Fisch zum Frühstück

An meinem Kühlschrank da klebte mal ein Aufkleber, auf dem stand:

"Christen können enttäuschen – Christus nie!"

 

Wie wahr! Und heute kam er mir wieder in den Sinn, als ich im Buch: "Voll Vertrauen" von Thomas Härry gelesen habe.

Der erzählt da die Story von Jesus und wie das mit dem verleugnen war. Ich möchte sie Dir hier schreiben, weil sie zeigt, wie Jesus wirklich drauf ist und weil Du hier davon lesen kannst, dass er nicht nur so daher labert, sondern das er es wirklich ernst meint.

 

Damals stand Jesus kurz vor seiner Hinrichtung und sagte zu seinen Freunden (den Jüngern):

»Ihr werdet mich alle verlassen«, sagte Jesus zu ihnen. »Denn in der Schrift heißt es: `Gott wird den Hirten schlagen, und die Schafe werden zerstreut werden. Doch wenn ich von den Toten auferstanden bin, werde ich euch nach Galiläa vorausgehen und dort auf euch warten.«
Markus 14, 27-28

 

Daraufhin sagte sein Kumpel Petrus:

"Wenn dich auch alle anderen verlassen – ich halte zu dir!"
Matthäus 14, 29

 
Aber Jesus blieb bei seiner Meinung und sagte sogar:
"Ich versichere dir, noch heute Nacht, noch bevor der Hahn zweimal gekräht hat, wirst du mich dreimal verleugnen."
"Nein!", erklärte Petrus mit aller Entschiedenheit. "Und wenn ich mit dir sterben müsste! Niemals werde ich dich verleugnen!" Das Gleiche beteuerten auch alle anderen."
Matthäus 14, 30-32

 

Tschja, wenn Paulus und die anderen Jünger mal gewusst hätten, was da so kommt….

 

Schon der Hammer; Jesus weiß das ihn seine besten Leute, die ihm am nächsten stehen, verlassen werden, ihn im Stich lassen. Und doch sagt er:

"Ich werde das nicht tun. Ich bleibe euch treu und deshalb werde ich in Galiläa (eine Stadt) auf euch warten. Ich will, dass unser gemeinsamer Weg weitergeht. Ich werde euch vergeben.

Ich hab euch schon vergeben, bevor ihr an mir schuldig werdet. Bevor ihr selbst wisst und glaubt das ihr schuldig seid. Ich erwarte euch in Galiläa."

 

 

Einige Zeit später, Johannes 21, taucht Jesus nach seinem Tod und der Auferstehung tatsächlich in Galiläa auf und stattet seinen Jüngern einen Besuch ab.

Die sind gerade am fischen auf dem See, als Jesus am Strand ein Feuer macht und anfängt Fische zu grillen. Dann ruft Jesus die Jünger zu sich. Ich glaube erst da kapieren die, dass es wirklich Jesus ist, der da gerade Frühstück macht.

 

Den Petrus muss das total geflasht haben…. 

"Ich werde euch nach Galiläa vorrausgehen."

 

 

 


Ist er es wirklich?

 

 "Kommt her und frühstückt!", sagte Jesus. Am liebsten hätten die Jünger ihn gefragt, wer er sei. Doch keiner von ihnen wagte es, denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat zum Feuer, nahm das Brot und reichte es ihnen und ebenso den Fisch."
Johannes 21, 12

 

Ich stelle mir vor, dass die Situation erstmal etwas steif und verkrampft war, keiner wusste so richtig was er sagen sollte. Jeder schaute verlegen zu Jesus und kaute misstrauisch auf seinem Essen rum. Doch ich denke, die Anspannung löste sich bald… als sie sahen wie es Jesus schmeckte und er noch nen zweiten Fisch verspeiste.

 


Weißt Du eigentlich was es im antiken Orient bedeutete, mit jemandem zusammen zu essen?

Thomas Härry schreibt in seinem Buch, dass das immer ein Zeichen der Freundschaft und der Versöhnung war. Wenn ein Konflikt beigelegt war, aß man zusammen. Dadurch war klar:

 

"Wir sind miteinander im Reinen. Es steht nichts mehr zwischen uns."

Es war undenkbar, dass verfeindete, zerstrittene Menschen sich zusammen an einen Tisch hockten und zusammen gegessen haben. Nur Versöhnte setzten sich zusammen an die gleiche Tafel. Das Fischfrühstück, was Jesus für seine Jünger vorbereitet hat, drückte also aus:

 

"Ihr habt mich verlassen, doch laßt uns das vergessen. Ihr habt mich verleugnet, aber auch das ist vergeben. Das hab ich am Kreuz in Ordnung gebracht."

 

Das ist die krasse und überwältigende Botschaft die hinter diesem Fischfrühstück in Galiläa steckt!

