Wenn Gott ein Zeichen gibt….


Ich bin normalerweise kein Mensch, der hinter allem was passiert oder auch nicht gleich denkt: "Oh damit möchte mir Gott etwas sagen!"

Doch ich glaube, vor etwa 2 Wochen, da wollte mir Gott tatsächlich etwas sagen.

 

Ich habe Epilepsie und die richtigen Medikamente sind noch immer nicht gefunden. Das ist eine ziemliche Odyssee zwischen diesem und jenen Wirkstoff.

Wie auch immer… ich wollte Freunde besuchen und statt der wohl eher sicheren Straßenbahn (ich hatte einen Tag vorher einen Anfall gehabt) nahm ich mein Fahrrad.

Ich hatte kein gutes Gefühl dabei, hatte Angst – aber ich wollte mal wieder Rad fahren und mir vielleicht auch beweisen, dass ich es kann trotz der Epilepsie.


Ich war etwa 10 Minuten unterwegs und dann ging plötzlich mein Hinterreifen platt.  

 

Okay, keine Luftpumpe dabei… mir blieb nichts anderes übrig als zu laufen. Ich kam unbeschadet am Ziel an.

Vor der Heimfahrt leihte ich mir eine Luftpumpe aus, um den Reifen aufzupumpen. Auf den ersten Blick war mit dem Reifenmantel alles in Ordnung, das Ventil war festgedreht, keine Risse zu sehen, es zischte auch nirgends raus. Mein Fahrrad war also wieder fahrtauglich und ich hoffte bis nach Hause zukommen, denn irgendwo war wahrscheinlich ein Miniloch, wo die Luft rauskonnte.

 

Soweit lief das gut, doch etwa 500 Meter vor meinem Haus bekam ich plötzlich Zuckungen in den Armen.

 

Ich riss unbeabsichtigt den Lenker rum und irgendwie fiel ich dann über diesen Lenker auf die Straße… auf Kopf und Schulter. Es tat sofort weh.

Ich stand wieder auf und der Autofahrer, der hinter mir gefahren war und den Unfall beobachtet hatte, teilte mir mit, dass er bereits den Krankenwagen gerufen habe. "Na toll…" dachte ich – "sah wohl doch brutaler aus, als es war." Immerhin stand ich wieder auf zwei Beinen und hatte nach ersten Einschätzungen hin auch nichts gebrochen. Außer ein paar Kratzern war ich, auf den ersten Blick hin, vollständig erhalten.

Im Krankenhaus angekommen waren meine Schmerzen an Hals und Schulter noch schlimmer geworden. Ich wurde geröntgt und raus kam, dass ich eine Halswirbelsäulenprellung habe. Tut scheiße weh. Heute auch noch, aber die Schmerzen sind schon weniger geworden.
 

Im Nachhinein denke ich, dass ich mir die Schmerzen hätte sparen können – hätte ich mal auf dieses "Zeichen" gehört.


Ich denke Gott wollte mir sagen: Reifen platt = fahr mal lieber mit der Straßenbahn. Das wäre vernünftig gewesen.

 

Zumal ich auch noch so bescheuert war und meinen Helm plus Fahrradleuchten daheim hab liegen lassen.
Mein Fahrradreifen hat bis heute keinen Platten mehr. Wie konnte die Luft entkommen – obwohl er vor der Hinfahrt fest aufgepumpt war? Ein Rätsel.
 

Es ist manchmal schwer zu erkennen, was ist nun von Gott und was passiert "einfach so" – aus Dummheit, Ungeschicklichkeit oder was weiß ich. Vielleicht aber sollte man einfach mehr drauf achten und darüber nachdenken warum was passiert, was so gar nicht eingeplant war.
 

Wir haben einen guten Gott…. der auf uns aufpasst und uns liebt, wie es auf meinem Fahrrad steht.

 

Sei fett gesegnet
Deine Jesus-Punk

 

 


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Dieser Beitrag wurde am 29. Dezember 2011 veröffentlicht.

49 Gedanken zu „Wenn Gott ein Zeichen gibt….

  1. Michael

    tja , hinterher is man immer schlauer….Gott möchte wohl öfter zu uns reden als wir ihn ausreden lassen…..
    Wir müssten mal lernen bei allem ihn um seine Meinung zu fragen und dann auch bereit sein,ihm zuzuhören….
     
    Gute Besserung

    Antworten
    1. Herr Fräulein

      Genau dieses Zuhören habe ich heute gemacht. Kurz zu meiner Person. Ich habe auch Epilepsie. Meine Mutter hat Krebs. Ich glaube erst seit einigen Monaten an Gott und ich denke, es hat mit der zunehmenden epileptischen Anfallshäufigkeit zu tun. Nun, heute gab es fast den ganzen Tag zahlreiche Zeichen von Gott. Er wollte mir Grenzen aufzeigen. Er hat mir auch verdeutlicht, dass mein Lebensweg nur aufgrund meines freien Willens passiert. Er gibt mir quasi nur Tipps, besonders heute. Und er hat mir mit all den heutigen Zeichen gesagt, dass ich zum Teil den richtigen Weg gehe, aber auch auf meine Mutter aufpassen soll, die ich mit meinem Lebensweg gleichzeitig auch quäle, weil sie sich ständig sorgen macht. Er hat mir heute gesagt: Wenn ich so bleiben will, wie ich bin, wird meine Mutter schneller sterben, als mir lieb ist. Das einzig tolle daran ist, dass Sie dann nach dem Tod ein sehr schönes Leben nach dem Tod haben wird. Dadurch bin ich in der Zwickmühle. Verändere ich mich, damit meine Mutter länger in diesem Leben bleibt (das wäre egoistisch von mir) oder bleibe ich so wie ich bin (auch egoistisch), aber dafür wird meine Mutter schneller befreit oder in den Himmel kommen.

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  2. ulrike

    Gott sei Dank ist nicht MEHR passiert!
    Tja, wenn man das immer sicher wüsste, was nu grade eine Warnung von Gott ist oder aber ob unser Glaube herausgefordert wird und man sich nicht von scheinbaren Hindernissen abblocken lassen soll. Manchmal hindert uns auch der Teufel an guten Vorhaben und da heißt es dann, sich nicht unterkriegen zu lassen.
    In Deinem Fall war es ja zumindest im Nachhinein klar, dass Du besser auf den Drahtesel verzichtet hättest.
    Danken wir Gott, dass er Dich sooo liebt und bewahrt hat, gell?  ;) Gute Besserung!

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  3. Jocky

    Hmm,
    das war aber gar nicht so eindeutig. Das hätte man von außen nicht unbedingt als Warnung wahrnehmen müssen.
    Oft ist da ja noch so ne leise innere Stimme dabei, die einem sagt "Tu's nicht!" Oder noch subtiler, ein leises Widerstreben, ein ungutes Gefühl das zu tun. In dem Fall mit dem Fahrrad zu fahren…

    Ich bete für deine Heilung von den Folgen des Unfalls, aber vor allem für die vollständige Befreiung von der Epilepsie!

    Antworten
      1. Bernd Zündorf

        Hallo Mandy,
        Ich hab auch (angeborene) Epilepsie, aber mir ist noch nie so was wie dir passiert, dass ich plötzlich von einem Anfall total überrascht werde. Mir wird vor einem Anfall immer schon irgendwie komisch, und bisher hab ich es immer geschafft, vom Rad abzusteigen, bevor der Anfall richtig losging.
        Dir  wünsche ich, dass die Anzahl der epileptischen Anfälle abnimmt und die Anfälle möglichst komplett verschwinden.

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  4. anke

    Auf Gott zu hören ist wirklich besser :-). so etwas passiert mir auch! Hinterher ist man immer schlauer. Hauptsache, dir gehts wieder besser. Ich wünsch dir alles Gute und Gottes Segen!
    Lieben Gruß

    Anke

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  5. andy55

    also mandy,
    wenn ich mal richtig knete habe, dann kauf ich dir einen schicken wagen plus chaffeur. dann hat sich das mit dem fahrradreifen. aber dann könnte gott ja nicht mehr durch den platten… hmm, aber durch den chaffeur?
    egal: hinterher weiss mans besser. ich bin auch ständig dabei, dieses feine reden gottes wahrzunehmen. ist gar nicht so einfach, zumal unser eigener wille ja auch immer mit im spiel ist. und wenn leute sagen, sie hören ständig auf gottes hinweise – da machen sie garatiert woanders ihre fehlerchen…
    dir gute besserung und auf dass die schmerzen weggehen mögen und du dich wieder besser fühlst.
    ganz liebe grüsse, andy

    Antworten
    1. Mandy Artikelautor

      Danke dir. Bin Gott sei Dank kein Jammerlappen, was mich nicht umbringt macht mich nur härter – versuch ich zumindest immer zu denken, wenns schmerztechnisch mal wieder an’s eingemachte geht. ;-)

      Ich erinnere Dich dran… fetter Wagen plus Chaffeur! Das find ich toll!

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        1. Mandy Artikelautor

          Unter den “Harten” verstehe ich in diesem Spruch, die Menschen, die jede Menge aushalten, die sich nicht von “Kleinigkeiten” aus der Bahn werfen lassen und die davon sogar gelangweilt sind. Leben bedeutet für mich Abenteuer. Und für diese erwähnten Menschen fängt somit das “Abenteuer Leben” erst an, wenn wirklich krasses Zeusch passiert, wo sie die Möglichkeit sehen um daran innerlich zu wachsen. Manch anderer würde dabei vielleicht einknicken und im Tief hocken bleiben.

