Weihnachten auf der Strasse….

Weihnachten wird oft als ein besinnliches Fest in der Familie bezeichnet.

Als ich in der Punkszene auf der Straße lebte, war das alles andere als besinnlich.  Das einzige was den Sinn irgendwie erheiterte waren Drogen. Ein teuflischer Kreislauf.

Weihnachten bedeutete das die Menschen abdrehen….  Sie schleppen Tütenweise Zeug  aus den Geschäften, sind in Hektik, gestreßt, ziehen in Scharen über den Weihnachtsmarkt und zerren ihre Kinder in den vollgestopften Fußgängerzonen und durch schmale Fressbudenpfade hinter sich her und in ihrem Rausch scheinen sie alles um sich herum zu vergessen.

 

Wir Straßenkids hatten da schlechte Karten. Wir wurden häufiger beschimpft, nicht beachtet oder einfach zur Seite geschubst.

Und je näher der heilige Abend rückte, umso verrückter und bekloppten wurde das Ganze.

 

Ich hätte mich am liebsten weggeknallt. Mir irgendwelche Drogen reingepfiffen, die mich erst wieder wach werden lassen, wenn die Welt wieder normal ist. Wenn das so einfach wäre…

Heiligabend verbrachte ich meistens in einer Art Jugendhaus. Da waren Sozialarbeiter, die sich um Kids kümmerten, die auf der Straße lebten oder Stress zu Hause hatten. Sie organisierten eine kleine Weihnachtsfeier, was auch ganz nett war.

Doch einmal sagte einer zu mir: "Fühl Dich wie zuhause!"
Da verlor ich die Beherrschung und rastete aus….   "ZUHAUSE???" …. da wollte ich nie wieder hin.

 

Ich erinnere mich wie ich zu Weihnachten das erste Mal einen Gottesdienst besuchen wollte. Ich war allein, die anderen hatten keinen Bock. Also ging ich in eine Gemeinde. Keine Kirche mit Altar oder so. Ich glaube es war eine freikirchliche Gemeinde oder Baptisten oder was auch immer…

Ich ging rein, es hatte schon begonnen und der Raum war proppevoll. Es war warm und die Musik war auch ganz ok. Doch kaum war ich da und schaute mich um, kam ein Mann auf mich zu und zerrte mich an meiner Schulter nach draußen….

"Du darfst hier nicht rein, so wie Du aussiehst!!" erklärte er vor der Tür in einem heftigen Ton.

Naja: lange Rede, kurzer Sinn: Ich war Punkerin und sah auch so aus.  200 Nieten, Lederjacke, Iro in grün und Rot, Metall im Gesicht, Springerstiefel, Sicherheitsnadeln usw. mir quoll die Rebellion aus allen Löchern, für alle unübersehbar…

Ich glaube gestunken habe ich nicht und ich war auch nicht besoffen oder total dicht. Ich diskutierte noch mit dem Typ rum, aber der war stur wie nen Stück Gipskarton und lies sich nicht umstimmen, also haute ich wieder ab.

Natürlich war ich angepisst und die "Kirche" war direkt scheiße für mich.

 

Wenn ich heute darüber nachdenke, ist das echt ne heftige Nummer. Ok, ich passte nicht in die Reihe des üblichen Gemeinde Outfits…..

Doch hey, was ist das assi – Leute wegzuschicken, die noch dazu eindeutig Hilfe brauchen.

Weihnachten…. das gab mir den Rest!

 

Dennoch habe ich, Gott sei Dank, bis heute echt liebevolle Menschen erlebt, die mich annehmen wie ich bin. Egal ob ich Springerstiefel trage oder nicht.


Ich möchte Dich ermutigen (nicht nur zu Weihnachten) Dir nen Ruck zu geben und zu Menschen  zu gehen, die vielleicht ganz anders sind als Du. Sie haben es verdient, denn sie sind genauso wertvoll wie Du!

Ich glaube mich hätte man damals nicht erreicht mit frommen Worten, von wegen "Jesus liebt Dich". Klar dem ein oder anderen geht das rein, aber bei mir war es eine innere Mauer, wo das nicht durch drang. Ich war verletzt, konnte niemanden vertrauen, "sind doch alles Arschlöcher" dachte ich. Ich bin "dagegen"… egal um was es ging. Rebellion pur.

Wenn mir aber jemand etwas zu essen brachte oder sich Zeit nahm, ging das tiefer. Ich konnte es nicht ausdrücken in Worten, aber irgendwie ist mir das in Erinnerung geblieben und hat mir zumindest etwas das Gefühl gegeben, nicht allen scheißegal zu sein.

