Mensch, ärgere Dich nicht!

Wer ein kraftvolles Leben voll mit Stärke leben möchte, der muss bereit sein denen zu vergeben, die ihn gekränkt und verletzt haben.

Ich glaube ich bin ein Mensch, der sich nicht so schnell kränken lässt – wer ein Problem mit mir hat, der soll es bitteschön behalten.

Es gibt aber Menschen, bei denen ist das schwierig und der Umgang mit ihnen ist nicht immer ganz leicht.

 

Ich denke, dass es letzendlich eine Einstellungssache ist, ob ich mich beleidigen lasse und nicht.

Wenn ich es drauf anlegen würde, dann könnte ich jeden Tag beleidigt sein – schließlich bin ich und wahrscheinlich auch Du, umgeben von Menschen und man nie was sie sagen oder tun werden.

 

Es ist eine Entscheidung, ob ich mich entschließe meinen Tag den Launen der anderen Leute zu überlassen oder ob ich beschließe mich nicht kränken zu lassen, egal was irgendwer sagt oder tut.

Wenn ich verletzt und beleidigt bin, dann verändert das nicht die anderen, es verändert nur mich selbst.

 

Natürlich kann es trotz der Entscheidung mich nicht kränken zu lassen, immer mal Treffer geben – aber ich denke, die werden deutlich weniger werden – wenn ich mich gedanklich darauf vorbereite nicht in die Falle des Teufels, der alten Stinkebacke zu treten.

Ja, ich glaube durchaus das Kränkungen eine beliebte Waffe der Stinkebacke sind, um uns eins reinzuwürgen. Der freut sich doch nur so und reibt sich die Hände, wenn wir Menschen uns gegenseitig beleidigen und wütend aufeinander sind.

 

Es wird immer wieder Versuchungen geben, wo wir komisch angemacht werden und dann verletzt reagieren können. Es hilft auch nichts, zu beten das diese Versuchungen nicht kommen – aber ich denke wir können dafür beten, dass wir uns richtig entscheiden und den Versuchungen nicht nachgeben. siehe Matthäus 26, 41

 

Der Autor John Bevere bezeichnet Kränkungen bzw. Ärgernisse als "Köder des Feindes", er schreibt in seinem gleichnamigen Buch:
 

"Satans heimtückischsten und trügerischstem Köder ist jeder Christ schon einmal begegnet: den Ärgernissen.

Ärgernisse an sich sind tödlich – sofern diese Köder in der Falle bleiben. Wenn wir sie aber annehmen, unser Inneres damit nähren und unser Herz davon erfüllen lassen, dann reagieren wir schließlich gekränkt. Gekränkte Menschen bringen viel "Frucht" hervor, unter anderem Schmerz, Zorn, Streitigkeiten, Eifersucht, Groll, Empörung, Bitterkeit, Hass und Neid.

Einige Folgen der Beschimpfungen, Angriffe, Verletzung, Spaltung, Trennung, zerstörte Beziehungen, Verrat und Menschen, die sich von Gott abwenden."

John Bevere schreibt von den Konsequenzen und Folgen, die Kränkungen haben können. Wenn ich mich so umsehe, dann kann ich ihm nur zustimmen.


Die Stinkebacke wird nicht aufhören, uns durch Kränkungen zu packen – es ist tagtäglich Deine Entscheidung, ob Du an seinem Köder anbeißt oder nicht.

Ganz oben schrieb ich, dass es wichtig ist Menschen zu vergeben, die mich gekränkt haben, damit ich dieses kraftvolle Leben führen kann, was Gott mir verspricht. Vielen Menschen fällt es schwer zu vergeben – ich waage mal die These, dass sich auch einige davon auch tausendfach eingeredet haben das vergeben so schwer ist.

Vergebung ist eines von Gottes Geboten an uns – wir sollen vergeben und wenn wir schon mal dabei sind, gleich noch für unsere Feinde beten. Achja, lieben sollen wir sie auch noch…. siehe Lukas 6, 35-36

 

Ich glaube das allgemeine Problem, wenn es um Vergebung geht ist, dass die Menschen viel zu viel über das nachdenken, was ihnen von irgendwem angetan wurde, dabei erkennen sie nicht, was sie sich selbst damit antun und zaaack hängen sie am Köder der alten Stinkebacke – wie ein Fisch an der Angel.

