Was wir vom Adler lernen können

Heute mal einen kleinen Ausflug in die Ornithologie – von und vom Vögeln!


Die Paarung von Adlern – jaja, was Frau Punk eben so liest.

Ich fand das ganz interessant, denn auch daraus lässt sich etwas lernen.

 

Zu Beginn eine wissenswerte Info:

Ein Adler sucht sich eine Frau oder eine Adlerin (so nennen ich Frau Adler mal) einen Mann und wenn sie sich gefunden haben, dann bleiben sie zusammen bis dass der Tod sie scheidet.


Mit etwa einem Jahr fängt ein junger Adler an, eine gewisse Unabhängigkeit zu entwickeln. Zu dieser Zeit hat er bereits ein gutes Sehvermögen und seine Klauen sind ziemlich scharf. Er kann selbst Nahrung finden, fliegen und beginnt im Wind zu segeln.

Weitere drei Jahre wird er als "Jungadler" leben, wachsen und an Größe und Stärke zunehmen. Er wird bei allem, was er tut, mehr Geschicklichkeit entwickeln und er wird erfahrener werden.
 

Wenn der Adler ungefähr vier Jahre alt ist, findet eine Veränderung statt – nicht willentlich, sondern instinktiv. Er fühlt sich unwohl, merkwürdig und irgendwie komisch. Wahrscheinlich kapiert er gar nicht, was da gerade mit ihm passiert. Vielleicht könnte man das auch als "Adler-Pubertät" bezeichnen. Denn mitten in dieser unangenehmen Zeit des Wachstum merkt er, dass er nicht nur zum eigenen Vergnügen geschaffen wurde. Er möchte, dass es in seinem Leben um mehr geht, als um ihn selbst.

Deshalb geht das Adlermännchen auf die Suche nach einem Weibchen!


Wenn er dann eine nette Adlerin gefunden hat, wirds interessant!

Die Beiden beginnen als eine Art Balzritual, Fangen zu spielen. Das Unwohlsein des Adlers ist die Sehnsucht nach Liebe! Es ist Zeit für ihn, erwachsen zu werden.

Das Adlerweibchen steigt hoch in die Luft und fliegt dabei eine Acht. Das Adlermännchen jagt sie dabei. Jetzt hat er nicht mehr nur seine eigene Flugrichtung – er folgt jemand anderem und dieser Jemand scheint komische Richtungen einzuschlagen.

Nach einer Weile fliegt Fräulein Adler in einem Sturzflug zur Erde, nimmt einen Zweig auf und begibt sich damit wieder auf eine Höhe von dreitausend Metern. Oben angekommen, lässt sie den Zweig fallen. Der männlicher Adler stürzt dann mit einer Mordgeschwindigkeit von etwa dreihundert Stundenkilometern dem Zweig hinterher, fängt ihn mitten in der Luft und bringt ihn zu ihr zurück.

Und wie reagiert sie? – Sie ignoriert ihn!

Auch wenn ihn das wahrscheinlich kränkt, muss er an diesem Punkt eine Entscheidung treffen: "Will ich mich hier wirklich voll einsetzen und das Ganze bis zum Ende durchziehen? Ist es das, was ich will? Oder sollte ich das alles einfach vergessen und mir etwas suchen, womit ich mir leichter die Zeit vertreiben kann?"

Die Adlerin wiederholt ihr "Fang den Zweig" – Spielchen unterdessen immer wieder, dabei wird es jedes Mal schwieriger. Jedes Mal, wenn sie fliegt, wird der Zweig größer und die Flughöhe geringer. Das bedeutet, der Zweig kommt schneller am Boden an und das Adlermännchen muss sich mehr anstrengen, wenn er sie für sich gewinnen will. Dieser Brunftflug kann durchaus mehrere Tage andauern….
 

Schließlich holt das Adlerweibchen einen Ast, der schwerer ist als der Herr Adler selbst. Ganz schön stark die Lady und der Adler könnte sich durchaus sowas denken wie: "Das ist nicht fair! Gott, Du weißt doch genau, dass ich das nicht schaffen kann! Du weißt doch ganz genau, dass das zu schwer für mich ist!"