          So deute ich dieses Zitat, was nicht heißt das ich mich zu den “Harten” zähle. Ich denke, dass kommt auch etwas arrogant und angeberisch, wenn man das von sich aus sagt: “Haha, ich bin so zäh und stark – mich haut so schnell nichts aus der Bahn!”

          Ich denke Gott gibt jeden von uns ganz persönliche Stärken und jeder von uns hat seine Schwachstellen. Und so ist jeder irgendwo auch ein “Harter”.

          Von wem issn das Zitat, konnte ich auf Anhieb nicht so schnell rausfinden? Was hälst Du davon?

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          1. andy55

            ich weiss nicht, von wem es ist – es wurde als zitat in einer hillsongchurch-predigt verwendet.
            es ist was wahres dran, dass in besonderen umständen mehr vom inneren menschen nach draussen kommt, als wenn das leben softie dahindämmert. also sind härtere situationen oft ein prüfstein, was WIRKLICH in uns steckt, oder ob es zum beispiel nur frommes gerede ist…
            ansonsten mag ich das wort "hart" nicht, weil ich selbst mit solchen charaktereigenschaften bei mir und anderen nicht klarkommen würde. besser wäre: gereift, lebenserfahren, tiefgewurzelt oder so…:-)

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      1. Kaaarsten

        Naja…
        der fette Wagen und der Chauffeur waren halt mit nem Umzug beschäftigt und Geduld ist eben nicht Deine Stärke…
        Gott sei Dank – dir ist nichts schlimmeres passiert und auch niemand anderem.
        Ich halte die Aktion nach wie vor für leichtsinnig und dumm – auch wenn ich nachvollziehen kann, dass du so selbständig leben willst wie möglich.
        Dein Kaaarsten

        Antworten
        1. Mandy Artikelautor

          Das war es. Wie jeder bin auch ich mal leichtsinnig und dumm – umso wichtiger isses das zu erkennen, um es beim nächsten Mal besser zu wissen.

          Antworten
  6. gast

    http://www.unendlichgeliebt.de/wordpress/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_razz.gif Und was wollte Gott dir mit dem Epilepsieanfall sagen? 
    Echt ma. So abstruse sachen können echt nur christen sagen. Danke allmächtiger Gott dass du mich warnen wolltest – dass du das irgendwie trotz allwissenheit und so nicht hingekriegt hast ist ja nicht deine schuld, du hast dein bestes gegeben. aber an schlechten sachen ist ja immer der mensch schuld und an guten immer gott….
    http://www.unendlichgeliebt.de/wordpress/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_razz.gif Warum nimmst du denn überhaupt Medikamente gegen epilepsie, kann gott das nicht heilen? Oder will er nicht? Warum eigentlich nicht?

    Hätte es in der situation oder irgendeiner anderen überhaupt irgendeinen ausgang gegeben wo du nicht gedacht hättest: gott ist der geilste? Was du eh auch schon vorher gedacht hast? Du bist echt ein wandelnder confirmation bias.

    Denk mal drüber nach,
    i.A. das fliegende Spaghettimonster
     

    Antworten
    1. andy55

      ich finde es immer etwas schwierig, wenn diese frage "kann gott das nicht heilen? Oder will er nicht? Warum eigentlich nicht?"  gestellt wird.

      für nichtchristen natürlich ein willkommenes argument, denn man hat ja das recht, mit der uns eigenen logik diesen christengott zu verstehen.
      für christen etwas mühsam zu beantworten, weil man meistens nur teilantworten im eigenen spirituellen erleben gottes beisteuern kann.
      meine persönliche antwort lautet meistens (mehr scherzhaft): woher soll ich das wissen, was gott sich dabei gedacht hat? bin ich sein privatsekretär?
      aber christen haben doch auch antworten, wieso gott allgemein leiden und krankheit zulässt. es ergeben sich, wenn man die bibel als botschaft gottes an uns menschen ernst nimmt, einige prinzipien. z.b.

      manches sind die logischen folgen von ungehorsam. (einfaches beispiel: ich laufe bei einer roten ampel über die kreuzung – und klage gott später an, warum er mich nicht bewahrt hat)
      manches dient als erziehungsmassnahme
      von vielem werden wir es nie genau wissen, warum dinge geschehen, weil gott meist sachen macht mit der prämisse: wozu? (beispiel: jesus starb stellvertretend am kreuz, damit menschen gerettet würden…)

       beim "fall mandy" würde ich mal sagen: gott hat in ihrem leben eingegriffen – bei ihr mit krankheit und anderen sachen – damit sie verändert würde. und jetzt fähig ist, anderen wegweiser zum ewigen leben zu sein.
      und wenn auch vieles in ihrem leben schwerer ist, als sonst allgemein in unserer spassgesellschaft – dadurch hat sie eine reife und einen tiefgang für ihr alter, die einfach toll ist. und dafür danke ich GOTT. wenn ich ihn auch immer noch nicht verstehe, aber ihn als jemenden akzeptiere, dessen "gedanken höher sind als unsere gedanken."
      mit lieben grüssen, andy

      Antworten
  7. Kaaarsten

    Hallo,
    hast du gut gerade gerückt, Mandy.
    @ das fliegende Spaghettimonster:
    Zu den meisten der angesprochenen Themen (warum heilt Gott nicht, Krankheit und Leid in der Welt…) hat Mandy bereits mehrmals geschrieben – lies doch etwas im Archiv rum wenn es dich interessiert.
    Warum sie sich erstmal so angegriffen gefühlt hat weiß ich nicht.

    Danke für das Fremdwort, das ich von dir lernen durfte: confirmation bias.
    Du hast recht, dass das überall vorkommt – ist wohl menschlich. Mir fallen zu dem Thema sowohl fromme als auch Wissenschaftsfreaks ein die militant auf
    Selber bin ich wohl auch kaum immun dagegen – wenn ichs mir überlege, geht das echt nicht – ich glaube ich lebe da ganz bewußt mit – ich versuche mal das zu erklären:
    Das Thema ist nicht neu – die Bibel weiß zu dem Thema Wissen (Erkennen / Erkenntnis – je nach Übersetzung):
     
    1. Korintherbrief 13,9:  Denn Stückwerk ist unser Erkennen, / Stückwerk unser prophetisches Reden;
     
     
    1. Korintherbrief 13,12:  Jetzt schauen wir in einen Spiegel / und sehen nur rätselhafte Umrisse, / dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, / dann aber werde ich durch und durch erkennen, / so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.
     
    …Ich denke, man muß Paulus (Schreiber vom Koritherbrief) und mit Sokrates Recht geben und sagen: ich weiß, dass ich nicht weiß. Man kann Gott nicht beweisen und man kann bei jedem wissenschaftlichen Beweis auf falsche Grundannahmen aufgebaut haben.
     
    Und doch geht es beim Glauben nicht nur um Beweise.
    Ich kenne meine Frau und kenne ihre Meinung zu bestimmten Themen, weiß wie sie auf bestimmte Sachen reagiert – ich hab auch schon Mist gebaut und erlebt, dass sie trotzdem zu mir gestanden ist und mir vergeben hat.
     Auch wenn ich keine Garantie dafür habe dass das immer so bleibt, habe ich keine andere Wahl als ihr gegenüber ehrlich zu sein, mich viel mit ihr auszutauschen und das Restrisiko in Kauf zu nehmen – mehr Sicherheit gibt es hier auf dieser Welt nicht.
    So isses mit Gott auch. Ich kann ihn nicht beweisen – kann vieles über ihn lesen und mit ihm im Gespräch bleiben und auf seine Tips für mein Leben hören.

    Ja – als Christ glaube und erlebe ich dass er auch zu mir spricht – Christ ist man nämlich nicht wenn man an Gott glaubt, sondern wenn man mit ihm lebt – es geht um ne Beziehung – ein Bündnis mit dem obersten Chef vom Universum.
    Das ist für nen außenstehenden nicht logisch nachvollziehbar – auch dazu schreibt Paulus was:  1 Korintherbrief 1,18 Denn das Botschaft vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, eine Torheit; uns aber, die wir gerettet werden, ist es Gottes Kraft.
     
    … confirmation bias? Klar!  … ich kann nach meinen Erlebnissen mit Gott keine logischere Erklärung finden als dass er da ist. Ich versuche offen zu sein um andere mit ihren Standpunkten verstehen zu können. Es gibt 1000 Detailfragen auf die ich keine Antwort habe, die mir aber gar nicht mehr sooo wahnsinnig wichtig sind weil daswichtigste geklärt ist.
     
    Ich versuche mir nicht auszureden, dass meine Frau mich liebt oder es Gott nicht gibt – ich versuche mit Beiden so viel Zeit zu verbringen wie möglich. Mein Leben ist spannend und meine Erfahrung ist, dass es an Leben und Qualität gewinnt, wenn ich in eine dieser Beziehungen investiere – ganze Sache mache.
     