Bekam ich Geld, dann habe ich fast immer Drogen dafür gekauft. Essen, Alk und Kippen kann man schließlich klauen – damals war das noch einfacher und wir machten richtige Beutezüge durch die Stadt.

Letztes Jahr habe Schokoriegel, kleine Rittersport Dinger, Plätzchen, Bonbons oder weiß ich was genommen… habe kleine Zettel dran geklebt, dann was nettes drauf geschrieben und bin losgezogen und habe es verteilt.

 

Ich möchte Dich bitten, für alle Menschen, die irgendwo drausen pennen müssen zu beten.

Vielleicht hat Dir meine Story ein bisschen Mut gemacht, dass nicht alles umsonst ist, auch wenn erstmal nicht viel zurück kommt.

 

Bleib dran, fetten Segen für Dich!
Deine Mandy
Jesus Punk

 

 

Nachtrag Dezember 2012: Ich hatte dieses Jahr die Ehre im Buch vom Hrsg.. Thomas Klappstein mitschreiben zu können. Meine Geschichte darin heißt "Der Bettler am Straßenrand" – darin schreibe ich nochmal etwas vertieft, wie ich Weihnachten erlebt habe und was Du tun kannst, um Bettlern speziell in der Weihnachtszeit zu helfen. Also, wenn Du noch kein Weihnachtsgeschenk hast – dann wäre das vielleicht eine Idee ;-)

 

Weihnachtswundernacht – 24 Erzählungen für die schönste Zeit des Jahres

 


Foto: © Herbert Raschke / pixelio.de

 


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Dieser Beitrag wurde am 11. Dezember 2010 veröffentlicht.

26 Gedanken zu „Weihnachten auf der Strasse….

  1. Anonymous

    Liebe Frau Punk, danke für Deinen Bericht! Das ist ein guter Einblick in die Situation der Menschen auf der “anderen Seite”. Schade der Rauswurf aus dem Gottesdienst. Es ist toll, dass Gott nicht auf das Äußere schaut, sondern IHM das Herz wichtig ist. IHM nachzueifern und von IHM zu lernen ist sehr wertvoll.

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  2. Waldemar

    Gott sei dank hast du de Weg zurück geschafft denn Gott liebt dich so sehr und er will nicht das du so vor die Hunde gehst gelobt und gepriesen sei der Herr unser Gott

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  3. Anonymous

    Jesus sieht hinter die Kulissen des Menschen. Er durchbricht die Außenfassade, und blickt auf unser Innenleben, auf unsere Gedanken, auf unsere Seele.Frau Punk,danke für diesen Bericht !
    Gottes reichlichen Segen!

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  4. Ingrid

    Danke, Mandy, dass du deine Erfahrungen auf der Straße hier veröffentlichst! (Auch schon die vorigen Beiträge) Es muss immer noch weh tun, wenn du dran denkst. Ich möchte dich stellvertretend um Vergebung bitten, wie diese Brüder und Schwestern dich aus ihrem Gottesdienst rausgeworfen haben! Alles Liebe, Ingrid

    Antworten
  5. BurkhardHenze

    Jesus sieht hinter die Kulissen des Menschen. Er durchbricht die Außenfassade, und blickt auf unser Innenleben, auf unsere Gedanken, auf unsere Seele.Frau Punk,danke für diesen Bericht !
    Gottes reichlichen Segen.

    Antworten
  6. Juzepastor

    Das berührt mich sehr und ein wenig schäme ich mich, für all die “Versäumnisse” von uns Frommen. Gott kann … das macht Mut und gibt Hoffnung, danke für das starke Zeugnis!!!

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  7. Josette

    Das hät niemals passieren dürfen, dass sie dich rausstellen. Ich hab mal einen Penner am Bahnhof in der Nähe meiner Gemeinde aufgelesen. Hab ihm gesagt komm mit dann bekommst was feines zu Essen. Er kam mit in den Gottesdienst. Manchmal hat er dem Prediger einfach reingeredet. Wir haben ihn gewähren lassen. Vieles hatte er recht. Ich sass neben ihm und ich konnte manchmal fast nicht mehr atmen. Der Mann stank massiv und wie der angezogen war iiiii. Nach der Predigt das gemeinsame Mittagessen, als ich seine strahlenden Augen sah, dann wusste ich, Josy du hast richtig gehandelt. Ich bete heut noch für diesen Mann. Leider hab ich ihn nie mehr gesehen. Bei uns in der Gemeinde darf mann so daher kommen.
    Jo und Jesus sieht in die Herzen. Niemals hat ER einen Anderstdenkenden abgelehnt. ER liebt alle Menschen. Echt toll. Danke dir für deinen Bericht.

