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Die Bibel ist voll mit Sätzen wie „Fürchtet Euch nicht!“ Und was ist, wenn wir trotzdem Angst haben?

„Die ist vom Teufel…“ hört man dann schnell mal von so manchem Christen, „lass sie nicht zu…“.
Und dann werden Bibelstellen zitiert und auswenig gelernt, sie beten gegen die Angst, um sich bloß nicht von den Gefühlen überwältigen zu lassen, denn die sollen in ihrem „geistlichen Leben“ am besten keine Rolle spielen.

Dann gibt es auch das andere Extrem.

Menschen die sich von ihren Gefühlen auf eine so krasse Art und Weise „leben lassen“,
dass es ungesund ist und so stellt sich das  Gott sicher nicht vor.

Ich behaupte mal die meisten Menschen, die mit Gott „unterwegs“ sind, neigen eher zur erster Variante dieser Extreme.
Zumindest scheine ich von denen mehr zu kennen.

Die „schwierigen“ Gefühle wie z.b. Angst, Traurigkeit, Wut, Verletzungen oder Schmerz werden unterdrückt. Aber hey, Gefühle machen uns zum Menschen!

Wenn wir unsere Gefühle nicht akzeptieren und abwehren, wie können wir dann ein Ebenbild Gottes sein, wie es in 1. Mose 1, 26 steht?? Gott ist Liebe! Und Liebe ist das stärkste Gefühl überhaupt!

Wenn wir miese Gefühle nicht zulassen, wie können wir dann andere lieben?? Uns selbst lieben?
Achja und das Arschloch bei der Arbeit, dass auch Dein „Nächster“ ist… lieben ??

Wir können im Glauben nicht wachsen, wenn wir unsere Emotionen ausschließen… das ist ein Teil unserer Menschlichkeit.

Kennste Du die Aussage von Jesus, die in Lukas 9, 23 steht:

„Wenn einer von euch mit mir gehen will, muss er sich selbst verleugnen, jeden Tag aufs Neue sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen.“

Ich musste darüber lange nachdenken und hab mit Gott drüber gesprochen. Ich glaube damit ist nicht gemeint:
„Je beschissener es dir geht, umso mehr liebt dich Gott!“

Ich denke es heißt viel mehr, dass wir unsere Gleichgültigkeit gegenüber anderen, den Egoismus, das „Schubladendenken“ oder auch der Scheiß (Sünde) der in den Geboten erwähnt wird: „Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht lügen. Du sollst nicht töten.“ usw. ablegen sollen.

Ich glaube  Gott will nicht, dass wir unsere „guten“ Seiten verleugnen. Er will das es uns gut geht und dazu gehören „gesunde“ Wünsche und Spaß im Leben. Freundschaften, Musik, Sport, feiern, jetzt aktuell Nikolaus und Weihnachten.

Wenn Du gut Geige spielen kannst oder Fun beim Fussball hast, wenn Du Dich freust wenn Dir am Nikolaustag jemand etwas in Deinen Schuh steckt, dann ist das toll! 😉

Ich hab erlebt, dass gerade diese kleinen Freuden, aber auch Sehnsüchte und Wünsche wie kleine Geschenke von Gott sind.

Und doch fühlen sich manche schuldig, wenn sie diese Geschenke auspacken.
Das ist traurig! Wenn ich Dich frage, was  Deine Wünsche, Träume und Hoffnungen sind? Was würdest du antworten?

Vielleicht sowas wie:  „Sollte mein einziger Wunsch und Traum nicht sein Jesus nachzufolgen?“
Ganz klar – Nein!

Als ich Christ wurde, hörte ich auf andere Menschen, die mir sagten ich muss meine alten „unchristlichen“ CD’s und Bücher in die Tonne kloppen, alte Briefe und Fotos aus der Vergangenheit…. Leute!! Ich hab diese Scheiße geglaubt und es getan…..
Und irgendwann habe ich kapiert, dass Gott mir die ganze Zeit klar machen wollte:

„Mandy, Du sollst kein Mensch ohne Persönlichkeit sein!“

Tschaka.

Hey Gott will DICH! Gott hat Dir geniale Fähigkeiten gegeben und weiß was Dich happy macht, lass dir das nicht nehmen. Bleib mit ihm im Gespräch!

Lass ihn rocken den Jesus in Dir!

Gruß und fetten Segen, bis morgen

Deine Jesus Punk

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Foto: © jp
Textide: „Glaubensriesen-Seelenzwerge“ von Peter Scazzero
Dies ist ein Beitrag für die Initiative von www.Internetmissionar.de
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Dieser Beitrag wurde am 6. Dezember 2010 veröffentlicht.