    Es gibt nichts besseres, als zu erleben und zu spüren, dass meine Frau mich liebt, oder live dabei zu sein und mithelfen zu dürfen wenn Gott ein Leben umkrempelt, neue Kraft, Gelingen oder Heilung schenkt.
    Das ist eine einfältige Sichtweise – sicher. Ich glaube, das hat Jesus gemeint, als er sagte, dass wir werden müssen wie die Kinder.(Matthäus Kapitel 18 Vers 2-4)
    Ich hoffe, ich konnte dir rüberbringen, dass diese einfache Sichtweise aber durchaus nicht ignorant, sondern reflektiert, durch das Leben gefiltert und in sich logisch sein kann.
    Kaaarsten

    Antworten
    1. Kaaarsten

      Hallo,
      jetzt verstehe ich tatsächlich besser worauf du hinaus wolltest.
      Hoffe ich bin beim schreiben nicht wieder zuuu weit abgedriftet :-)
      Ich denke, Mandy wollte in dem Blogbeitrag sagen, dass man nicht in ALLEM "ein Zeichen" sehen muß, Gott aber durchaus auch so mit einem redet.
      Zusätzlich zu dem platten Reifen hatte sie auch Angst – ein unruhiges, ungutes Gefühl.
      Das ist denke mindestens genau so wichtig zu lesen – sie WOLLTE aber radfahren, ein Stückchen Unabhängigkeit behalten (sonst fahre ich sie meistens – dieses Mal war ich nicht da) Sie wollte sich beweisen dass sie das schaffen kann – in diesem Fall war das aber nicht dran.
      Man muß das Hören auf Gott lernen – seine Stimme immer besser kennen lernen. Wenn ich nen guten Freund am Telefon habe, muß der sich nicht ausweisen, damit ich mir sicher bin, dass er es ist. Wenn aber die Hektik vom Alltag und eigene Wünsche dazu kommen, ist das wie wenn der Freund vom Bahnhofslärm um mich herum übertönt wird, die Verbindung getört ist – dann kann die Identifizierung schon mal schwieriger werden. So kann es schwerer fallen sicher zu wissen was dran ist und Gott brüllt in der Regel nicht um durch zu kommen.
      Ein Christ muß lernen wie Gott drauf ist, lernen seine Stimme zu hören und zu unterscheiden und darf auch eigene Pläne verfolgen – muß aber mit den Konsequenzen klar kommen.
      Mandy wird in Zukunft sicher besser auf diese Unruhe achten und besonders wenn sie unsicher ist, auch auf äußere Zeichen achten oder nochmal nachfragen.
       
      Ich weiß nicht, warum genau Gott die Epillepsie und die Belastungskopfschmerzenicht weg nimmt – bin mir aber sicher, dass er es könnte.

      Er hat mir schon bevor ich Mandy persönlich kannte vorausgesagt, dass der Krebs weggehen wird und Menschen dadurch ermutigt und im Glauben gestärkt werden würden. (das war sehr sehr strange – kam aber sogar aus meinem eigenen Mund) Da wußte ich noch nicht, dass damit auch und ich denke vor allem ich selber gemeint war.
      Kann man auch bias als sehen, aber gerade durch die Zeit in der es gar nicht nach Happy End aussah, hat Gott uns beide schließlich zusammengeschweißt und viel an und in uns verändert. Es gab außer IHM nichts woran man sich halten konnte und er war dann auch da – hat einem Kraft gegeben. Wie Mandy über die Bestrahlungszeit sagt: "Er hat mir die Kotztüte gehalten."
       Ich hätte es mir nicht so ausgesucht, aber ich weiß, dass Gott keinen Fehler gemacht hat, als er es zugelassen hat.
      Ich glaube fest, dass er keinen Bock auf Krankheit hat, dass er sie aber zulässt und sogar gutes daraus entstehen kann.
      Gott kann aus Scheiße Dünger machen. Das war früher nur ein lustiger Spruch für mich, jetzt bin ich mir sichererer.
      … Wissen / Erkenntnis wächst eben – deswegen ist es vielleicht auch einfach ehrlich, was du als inkonsequent siehst.
      Die Sache mit Gott ist eben nicht nur ein Gedankenkonstrukt das man von vorne bis hinten logisch durchdenkt und alles ist klar – es ist eher eine Beziehung die wächst – Vertrauen muß wachsen dürfen.
      Die  Epillepsie ist eine ständige Schule im Vertrauen für uns. Ich kann nicht rund um die Uhr auf Mandy aufpassen und selbst wenn ich bei ihr bin, kann sie sich beim plötzlichen Sturz was brechen, ne Beule oder Gehirnerschütterung holen – hatten wir alles schon mehrfach.
      In gewisser Weise hilft mir die Situation an Gott dran zu bleiben und mich über das zu freuen was er mir statt der Anfallsfreiheit gibt: Dass er immer wieder mit uns durch die Schwierigkeiten geht und dass ich immer wieder für meine Mandy da sein kann wie sie es aufgrund ihrer Vergangenheit vielleicht gar nicht in diesem Maß zulassen würde.
       
      Introspective illusion und die Versuche dazu… auch interessant – betätigt aber nur Sokrates und Paulus: Wir wissen nur sicher, dass wir nichts 100% sicher wissen.
      Und doch werde ich mich 100% auf Gott und auch auf meine Mandy verlassen wenns sein muß – weil ich ohne dieses Vertrauen nicht leben will und wahrscheinlich nicht glücklich leben kann.
      Dieses Risiko gehört zum Leben.
      … Du schreibst Im Auftrag der heiligen Nudelheit – Du bist also Pastafari?!
       So richtig mit Nudelsieb aufm Kopf usw?!
       
      Gruß, Kaaarsten

      Antworten
      1. gast

        Hallo Kaaaaaaaaarsten!

        Erst mal Respekt für deine Offenheit und Ehrlichkeit.

        Zu deinen Antworten:

        "Ich glaube fest, dass er keinen Bock auf Krankheit hat, dass er sie aber zulässt und sogar gutes daraus entstehen kann."

        Also das verstehe ich wirklich nicht. Wieso soll etwas gegen den Willen eines allmächtigen Gottes geschehen? Das Standard-Argument, dass Gott nicht in den freien Willen seiner Geschöpfe eingreifen will, zieht hier ja nicht. Außer man entscheidet sich freiwillig dazu, eine schlimme Krankheit zu bekommen. Das ist doch wohl eher selten der Fall. 

        Also du glaubst an einen Gott, der Menschen heilen kann, es aber nicht tut? Und das schmällert nicht deine Meinung über ihn? Vielleicht kann eine Krankheit einen Menschen u.U. stärker machen, wie Nietzsche gesagt hat: "Was mich nicht umbringt, macht mich stark." Aber viele Leute bringen Krankheiten eben um.
        Wenn der Mensch nicht in die Natur eingreift, wie in der westlichen Welt heutzutage, ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass man um die 30 oder spätestens 40 stirbt und zwar nicht an Altersschwäche.
        Auch wenn man selbst davon kommt: Macht es dich kein bisschen sauer auf Gott, wenn er Kleinkinder sterben lässt? Und Leute wie ich sind trotz jahrelangen Konsum von Fast-Food und diverser Drogen kerngesund?

        Es ist doch egal, ob Gott Krankheiten selber erzeugt oder es nur geschehen lässt. Stell dir vor, eine Schulklasse in einem afrikanischen Dorf stirbt gerade kollektiv an einem Virus und ich sitze in meinem SUV auf dem Dorfplatz, in dem genügend Medizin ist, um alle zu retten. Aber das mache ich nicht, sondern sitze in meinem klimaregulierten Auto, höre Radio, rauche eine Havannah und schaue mir an, wie die Kinder sterben. Das ist doch uncool, oder? 

        Und warum soll Gott keinen Bock auf Krankheiten haben. In der Bibel steht doch das Gegenteil: Krankheiten sind die Strafe für Ungehorsam:

        http://www.unendlichgeliebt.de/wordpress/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_evil.gif

        "Und wird euer ein geringer Haufe übrigbleiben, die ihr zuvor gewesen seid wie Sterne am Himmel nach der Menge, darum daß du nicht gehorcht hast der Stimme des HERRN, deines Gottes.  Und wie sich der HERR über euch zuvor freute, daß er euch Gutes täte und mehrte euch, also wird er sich über euch freuen, daß er euch umbringe und vertilge;" 5Mose28 

        "Wirst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, was recht ist vor ihm, und zu Ohren fassen seine Gebote und halten alle seine Gesetze, so will ich der Krankheiten keine auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich bin der HERR, dein Arzt."  2Mose15
         

        Und hat Jesus nicht gesagt:

        "Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: in meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden. Schlangen vertreiben; und so sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf die Kranken werden sie die Hände legen, so wird es besser mit ihnen werden." Markus 16  

        Im Buch Samuel schickt Gott eine Pestilenz, die 70.000 Menschen tötet, nur weil David eine Volkszählung gemacht hat – auf Gottes Befehl hin…
          

        Die Sache mit Gott ist eben nicht nur ein Gedankenkonstrukt das man von vorne bis hinten logisch durchdenkt und alles ist klar – es ist eher eine Beziehung die wächst – Vertrauen muß wachsen dürfen. 

        Deshalb ist es für eher Selbsthypnose. Um zu wissen, dass es Gott überhaupt gibt, muss man davon überzeugt sein, dass es Gott gibt. 

        Die  Epillepsie ist eine ständige Schule im Vertrauen für uns. Ich kann nicht rund um die Uhr auf Mandy aufpassen und selbst wenn ich bei ihr bin, kann sie sich beim plötzlichen Sturz was brechen, ne Beule oder Gehirnerschütterung holen – hatten wir alles schon mehrfach. 

