“Zweifel sind die Ameisen in der Hose des Glaubens, sie halten ihn hellwach und in Bewegung.”*

Wenn Du am Nachmittag zum Himmel guckst, siehst Du keine Sterne. Logisch.

Das Ding ist, dass Dein Wahrnehmungsvermögen begrenzt ist. Du brauchst die Dunkelheit der Nacht, um die Sterne zu sehen.


Und ich glaube so ähnlich ist das auch mit BIG Daddy ….
oft braucht es dunkle Stunden im Leben, damit Du kapierst, dass er wirklich da ist und Dich tröstet.

 

Billy Graham, ein Prediger, wurde mal gefragt, ob er glaubt, dass Gott ihm nach seinem Tod auf die Schulter klopfen wird und sagt:

"Gut gemacht Billy"

…. und er antwortete:

"Das hoffe ich!"

 

Oder der Martin Luther, zu ihm kam mal eine ältere Frau, die sich mies fühlte, weil sie an Gott zweifelte….

"Sag mal" fragte er sie, "wenn du mit Gott sprichst, glaubst du dann immer, was du sagst?"

"Ja, aber gewiss." sagte die alte Frau. 
 

"Dann geh in Frieden, dein Glaube ist stärker und besser als meiner."


Selbst wenn Du vielleicht viel Gutes erlebt hast, total für Jesus abgehst und Wunder gesehen hast, gibt es dann auch Momente in Deinem Leben wo Du zweifelst und vielleicht Fragen stellst wie diese:

 

  • Gibt's Gott wirklich oder bilde ich mir das alles ein?
  • Gott, wo bist Du?
  • Kannst Du mich überhaupt lieben?
  • Meinst Du es wirklich so gut mit mir?
  • uva….
     

Ich denke Zweifel gehören zum Glauben einfach dazu…. guckst Du im 1. Korinther 13, 12:
 

"Jetzt sehen wir die Dinge noch unvollkommen, wie in einem trüben Spiegel, dann aber werden wir alles in völliger Klarheit erkennen.

Alles, was ich jetzt weiß, ist unvollständig; dann aber werde ich alles erkennen, so wie Gott mich jetzt schon kennt."

 

Unser Menschenhirn ist im Gegensatz zu Gott nen Mini-Pups…. wir können also niemals ihn und was er tut in vollem Ausmaß kapieren.

 

Wie man sich fühlt, mitten in der ganzen Zweifelerei beschreibt Jakobus 1, 6 ganz passend:

"Wer zweifelt, gleicht den Wellen im Meer, die vom Sturm hin- und hergetrieben werden."

Ich hab mich mal schlau gemacht, dass Wort "Zweifel" kommt von dem germanischen Wort "twîfla" und bedeutet "doppelt, gespalten, zweifach, zwiefältig". Zweifel sind da, wenn in unserem Herzen was anderes ist, als wir es nach außen hin, erleben.

 

Ein bekannter Zweifler in der Bibel, ist der Thomas. Der hat blöderweise den Jesus verpasst, als der nach seinem Tod wieder putzmunter durch die Gegend lief. Als seine Kumpel's dem Thomas das erzählen, will er das so gar nicht glauben und zweifelt:

"Die Jünger erzählten ihm: »Wir haben den Herrn gesehen!«

Thomas sagte zu ihnen: »Niemals werde ich das glauben! Da müsste ich erst die Spuren von den Nägeln an seinen Händen sehen und sie mit meinem Finger fühlen und meine Hand in seine Seitenwunde legen – sonst nicht!«
Johannes 20, 25

Tschjaaaaaa….. der gute Thomas wollte Beweise! Der alte Skeptiker. Jesus hat ihn total gern und er erfüllt ihm seinen Wunsch.

Er führt ihm den "Durch-die-Tür-kommen-ohne-die-Tür-aufmachen" – Trick vor. Und Thomas darf seine Hände auf die Wunden von Jesus legen:

»Leg deinen Finger hierher und sieh dir meine Hände an! Streck deine Hand aus und lege sie in meine Seitenwunde! Hör auf zu zweifeln und glaube!«

Da antwortete Thomas: »Mein Herr und mein Gott!«

Jesus sagte zu ihm: »Du glaubst, weil du mich gesehen hast. Freuen dürfen sich alle, die mich nicht sehen und trotzdem glauben!«
Johannes 20, 27-29

 

Thomas wurde übrigens voll der Hammertyp und reißte als Prediger durch die Gegend. Er erlebte krasse Wunder und in Indien ließen sich, bei einem Gottesdienst, 9000 Menschen taufen.