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  8. Gina

    Hey Mandy,
    ich muss echt sagen, dass das echt ne krasse Story ist, die du da berichtet hast. Habe noch nie sowas gelesen geschweige den gehört oder mir mal drüber gedanken gemacht.
    Gestern war ich schon echt geplettet von deinem Beitrag und mich hat es echt nicht losgelassen, dass ich gestern in meiner Jugend beim Worship erstmal alles raus lassen musste und wir die Leute draußen beten musste. Mich hat deine Story echt bewegt. Das musste ich jetzt einfach mal loswerden.
    Danke das ich das lesen durfte!
    Sei gesegnet!
    Liebe Grüße Gina

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  9. Deborah

    Liebe Mandy,

    danke, dass du Einblick in eine ganz andere Welt gibst.

    Das “Fremdeln” vor dem Unbekannten ist eine große Hemmschwelle für echte Hilfe.

    Dieser Gegensatz der Not auf beiden Seiten…jeder auf andere Art…und doch beide leer….

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  10. Susanne

    Liebe Mandy,

    du machst Mut mit deiner Geschichte und deinem Leben.
    Danke, dass du mich daran teilhaben lässt!
    Be blessed,
    Susanne

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  11. Andrea

    Hm…ist schon heavy die Situation…Du schreibst–>Es war unübersehbar, Deine Rebellion (Outfit). Ich kann verstehen, dass sich die Leutz nicht gedrängelt haben , Dich zu hoffieren- , Unsicherheit, Schiss vor Pöbel, unvorhersehbare Reaktionen… Da gehört schon Mut zu! Und wow! Immer wieder großartig, wenn Menschen Mut finden, auf Menschen zuzugehen! Das kann nicht jeder. Es birgt immer Risiken. Falsch zu liegen, eins auf die Nase zu kriegen oder “nur” verbal runtergemacht zu werden.
    Die LIEBE irrt sich NIE. Kierkegaard hat mir das mal klar gemacht. Auch wenns augenscheinlich doof aussieht, auch wenns scheinbar nix bringt, auch wenn ich selbst verarscht werde…der Liebe tun ist niemals umsonst.
    Ich wünsch uns gaaanz viel von diesem Mut des 1. Schrittes! Und, dass wir Augen, Hände und Herz in Bewegung kriegen mit GOTTES Hilfe. cu&Blessing, Andrea

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  12. Heidi

    das mit dem rausschmiß verkörpert so eine arroganz und ignoranz!!! mit welchem recht?! dein erleben bestärkt mich, weiterhin den auf den straßen lebenden zu geben! für dich nicht nur fetten sondern ober-fetten segen:-)
    p.s. geht es dir heute etwas besser?

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  13. Mandy Artikelautor

    Hey DANKE für eure vielen “Danke” ;-)

    Etwas ganz wichtiges fällt mir noch ein…. nennt niemals jemandem “Penner!” – dass hat jeden den ich kannte, ziemlich wütend und agro gemacht. Es sind Obdachlose… und keine Penner, denn das ist eher ein Schimpfwort, obwohl es umgangssprachlich immer so gesagt wird.

    Andrea – Du sprichst nen wichtiges Punkt an.
    Angst haben einen auf die Nase zu kriegen…. jeder der ordentlich was gesoffen hat ist unberechenbar und kann ausholen… daher halte ich mich von denen grundsätzlich fern.
    Es ist natürlich auch auf die Situation zu beziehen. Ich war damals nen junges Mädchen und kein 40 jähriger Mann.
    Es ist immer gut zu zweit unterwegs zu sein und zu Obdachlosen zu gehen. Viele sehen furchterregend aus, aber sind ganz liebe Menschen. Ich denke aber ein Großteil wird ihre Freude nicht zeigen können…. das Leben auf der Straße macht hart, je länger es dauert umso heftiger. Da ist nichts mehr mit Gefühlsduselei… da würde man durchdrehen statt zu überleben.