        Ich kenne das. Ich habe im Zivildienst mit geistig behinderten Kindern gearbeitet. Ein autistisches Mädchen hatte da auch epileptische Anfälle. Wenn man dann immer wieder Mal einen lauten Knall gehört hat, ist sie volle Kanne aus dem Stand mit dem Kopf auf dem Boden geknallt. Ich denke aber nicht, dass sie irgendwas daraus gelernt hat.
        Mmmmh… irgendwie finde ich es einerseits bewundernswert, dass du durch deinen Glauben in furchtbaren Situationen das Gute sehen kannst. Aber ich habe das Gefühl – und ich könnte mich irren, ich kenne dich ja nicht wirklich – dass dir das nur gelingt, indem du das Schlechte verdrängst. Womit wir wieder beim confirmation bias wären.
         
        In gewisser Weise hilft mir die Situation an Gott dran zu bleiben und mich über das zu freuen was er mir statt der Anfallsfreiheit gibt: Dass er immer wieder mit uns durch die Schwierigkeiten geht und dass ich immer wieder für meine Mandy da sein kann wie sie es aufgrund ihrer Vergangenheit vielleicht gar nicht in diesem Maß zulassen würde. 

        Genau das meine ich. In jeder Situation Gott für das Gute danken, aber ihn für das Schlechte nicht verantwortlichen machen. Betet ihr Christen denn nicht auch: "Erlöse uns von dem Bösen", nicht: "mach, das wir das Böse für Gutes halten"?
         
        Introspective illusion und die Versuche dazu… auch interessant – betätigt aber nur Sokrates und Paulus: Wir wissen nur sicher, dass wir nichts 100% sicher wissen.

        Nein, eben nicht! Wir wissen eben nicht, dass wir nichts wissen, sondern wir glauben sehr viel zu wissen, obwohl es mindestens teilweise falsch ist.

        Hast du nicht selbst gerade mehrfach gesagt, dass du weisst, dass Gottes Intentionen gut sind? Auch wenn manchmal sehr viel dagegen zu sprechen scheint?

        Und zu Paulus: Ich habe beim Bibellesen nicht das Gefühl, dass Paulus ein sokratischer Skeptiker war. Die eine von dir zitierte Stelle lässt es zwar annehmen, viele andere Stellen widersprechen dem aber ganz eindeutig:

        http://www.unendlichgeliebt.de/wordpress/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_evil.gif

        "Wir wissen aber, daß, was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, auf daß aller Mund verstopft werde und alle Welt Gott schuldig sei; 
        darum daß kein Fleisch durch des Gesetzes Werke vor ihm gerecht sein kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde." Römer 3

        " So wissen wir nun von der Speise des Götzenopfers, daß ein Götze nichts in der Welt sei und daß kein andrer Gott sei als der eine. [..]  Es hat aber nicht jedermann das Wissen. Denn etliche machen sich noch ein Gewissen über dem Götzen und essen's für Götzenopfer; damit wird ihr Gewissen, weil es so schwach ist, befleckt." 1Kortinther 8 


        "Dieweil wir denn wissen, daß der HERR zu fürchten ist, fahren wir schön mit den Leuten; aber Gott sind wir offenbar." 2Korinther5

        "Werdet doch einmal recht nüchtern und sündigt nicht! Denn etliche wissen nichts von Gott; das sage ich euch zur Schande."
        1Korinther15

        "Dieweil wir aber denselbigen Geist des Glaubens haben, nach dem, das geschrieben steht: "Ich glaube, darum rede ich", so glauben wir auch, darum so reden wir auch und wissen, daß der, so den HERRN Jesus hat auferweckt, wird uns auch auferwecken durch Jesum und wird uns darstellen samt euch." 2Korinther 4 

        "Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, daß wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist;" 1Korinther12

        "Ich lasse euch aber wissen, daß Christus ist eines jeglichen Mannes Haupt; der Mann aber ist des Weibes Haupt; Gott aber ist Christi Haupt." 1Korinther11

        Und doch werde ich mich 100% auf Gott und auch auf meine Mandy verlassen wenns sein muß – weil ich ohne dieses Vertrauen nicht leben will und wahrscheinlich nicht glücklich leben kann. 

        Das glaube ich nicht. Du könntest sehr gut wenn nicht besser ohne einen Glauben an einen persönlichen Gott leben. Nur nicht, wenn du überzeugt bist, dass das nicht der Fall ist. Eine selbst erfüllende Prophezeiung, wegen confirmation bias und so (hatte ich den Begriff schon erwähnt?..)

        … Du schreibst Im Auftrag der heiligen Nudelheit – Du bist also Pastafari?!
         So richtig mit Nudelsieb aufm Kopf usw?! 

        Ach, das darf man alles nicht so wörtlich nehmen. Das Nudelsieb existiert nur in meinem Herzen, keiner kann es sehen, aber es ist ganz sicher da, keine Frage. Das mag dir seltsam erscheinen, aber wenn du es nicht glaubst, sorry, wirst du nach dem Tod für alle Ewigkeit in siedendem Spaghettiwasser kochen, um für deinen Unglauben zu zahlen!
        http://www.unendlichgeliebt.de/wordpress/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_arrow.gif
         
        http://www.unendlichgeliebt.de/wordpress/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif
        Beste Grüße
        Ben

         

        Antworten
        1. gast

          Ach Mann, jetzt ist die Formatierung gar nicht so wie im Editor angezeigt und man kann deine Zitate gar nicht von meinem Text unterscheiden…
          Du verdammtes Scheiß-Spaghetti-Monster, wie konntest du das nur zulassen??!! Waaaruuuuuuuuuuuuuuuum?!!!!!!!!!!!

          Na ja, wahrscheinlich ist eine Monster-gegebene Möglichkeit für dich, deine Geduld zu testen oder so.

          http://www.unendlichgeliebt.de/wordpress/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_redface.gif

          Heil dem großen Spaghetti-Monster!

          Antworten
        2. Mandy Artikelautor

          Find ich richtig gut was Du hier so bringst, in Frage stellst und wie Du argumentierst. Ja, dass gefällt mir sogar sehr gut. ;-)

          Ich bin nicht so geschickt im erklären – Karsten hat auch schon das gesagt, was ich auch glaube. Mir ist gerade eine Geschichte über den Bildschirm geflogen, hab ich mal irgendwo aufgeschnappt. Die find ich ganz interessant:


          Ein alter Mann lebte zusammen mit seinem einzigen Sohn auf einer kleinen Farm. Sie besaßen nur ein Pferd, mit dem sie die Felder bestellen konnten und kamen gerade so über die Runden.

          Eines Tages lief das Pferd davon. Die Leute im Dorf kamen zu dem alten Mann und riefen 'Oh, was für ein schreckliches Unglück!' Der alte Mann erwiderte aber mit ruhiger Stimme: 'Wer weiß…, wer weiß schon, wozu es gut ist?'

          Eine Woche später kam das Pferd zurück und führte eine ganze Herde wunderschöner Wildpferde mit auf die Koppel. Wieder kamen die Leute aus dem Dorf: 'Was für ein unglaubliches Glück!' Doch der alte Mann sagte wieder: 'Wer weiß…, wer weiß schon, wozu es gut ist?'

          In der nächsten Woche machte sich der Sohn daran, eines der wilden Pferde einzureiten. Er wurde aber abgeworfen und brach sich ein Bein. Nun musste der alte Mann die Feldarbeit allein bewältigen. Und die Leute aus dem Dorf sagten zu ihm: 'Was für ein schlimmes Unglück!' Die Antwort des alten Mannes war wieder: 'Wer weiß…, wer weiß schon, wozu es gut ist?'

          In den nächsten Tagen brach ein Krieg mit dem Nachbarland aus. Die Soldaten der Armee kamen in das Dorf, um alle kriegsfähigen Männer einzuziehen. Alle jungen Männer des Dorfes mussten an die Front und viele von ihnen starben. Der Sohn des alten Mannes aber konnte mit seinem gebrochenen Bein zu Hause bleiben.

          'Wer weiß…, wer weiß, wozu es gut ist?'"

          Antworten
    2. Teresa

      Hallo Karsten,
       
      ich finde es bewundernswert, wie Du mit der Krankheit und den damit verbundenen Schwierigkeiten Deiner Frau umgehst.
      Hast Du das Gefühl, du bist wie für sie bestimmt, und sie für Dich?? Es ist ja alles andere als selbstverständlich als kranker Mensch in einer Beziehung zu sein. Viele schreckt das ab oder als Betroffener hat man Schwierigkeiten sich helfen zu lassen oder tut aus Angst Dinge, die Gott vl. gern anders hätte. z.B. freiwillig auf Beziehungen und auf Hilfe verzichten, weil man denkt, man kann nichts zurück geben oder man meint, man muss alles allein schaffen.
       
      Was ich eigentlich sagen will, bist Du wie an Ihre Seite gestellt worden von ihm?? Das klingt für mich fast wie ein Märchen. So unvorstellbar. Soviel Liebe und Unterstützung, trotz Krankheit. Ist mir völlig fremd. Gibt Dir Gott Kraft dafür, oder wie ist das??
       
      Ich hoffe es passt trotzdem weiter zu dem Thema hier.
       
      Lieben Gruß, Teresa
       

      Antworten
  8. nurich

    Hi Mandy,
     
         ich dachte eben…
     
    Manchmal muss man auf die Fresse fallen um zu lernen, oder zu hören? 
     