Dieses mal fliegt die Adlerin auf eine Höhe von nur etwa hundertfünfzig Metern und lässt den Ast fallen. Und wenn er diesen Ast auch fängt, dann werden sie ein Paar! Wenn nicht, wird sie davon fliegen und das Spiel ist zuende. Sie hat sich entschieden, auf ein Adlermännchen zu warten, dass genug Durchhaltevermögen besitzt um ihr Mann zu werden.


Das Adlermännchen muss bereit sein, vollen Einsatz zu bringen, um mitzuhalten! 

Wenn er erstmal die letzte Astprüfung bestanden hat, kommen die beiden Adler vom Balzritual hin zur letzten Prüfung der gegenseitigen Hingabe.

Dazu fliegt Fräulein Adler hoch in die Lüfte und ihr Angebeteter jagt sie. Plötzlich macht sie eine merkwürdige Bewegung. Mitten in der Luft dreht sie sich auf ihren Rücken und hält ihre Klauen hoch in die Luft. Der Adlermann fliegt über sie und greift mit seinen Klauen in die ihren, während sie zu Boden fallen. Jetzt hat er sich wirklich entschieden. Er will sich voller Hingabe für sie einsetzen und lieber sterben, als sie loszulassen. Sie paaren sich fürs Leben.

 

Keiner von Beiden wird jemals einen neuen Partner haben, außer einer von ihnen stirbt!

Wenn Frau Adler stirbt, dann kümmert sich das Männchen mit vollem Einsatz um die Kinder. Auch nachdem der eigentliche Paarungsakt vollendet ist, sie ihm gehört und die Beiden in ihrem Nest sitzen, macht das Adlermännchen dem Weibchen bis zu ihrem Lebensende den Hof.

Es wurde beobachtet, wie Adlermännchen die Federn ihrer Partnerin streichelten und ihr lange nach dem Balzritual noch grüne Zweige mitbrachten.

 

Jaja. Liebe Männer, ich glaube von einem Adlermann könnt Ihr Euch was abgucken! Und nicht nur die Männer….   

Bei den Adlern geht es um hingebungsvolle Verbindlichkeit, die durchträgt und ein Leben lang hält. Eine solche Hingabe bedeutet Einsatz und davon sollten wir uns alle eine fette Scheibe abschneiden. Es gibt nicht nur rosa-rote Zeiten, sondern auch ganz schön raue und graue Zeiten in der eine solche Hingabe unendlich wichtig und wertvoll ist.


Sei bereit Dich dem anderen HIN ZU GEBEN oder auch einer Situation HIN ZU GEBEN, selbst wenn die Umstände nicht gut aussehen. Ich bin davon überzeugt, dass Gott ehrliche HINGABE immer segnen wird.


Manchmal fühlst Du Dich vielleicht wie ein vierjähriger Adler, für den es Zeit wird erwachsen zu werden. Dabei hast Du ein ungutes Gefühl, bist irgendwie unzufrieden und würdest lieber bleiben wo Du bist, denn es ist ja soooo gemütlich – aber Gott hat was mit Dir vor und möchte Dich auf eine neue Stufe stellen. Ich glaube es ist wichtig in diesen Prozess des "reifer werdens" reinzugehen, denn sonst könntest Du eine gute Chance verpassen.

Es ist niemals einfach HINGABE zu leben, aber sie ist es wert und für vieles notwendig. Jeder Mensch muss in seinem Leben einige Kämpfe bestehen… bei mir war und ist es der Kampf gegen die Drogen und gegen die Krankheit. Das ist nicht immer leicht und ich war oft davor aufzugeben.

Doch ich habe mich Gott und der Aufgabe, die er mir gab, gegenüber verpflichtet. Das bedeutet nicht, dass ich überhaupt nicht mehr in der Versuchung stehe, aufzugeben. Es bedeutet nur, dass meine tiefe Hingabe mir die Kraft gibt, der Versuchung zu widerstehen.