    Ich bin der Meinung, dass man mit Gott drüber sprechen sollte…. was man tun kann, für wen und wieviel. Falls ein Obdachloser in die Gemeinde kommt, dann Nase zu ;-) und durch. Immer gut ist es, wenn sich mind. 2 um ihn kümmern. Die ihn auch beobachten…. nicht jeder ist ein Dieb…

    Für JEDEN gibts Hoffnung und Jesus ist auch für Onkel Fritz gestorben der täglich vorm Kaufhof sitzt und die Hand aufhält. ;-)

    Gruß und Segen und einen schönen 3. Advent.
    Eure Mandy

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  14. Anonymous

    Arno und Andreas sangen mal nen Song, der mir da wieder einfällt:

    Frohes Fest, frohes Fest, welch ein wirkungsloser Rest.
    Gott wurde Mensch und seit es diese Nachricht gibt, gibt es Hoffnung.

    Wir saßen in der Kirche und sangen “Stille Nacht” und im Stadtpark hat sich einer umgebracht…

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  15. Anonymous

    Es ist einfach krass, wenn man von den Nachfolgern Jesu rausgeschmissen wird, abgelehnt und stigmatisiert.
    Kann ich ich ein Lied davon singen.
    Ja, und das tut weh. Wie damals der Römer, dem der Petrus ein Ohr abgehackt hat. Das tat weh.
    Aber Jesus hat´s gerockt! Ohr wieder drangeklebt. Irgendwie cool ey! Jesus macht die wieder heil, die von seinen Jüngern kaputt gemacht wurden. Das nenn ich ne Perspektive!!!
    Herzlichen Dank für deine ehrlichen Worte!

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  16. Ulrike Ender

    hey Mandy, ich bin dankbar, dass Du mal hier als ehemalige Insiderin vom Leben auf der Straße erzählst. In unsere Gemeinde kamen auch gelegentlich Obdachlose, die waren alle willkommen. Es gab auch mal einen diebischen darunter, er durfte trotzdem immer wieder kommen.
    So muss es sein, wir brauchen alle mehr Mut uns darauf einzulassen.
    An Dir sieht man, wie Gott ein Leben durch seine Liebe verändern kann und dass sich da jede “Liebes-Investition” lohnt!
    Sei obermäßig gesegnet am heutigen 3. Advent, jetzt hast Du wieder einen Ort, an dem Du Dich gerne zu Hause fühlst, ja? Liebe Grüße, Ulrike

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  17. Gritti

    Danke, liebe Mandy, dass du uns das alles erzählst. Ich hätte das nicht gewusst, wenn mir nicht ein paar Freunde von der Straße manches erzählt hätten. Die meisten sind auch noch HIV-positiv. Das ist schlimm. Ich wohne ja am Land, aber früher war ich jede Woche in Wien. Da habe ich sie bei der Stephanskirche getroffen. Jetzt ist das Betteln dort verboten und ich komme auch nur mehr selten in die Stadt. Von den alten Freunden habe ich niemanden mehr gesehen.
    Morgen komme ich aber nach Wien, und ich werde eine Menge kleine Süßigkeiten einkaufen und jedem, dem ich sie dann gebe etwas Liebes dazu sagen.

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  18. Melanie

    es ist traurig, dass so etwas in gemeinden passiert. christ bedeutet eben nicht für jeden wiedergeboren, ich glaube es gibt auch viiieeele religiöse in freikirchlichen gemeinden. wir sind mal geschlossen aus einem christlichen cafe gegangen, weil ein freund von uns, der schwul war, gebeten wurde zu gehen und diese blicke, mandy, die kenne ich, ich hab das selbst alles durch, es ist erschreckend, dass viele menschen abgelehnt werden, weil sie nicht in die sogenannte norm passen, obwohl gott uns individuell gemacht hat. ich bringe zur weihnachtszeit oft kekse oder was anderes zu essen in unsere fußgängerzone und hatte schon oft tolle gespräche mit ,zb, punks. ein schöner artikel, der zum nachdenken anregen sollte.

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  19. Sönke

    Puuh was für eine Story. Da fällt mir ein, dass bei deiner Vita die Geschichte "Zwei Euro für den Weihnachtsmann" eine ganz andere Bedeutung. Ich finde die Reaktion von der Gemeinde auch echt heftig. Die Zuwendung zu Bettlern ist immer so licht gesagt und wiegt natürlich schwer aus deinem Mund. Ich nehme es mir zu Herzen nicht nur zu Weihnachten.