    Gute Besserung :-)
     
    nurich

    Antworten
  9. Pitri:)

    Sali ihr lieben :) …("Liebe Liebenden .! ..hi hi…von dem Petrewka oder so ähnlich)
    Es ist doch so , dass Gott  nur dort wirkt ,wo man ihn sucht und bittet . Es ist sicher nicht so , dass wir sonst (wenn wir nicht suchen und bitten ) seine Aufmerksamkeit nicht haben . Also , ich kann ja nur von meinem Leben berichten und mir aus anderen Leben erzählen lassen oder lesen . Aber … ich kann sagen , dass Gott immer ein Auge auf mich hatte und mich vor manchem bewahrt hat , dass mir sinst extrem geschadet hätte . So in der Zeit um die zwanzig , in der man sich unsterblich fühlt… was kostet die Welt . Wenn ich an Gott denke , dann kommt ein Gefühl des "absolut verstanden werden" . Selbst die "Teile" wo ich richtig zusammenzucke , zu wissen "das Gott , dieses absolute Verständnis" bis in den äussersten Winkel meines Herzens schauen kann …UND dieses Denken und fühlen mich total erleichtert  !
    Manchmal braucht man Krankheit zum Leben . Aus dem Gröbsten hat Gott Dich rausgeholt , liebi JPmandy !!! Gott Lob und Dank !
    Krankheit bedeutet auch , dass man aussergewöhnlich viel Zeit "für sich" hat . Zeit , die mit Sicherheit sehr nützlich ist . Aber , ich denke man müsste sich auch fragen , "wozu ist mir diese Zeit gegeben?"
    Ich war früher in der Pflege und habe meine Erfahrungen sammeln dürfen , bei der Bertreung pflegebedürftiger Menschen. Altenpflege . Manche von diesen Menschen würden vielleicht vereinsamen , wenn sie nicht hilfsbedürftig gewesen wären .!?!
    … Vielleicht melde ich mich noch mmal zu diesem Thema!?! Mutterpflicht ruft ! :)
    I.L.Pitri :)

    Antworten
    1. Teresa

      Hi Mandy,
      erstmal weiter Gute Besserung. Hattest wohl auch etwas Glück im Unglück. Ist verständlich, dass man nicht jedesmal auf Hilfe warten möchte, nur um sicher zu gehen. Aber es spricht doch auch dafür, dass Gott Dich weiter auf der Welt braucht. irgendwie würde ich fast sagen, man kann Eure Verbindung "Mandy – Gott" spüren, wenn Du so schreibst.
      Bei mir fehlt jegliches spirituelle Erleben irgendwie. Aber Du bekommst da viel rein. Wird schon alles richtig sein wie es läuft, hoffentlich.
       
      Alles Gute für Dich, auch für 2012.
       
      Teresa
      —————————————————————–
      Hallo Pitri,
       
      mal ne Frage, wie meinst Du das, wenn man Hilfsbedürftig ist, vereinsamt man nicht?? Meinst Du das so??
      Ich kenne mehr, Krankheit macht einsam. Und nicht, durch Krankheit und Hilfsbedürftigkeit wird man vor Einsamkeit verschont.
       
      Das man in Krankheit viel Zeit für sich hat, ja dem kann ich aus eigener Erfahrung voll zustimmen. Dem ist so bei mir gewesen und immer noch. Spannend finde ich die Frage, wozu einem die Zeit gegeben ist. Danach suche ich immer noch. Du hast da gute Gedanken. Danke dafür!! Ne Antwort von oben bekomme ich dazu nicht. Mit allem Bemühen um Gespräch mit Gott. Die Leitung ist bei mir "tot". Daher finde ich das noch mehr interessant, was Du geschrieben hast.
       
      Auch für Dich alles Gute im neuen Jahr.
       
      Sei lieb gegrüßt, Teresa

      Antworten
      1. Pitri:)

        Liebe Teresa !
        Auf irgenteine Art und Weise bekommt (zumindest der grösste Teil ) von Hilfsbedürftigen Menschen Aufmerksamkeit …mehr Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit , die sie benötigen … ob für die Seele oder den Körper . Bei mir in der Pflege war für jeden dieser Menschen jemand vom Pflegepersonal dabei , mit dem er sich besonders gut verstand oder ihm genau das gegeben hat , was er brauchte . Gott Lob und Dank , hatte ich , nach einer Zeit des Unverständnisses (gibt es dieses Wort überhaupt ?) ,  "meinen Schlüsselmoment " . Plötzlich hab ich begriffen , was es heisst "hilfsbedürftigen Menschen zur Seite zu stehen!" . Mit ihnen zu lachen , zu weinen und die Sache gut machen . Ich glaub ich darf sagen , dass sich , nach meinem Schlüsselmoment auf jeden Fall,  bei mir keiner dieser Menschen  einsam fühlen musste . (Ich hoffe es auf jeden Fall) (Ich erinnere mich an schöne Momente)
        Und wegen der Zeit , die man durch … was es alles gibt…hat .
        Wenn man z.B. die ganze Zeit irgentwas hinterherjagt und dabei sein "hier und jetzt , seinen Frieden , seine Ruhe , sein Vertrauen , seine Liebe im Herzen " immer hinten ran stellt . Eine Zeit , in der man sich mit Sicherheit auch Gedanken über Gott und die Welt machen würde oder könnte . In der man vielleicht zu Gott finden könnte , weil man die Zeit hat , einen Kontakt zu knüpfen .
        Debora.:)  kennt sicher den Bibelabschnitt , indem der HERR jemanden auf das Krankenlager wirft , .. damit er sich Zeit nehmen muss???…kann??!
        Ich finde immer wieder , dass dieses "getröstet werden", dieses "mich geborgen fühlen" und dieses "Danke HERR , dass ich dieses Gefühl , diesen Trost  , die "allumfassende grosse Liebe" erspüre , erfahre , erahne , die Du austeilst .!
        Das ist doch das grösste was man erleben kann … wenn man danch sucht …  ,  oder umherirrt .
        Was natürlich nicht heisst , dass es nix mehr im Leben gibt , dass man immer lustig und schön findet . Alles durch ne rosarote Brille . Manchmal nerv ich mich total… kann mich nicht leiden … weil ich ja auch schlechte Eindrücke von mir habe … dann finde ich immer wieder  "Gott Lob und Dank" zu dem , der mir Frieden schenkt .
        So :) ich muss mich mal wieder ausklinken. (der pc steht noch immer im Schlafzimmer :) )
        "Viel Gnad und Gottes Segen , auf all euren Wegen !)
        bleib neugierig !!!
        I.L.Pitri:)

        Antworten
  10. Marti

    Intressante Diskussion hier, warum Gott heilt und manchmal eben nicht oder erst später. Das ist ein echtes Spannungsfeld. Ich bin auch überzeugt davon, daß Gott sich nicht verändert hat und zu seinem Bündnisnamen steht. Ich bin der Herr, Dein Arzt. Das wurde von Ben auch schon hier zitiert 2.Mose 15,26.
    Meinem derzeitigen Erkenntnisstand zufolge, schickt Gott keine Krankheit. Das wäre ja echt daneben zu sagen ich bin der Herr, Dein Arzt und dann mach ich Dich mal krank um zu zeigen, wie gut ich heilen kann.
    Einem Arzt spricht man ja auch nicht die grundsätzliche Heilungsfähigkeit ab, weil er noch nicht die richtige Therapie für einen Virus oder sonstwas parat hat. Mnache Krankheiten haben so komplexe Zusammenhänge, das es Zeit und Studium braucht um das richtige Verfahren und die Beteiligung des Patienten braucht, um Heilung auf den Weg zu bringen.
    Solange leben wir in dem Spannungsfeld mit spontanen Heilungen und ungeheilten Krankheiten. Das hält mich aber nicht davon ab den Geber immer wieder zu suchen und nicht nur seine Gaben.

    Antworten
  11. gast

    "Das wäre ja echt daneben zu sagen ich bin der Herr, Dein Arzt und dann mach ich Dich mal krank um zu zeigen, wie gut ich heilen kann."

    — Da hast du vollkommen Recht, finde ich.

    Aber:

    Macht Gott nicht genau das mit Aarons Frau Miriam?

    "Und der Zorn des HERRN ergrimmte über sie, und er wandte sich weg; dazu die Wolke wich auch von der Hütte. Und siehe da war Mirjam aussätzig wie der Schnee. Und Aaron wandte sich zu Mirjam und wird gewahr, daß sie aussätzig ist […] "

    (4Mose12) 

    Oder mit Hiob? Gut, der Satan macht ihn genau genommen aussätzig, aber erst nachdem Gott es erlaubt.