9 Gedanken zu „Powered by Emotion

  1. Jose

    Du hast so was von recht! Ich hab das vor 15 Jahren (gleich nach meiner Bekehrung) auch mitgemacht: Bücher & CDs wegschmeißen, mit der Vergangenheit abschließen, Verhalten und Einstellungen ändern usw. Und was ist passiert? Mit den Jahren habe ich das ganze Zeug wieder angesammelt – sogar noch mehr als vorher. Die Veränderung muss von INNEN kommen und nicht von außen diktiert sein! Wenn Du beginnst, Deinen Weg mit Jesus zu gehen, erkennst Du, was schlecht und was gut in Deinem Leben ist. Dein Verhalten und Deine Einstellungen verändern sich. Irgenwann kannst du dann gar nicht anders, als den angesammelten Mist weg zu geben. Bei mir war es so, dass das Zeug nach und nach in den Keller gewandert ist. Kürzlich erst habe ich eine ganze Wagenladung davon zur Mülldeponie gebracht. Tschaka :-)

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  2. Petra

    Ich wollte Dir wiedermal meinen Respekt aussprechen , für Deine Mühe und Deine genialen Ideen.
    Aber Gott sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus und offenbart den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten . (2.Korinther 2,14)

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  3. Petra

    WOW !!!!!!! Die Power der Geffühle iist deutlich spürbar! Du hast wahrscheinlic einfach deine Finger in die Tasten gehauen …und warst sicher nachher genauso beeindruckt , wie wir. Du bist der Meissel …

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  4. Heidi

    mir ging es ganauso, mandy. alles hab‘ ich in die tonne „gekloppt“ als ich christ wurde.was die erste aussage über angst betrifft: das ist wie ein spiel: die, die angst haben und dagegen beten, haben „angst“ vor den anderen so da zu stehen und gesagt zu bekommen:“ du lebst nicht im herrn“. sorry, ich kann jetzt nicht mehr sehen, was ich schreibe. hier gibt es ein technisches probleman

    wurde. o.k., es hat mir nicht leid getan. ich sehe es im

    nachhinein als abschluß mit dem alten leben. wenn du das ersten

    thema der

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  5. Deborah

    Es gibt eine einfache Unterscheidung aus welcher Quelle Angst kommt:

    beraubt sie dich? …dann ist sie aus der falschen Küche

    schützt sie dich?….dann ist es die natürliche Ausrüstung, die Gott uns mitgegeben hat..

    Joh 10,10 10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und Überfluß haben.

    Hörst du auf die Menschen, die immer sofort Eiswasser über deine Freude kippen? „…man tut nicht…man macht nicht… oooh, wie kann man nur…..“ sie haben in der falschen Küche genascht….

    In einer alten Übersetzung steht, dass Jesus frohlockte….dieses Wort wird heute nicht mehr alltäglich verwendet…

    auf Normaldeutsch heisst das….er hüpfte vor Freude im kreis herum…

    also….. 😀 😀 😀

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  6. Mandy

    Danke. In die Tasten kloppen eher weniger… hatte den ersten Beitrag versehentlich gelöscht und musste ihn nochmal schreiben, so das der komplette Abend drauf ging. Aber es scheint sich gelohnt zu haben 😉

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  7. Eike

    Großes Thema!
    Du leuchtest wieder einmal eine Ecke aus, die mir so nicht richtig bewusst war. Ich denke die miesen Gefühle zeigen mir immer wieder dass es was zu lernen gibt. Ich weiß Gott will, dass es uns gut geht nur wir wissen oft genug nicht was das bedeutet. Dan lernen wir es halt, mal mit guten mal, mit miesen Erlebnissen. Wir sollen unser Lict euchten lassen,. leuchten lassen in aller Strahlkraft und voller Demut, denn es ist SEIN Licht das er in unbs entfacht hat was da leuchtet und wir entscheiden nur es leuchten zu lassen. Uns zu verleugnen heißt für mich das Ego, das weltliche, materielle Geltungbedürfnis, klein zu machen um den Menschen zu erwecken den Gott mit uns gemeint hat. Alles was wir erlebt und getan haben ist richtig und gut, hat es uns doch ganau an diesen Punkt gebracht. Das Abschliessen mit der Vetrgangenheit heißt für mich sagen zu können: Kapitän auf Brücke, übernimm du das Steuer.

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