Vergiss nicht, dass Dein Beleidigtsein nicht den anderen ändert, sondern Dich selbst!

Du wirst verbittert und bekommst Rachegedanken – Deine Gedanken drehen sich um die ganze Sache….

 

Auch wenn es manchmal unmöglich scheint, für Deine Feinde zu beten, sie zu segnen und sie zu lieben, ist das möglich, wenn Du es entschlossen angehst. Ich bin davon überzeugt, dass Gott uns nicht etwas aufträgt, was wir nicht hinbekommen könnten oder was schlecht für uns ist.

 

Ein ganz wichtiger Merksatz steht im Philipper 4, 13:

"Denn alles ist mir möglich durch Christus, der mir die Kraft gibt, die ich brauche."

Hör auf darüber nachzudenken, wie schwer vergeben ist, tue es doch einfach!

 

Gott sorgt außerdem für Gerechtigkeit, wenn Du darauf vertraust und ihm diese Rolle überlässt. Er erwartet von Dir, dass Du betest und vergibst – den Rest übernimmt er. Sogar Deinen Schmerz führt er zum Guten.

"Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten."

Römer 8, 28


Dein BIG Daddy rechtfertig, verteitigt und entschädigt Dich. Er wird Dir zurückgeben, was Dir der Schmerz genommen hat, wenn Du seinem Gebot Folge leistest und Deinen Feinden vergibst. Er wird es dir sogar doppelt zurückgeben….

 

"Ihr sollt doppelt so viel zurückerhalten, wie die Feinde euch weggenommen haben, als sie solche Schande über euch brachten."

Jesaja 61, 7

 

Ich bin überzeugt davon, dass Vergebung de größten Dinger überhaupt sind. Dadurch wirst Du megamässig gesegnet – einer meiner Lieblingsverse steht im Römer 12, 21:

"Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute."

 

Wie unvorstellbar frustriert wird die alte Stinkebacke sein, wenn wir das wirklich umsetzen? Wenn wir für die beten, die uns verletzen, anstatt sie zu hassen – ein herrlicher Gedanke!

 

Sei fett gesegnet!
Deine Mandy
Jesus Punk
 

 

Buchtipps:


© Foto oben: www.BlickReflex.de / pixelio.de

 


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Dieser Beitrag wurde am 11. November 2012 veröffentlicht.

19 Gedanken zu „Mensch, ärgere Dich nicht!

  1. Katrin

    Ja, da kann ich dir nur zustimmen. Aber eines muß ich doch sagen. VERGEBEN ist manchmal sehr schwer. Gerade bei Menschen, die dir sehr nahe stehen. Ich selbst wurde von einer mir nahestehenden Person so stark verletzt. Es ging an die Identität und ich dachte wirklich ich kann dieser Person das nicht vergeben. Mein ganzes Leben wurde dadurch angezweifelt und ich wollte und konnte dieser Person nicht mehr begegnen. Ich würde heute im nachhinein sagen, ja ich habe sie dafür gehasst und ich war soooooo entäuscht…. Ich ging zur Seelsorge und irgendwann kam dann das Thema Vergebung und ich wußte, daß Jesus das von mir wollte, aber ich konnte es nicht. Ich sagte ihm daß und er half mir, erst mal nur die Entscheidung zu treffen, dieser Person vergeben zu wollen. Ich war nur am heulen und ja es war ein Kampf. Ich schrieb alles auf, was diese Person mir angetan hatte und dann hab ich den Zettel mit der Seelsorgerin gemeinsam verbrannt.
     
    Ich muß betonen, daß das nur der erste, aber wichtigste Schritt war eines langen und schweren Weges "Vergebung".
    Ich mußte jeden Tag zu Jesus gehen und meine Wut und Trauer darüber zu ihm bringen und immer und immer wieder dieser Person vergeben. Es sind seit dem ein paar Jahre vergangen und noch heute muß ich bei dem kleinsten Gedanken gleich zu Jesus gehen und es abgeben, aber es ist so viel besser geworden. Ich kann dieser Person jetzt schon viel besser begegnen und mein Hass ist komplett weg. Eigentlich tut mir diese Person schon leid…. Ich denke es ist noch ein Stück Weg, aber mit Jesus schaffe ich das, denn ich weiß daß was er von uns möchte, ist nur zu meinem Besten und nicht um mich fertig zu machen. Und was ich auch so toll finde ist, daß er nichts von uns verlangt und uns dann damit alleine läßt. Er ist da und er hilft, wo wir nicht weiterkommen, aber wir müßen uns entscheiden zu vergeben und dann …..
     