 

Gott möchte auch Dir eine neue Stufe der Hingabe zeigen. Sein Wunsch ist, dass Du genau wie der Adler eine tiefe Hingabe entwickelst und damit die Aufgaben Deines Lebens meisterst. Er möchte mit DIR eine Beziehung haben die von HINGABE geprägt ist, solange Du lebst.

Ich kann mir nichts erfüllenderes, lohnenderes und abenteuerlicheres vorstellen als ein hingebungsvolles Leben zu und mit Gott.


Er hält mehr für Dich bereit, als Du Dir jemals von ihm gewünscht hast oder Dir nur vorstellen kannst. Doch Du musst voller Hingabe leben, wenn sein Plan für Dein Leben Realität werden soll!


Vielleicht denkst Du in einem solchen Moment ja an den Adler zurück, der seine Hingabe darin beweist, dass sie ihm sogar das Leben kosten könnte.

 

Deine Mandy
 

 


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Dieser Beitrag wurde am 28. November 2012 veröffentlicht.

16 Gedanken zu „Was wir vom Adler lernen können

  1. Ulrike

    Hey, das ist ja sehr interessant! Ich fürchte allerdings, dass mancher Mann resigniert und aufgibt, bevor er überhaupt anfängt zu werben. Das ist ja eine echte Herausforderung auf Dauer. Ich denke, uns Frauen bleibt allein der Traum davon. Oder gibt es doch ein paar Ausnahmen? ;-)

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    1. Mandy Artikelautor

      Vielleicht sollten wir nicht vergessen – das natürlich auch die Frauen so hingebungsvoll leben und lieben sollten – wenn beide das tun, dann kann eigentlich fast nichts mehr schief laufen.

      ;-)

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  2. Anonymous

    wer als Frau hier schonmal erlebt hat, wie sie rückwärts zu Boden stürzte, derfällt es schwer,zu glauben dass Männer zu solcher Liebe überhaupt fähig sind. Sie wird auch einen erhören, der sich beim Einsatz zurückhält und immer traurig über ihren zurückhaltenden Partner sein :-( – und ich hab erlebt, dann kann er später tun was er will, sie glaubts nicht mehr, leider.

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    1. Sylvia

      [Als Spam markiert von Antispam Bee | Spamgrund: CSS Hack]

      ja, das ist wahr. Ich bin so eine fallengelassene Frau und es fällt mir auch Jahrzehnte schwer, zu glauben, dass es einen Mann gibt, der den Versuch auch nur wagt, sein Weibchen aufzufangen-  eher lässt er mich ins Bodenlose stürzen- leider- einen solchen Mann gibt es, glaube ich, nirgends auf der Welt. Möge Gott meine Gebet erhören, dass ich es irgendwann wieder glauben kann.

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  3. ...

    Ich finde, dass Frauen nicht so feindlich gegen die Männer herfallen sollten. Klar, die eine oder andere hat traurige Erfahrungen gemacht, was (denke ich) berechtigt ist, wenn Sie wütend/verletzt/böse…(auf Ihn) ist. Aber es sind nicht alle Männer so. Enige Frauen sollten sich da mal selbst an die Nase fassen. Es sind ja auch nicht alle Frauen so hingebungsvoll. In unserer Gesellschaft ist es ja fast normal geworden, dass Er sie betrügt und Sie mit Ihm fremdgeht. Das ist doch total schrecklich! Es ist ja schon so, wenn du den Fernsehr anschaltest, dann kommt garantiert irgend ein Film, den du auch mit "Er belügt Sie – Sie betrügt Ihn" oder so überschreiben kannst. Genauso sind ja auch die Rosamunde-Pilcher-Filme. (Sorry an alle Pilcher-Fans ) Ich finde wir alle sollten (zum Beispiel) von den Adlern was lernen. Und uns unseren einen Partner hinzugeben, mit Ihm/Ihr Freude, Trauer, Spaß, Spinnerei, … zu teilen. Und nicht wenn man über die Straße läuft, gerade noch den (Knack-)Po hinterher zu sehen- sondern lieber den vom eigenen Partner anzuschauen! Also mutig voran und mehr Zeit, Liebe und Hingabe in seine Beziehung investieren! 