Doch das ist noch nicht alles. Als alle satt sind, nimmt Jesus den Petrus zur Seite und vertraut ihm eine große Aufgabe an:

Er bittet ihn in der Zukunft für die Menschen dazu zu sei, so wie es Jesus auch ist. Er soll so für die Menschen da sein, wie ein Hirte zu den Schafen.

"Weide meine Schafe."
Johannes 21, 15-17

 

Ich glaube Petrus hatte Tränen in den Augen…. Tränen der Dankbarkeit des des unfassbaren Staunens über die Gnade, die Jesus hier raus lässt.

 

Eine Versöhnungsmahlzeit! Das ist eine mega Liebe und Vergebung!

 

So geht Jesus damit um, wenn er massiv enttäuscht wird. Gnade! Totaler Erlass von jedem Funken Schuld und Versagen.


Vielleicht sollte sich jeder von uns ab und an mal daran erinnern: Nicht nur Christ zu sein, durch die Gegend rennen und "Gnade" brüllen, sondern auch wenn's drauf an kommt…. Gnade regieren lassen!

 

Vielleicht lädst Du jemanden, mit dem Du Stress hast einfach mal zum Essen ein und hockst Dich mit ihm an einen Tisch!

 

Sei fett gesegnet
Deine Mandy
Jesus Punk

 

Textinspiration: Thomas Härry – "Voll Vertrauen"
© Fotos: gekreuzsiegt, als e-cards bei www.weitertragen.de

 


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Dieser Beitrag wurde am 4. Februar 2012 veröffentlicht.

4 Gedanken zu „Fisch zum Frühstück

  1. Norbert-Coala

    schöner Artikel – aber ehrlich gesagt frug ich mich heute. Warum lässt es Gott zu, wenn man was für ihn tut
    daß der Satan einen attackieren darf?
     

    ich kapiers einfach nicht. Der Satan kann nur tun was Gott zulässt.  Aber warum immer diese Attacken.
    Am Wochenende (als ich weit weg von meiner Firma war) ging aufwärts. In der Woche gehts immer bergab.

    Allmählich verstehe ich warum sich einige in den Vollzeitlichen Dienst "flüchten" oder zu christlichen Arbeitgebern.
     
    Auf Arbeit wird man Tag für Tag von Menschen enttäuscht. Und die volle Freiheit zu handeln hat man da auch nicht.
    man ist ständig weisungsgebunden.
    A. soll man dem Arbeitgeber gehorsam sein
    B. Muß man dafür anderen auf die Füsse treten
    C. wird man ständig neuen Anforderungen ausgesetzt.
     
    als selbstversorgender Bauer hat man es da einfacher.
     
    PS: am Wochenende wieder einige Christen kennengelernt die leiden müssen. Ich frag mich nur warum andere ein so unbeschwertes Leben führen können – oder liegt es daran das diese oft Jesus nicht sehr nachfolgen?

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  2. Josef

    Der gekreuzigte Jesus wurde von Gott geschlagen.  Jesus litt weil er in einer ungerechten Welt gerecht war.
    Jesaja 53:10 So wollte ihn der HERR zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und in die Länge leben, und des HERRN Plan wird durch seine Hand gelingen.
    Jesaja 53:11 Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden.
    God himself manifested himself in the flesh as Jesus suffered supreme injustices. He endured all this in order to free wretched humanity from the slavery of sin. The prophet Isaiah said the future Savior would be "a man of sorrows, and familiar with suffering" (Isaiah 53:3). True believers follow "a man of sorrows who was familiar with suffering".
    Our treasured LORD was a willing lamb who wasled to the slaughter by his God. It was the Lord’s will to crush him and cause him to suffer"  ( Isaiah 53 verse 10).
    To what purpose? To pay for human sin and make salvation possible.
    When suffering becomes our lot, the question of God’s fairness will naturally come to mind. Is it fair that we must suffer? God has given us an answer to this question. He gave it through the life and death of God in the flesh, Jesus Christ. May it give us faith and love in God in our darkest moments. God bless you all.

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  3. Tati

    Danke Mandy!
    Dein Artikel ermutigt mich nicht auf meine Kraft zu vertrauen, die sowieso niemals ausreichen würde, sondern darauf zu vertrauen, dass Gott einen wirklich liebt und seine Liebe nix, aber auch absolut nix mit unserer Leistung zu tun hat. Und dass ist ja auch der Ausweg aus der Verdammnis, die uns die Stinkebacke aufzwingen will.
    @Norbert-Coala: was mir immer hilft, ist der Gedanke, dass wir alle unseren Reifeprozess durchmachen und bis jetzt hast ja jede Atacke überstanden? ;-) Wie in der Bibel steht, Gott läßt nichts zu, was zu schwer für uns gewesen wäre, so wie er auch Hiob leiden ließ, was natürlich nicht ohne positiven Folgen geblieben ist. Hiob hat durch die schlimme Zeit die Erkenntnis Gottes gewonnen, die ihm nicht mehr genommen wird, außerdem noch der materielle Segen.
    Gottes Segen für den Weg!

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