Schwester und ich so hilflos an ihrem Bett standen, war ich völlig verzweifelt. In den letzten Tagen, da lag sie schon im Koma, habe ich nicht glauben können, dass sie wirklich sterben müsse. Als sie dann wirklich starb, war ich völlig am Boden zerstört. Ich hatte den wichtigsten Menschen verloren. Ich bin nicht verheiratet, und wegen einer chronischen Krankheit habe ich auch keine Kinder. Meine Mutter war meine Seelenverwandte, ich habe sie "unendlichgeliebt".

    Mein Vater zerbrach fast an ihrem Tod. Meine Eltern waren 47 Jahre glücklich verheiratet gewesen, den letzten Hochzeitstag hatten wir noch im Krankenhaus gefeiert. Er machte mir das Leben ziemlich schwer, wahrscheinlich konnte er nicht verstehen, dass ich als Berufstätige den Haushalt nicht so im Griff hatte wie meine Mutter, die fast immer zu Hause war. Wir nahmen einen kleinen Welpen bei uns auf, unseren Willi, mit dem mein Vater wieder ins Leben zurückfand.

    Um mich von meiner schrecklichen Trauer abzulenken, fing ich an, mich mit den Büchern meiner Mutter zu beschäftigen. Sie hat sich schon als Kind für die Hexenverfolgung interessiert und konnte nie begreifen, wie Menschen sich solche grauenhaften Dinge antun konnten. Niemand von uns hatte ihr zuhören wollen, wenn sie von den abscheulichen Foltermethoden erzählen wollte, von denen sie gerade gelesen hatte. Ich las und las und las, und irgendwie formte sich in mir die Geschichte einer jungen Mutter, die der Hexerei angeklagt wurde. Ich schrieb die Geschichte auf, und schon kamen die Ideen für weitere Geschichten. Ich ging immer mehr im Mittelalter, der Reformationszeit und der Frühen Neuzeit auf, las haufenweise Bücher über die Zeit, kaufte mir die ersten Gewänder und begann, Mittelaltermärkte zu besuchen. Mein Vater fand das schrecklich, alleine meine Gewandung brachte ihn auf die Palme. Das änderte sich erst, als er mich einmal begleitete, da fand er Gefallen daran und lachte mich nicht mehr aus.Unser Verhältnis wurde wieder so liebevoll und vertrauensvoll wie früher. Aber er traute mir nicht zu, dass irgendjemand meine Geschichten lesen wollte.

    Vier Jahre nach dem Tod meiner Mutter starb mein Vater – für uns völlig überraschend – nach einem Angina-Pectoris-Anfall. Unser Hund Willi war völlig verstört und konnte nicht begreifen, wo sein geliebtes Herrchen blieb. Zum Glück war meine Schwester zwischenzeitlich wegen eines Unfalls in Frührente, so dass wir Willi behalten konnten. Der Gedanke, ihn aus Zeitmangel abgeben zu müssen, hätte mir das Herz wohl vollends zerbrochen. Morgens bringe ich ihr den Willi und hole ihn abends wieder ab, an den Wochenenden bleibt er bei mir. Auf Mittelaltermärkten ist er direkt berühmt geworden, viele kennen und lieben ihn.

    Um mich vom Tod meines Vaters abzulenken, kümmerte ich mich mehr um meine Schreiberei und fand sogar den Mut zur Veröffentlichung. Mittlerweile habe ich vier Bücher veröffentlicht, von denen drei noch auf dem Markt sind, und meine Bücher kommen gut an. Ich habe schon als Kind davon geträumt, Schriftstellerin zu werden, und ich habe viele Ideen für weitere Geschichten und Bücher, bin richtig kreativ geworden. Ich bastele und häkele die verschiedensten Dinge, nehme mittelalterliche Trauungen vor und verkaufe meine Bücher. Es ist eigentlich das Leben, das ich mir immer gewünscht habe.

    Vielleicht ist meine Geschichte kein gutes Beispiel, und eigentlich hätte ich lieber meine Familie behalten, aber immerhin ist es mir gelungen, aus meiner Trauer etwas Produktives zu machen. Ich habe sogar ein Buch über meine Mutter geschrieben, eines über meinen Vater wird noch folgen; außerdem noch einige andere. Auch die Hexengeschichte.