    Und schickt nicht Gott in der Bibel auch Krankheiten, um Leute zu bestrafen?
    Er lässt doch die Pestilenz über Israel kommen, die 70.000 Menschen tötet, weil David mit einer Volkszählung angeblich eine Sünde begangen hat (Obwohl Gott die eigentlich selbst in Auftrag gibt – 2Sam24,1):

    "Also ließ der HERR Pestilenz in Israel kommen von Morgen an bis zur bestimmten Zeit, daß des Volks starb von Dan an bis gen Beer-Seba siebzigtausend Mann. Und da der Engel seine Hand ausstreckte über Jerusalem, daß er es verderbte, reute den HERRN das Übel, und er sprach zum Engel, zu dem Verderber im Volk: Es ist genug; laß deine Hand ab! Der Engel aber des HERRN war bei der Tenne Aravnas, des Jebusiters." (2Samuel24)
     
    Auch über die Ägypter schickt der HERR eine Plage und dann noch den spontanen Tod aller Erstgeborenen. Auch im neuen Testament lässt Gott zwei Menschen tot umfallen, weil sie nur einen Teil ihrer Einnahmen der Kirche geschenkt haben und nicht alles (Apostelgeschichte 5)

    http://www.unendlichgeliebt.de/wordpress/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_evil.gif

    Auch auf die Gefahr hin, wie eine kaputte Schallplatte zu klingen (ich hoffe ihr wisst noch so einigermaßen wovon ich rede, kennen die jungen Leute heutzutage noch Schallplatten?…): Du hast die von mir zitierte Stelle aus der Torah auch erwähnt:

    "Wirst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, was recht ist vor ihm, und zu Ohren fassen seine Gebote und halten alle seine Gesetze, so will ich der Krankheiten keine auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich bin der HERR, dein Arzt."  2Mose15

    Aber nur die positive Stelle über Gott, dass er unser Arzt ist. Doch sagt er hier nicht auch, dass er quasi Präventivmedizin betreibt und nicht Kranke heilt, sondern darauf verzichtet, Krankheiten über seine gehorsamen Anhänger zu legen, wie er es bei den Ägyptern getan hat? 

    Also mein Fazit – nicht das ich glaube, hier irgendjemanden überzeugen zu können, aber vielleicht interessiert's irgendwen: Im alten Testament ist das Gotteskonzept weitgehend monotheistischer als im neuen. Gott hat Macht über alles, daher kommen auch Krankheiten und Seuchen von Gott. Da man an einen gerechten Gott glaubte, fasste man diese Krankheiten immer als eine gerechte Strafe für Böses auf.

    Im neuen Testament dagegen sind viele Krankheiten dadurch begründet, dass man von einem oder mehreren Teufeln besessen ist. Bei den Juden hat Satan (und erst recht noch rangniedrigere Wesen wie Dämonen) keinen Einfluss über nichts, wenn Gott es nicht will.
    Satan bringt im alten Testament nur 10 Leute um (Gott hundertausende). Dies passiert im Buch Hiob und erst mit Gottes Einverständnis.

    Wie dem auch sei, ich habe selbstverständlich überhaupt nichts dagegen, wenn ihr eurem Gott für Heilungen dankt. Vorausgesetzt, wenn ihr wirklich ernsthaft krank seid, dass ihr dann zum Arzt geht und euch vom wissenschaftlichen Fortschritt heilen lasst. Denn wenn man das nicht tut und nur auf Gott vertraut, wird es bedenklich, ganz besonders, wenn man das mit Kindern macht.
    Es sterben jährlich so einige Kinder, die durch Medizin hätten gerettet werden können, weil die Eltern eine Behandlung aus religiösen Gründen verweigern. Oft beziehen sie sich dabei auf die Bibel, wie die christian scientists oder die Zeugen Jehovas, die u.a. Bluttransfusionen verweigern.
    Hier einige Beispiele:  http://www.youtube.com/watch?v=FsMfn88ZA8k&feature=channel_video_title 

    Ich sehe keinen Schaden darin, einem Gott dankbar zu sein, solange man nicht einzig und allein auf die Anweisungen der Bibel verlässt, was mit Kranken zu tun ist und zusätzlich professionelle medizinische Hilfe sucht.

    "Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand gutes Muts, der singe Psalmen, ist jemand krank, der rufe zu sich die Ältesten von der Gemeinde, daß sie über ihm beten und salben ihn mit Öl in dem Namen des HERRN. Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der HERR wird ihn aufrichten; und so er hat Sünden getan, werden sie ihm vergeben sein."  Jakobus5

    Ich persönlich bin jedenfalls der modernen Medizin dankbar, die nachweislich Leben rettet und Leiden mindert. Wie ein inoffizieller Internet-Werbeslogan für die Wissenschaft so elegant besagt: "Science: It works, bitches!"

    Beste Grüße
    Ben

    PS: Ääääääääääääääh, ich meine natürlich, das Spaghetti-Monster ist für die Heilung verantwortlich, weil das ja klar ist!
    Puh, gerade noch so gerettet…

     

    Antworten
  12. gast

    @Jesus-Punk

    Hallo!

    Kann irgendwie nicht direkt auf deinen Kommentar antworten…
    Das ist eine nette Geschichte, aber ist sie wahr?
    Ich finde, es klingt sehr konstruiert. Und würde man den Mann nicht einige Wochen später, wenn sein Bruch verheilt ist, trotzdem einziehen?
    Aber im Grunde genommen ist das egal, da es solche Geschichte und noch verrücktere definitiv auch im echten Leben gibt. Ich hab ja bereits den Fall von Seth MacFarlane erwähnt, einem amerikanischen TV-Produzenten und Erfinder von "Family Guy", "American Dad!" und "The Cleveland Show", einem der meiner Meinung nach talentiertesten Komiker unserer Zeiten: Er hatte durch einen Zufall seinen gebuchten Flug in einem der am 11. September entführten Flüge verpasst.
    http://www.unendlichgeliebt.de/wordpress/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_arrow.gif

    Es gibt auf jeden Fall manchmal riesiges Glück im vermeindlichen Unglück und manche Geschichten, die das Leben schreibt, kann man als Autor von ausgedachten Geschichten nicht benutzen, da sie die meisten Leute für eindeutig erfunden halten würden.

    Doch es wäre in meinen Augen auch ziemlich unwahrscheinlich, wenn keinem einzigen der 7.000.000.000 Bewohner unserer Erde nicht auch ab und zu mal Dinge passieren würden, die an sich ziemlich unwahrscheinlich sind. 

    Beste Grüße
    Ben

    PS: Nur so aus Neugierde… Für welche Situation gibt es eigentlich diesen hier?: http://www.unendlichgeliebt.de/wordpress/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_lol.gif
     

    Antworten
  13. Marti

    Guten Morgen Ben,
    Dir erstmal ein gutes neues Jahr 2012. Hey Hut ab, Du kennst Dich echt aus in der Bibel. Respekt!
    Das Problem ist wohl, daß Du das AT durch die Brille des NT liest. Also mit dem Gottesverständnis, daß Jesus die Erlösung von unserer Krankheit am Kreuz von Golgatha bereits erwirkt hat.
    Wie Du schon richtig sagtest, das Gottesbild des AT ist monotheistischer und Gott wurde alles zugeschrieben, Segen und Fluch. Allerdings legte er seinem Volk bereits im 5.Mose 28, Segen und Fluch vor und sein Volk sollte durch Überlieferung die Bedingungen kennen für was es sich mal eben entscheidet Segen oder Fluch. Gesundheit und Wohlstand oder Elend und Krankheit. Etwas später kam das Gesetz und wieder waren die Bedingungen klar. Gott liebt es aber so sehr, uns  Fden freien Willens zu lassen, so daß das Gesetz auch nicht funktionieren konnte, also entschied er sich letztendlich sein liebstes für uns zu geben und das ist der allerhöchste Preis der je für mich bezahlt wurde. Ich würde mein Kind nicht hergeben für den Schrott, den die Menschheit abliefert.
    Ich schweife ab vom Thema. Hast Du auch das Ende von Hiob gelesen?
    Ich sehe keinen Schaden darin, einem Gott dankbar zu sein, solange man nicht einzig und allein auf die Anweisungen der Bibel verlässt, was mit Kranken zu tun ist und zusätzlich professionelle medizinische Hilfe sucht.

    Ich persönlich bin jedenfalls der modernen Medizin dankbar, die nachweislich Leben rettet und Leiden mindert.
    Da stimme ich vollkommen mit Dir überein, ich hege sogar den Verdacht, daß sich bei neuen Entdeckungen in der medizinischen Forschung der heilige Geist ein bißchen in die Karten gucken läßt.

    Antworten
    1. gast

      Hallo Marti und ebenfalls ein frohes neues Jahr!

      "Das Problem ist wohl, daß Du das AT durch die Brille des NT liest. "
       
      http://www.unendlichgeliebt.de/wordpress/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_cry.gif

      Ist das ein Problem? Ich dachte, das alte Testament (in christlicher Interpretation) sei ein Teil des christlichen Weltverständnisses? Jesus hat doch selbst gesagt, dass angeblich alle seine Taten im alten Testament vorhergesagt wurden, dachte ich?

      " Gott liebt es aber so sehr, uns  Fden freien Willens zu lassen, so daß das Gesetz auch nicht funktionieren konnte, also entschied er sich letztendlich sein liebstes für uns zu geben und das ist der allerhöchste Preis der je für mich bezahlt wurde."

      Sag mal, liest du da nicht ebenfalls das alte Testament durch die  Brille des neuen Testaments?..

      Die Ansicht, dass Jesus in irgendeiner Form das Gesetz außer Kraft setzt, widerspricht in meinen Augen auch einer Aussage von Jesus im neuen Testament: 

      "Denn ich sage euch wahrlich: Bis daß Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute also, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich." 

      Matthäus 5

      Heißt das nicht, dass das Gesetz, bis in jedes Detail, weiterhin gültig ist, bis Himmel und Erde zergehe?
      Im Buch der Offenbarung ist ja die Rede vom Ende der Erde, aber der Himmel ist doch ewig, oder? Das heißt, das Gesetz vergeht nie.

