Der Tag der verlorenen Socke

Heute liebe Leute, ist nicht nur Himmelfahrt oder Vatertag, sondern auch der offizielle

"Tag der verlorenen Socke"!

 

Jawohl, sowas gibt es tatsächlich!

Jeder kennt dieses wundersame Phänomen der fehlenden zweiten Socke!

Wurde sie von der Waschmaschine gefressen oder ging sie doch in den Tiefen des Kleiderschranks verloren?

Man weiß es nicht und man weiß auch nicht so genau, wer den "Tag der verlorenen Socke" ins Leben gerufen hat. Dubiose Quellen munkeln, es wären zwei Hausfrauen aus Manchester gewesen.


 

Wozu nun dieser Tag?


Um eine Gedenkminute für die verlorenen Socken einzulegen? Ja, durchaus eine Möglichkeit.

Besser gefällt mir allerdings, den Tag als einen Tag des Loslassens zu nutzen. Hör auf zu suchen, lasse los und entspann Dich!

Ich z.B. trage liebend gern zwei unterschiedliche Socken. Sieht nicht so langweilig aus und das Sockenmemory, welche zu welcher gehört, spare ich mir auch.

 

Und dennoch: Das Suchen gehört doch irgendwie auch zum Leben. Nicht nur das Suchen von verlorenen Gegenständen, sondern auch das Suchen nach der großen Liebe, nach Freundschaft, nach Beziehung, nach Erfüllung in jeglicher Hinsicht, nach dem Sinn des Lebens …. nach Gott!

Und selbst der sucht – nämlich nach uns Menschen. Er sucht nach jedem Einzelnen!

Das erzählt die Geschichte vom verlorenen Schaf (Lukas 15, 1 – 7) recht gut.

 

Fazit des Tages?

Nun, vielleicht ist es gut nach den unwichtigen Dingen des Lebens eine Weile zu suchen und dann damit aufzuhören – loszulassen. Alles Materielle lässt sich irgendwie ersetzen. Falls Du ein Paar Socken brauchst, dann melde Dich bei mir – daran soll es nicht mangeln.

Vielleicht sollten wir auch viel mehr Gott in die Suche von alltäglichen Dingen einbeziehen. Er ist Gott und für ihn sollte es doch ein Klacks sein, die verlorene Socke zurückzubringen! ;-)

 

 

Vor einiger Zeit verlor ich auf einer Reise meinen Ehering. Nun hat so Ehering neben dem materiellen, auch noch einen emotionalen Wert.

Deshalb war ich sehr traurig, als ich ihn nach langer Suche noch immer nicht gefunden hatte. Sogar den Abfluss des Waschbecken hatten wir auseinander genommen, in der Hoffnung, der Ring hätte sich im Siphon verfangen.

Doch er blieb verschwunden…. in meiner letzter Hoffnung ging ich zu Gott.

Bevor ich einschlief, betete ich und bat Gott mir zu zeigen, wo sich mein Ring versteckt hat. In dieser Nacht erzählte ich im Schlaf meinem Mann:

"Diese Dose im Bad, da ist unten doch so ein Hohlraum – geh mal gucken, da liegt der Ring drunter!"

Kaaaarsten steht uff und guckt im Bad. Und TATSACHE liegt der Ring unter der Haarspraydose – alter Falter, wie oft haben wir da rumgeguckt?? Aber man schiebt das Zeug irgendwie doch nur zur Seite und hebt es nicht an.

 

Ich hätte viel eher Gott fragen sollen …

 

 

Bei anderen Suchen im Leben: die Suche nach der Liebe, nach der Erfüllung, nach dem Sinn, nach Gott … ich glaube, da sollte man niemals die Hoffnung verlieren und aufgeben.

Und doch bei aller Suche, das Leben auch genießen. Nicht jede scheinbar erfolglose Suche garantiert ein unerfülltes Leben.

 

Das Leben ist schön und manche Dinge sind wie Zusatzgeschenke, die es noch ein bisschen schöner werden lassen!

 

Genieße den Tag und vielleicht denkst Du bei der nächsten einsamen Socke, die Du in der Hand hältst, an das eben gelesene zurück!


Ganz viel Segenregen
Deine Mandy
Jesus Punk

 

PS: Ganz nebenbei gibt es ja auch noch solch nützliche Dinge wie "Sockenklammern" ;-)

© Cartoon: Thomas Byers
© Foto: Mandy

 


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Dieser Beitrag wurde am 9. Mai 2013 veröffentlicht.

9 Gedanken zu „Der Tag der verlorenen Socke

  1. Noreen

    Immer wieder grandios, wie Du die Verbindung von so scheinbar zusammenhanglosen Dingen wie “Socken suchen” und der Suche nach Gott oder dem “Loslassen” herstellst! Einfach super!
    Schade dass ich Gott noch nicht kannte, als ich meinen Ehering vor 13 Jahren im tiefen Schnee im Harz verloren habe. Wie Du schon geschrieben hast, so ein Ring hat ja auch einen emotionalen Wert.

    Antworten
    1. Mandy Artikelautor

      Hey Noreen.

      Ne Garantie ist es auch nicht, dass es dann Nachts den Flash gegeben hätte und Du hättest gewusst, wo Du am nächsten Tag graben musst. Gott sei Dank bedeutet so ein verlorener Ehering ja nicht auch gleich eine verlorene Ehe.

      Naja… schlimmer gehts immer und manchmal, aber auch nur manchmal, tröstet das etwas. ;-)

       

      Grüße Mandy

      Antworten
  2. Heike

    Tja, ich bin überzeugt, dass meine Waschmaschiene Socken frißt oder ist? – Man hat das noch nicht so richtig zugeordnet. Aber sie ist sehr speziell – sie nimmt nur eine von den neuen, ganzen Socken. die alten Gestopften mag sie nicht – die kommen immer als Paar wieder raus. Oja, probieren tut sie sie schon, denn wie sonst kommen immer wieder neue Löcher hinein? Ich weiß, es gibt Wäschenetze und Sockenklammern, aber soll ich das meiner Waschmaschiene antun ?! 

    Den Rest, der sich einfach so zuverkrümmeln pflegt, finde ich immer am Besten, wenn ich etwas anderes suche oder ihn nicht mehr brauche. 

    Eine Freundin von mir besitzt ein Portemonee, dass sie schon sehr oft verloren oder vergessen hat, das aber immer wieder zu ihr zurück kommt. Am weitesten weg ging es bei einem Urlaub in den USA verloren und kam per Post zurück – erstaunlicherweise hat auch noch nie etwas daraus gefehlt.

    Das Ganze ist mir jetzt einfach so durch den Kopf gegangen und hat ja mit dem Sinn von Mandys Botschaft nicht viel zu tun. Zum Glück habe ich bis jetzt noch nichts verloren, was mir so wichtig war, dass ich es nicht loslassen konnte. Dafür bin ich dankbar. 

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