 

Noch ne Story die veranschaulicht wie Zweifler druff sind:


Ein Skeptiker wird zur Begrüßung umarmt, einfach so Freundschaftsmäßig. Er zweifelt aber daran und checkt sofort nach der Umarmung ab, ob sein Portemonnaie noch in seiner Hosentasche ist und es ihm nicht rausgezogen wurde. Wahrscheinlich kommt dieses Misstrauen von früheren Enttäuschungen.


Wenn Du Zweifel hast, dann laß sie raus… denn wenn Du die unterdrückst werden Fragen nie gestellt und das tut nicht gut. Ich rate Dir Dich mit Deinen Zweifeln auseinander zu setzen. Im wahrsten Sinne ;-)

 

Johannes, der Täufer, war ein Typ der mit ganzem Herzen glaubte. Ehrlich und direkt. Irgendwann wurde er aber eingeknastet und hockt also so drin in seiner dunklen Zelle. Und baaamm spinnen sich Zweifel in seinem Hirn zusammen. Er lässt zwei Boten antreten, die sollen Jesus folgende Frage stellen sollen:
 

"'Bist du der Retter, der kommen soll, oder müssen wir auf einen anderen warten?'"
Johannes 20, 20

 

Was lernen wir daraus??

 

Mach nicht dumm rum, sondern geh mit Deinen Fragen direkt zum Chef!

Zweifel sind nicht das Gegenteil von Glauben, sie sind Bestandteil des Glaubens. Sie sind notwendig für uns, damit wir wachsen und feststellen können, was wirklich wichtig ist.

 

Gott kannst Du jede Frage stellen. Er schnauzt Dich nicht voll, sondern er geht auf Dich ein und er gibt Dir Antwort.

Er erlaubte Thomas seine Wunden anzufassen, er schickte die Boten zu Johannes in den Knast zurück, die ihm bestätigen sollten, dass Jesus der angekündigte Messias ist.

 

Dann hätten wir noch den Petrus, der dachte er hätte einen Gauben, der stark wie Sau ist und versprach dem Jesus:

 

"Jesus, wenn es sein muss, dann sterbe ich mit dir, ja, ich lasse mich ans Kreuz nageln!"

 

Er war sich 100%ig sicher, dass er das tun würde. Aber sein Mund war größer, als sein Herz und er konnte dieses Versprechen nicht halten. Während Jesus verurteilt wurde, fragte man Petrus 3x ob er mit Jesus befreundet ist und ihn kennt und 3x wehrt er ab, wie ein Fußballspieler, der wild mit den Armen fuchtelt, um dem Schiri klar zumachen, dass da gar nix war… von wegen Foul und so.

 

Tschja, war wohl nix von wegen für Jesus sterben….

Doch Jesus zeigte nicht mit ausgestrecktem Mittelfinger auf ihn und sagte:

"Du Arsch…. erst sagste, du stirbst mit mir, wenn es sein muß und jetzt machste den Rückzieher. Du darfst nicht zweifeln!"

 

Jesus liebt Ehrlichkeit. Weißt Du Gott liebt uns mit bedingungsloser göttlicher Liebe agape – aber wir lieben ihn mit menschlicher/freundschaftlicher Liebe philia! Lies am besten mal bei Wiki nach, was der Unterschied ist.

 

Petrus war mit Sicherheit traurig und enttäuscht von sich selbst, aber Jesus kennt ihn und ich glaube er sagte ihm:

"Du hast nicht versagt, nur weil du zu dem stehst, was in dir drin ist."

 

Warum denn jetzt dieses rumgezweifel?

 

a) Mangel an Beweisen

 

Da kam mal ein Mann zu Mutter Teresa und sie fragte ihn:


"Was kann ich für dich beten?"

"Bitte bete das ich Klarheit bekomme, wie meine Zukunft aussehen soll." antworte er.

"Das mache ich bestimmt nicht" sagte Mutter Teresa.

"Warum denn nicht??" fragte er erstaunt

"Klarheit ist das, woran du dich bis zum Schluss klammerst, und es ist genau das, was du loslassen musst. Klarheit habe ich nie gehabt, aber immer Vertrauen. Ich werde beten, dass du Gott vertrauen kannst."

 

Wow, ich liebe diese Frau! Zu gern hätte ich sie kennen gelernt….

 

b) das Leben der Christen

Leider haben Christen viel verbockt:

  • Kreuzzüge
  • Hexenverbrennung
  • Sklaverei
  • Missbrauch
  • uvm.

Da kommen bei manch einem schon die Fragen auf:

  • Kann es einen Gott geben, wenn der sich nicht mal anständiges Personal auf der Erde leisten kann?
  • Warum sind Christen keine besseren Menschen?

 

c) das Problem des Leids

Leo Bigger schreibt in seinem Buch "Lieber Gott, warum?":

"Nichts beweist uns die Existenz Gottes besser, als die Geburt eines Kindes, die Entstehung von neuem Leben. Und nichts stellt Gottes Existenz mehr in Frage, als der Tod eines Kindes."