    Liebe Grüße

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    1. Mandy Artikelautor

      Hallo Katrin.

      Das ist eine gute Ergänzung – danke, dass Du erzählt hast.

       

      Noch was möchte ich anfügen:

      Ich denke jeder muss die Entscheidung zur Vergebung selbst treffen – es gibt Kränkungen und so krasse Sachen, wo man eben nicht so einfach sagen kann "Schwamm drüber" … keiner sollte zur Vergebung gezwungen werden, dass geht nach hinten los. Vielleicht dauert es manchmal Jahre, bis man damit gedanklich klar kommt, dass Vergebung eine Möglichkeit wäre.

      In meinem Beitrag meinte ich diesmal eher die "kleinen alltäglichen" Kränkungen, wo Vergebung ja auch schon anfängt.

      Alles Gute für Dich.

      Mandy

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    2. Geliebter

      Und manchmal wird Jesus zuerst Heilung schenken,
      und erst dann kann und soll Vergebung ausgesprochen werden.
      Ja, das denke ich, auch wenn die "gängige Praxis"
      der Seelsorger sagt: Vergib zuerst im Gehorsam und DANN erst heilt Gott dich.
      Diese Haltung k a n n  sehr brutal sein, oder wirken.

      Ein kleines Beispiel:
      Stell dir vor, Jesus hätte zu dem Römer, dem Petrus ein Ohr abschlug,
      gesagt, "VERGIB DEM PETRUS seine Schuld, dass er dich so verletzt
      hat, DANN werde ich dich in einem jahrelangen Prozess heilen…"
      Das klingt absurd und wäre es auch gewesen.
      Jesus hat diesen Römer einfach geheilt.
      Ohne einer Forderung nach Vergebung oder Vergebnungsbereitschaft.
       

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  2. Gabi

    Wichtig ist die Sache vor allem Gott darzulegen und nicht so zu tun, als hätte einem die ganze Sache nichts ausgemacht. Was letztendlich auch zu einem verkrampften Christentum führen kann, unter dem Motto: Wir sind immer gut drauf. Man kann uns auch verletzten, aber dann gilt es, nicht bei der Verletzung stehen zu bleiben. Siehe oben!

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  3. Stefan

    Wenn Angriffe kommen, braucht man nicht zur Gegenwehr schlagen, man darf aber seine Meinung sagen- höflich-, braucht aber kein Duckmäuschen sein, doch manche die sich Christen nennen verstehen sehr gut das Handwerk zu verletzen, ohne sich dann um den Schaden zu kümmern…

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  4. Karsten

    Immer wenn von Wut die Rede ist, wird davon ausgegangen, daß der Betreffende beleidigt oder gekrängt worden ist. In meinem Fall ist es anders. Derjenige, der das (sicher nicht böswillige) Talent hat, mich immer wieder mal auf 180 zu bringen, ist eher sanftmütig und ruhig und, gemessen an sittlichen  Regeln, korrekt. Und dennoch hat er die Eigenschaft, mich und auch andere mit seiner gewissen Art (unzuverlässig, unredlich, unbeweglich, würde ich sagen) irgendwie auf die Palme zu bringen. Schwer zu beschreiben und irgendwie ein rätselhaftes Phänomen. Seit ich Christ bin, bin ich sicher ruhiger geworden, aber mit gewissen Zorn-Situationen (an denen ich meist selbst Schuld bin) habe ich noch gelegentlich zu kämpfen. Beim Kontakt diesem Mensch kommt es immer wieder mal dazu. Er hat ein schwer beschreibbares Talent, mich (nicht nur mich, aber ich wende mich ihm immer wieder zu) unter Umständen zu geradezu agressiver Wut zu reizen, wie aus heiterem Himmel. Obwohl er auf klug macht, scheint er nichts zu begreifen oder begreifen zu wollen, und nach eingehenden Gesprächen gibt er sich am nächsten Tag wieder dumm, als wäre nichts gewesen. Alles sinnlos – zum Verrücktwerden mit dem, obwohl er nett und sympathisch wirkt.

