Von Fliegen in Pissoirs’, neuronalen Autobahnen und alten Gewohnheiten – Teil 2

 

Teil 1


"Alte Gedanken weg, neue Gedanken her!", soweit das Fazit vom letzten Beitrag.

Um alte Muster zu brechen und neue "neuronale Autobahnen" zu bauen, braucht es neue Verhaltensweisen. Und die lassen sich blöderweise nicht durch Knopfdruck installieren, sondern durch Zeit, aktives handeln und Geduld.

Ich hab mal zusammen gefasst, was es an Tipps gibt – vielleicht fällt Dir auch noch was ein?!

 

Motivierendes Ziel

Wenn ich ein neues Verhalten lernen möchte, dann brauch ich ein gescheites Ziel. Etwas worauf ich mich freue, wenn ich es erreiche. Ein Ziel sollte ganz konkret benannt werden, außerdem nicht zu easy sein, aber auch nicht zu utopisch.


Wie?

Power und Antrieb gibt das, was schnellen Erfolg bringt und dazu noch Spaß macht.


Wenn ich mehr Sport machen möchte, dann muss ich mir die Fragen stellen:

  • Welche Sportart liegt mir?
  • Bin ich eher der Mannschaftstyp oder der Einzelkämpfer?
  • Frische Luft oder Fitnessstudio?

 

Wenn ich mir vorgenommen habe mehr mit Gott zu sprechen, ergeben sich folgende Fragen:

  • Kann ich mir morgens oder abends mehr Zeit nehmen?
  • Auf dem Sofa oder draußen beim spazieren gehen?
  • Allein oder vielleicht mit jemandem zusammen?


Wenn ich ordentlicher werden möchte, kann ich mich fragen wie das mit dem Aufräumen am besten klappen kann:

  • Hilft gute Musik?
  • Erstmal ein Zimmer vornehmen und nicht gleich die komplette Bude?
  • Oder nur eine Schublade und nicht direkt den kompletten Schrank?

 


Unterstützung gefällig?!

Manchmal reicht die eigene Motivation und Disziplin nicht aus, um eine dauerhafte Veränderung zu erreichen. 

Ich habe von einem Projekt gelesen auf den Philippinen – okay weit weg, aber es lässt sich ja auch hier, vielleicht mit einigen Freunden zusammen, umsetzen. Jedenfalls zahlen da Raucher, die aufhören wollen, sechs Monate lang das Geld, das sie sonst für Kippen ausgeben würden, auf ein Bankkonto ein. Wird am Ende bei einer ärztlichen Untersuchung festgestellt, dass sie ihren Vorsatz eingehalten haben, bekommen sie die Kohle ausgezahlt. Wenn nicht, dann wird der komplette Betrag für einen guten Zweck gespendet.  Die Erfolgsquote dieses Nichtraucherprojekts soll um fünfzig Prozent höher liegen, als bei anderen Methoden. 

Wenn Du mehr Sport machen willst, dann hilft Dir vielleicht jemand der mit Dir zusammen joggen geht – den willste natürlich nicht warten lassen.

Es gibt auch sogenannte "Zweierschaften" – nimm Dir jemanden zur Seite und sprich mit ihm über Dein Problem bzw. die Gewohnheit, die Du ändern möchtest und dann beschließt, dass er Dich wöchentlich anruft oder ihr Euch trefft und er nachfragt wie es gelaufen ist. Auch das kann die Motivation stärken.

 


Der Plan

Jedes Ziel braucht einen Plan. Überlege Dir aus welchen Schritten Dein Weg zu Ziel bestehen soll. Wie sehen die aus? Wie kannst Du sie umsetzen? Jeder geschaffte Schritt – jede überwundene Hürde, bringt Erfolg und Erfolg macht happy und motiviert!

 

Raum schaffen

Damit eine Veränderung im Gehirn verankert werden kann, hilft Regelmäßigkeit. Lies den Beitrag von gestern, dann weißte warum.

Ich denke es ist wichtig, sich ganz genau zu überlegen was, wann und wo man etwas tun will:

Heute 19:30 Uhr (wann) am See (wo) gehe ich joggen (was).

Und ja – auch wenn da gerade "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" im Fernsehen läuft und man da ja immer geguckt hat, manchmal isses dran etwas aufzugeben, um Neues einzuführen. Denn Zeit ist nunmal begrenzt…

Tipp: Es gibt Festplattenrekorder ;-) und Mediatheken im Internet. 

 

Hürden umgehen

Veränderungen scheitern oft an ganz einfacher Dingen. Dabei lassen sich einige vorher schon erahnen und umgehen. Wenn ich z.B. nach der Arbeit immer total knülle bin, mich auf's Sofa lege und dann wegpenne… tschja, dann wird es schwierig mit dem joggen gehen.

Also nehme ich die Sporttasche halt direkt mit zur Arbeit und geh statt erst nach Hause zu gehen, direkt zum See joggen… das Sofa haut nicht ab.


Geduldig sein

Jaaawohl…. es wird höchstwahrscheinlich nicht alles klappen, wie vorgenommen. Gut, dann isses eben so – das nächste Mal wird's besser. Wie heißt es in Sprüche 24, 16:

 "Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht doch wieder auf…."
 


Lies in der Bibel

Ja, auch die Helden in der dicken Bibel hatten so ihre Probleme und waren nicht perfekt. Manchmal hilft es sich das bewusst zu machen.

Der gute alte Paulus schreibt:

"Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich"

Römer 7, 19

 

Aber er schreibt auch:

"Arbeitet an euch selbst mit Furcht und Zittern, damit ihr gerettet werdet! Ihr könnt es, denn Gott selbst bewirkt in euch nicht nur das Wollen, sondern auch das Vollbringen, so wie es ihm gefällt."

Philipper 2, 12-13

 

Sei fett gesegnet und viel Erfolg beim bauen neuer Autobahnen!

Deine Jesus Punk

 

© Fotos: flickr.com; Bearbeitung: unendlichgeliebt.de
Textgedanken hab ich von Julia Warkentin (dran Nr. 04/09) – gemischt mit meinen Gedanken, umgeschrieben und aufgeschrieben

 


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Dieser Beitrag wurde am 20. August 2012 veröffentlicht.

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