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  4. Ulli

    Na, weißte, da braucht sich Frau Adlerin dann aber nachher auch nicht wundern wenn ihr Adlegatte nur noch auf der Couch…äh…quatsch..im Nest rumlungert und nix mehr auffe Kette kriegt. Der ist ja erschossen wie Norbert Blum! ;-) – Ok, Spaß bei Seite..du weist ja schon darauf hin, dass es auf Gegeseitigkeit beruhen sollte, sonst ist da einfach ein Ungleichgewicht, das auf Dauer keine Beziehung aushält und auch reichlich unfair wäre. – Unsere Beziehung zu Gott wird von ihm auch in einem schönen Gleichmaß gehalten. Er verlangt nichts von uns, wofür er uns nicht auch die Kraft gibt. Gibt er uns zu irgend einer Aufgabe nicht die nötige Kraft, dann hat er für uns wahrscheinlich erst mal etwas anderes im Sinn.  :-)

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  5. Struppi

    Wow! Geiler Artikel!

    Besten Dank Mandy!

    Ich lass mir das einfach mal in meinem Geiste zergehen… sehr geil!

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  6. Bernd

    Ich finde solche Vergleiche hinken, denn in der Natur gibt es so viele Unterschiede, die sich tatsächlich mit den menschlichen Verhalten nicht decken. Übrigens bringen sich die Jungadler im Nest gegenseitig um bis nur der Stärkste übrig bleibt.

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  7. Monika

    Darf ich fragen, woher du diese Infos über das Balzverhalten der Adler hast? Irgendwie kann ich nirgends etwas derartiges darüber finden. Vielmehr lese ich von gemeinsamen Sturzflügen, etc. Nichts vom Auffangen, nichts vom Ästchen werfen, etc. – Ich will nicht sagen, dass das nicht stimmt. Nur weiss ich darüber zu wenig und als ich mich informieren wollte, fand ich dazu nichts.
    Vielen Dank!

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    1. Colin

      Liebe Monika, ich bin zwar kein Spezialist, doch ich liebe Adler; vielleicht wäre ich gerne selbst einer. Doch zu Deiner Frage, jetzt schon, ein sehr schönes Buch möchte ich Dir empfehlen. Es ist von Leo Bigger und heißt Adlerauge. Da ja Mandy’s Blog nun keine Werbeblog ist :-) setze ich hier jetzt keinen Link und bin sicher, Du wirst das Buch finden und genießen.

      Segensgrüße Colin

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    2. Mandy Artikelautor

      Hallo Monika.

      Jetzt habe ich erst Deinen Kommentar, auf den Colin reagierte erst gelesen. Da hast Du einen alten Beitrag ausgegraben – von 2012. Leider habe ich damals nicht dazu geschrieben, woher ich die Infos habe bzw. war mir wohl auch nicht klar, dass darüber so leicht nichts zu finden ist. Schlechte Recherche. – Asche auf mein Haupt.

      Soweit ich mich erinnere, habe ich dazu mal einen YouTube Clip gesehen – ich finde ihn jetzt leider nicht mehr. :-( hab mir jetzt aber auch nicht alle Adlerfilme angeschaut, die es zu sehen gibt. Das Buch was Colin vorschlägt, hatte ich mal und daraus sicher den ein oder anderen Punkt gezogen.

      Soweit ich weiß, ist das Balzritual von Adlern je nach Art auch ganz unterschiedlich – ob nun beim Schreiadler, Steinadler, Seeadler und wie sie alle heißen. Nicht jeder legt einen Sturzflug hin … nicht jeder wird somit mit dem Ast rumspielen ;-)  

      Falls ich noch etwas dazu rausfinde, melde ich mich ;-)

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  8. Monika

    Besten Dank für eure Antworten! Mir war gar nicht bewusst, dass ich einen doch schon etwas älteren Artikel ausgegraben hatte…
    Ich kenne das Buch von Leo Bigger und wollte eben grad deshalb mehr über dieses Balzritual erfahren und bin so auf die Seite von Mandy gestossen. Aber der Kreis scheint sich hier zu schliessen :-)…
    Don’t worry and be blessed!
    Monika

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