    Ich habe schon festgestellt, daß ich das Wutproblem mit diesem Menschen vermeiden kann, indem ich im Gespräch mit ihm bestimmte Themen einfach vermeide und zurückweise, die wir schon durchgekaut hatten – dann bleibt alles gut. Aber ich frage mich schon, wo ansonsten diese intensive Wut in mir so plötzlich herkommt. Und ich begreife nicht, wie man sowas durch Jesus überwinden kann: Nehme ich mich zurück und bitte Jesus, zu "übernehmen" oder mir zu helfen, dann führt das anscheinend erst recht zu negativen Zuständen wie Depression oder auch Wut – ich mache Platz für Jesus, und stattdessen kommt der Teufel. Ich begreife das nicht.

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  5. Gekreuz(siegt) Moderatorin - Ulrike

    Ich denke mal, das andere uns ärgern, können wir nicht verhindern. Die Frage ist, wieviel lege ich da hinein. – Menschen zu denen ich einen gewissen Abstand habe, können mich nicht so kränken, wie Menschen die mir nahe stehen. Je näher sie mir sind, um so schneller ist es passiert und um so weniger ist dafür nötig. Eine Kleinigkeit reicht schon, und ich bin gekränkt.

    Aber DAS sie mir so nahe sind, hat ja einen guten Grund und ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, mir gerade DANN wenn sie mich gekränkt haben, genau diese Gründe vor Augen zu halten. Außerdem ist mir klar, die Wahrscheinlichkeit, dass auch ich sie kränke, ist mindestens ebenso hoch…und da ich niemals mit Absicht jemanden kränke, gehe ich ganz einfach davon aus, das umgekehrt auch nie eine böswllige Absicht dahinter steht.

    Gott sagte, das wir uns nicht schnell kränken lassen sollen. Ich schätze mal, da er uns ja besser kennt als wir uns selbst, ist das kein Ding der Unmöglichkeit. Er verlangt von uns nichts, das wir nicht auch schaffen können.

    Wenn ich in einem schmerzhaften Gedankenkarussel festsitze, dann hilft mir nur noch, mich auf Gott und Jesus zu konzentrieren. Wenn ich mich mit den Gefühlen, den Plänen, und den Gedanken meines Vaters und meines Bruders beschäftige, geht mir auf wie großartig sie sind und das ist der reinste Balsam für meine Seele. Die kleineren Kränkungen verblassen dann schneller als ich bis 3 zählen kann und die größeren, verlieren nach und nach an Bedeutung.

    LG Ulli

     

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  6. Edith

    Das ist ein super gutes Thema und das habe ich genau heute gebraucht.

    Durch das Lesen bin ich sofort viel ruhiger geworden.Doch ich konnte sehr viel positives in diesen Beiträgen hier für mich entdecken.

    Auch ich habe mich selbst schon sehr geändert was das sich aufregen und sich ärgern anbelangt, hatte jedoch mit dem Vergeben so meine Schwierigkeiten.

    Als ich jedoch angefangen habe, vieles nicht mehr so nah an mich heran zu lassen und nicht mehr so zu reagieren wie es vielleicht mein Gegenüber in dem Moment erwartet, geht es mir bedeutend besser.

    Es ist großartig, dass mir selbst hier bestätigt wurde, dass ich mein Leben durch meinen Glauben viel leichter und besser leben kann.

    Liebe Mandy und liebe Ulrike und alle die hier mithelfen ich sage Euch ganz lieben Dank, dass ich durch Euch so viel Kraft bekomme und werde weiter diesen Weg gehen..

    – Lass Dich nicht ärgern – sind jetzt die Worte, die ich mir immer ganz bewußt ins Gedächtnis rufen werde, denn das sind die sinnvollsten die ich mir täglich selbst sagen kann.

    Alles Gute für Euch und Gottes Segen wüncht Euch Edith

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