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  20. Katrin

    Gefällt mir gut, wie Du damals schriebst.
    Ich war schwanger und da kam in der Baptistengemeinde: "Jetzt darst Du hier nicht mehr herkommen." Ich hatte damals noch gar nicht lange eine lebendige Beziehung zu Jesus, begann gerade die Bibel intensiver zu lesen, kannte aber meinen heutigen Mann schon.. Lebte in absolut säkularem Umfeld.
    Bin heute mit trockenen Alkoholikern im Gebet und es ist ein sehr intensiver Austausch und wie ich merke, sind diese Erfahrungen mir oft wertvoller als eine Geistesgabe es je werden könnte. Geistesgaben dienen der Gemeinde. Die Erfahrungen dieser Leute helfen mir.  
    Hab Stollen an Bedürftige verteilt. Passt aber auch nicht unbedingt ins Bild, weil ich festgestellt hab, dass wir Christen uns gern vergleichen, was uns meist nicht bewusst ist. Nach mageren Jahren in denen mein großes Kind und ich im Winter in einer kalten Wohnung mit dicken Jacken bis zum Bettgehen leben mussten  (wegen der Kälte ging es kaum ohne Jacke), geht es mir heute  finanziell gut. Könnten Einige schon wieder fragen, ob das nun biblisch ist. Es gibt immer Dinge und Angriffe und wie ich beobachte gerade aus christlichen Kreisen, gerade von dort. Fazit: Jesus ist für alle da die an ihn glauben. Menschen können Menschen nur oberflächlich beurteilen, wenn sie sich überhaupt die Mühe machen. So ist das wohl. Und deshalb gibt es wohl auch das 7×77. Bekommt keiner von uns hin "gerecht" zu sein. Tröstet mich.
    P.S. Pass auf auf Dich. Sei gesegnet.

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  21. Tobias

    Manchmal, liebe Mandy, sind harte Grenzen auf den ersten Blick total lieblos und gemein – doch manchmal helfen sie uns auf Dauer auch, um zu erkennen, dass wir das ernten, was wir gesät haben – und um zu erkennen, in welchem Zustand wir tatsächlich sind.
    Du warst auf dem Weg der Rebellion gegen alles und jeden und hast dies äusserlich zum Ausdruck gebracht – in Deiner Erscheinung und Deinem Verhalten. Was Du erlebtest waren Ablehnung und Ausgrenzung – Du gehörst HIER nicht hin.
    Eines Tages wird Gerichtstag sein. Dann wird Jesus vielen Menschen sagen – fort mit Dir, ich kenne DICH nicht. Es wird einem Menschen, nichts nutzen, sich auf humanistische Lebensüberzeugungen zu berufen, denn es wird nicht zählen, wie gut ein Mensch gelebt hat – es wird entscheidend sein, inwiefern ein Mensch erkannt hat, wer er ist und dass er Gott glaubt, Busse tut und Jesus angenommen hat.
    Das Gesetz von Saat und Ernte besteht – und oft ist es Barmherzigkeit und Gnade, wenn die Ernte anders ausfällt.
    Manchmal (!) kann durch Barmherzigkeit das Herz eines Menschen erreicht werden, manchmal muss jedoch auch erst die Ernte in der Tiefe erlebt werden können. Im Gleichnis der zwei verlorenen Söhne hatte der Eine erlebt, wie Schweinefutter schmeckt und der andere, wie es sich anfühlt, wenn er nicht sein Erbe antritt und weiterrackert wie ein Knecht und dann ein Fest für seinen heimgekehrten Bruder stattfindet.

    Es tat Dir weh, rausbefördert worden zu sein, abgelehnt worden zu sein – und das, als Du tatsächlich auf der Suche warst und es war brutal fies. Ich veruteile diesen Bruder nicht, der Dich der Tür verwies, ich heisse es jedoch auch nicht gut und ich hätte Dich wohl nicht abgewiesen, sondern wäre mit Dir wohl eher einen Kaffee trinken und was essen gegangen – nach dem Gottesdienst, zu dem ich Dich hereingebeten hätte ;-)
    Ich freue mich, dass Du Deinen Weg mit Jesus gehst und den Weg heraus aus der Rebellion gefunden hast, denn das ist wirklich genial ! Big hug.

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    1. Tobias

      Eine kleine Ergänzung… zur Zeit veranstalte ich in meinem Atelier übrigens eine Lesung zum Keinen Prinzen, für Männer aus einem Obdachlosenhaus im Nachbarort – und für sesshafte Personen ebenfalls – und danach gibt's immer ein deftiges Essen und Austausch, denn von Menschen mit Lebensbrüchen können wir sehr viel lernen .

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