Wenns Dir beschissen geht, dann stehst Du vor einer großen Herausforderung…. glaube trotzdem!

 

"Ihr seht also, dass es unmöglich ist, ohne Glauben Gott zu gefallen. Wer zu ihm kommen möchte, muss glauben, dass Gott existiert und dass er die, die ihn aufrichtig suchen, belohnt."
Hebräer 11, 6

 

Zweifel ohne Glaube führt in die Verzweiflung. Zweifel mit Glaube führt zu Vertrauen.

Zweifel treiben uns an, die Wahrheit zu suchen. Vergiß nicht, Du kannst nur Vertrauen zu Jesus fassen, in dem Du solange nachdenkst, nachfragst, ringst und kämpfst, bis du erkennst, dass er wirklich der ist, der er behauptet zu sein.

 

"Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns."
Richard P. Feynman

Teile Deine Fragen mit Menschen und mit BIG Daddy, so entwickelt sich Dein Glaube. Lass durch Deine Zweifel Deinen Glauben wachsen!

Fetten Segen Deine Jesus Punk

 

*Zitat von Leo Bigger; Textinspirationen von Leo Bigger; Foto1: burblemattfish/flickr.com; Foto2: Benjamina Smith/flickr.com, Foto3 ashley.adcox/flickr.com; Foto4: Martin Gommel/flickr.com
Ich schreibe für eine Initiative von In-Meiner-Strasse e.V.  Wenn Du meine Arbeit unterstützen möchtest, findest Du auf diesem Link alle Infos.

 


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Dieser Beitrag wurde am 12. August 2011 veröffentlicht.

9 Gedanken zu „“Zweifel sind die Ameisen in der Hose des Glaubens, sie halten ihn hellwach und in Bewegung.”*

  1. Tati

    Ich könnte Dich knuddeln, wenn ich könnte! Danke liebe Mandy!!! Ein Superbeitrag – wie immer!!!!
    Du bist ein Gottes Segen!

    Antworten
    1. Mandy Artikelautor

      Naaaaaaaaaa ich checke bestimmt danach auch nicht ob mein Portemonai noch inna Hose ist. Weil das da eh nie drin ist, dass paßt da nämlich nicht rein!

       

      Danke, freut mich das dich der Beitrag irgendwie anspricht und so

      Antworten
  2. Dirk

    Hi Frau Punk,
    Du schreibst mit viel Gefühl!
    Mit viel Gefühl für die richtigen Worte und für den richtigen Zeitpunkt. Einfach gut!
    Liebe Grüße
    Dirk

    Antworten
  3. Mandy Artikelautor

    Danke, dass freut mich das es euch gefällt.

    Zur Zeit beschäftigen mich die Gedanken, die man so als Zweifel kennt:

     

    • Warum macht das Gott so und so?
    • Starb er wirklich für mich?
    • Wie kann Gott 3in1 sein?

     

    usw. Falls ihr euch ein Thema wünscht, dann nur raus damit. Bin immer auf der Suche, über was ich schreiben kann. Aber in 95% der Fälle kommts mir dann einfach in den Kopp. Das ist prima so.

     

    Danke für Eure Kommentare, darüber freue ich mich immer. Irgendwie weiß man dann, ob es paßte oder was erneut für Fragen aufkommen, als wenn man gar kein Feedback bekommt.

     

    Antworten
  4. Sarolf

    Hi Mandy,
    vielen Dank für deinen tollen Beitrag. Er passt für mich in den Tag und auch zu meinem Leben, da ich an vielen Tagen von starken Zweifeln durchgeschüttelt werde. Aber du hast mir einen von meinen größten Zweifeln aufgelöst, der mir sehr lange sehr weh getan hat.
    Ich danke dir dafür und Gott danke ich für das, was er durch dich tut.
    Liebe Grüße
    Sarolf

    Antworten
  5. Mario

    Das finde ich durchaus alles sehr vernünftig, was du schreibst. Aber das Zitat von Luther wirkt auf mich ehrlich gesagt erfunden. Hast du eine Quelle?
    Luther hat nämlich zum Thema Zweifeln auch gesagt:

    "Die Vernunft ist und soll in der Taufe ersäuft sein."

    Das ist ein Zitat aus einem von Luthers Büchern, hier online:

    Und darf ich mich nach deiner Meinung zu folgender Bibelstelle erkundigen?:

    "Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht. Hebräer 11.1"

    Wird hier nicht Glaube direkt als "Nichtzweifeln" definiert?

    Antworten
  6. Mario

    Ach, und ganz nebenbei bemerkt. Billy Graham hat einmal öffentlich gesagt, Homosexuelle sollten zwangskastriert werden.  ()Ich frage mich, ob ihm Gott dafür auf die Schultern klopfen wird…

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