      " Ich würde mein Kind nicht hergeben für den Schrott, den die Menschheit abliefert."

      Dann würdest du wohl den Abraham-Test nicht bestehen? Also ich würde mein Kind garantiert nicht opfern, für nichts auf der Welt…

      Ich bin allerdings nicht sooo begeistert von Gottes Opfer. Hätte er den Menschen nicht auch ohne Blutvergießen verzeihen können? Außerdem empfinde ich Jesus' Tod als kein großes Opfer. Er selbst wusste ja, dass er nach drei Tagen wieder aufersteht (und laut Bibel waren es ja dann auch nur noch maximal 1,5 Tage). Und danach fuhr er in den Himmel, um zur Rechten des Vaters zu sitzen und mit ihm die Welt zu regieren. Was hat er denn aufgegeben? Er hat sein Leben als Mensch gegen eines als Gott eingetauscht, das ist doch eher eine Verbesserung als ein wirkliches Opfer in meinen Augen.

      Da ist es doch viel radikaler, was er von Abraham verlangt. Die Juden hatten ja kein Konzept vom Leben nach dem Tod, also hätte Abraham Isaak für immer verloren, während Gott seinen Sohn nie verliert.
       
      "Ich schweife ab vom Thema." 

      Macht nichts! Ich mag Abschweifungen…

      "Hast Du auch das Ende von Hiob gelesen?"

      Ja, hab ich. Hiobs Kinder bleiben tot. Und bitte sag mir nicht, dass du wirklich glaubst, neue Kinder könnten einen Menschen für den Tod seiner Kinder "entschädigen". Auch wenn es die Schönsten im Lande sind.
      Und selbst wenn, wo bleibt die Gerechtigkeit für Hiobs ermordete Kinder, die als Bauernopfer für die Wette draufgehen, die eigentlich Hiob betrifft?..

      "Da stimme ich vollkommen mit Dir überein, ich hege sogar den Verdacht, daß sich bei neuen Entdeckungen in der medizinischen Forschung der heilige Geist ein bißchen in die Karten gucken läßt."

      Ach ja? Wieso denn der heilige Geist? Im alten Testament heilt doch der HERR und im neuen auch Jesus, aber nicht der Heilige Geist. Ich dachte, der wäre so eine Art Kommunikationskanal zwischen göttlichen Vater und Menschen? Aber wenn ich ehrlich bin, hab ich die Rolle des Heiligen Geistes nie so wirklich verstanden und weiß noch immer nicht, wozu man ihn überhaupt braucht, was er kann, was Vater und Sohn nicht können.
      Vielleicht kannst du mir da weiterhelfen…

      http://www.unendlichgeliebt.de/wordpress/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_cry.gif

      beste Neujahrsgrüße
      Ben

      Antworten
  14. Marti

    @ Ben, Du machst hier ´ne ganze Menge Fässer auf. Das AT durch die Brille des NT zu lesen, heißt soviel wie das ganze Erlösungswerk vom Kreuz und damit das ganze Paket d.h. den Sieg über den Tod, die Sünde, die Krankheit etc. des neuen Bundes, auf das Weltbild des AT umzulegen. Funtioniert eher nicht so gut.
    Natürlich würde ich den Abrahamtest nicht bestehen. Ist ja auch ein Bild für das bedingungslose Vertrauen das damals Abraham zu seinem Freund Gott hatte, was für eine Beziehung die zwei doch hatten, wenn Abraham bereit war das Leben seines Sohnes auf dem die Verheißung lag zu opfern.
    Die Sache mit Hiob ist ja die, Satan handelte mit Gott und meinte Hiob wäre Gott nur treu, weil Gott ihn so fett gesegnet hat und sobald der Segen weg wäre, wärs das mit der Treue von Hiob zu Gott auch vorbei. Das war die Basis von dem deal, dessen Fragwürdigkeit natürlich auch diskutiert werden kann. Am Ende ist die Aussage von Hiob doch, früher kannte ich Gott nur vom Hörensagen, jetzt habe ich ihn erlebt.
    Was willst Du denn zum heiligen Geist wissen? Bibelkenntnis hast Du ja ganz offensichtlich reichlich.
    Ich mag nur Mandy´s blog nicht sprengen. Vielleicht magst Du ja Deine mail hinterlegen, dann können wir die eine oder andere Frage gerne diskutieren.
     

    Antworten
  15. Mandy Artikelautor

    Nur zu Marti, spreng mal ne Runde. Ich find das ganz interessant mitzulesen. Und einige Andere wahrscheinlich auch und wem es nicht interessiert, der muß ja nicht….

    Also wenn ihr wollte, gerne weiter "reden"

    Antworten
  16. Marti

    Na gut, danke Mandy.  Dann doch noch ein bißchen ausführlicher zu Hiob. In Hiob 42,5 :" Vom Hörensagen nur hatte ich von dir vernommen; jetzt aber hat mein Auge dich geschaut."
    In Hiob läßt sich sehr gut ablesen, wie die Strategie vom Satan ist. Er raubt, stiehlt und verdirbt. Das ist von Anfang an sein Charakter. Zuerst die Beziehungen, dann das Eigentum und schließlich und endlich noch den Gesundheitszustand.
    Wenn ich das Ende von Hiob lese, sehe ich einen ehrfuchtsgebietenden Gott, dessen Grenzen auch von einem seiner Widersacher nicht überschritten werden dürfen und daß das Maß, des für jeden individuell erträglichen nicht überschritten werden darf. Gott ist und bleibt das Souverän.
    Da können wir mit unserer "griechischen" Denke von Logik und Leistung bringt den Segen uns neu orientieren.
    Natürlich ersetzen die neuen Kinder nicht die ersten Verunglückten, davon war ja auch nie die Rede.
    Hmmm, nun zum Heiligen Geist als Grundlage würde ich Jesaja 11,2 ff nehmen: "Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheitund der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht….."
    Wozu man den HG braucht? Also ich täglich, in sämtlichen Anforderungen. Der HG ist Gott, wie die anderen zwei und den hat Jesus für uns zurückgelassen. Er erklärt mir schwer verständliche Bibelstellen, bringt mich zum lachen, ordnet meine Tagesordnungspunkte neu und vorausschauend, tröstet mich, ist mein Anwalt, macht mich locker, gibt mir Ideen und sorgt dafür daßmein Denken auch mal die Richtung wechselt.

    Antworten
  17. gast

    Hallo Marti,

    manche Fässer sollte man auch hin und wieder öffnen, um nicht die Katze im Sack zu kaufen.
    Aber mit dem Alten Testament und der Brille hast du doch angefangen… Ich wüßte auch nicht, wann ich das gemacht haben sollte…
    http://www.unendlichgeliebt.de/wordpress/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_cry.gif

    Ich bin mir eigentlich sehr bewußt darüber, dass die Juden zum Teil radikal andere Vorstellungen von Gott und der Welt haben als die Christen. (Nebenbei: Viele Christen haben auch radikal andere Vorstellungen von Gott und der Welt als andere Christen…)

    — ZU ABRAHAMS OPFER:

    "Natürlich würde ich den Abrahamtest nicht bestehen."

    Das macht dich in meinen Augen sympathisch.

    " Ist ja auch ein Bild für das bedingungslose Vertrauen das damals Abraham zu seinem Freund Gott hatte"

    Also hier scheinst DU mir wieder das alte Testament mit dem Gottesbegriff der Christen (Gott=Liebe) zu lesen. Gott testet nicht, wie sehr Abraham ihn liebt, sondern wie sehr er ihn fürchtet. Es geht nicht um Liebe oder Freundschaft, sondern um bedingungslosen Gehorsam.

    "Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.  Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm nichts; denn nun weiß ich, daß du Gott fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen. " 1Mose22

    Off topic, aber vielleicht interessant: Eine lustige Geschichte darüber,wie Abraham seinen Sohn tötet…

    Die Torah ist ja aus verschiedenen Quellen zusammengesetzt. Das ist auch, soweit ich weiß, unter den zumeist gläubigen Bibelforschern recht unumstritten. In einer Quelle wird Gott immer "die Götter" (wörtlich, nicht in den Übersetzungen) gennant, "Elohim", daher heißt die Quelle E-Quelle. Dann gibt es noch die J-Quelle, die Gott "Jahwe" nennt. Vielleicht noch einige andere, das ist nicht ganz unumstritten. So erklären sich z.B. die zwei völlig widersprüchlichen Schöpfungsgeschichten der Frau im Buch Genesis. 
    Rekonstruiert man nun allein die E-Quelle und nicht die kombinierte und revidierte JE-Version unserer Bibel, scheint es, als habe in dieser Variante der Abrahamsgeschichte Gott nicht eingegriffen und seinen Sohn getötet. Dann liest der Text sich nämlich so.
     "Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen beide miteinander. Und als sie kamen an die Stätte, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham daselbst einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz und reckte seine Hand aus und faßte das Messer, daß er seinen Sohn schlachtete. Und Abraham hieß die Stätte: Der HERR sieht. Daher man noch heutigestages sagt: Auf dem Berge, da der HERR sieht. Und der Engel des HERRN rief Abraham abermals vom Himmel und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der HERR, weil du solches getan hast und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont, daß ich deinen Samen segnen und mehren will wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres; und dein Same soll besitzen die Tore seiner Feinde; und durch deinen Samen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden, darum daß du meiner Stimme gehorcht hast. Also kehrte Abraham wieder zu seinen Knechten; und sie machten sich auf und zogen miteinander gen Beer-Seba; und er wohnte daselbst." 