    Habe ich aus einer bösen Zeit etwas Gutes gemacht? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es mir über meine Trauer hinweghilft – und meine Eltern hätte es wohl gefreut. Für mich ist die Schreiberei gut, sie hilft mir. Es ist nichts, was anderen hilft, es hilft nur mir – ist es trotzdem ein Segen?

    Antworten
    1. Susanne

      Was ich noch vergessen habe zu erwähnen: Ich fand es früher immer blöd, wenn Leute zwar die Katastrophen in der Welt sahen und es so hinnahmen, aber anfingen, an Gott zu zweifeln, wenn es sie selbst betroffen hat. Ich habe mir immer vorgenommen, dass mich kein Schicksalsschlag von Gott trennen würde. Durch meine Trauer um meine Eltern bin ich Gott eher noch näher gekommen, weil ich glaube, dass wir hier sind, um zu lernen und zu reifen. Ich habe gelernt, dass ich am meisten in meinem Leben gewisse Lieblosigkeiten bereue, die ich manchmal gegenüber gebracht habe. Jeder Mensch ist von Gott geliebt – wir sollten die Menschen auch lieben.

      Antworten
  10. Michael Sack

    Ihr Lieben, ich kann unmöglich heute das hier alles lesen. Denn ich muß mich bald hinlegen, morgen sehr früh fahre ich Schulkinder und darf keinen Sekundenschlaf bekommen. Aber, ich möchte Euch wenigstens hier kurz sagen, daß die Dinge doch ernster stehen als wir  – und ihr auch – so denken.

    Im obigen Text wurde eingestellt: Hinter jeder beschissenen und schmerzhaften Zeit im Leben steckt auch immer etwas Gutes!   Zitat Ende.

    Das ist mir zu relativierend ausgedrückt. Nehmt immer wieder GOTTES WORT ins Herz auf, z.B., ´Wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr auch so umkommen!` Irgendwann, ´wenn die Sünde vollendet ist, gebiert sie den Tod!` JESUS sagte auch: ´Eure Zeit ist allewege`, nicht wahr – sogar zu Seinen leiblichen Brüdern.

    Ja, wie viele Menschen sterben täglich in ihren Sünden, bedenkt das. Jetzt war gerade wieder ein Erdbeben, die irdische Zeit ist für die Toten zu Ende. Vorgestern war irgendwo in Deutschland ein Unfall mit 5 Toten, ihre Zeit ist zu Ende! Auch heute bringen sich wieder viele Menschen um, ihre Zeit hier in dieser argen Welt ist zu Ende.

    Wer GOTTES Gnade erfahren hat, der soll sehr dankbar sein und sehr besonnen werden. Viel in der Bibel lesen und ernsthaft beten, immer wieder – und sich erziehen lassen von Oben, damit mehr Frucht entstehen kann. Und lernen, die Wege zu gehen, die der HERR für die SEINEN hat. Viele Grüße, Michael

    .

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  11. egal

    Gott steht halt auf das Leid in der Welt. So lange es Leute gibt, die das auch novh gut heißen und verteidigen wird sich daran auch nie was ändern. In der Bibel lesen ist dabei wenig hilfreich, denn da steht ja immer wieder,dass es anders sein sollte. Aber etwas positives zu berichtenhaben nur wenige Leute, und dass auch nur deshalb, damit es denen, die sowas nicht erleben können noch ein bisschen schlchter geht. Es ist nichts gutes an gott. Das ist die größte Lüge, die es gibt.

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      1. egal

        Woher mein Frust?? Und woher irgendwelcher Sarkasmus?? Hier ist kein Sarkasmus zu finden!!! Warum ich "SO" bin, liegt an allen Erfahrungen die ich machen durfte. Es liegt daran, dass ich an alles das hier geglaubt hab. Am Ende wurde ich damit nur verarscht. Vielen Dank an einen grandiosen Gott, an all diese Lügen!!!!!

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  12. Josef Sefton

    Wer glaubt ernsthaft dass es nichts gutes an Gott gibt, hat das ganze Leben die Augen zugeschlossen.

    Da hast du die größte Lüge geschluckt die es gibt, denn es ist alles gutes an Gott.
    Sei ermutigt, denn in der Bibel lesen ist dabei potenziell sehr hilfreich.
    Du bist zu fokusiert auf das Leid dass in der Welt geschieht. Willst du nicht den Lehrer des Lehrers kennenlernen?

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