    QUELLE: Richard Elliot Friedman "The Bible with sources revealed"
     
     
    — ZU HIOB

    "In Hiob läßt sich sehr gut ablesen, wie die Strategie vom Satan ist. Er raubt, stiehlt und verdirbt. Das ist von Anfang an sein Charakter."

    Warum ist es von Anfang an sein Charakter? Heißt das: Gott hat ihn bewusst so erschaffen? 

    Und hat Gott tatsächlich so ein geringes Selbstvertrauen, dass er dem Teufel etwas beweisen muss? Wenn ja, glaubst du, Satan hat seine Lektion gelernt? Da sein Charakter böse ist hat er doch keine Wahl, kann sich nicht ändern und wird immer böse bleiben. Wozu also die Wette?

    "Zuerst die Beziehungen, dann das Eigentum und schließlich und endlich noch den Gesundheitszustand."

    Aber nur, weil Gott es ihm erlaubt. 

    In meinen Augen ist die ganze Wettgeschichte nur ein literarischer Griff, um zu erklären, wieso die traditionelle jüdische Sicht, dass Gott gute Menschen gut behandelt, nicht zu stimmen scheint. Genau das behaupten ja die Freunde Hiobs, woraufhin Gottes "Zorn ergrimmt", weil sie seiner Meinung nach nicht recht von ihm geredet haben (Hiob42).

    Noch mal zu Hiobs Kinder: Wieso hat Gott die nicht geheilt, vom Tode? Das macht er ja manchmal, auch im alten Testament, in der Elia/Elisa-Erzählung.
     
    Bestraft Gott Menschen für die Sünden anderer? 
    Die ermordeten Hiobskinder sind nur ein Beispiel dafür, ich hab ja bereits die 70.000 Opfer von Davids Volkszählung erwähnt. Und sogar in den zehn Geboten sagt er das. Zufälligerweise wird diese Stelle bei 10-Geboten-Aufzählungen immer weggelassen.

    "Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen;" (2Mose20)

    Sagen wir mal, ich würde an die Existenz des Bibel-Gotts glauben. Warum sollte ich eine Beziehung mit ihm haben wollen, wieso sein Freund sein, wenn er Unschuldige (inklusive Kinder) ermordet, um andere Menschen zu bestrafen? Und sich auch sonst im Großteil der Bibel wie ein wahnsinniger Tyrann verhält?
    Weil er mich dann besser behandelt?
    Bin ich wirklich so selbstsüchtig, dass ich meine Ideale und Moralvorstellung aufgeben sollte, weil mir persönlich das einen Vorteil bringen würde? Wahrscheinlich schon.

    "Gott ist und bleibt das Souverän." 

    In der Hiob-Geschichte definitv. Doch nur dass er Macht hat, heißt nicht, dass er gut ist oder anbetungswürdig.
    Es sei denn, man setzt Macht und Gerechtigkeit gleich – "might makes right". Das macht Gott im Buch Hiob in meinem Verständnis sehr eindeutig. Besonders in seiner ersten Rede an Hiob. (Allerdings: 100% habe ich nicht alles verstanden, was Gott Hiob alles sagen wollte, wenn ich ehrlich bin. Als Gott anfängt, von sprechenden Blitzen, Einhörner und einem Lot zu reden, mit dem er die Erdscheibe ausgerichtet hat, damit wir nicht runterfallen, da hab ich mich schon sehr gewundert..)

     
    "Natürlich ersetzen die neuen Kinder nicht die ersten Verunglückten, davon war ja auch nie die Rede."
    Das klingt für mich aber anders.
    Und von welchen "Verünglückten" redest du, die Kinder sind nicht einem Unglück zum Opfer gefallen, sondern bewusst ermordet worden, von Satan mit ausdrücklicher Genehmigung Gottes.

    — ZUM HEILIGEN GEIST

    Ich kenne mich tatsächlich einigermaßen mit der Bibel aus. Das hilft aber nicht das Konzept der Dreifaltigkeit zu verstehen, da es im 4. Jahrhundert enstand und zur Kirchentradition und nicht wirklich zur Bibellehre gehört. Im Gegenteil: Wenn ich die Bibel lese tauchen da massive Widersprüche zu dem Konzept auf. Auch die Stelle, die du zitiert hast, redet für mich nicht über eine eigenständige "Person der Dreifaltigkeit", sondern über das Wirken Gottes auf Menschen. Und wieso sollte eine Wirkung eine Person sein?  http://www.unendlichgeliebt.de/wordpress/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/icon_cry.gif


    "Wozu man den HG braucht? Also ich täglich, in sämtlichen Anforderungen. Der HG ist Gott, wie die anderen zwei und den hat Jesus für uns zurückgelassen. Er erklärt mir schwer verständliche Bibelstellen, bringt mich zum lachen, ordnet meine Tagesordnungspunkte neu und vorausschauend, tröstet mich, ist mein Anwalt, macht mich locker, gibt mir Ideen und sorgt dafür daßmein Denken auch mal die Richtung wechselt."
    "
    Verstehe.Der Heilige Geist ist dein Unterbewußtsein. ;-)

    Und in Bezug auf die Bibelstellen die du erwähnt hast, auch ein ziemlich gutes Beispiel für das unbewußte Wirken von confirmation bias, um auf meinen allerersten Kommentar hier zurückzukommen.
    Ach, das waren noch Zeiten damals…

    Beste Grüße
    Ben

    Antworten
  18. Marti

    Ach Ben, mir scheint Du möchtest nur einen Diskurs um Dir selbst zu bestätigen, daß Christen ein bißchen seltsam sind und sich von ihrem Unterbewußtsein lotsen lassen.
    Das halt ich wiederum für eine sehr eigenwillige Theorie, da meine Erfahrungen andere sind. Das ist, wie wenn ich jemanden Liebe erklären wollte. Das empfindet jeder auch anders.
    Das mit dem confirmation bias, darin stimme ich mit Dir überein. Das ist ja auch logisch. Widerspricht das in irgendeiner Weise dem christlichen Weltbild?

    Antworten
  19. Anonymous

    "Ach Ben, mir scheint Du möchtest nur einen Diskurs um Dir selbst zu bestätigen, daß Christen ein bißchen seltsam sind und sich von ihrem Unterbewußtsein lotsen lassen."

    Christen sind nicht nur ein bisschen seltsam, aber das ist ja an sich nicht schlimm. Seltsam kann auch gut sein, besser als langweilig auf jeden Fall. Jeder Mensch lässt sich von seinem Unterbewusstsein lotsen. 
     
    "Das halt ich wiederum für eine sehr eigenwillige Theorie, da meine Erfahrungen andere sind."

    Du musst ja nicht zustimmen. Aber eine "eigenwillige" Theorie ist es definitv nicht. So ziemlich jeder Fachmann, der sich mit dem menschlichen Geist beschäftigt, Psychologen, Psychiater, Neurobiologen, Philosophen, etc. akzeptiert den enormen Einfluß des Unterbewußtseins auf das menschliche Verhalten. Schon seit Freud, also seit über 100 Jahren.
    Wenn du behauptest, das Unterbewusstsein habe keinen oder einen geringen Einfluss, dann stellst du eine eigenwillige Theorie auf, die gegen alle Forschungesergebnisse in diesem Bereich spricht.
    Was meinst du mit "Deine Erfahrungen sind andere"? Der Einfluss der Unterbewussteins ist unterbewusst, also per Definition nicht Teil der Erfahrung, sonst wäre es ja das Bewusstsein.

    "Das mit dem confirmation bias, darin stimme ich mit Dir überein. Das ist ja auch logisch."

     Der confirmation bias ist einer der Faktoren unseres Unterbewusstseins. Ich dachte eine Beeinflussung durch das Unterbewusstsein sei eine eigenwillige Theorie?

    "Widerspricht das in irgendeiner Weise dem christlichen Weltbild?"
    Es bietet eine alternative Erklärung zu einigen auch hier vorgebrachten christlichen Denkmustern. Eine Erklärung, die auf Fakten beruht und nicht auf Magie, also wissenschaftlich gesehen besser und nützlicher ist.
     

    Antworten
  20. Marti

    Lieber Ben, langsam fängst Du an mir ans Herz zu wachsen.
    Der Einfluss der Unterbewussteins ist unterbewusst, also per Definition nicht Teil der Erfahrung, sonst wäre es ja das Bewusstsein.
    Das ist es ja was ich meine, ich erlebe den HG bewußt, also ist es nicht mein Unterbewusstsein.
    Mein Eindruck von dir ist, daß Du an irgendeinem Punkt maßlos von Gott, den Christen oder sonstwem enttäuscht wurdest und so aus Deinem sicher umfangreichen biblischen Kopfwissen, keine Herzensgewissheit werden konnte. Solange das so ist führen wir eine Diskussion auf unterschiedlichen Ebenen.
    Ich habe die Gewissheit und inzwischen zahlreiche Gotteserlebnisse, die keinerlei wissenschaftlicher Erklärung bedürfen. Ich bin ja gottgläubig und nicht wissenschaftsgläubig. Das wäre mir echt zuuuu unsicher,das mit der Wissenschaft.

    Ich hab noch eine kleine Youtube-Empfehlung für Dich "Ameise im Quadrat" Viel Spaß damit.

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